Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Pingy
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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Ich bin für die Einstellung eines neuen, zusätzlichen Defensivtrainers :). TS schaffts nicht den Spielern ein vernünftiges Defensivverhalten beizubringen. Da muss man wohl sagen, dass TS total inkompentent ist. Seit Jahren muss man sich dieses gegurke in der Defensive anschauen. TS findet einfach nicht das Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive.

Und DU bist der Defensivtrainer ja? :applaus:
 
Oha, letztes Jahr mit einen inkompetenten Trainer zwei Finale errreicht und eins davon gewonnen:lol:


Schau dir mal an, wem wir das zu verdanken haben: Diego, Pizarro, Özil.

wer weiß, was mit einem anderen Gesicht auf der Cheftrainerposition möglich gewesen wäre. Die Defensive war im vergangenen Jahr nicht bundesligatauglich und scheint es auch in diesem Jahr nicht zu sein. Wie auch, mit gleichem Personal und gleichen Vorgaben.

Dem einen oder anderen steht vielleicht auch seine eigene Sturheit im Wege, notwendige Veränderungen zu erkennen und diese auch umzusetzten. Warum auch, Werder war ja immer erfolgreich unter Schaaf. Das es vielleicht besser oder erfolgreicher sein könnte, wird dann nicht merh wahrgenommen.
 
Schau dir mal an, wem wir das zu verdanken haben: Diego, Pizarro, Özil.

wer weiß, was mit einem anderen Gesicht auf der Cheftrainerposition möglich gewesen wäre. Die Defensive war im vergangenen Jahr nicht bundesligatauglich und scheint es auch in diesem Jahr nicht zu sein. Wie auch, mit gleichem Personal und gleichen Vorgaben.

Dem einen oder anderen steht vielleicht auch seine eigene Sturheit im Wege, notwendige Veränderungen zu erkennen und diese auch umzusetzten. Warum auch, Werder war ja immer erfolgreich unter Schaaf. Das es vielleicht besser oder erfolgreicher sein könnte, wird dann nicht merh wahrgenommen.

LOL?:stirn:
Vll könnte es auch 1000mal schlechter laufen ohne Schaaf...DARAN schonmal gedacht??? Sind sie ja scheinbar auch alle schön blöd gewesen, dass sie Schaaf nach dem DFB-Pokal gefeiert und in die Luft geworfen haben. Klar sind Pizza, Diego & Özil verantwortlich für zahlreiche&wichtige Tore & Erfolge...aber bitte, soll der Trainer jetzt die Tore schießen?
Glaub mir, es gibt mehr schlechtere Trainer als TS wie bessere. Und was TS zusammen mit KA in den letzten 10 Jahren aus den MÖGLICHKEITEN, die WERDER hat gemacht hat, ist einfach überaus großartig! Klar kann man mehr wollen, aber vll auch einfach mal nen Moment hinsetzen, alles sacken lassen und mal zufrieden sein mit dem, wie es gerade ist, nämlich, in Angesicht der Vorraussetzungen die WERDER hat, SUPER!:svw_applaus:
100%WERDER
 
...ich hab mich nach dem Spiel nur gefragt, warum bei so zwei begnadeten Assist-Gebern wie Özil und Marin unbedingt Frings die Ecken (und 1-2- Freistösse) schiessen musste. Da würde ich mich freuen, wenn es TS sich vielleicht nochmal durch den Kopf gehen lässt.
Insgesamt kann man nur hoffen, dass es wie jedes Jahr NUR die üblichen 3-4 Spieltage dauert, und dann der Karren (ich sag nur "goldener Oktober") richtig anspringt.
 
was ich bis jetzt nicht verstehe: wieso pasanen lv (man hat ja nur nen richtigen lv mit tosic - ach halt, der hat ts scheinbar mal den parkplatz weggeschnappt, anders kann ich mir die situation von dem jungen nicht erklären), wieso prödl iv, wieso boro dm spielt. ich check es nicht - ich werde es nicht mehr kapieren
 
was ich bis jetzt nicht verstehe: wieso pasanen lv (man hat ja nur nen richtigen lv mit tosic - ach halt, der hat ts scheinbar mal den parkplatz weggeschnappt, anders kann ich mir die situation von dem jungen nicht erklären), wieso prödl iv, wieso boro dm spielt. ich check es nicht - ich werde es nicht mehr kapieren

Pasanen spielt schon immer ALLES hintendrin, IV wie AV auf beiden Seiten. Prödl IST IV!?! Und das Boro da spielt wo er gespielt hat war doch auch klar. und Petri hat übrigens gegen Union eines seiner besten Spiele auf links außen gemacht. Warum sollte Schaaf also Tosic da reintun?
Ich weiß nicht, was es da nicht zu kapieren gibt.
 
weil prödl fast di gesamte vorbereitung verpasst hat und nicht 100%-ig fit war/ist???

fritz - merte - pasanen - tosic

dann hätten wenigstens 4 fitte spieler auf "ihren" positionen gespielt
 
Damit hast du recht, kann ich aber nicht einschätzen von Unterfranken aus, ob ein Prödl fit ist, da verlass ich mich auf das Team hinter dem Team. Vom Gefühl her hätte ich aber auch Prödl gebracht, weil er letzte Saison wie ich finde sehr häufig eine mindestens solide Leistung in der IV gebracht hat. Und wie gesagt, Petri war die Woche davor auf außen bärenstark, hätte das auch nicht geändert. Im Nachhinein ist man eben doch schlauer;)
 
Was ich sowieso nicht kapiere ist, dass Tosic einfach bei Schaaf vollkommen unten durch zu sein scheint, man ihn aber nicht verkaufen will!? Ich glaub schon, dass es den ein oder anderen interessierten Verein für ihn geben würde aber warum lässt man ihn nicht einfach mal spielen? Ein Fritz darf doch auch seit Monaten rumgurken und steht immer noch in der Startelf.

Und auch der Fall Borowski ist so eine Sache. Anstatt Spielern wie Niemeyer das Vertrauen zu geben oder einen anständigen DM/ZM zu holen, holt man lieber einen Borowski zurück, der 90% der Zeit in München sowieso nur auf der Bank verbracht hat und in seiner letzten Saison hier vor seinem Wechsel nur im Saisonendspurt durch annähernd gute Leistungen aufgefallen ist. Borowski ist absolut kein 6er und ich war von Anfang an skeptisch. Ich glaube nicht, dass dieses Mittelfeld mit Frings und Borowski wirklich zusammenpasst.

Im Übrigen finde ich es auch total überzogen, wenn hier der Trainer aus jeglicher Kritik herausgenommen und ALLES auf die Mannschaft geschoben wird. Der Trainer leitet das Training, er stellt die Mannschaft auf, er macht die Taktik und er sollte die Spieler motivieren können. An den taktischen Defiziten in der Defensive ist sicher nicht allein die Mannschaft sondern auch der Trainer. Immerhin wird Schaaf nach guten Spielen hier ja auch bei allen gefeiert aber bei schlechten Spielen hat er plötzlich garkeine Schuld!? Das is ne Logik, die ich nicht verstehe.

Ich bin immer noch dafür, dass in der nächsten oder spätestens übernächsten Saison mal ein frischer Wind in Bremen wehen sollte. Ein neuer Trainer, mit neuen Ideen und neuer Philosophie. Völlig unvoreingenommen von den Spielern bzw. der Mannschaft. Schaaf hat hier viel geleistet und tolle Jahre gehabt aber irgendwann geht das eben auch mal zu Ende.
 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Schaaf den Spielern häufig predigt, wie sie sich offensiv, als auch defensiv zu verhalten haben. Einzig die Umsetzung passt absolut nicht.

...und da muss doch die Frage erlaubt sein, warum die Umsetzung nicht passt. Es ist ja nicht erst seit heute so, dass gewissermaßen die Umsetzung nicht passt. Ob die Verteidigung nun Ismael, Gefahrenhorst, Naldo, Pasanen, Mertesacker, ob die Raute nun aus Ernst, Baumann, Borowski, Frings, Micoud, Diego, Jensen etc.,etc. bestand, letztlich wird Jahr für Jahr aufs Neue über die Fehlerhaftigkeit in der Umsetzung diskutiert, besonders seit etwa 2006.

Natürlich erkennt Schaaf diese Mängel schon lange, natürlich gibt er nicht das vor, was dann oft dabei herauskommt. Ich denke aber, trotzdem er Mängel und Stärken seiner Spieler eindeutig kennt, in seiner Aufstellung in Bezug auf die Ausgewogenheit Defensive/Offensive falsch wertet.

Schaaf sagte einmal, ich glaube das war so 2000, in einem Kicker-Interview ,,ich will immer Spaß-Fussball!" und das trifft es bis heute in jeder Hinsicht. Aus vielen seiner Aussagen lese ich einiges heraus: ,,wir waren unglaublich naiv" sehr oft hieß es ,,individuelle Fehler" ,,Abstimmungsprobleme". So weit absolut richtig. Er spricht öfter an, dass er das nicht vorgegeben habe, er rügt diese Schwächen, erkennt also das Ausmaß. Warum aber, wiederholen sich diese Aussagen immer wieder? Weil er nicht erkennt, so meine Vermutung, dass es Spieler gibt, die trotz weniger filigranem Können eben defensive Stärken haben.

Als Micoud ging, bekam er Diego. Er bekam einen unheimlich lauf- und zweikampfstarken, fussballerisch excellenten Spieler, der in seiner Eigenschaft, Spiele entscheiden zu können, einfach einen hohen Wert für das Team besaß. Aber Diego war kein Spielmacher, er war auch kein Stratege, so wie es Micoud einzigartig verkörperte. Schaaf erkannte auch das richtigerweise, nicht ohne Grund sprach er oft von seinem ,,zentralen Spieler", aber nicht von seinem ,,Spielmacher". Doch die Schaaf`sche Grundphilosophie sieht nun einmal vor, einen Gegner mit Kombinationsfussball, mit hohem spielerischem Aufwand, mit individueller Klasse zu dominieren, ihn auf diese Weise zu bezwingen. Er hätte nun die Wahl gehabt, Diego als offensiven Mittelfeldspieler oder als hängende Spitze zu installieren. Was aber bedeutet hätte, evtl. einen Stürmer zu opfern. Dies wiederrum entsprach nicht seiner Vorstellung von offensivem Fussball, drum ließ er praktisch mit zwei Stürmern und einem weiteren hängenden Stürmer spielen. Und nährte somit quasi die Diskussionen um die ,,Rautentauglichkeit" seines Spielermaterials.

Mir fällt da stets der Vergleich TS mit Otto Rehagel ein. Otto hatte Andreas Herzog, der war auch kein Spielmacher, Rehagel erkannte das, deswegen spielte Herzog einen hängenden Linksaußen. Doch Otto legte schon in seiner Denkweise mehr Wert auf die ,,kontrollierte Defensive".

Ähnlich sehe ich das nun mit der Doppelsechs. TS hatte die Wahl in der Offensive zwischen Marin, Özil, Borowski, er hätte in diesem Fall einen draußen lassen müssen. Da Borowski nun ganz klar der bessere Fussballer als Vranjes oder Niemeyer ist, glaubte TS, es wäre am sinnvollsten, ihn einfach nach hinten zu schieben. Schaaf will immer möglichst 11 gute Fussballer, technisch versierte Akteure auf dem Platz sehen. Aber ich glaube, er unterschätzt dabei unbewußt die defensiven Stärken einiger seiner Spieler, die eben weniger die grossen Techniker sind. Daher agiert ein Borowski auf der Sechser-Position obwohl Stellungsspiel, Zweikampfführung und Antizipieren noch nie zu dessen Stärken zählten und bereits in der Raute bedingt Probleme verursachten. Aber gerade die Stärken eines Niemeyer hätten wir in so einem Spiel wie gegen Frankfurt gebrauchen können. Ausserdem überfordert TS Timbo, so wie gegen Frankfurt, der sich somit einiges an Frust abholt, weil ihm Dinge auferlegt werden, die er nicht zu leisten vermag. Frage: Muss das unbedingt sein?
Auf diese Weise hebelte TS unbewußt sein eigenes Vorhaben aus, mit einem neuen System etwas defensiver agieren zu können.

Allerdings ist Fussball auch nur in einem gewissen Maß berechenbar. Es war - wieder einmal - der Spielverlauf, der TS und seiner Auffassung vom Fussball einen Strich durch die Rechnung machte. Hätte Frankfurt nicht gleich den ersten Angriff eingenetzt und wäre Werder in Führung gegangen, oder wären die zwei Pfostentreffer drin gewesen, was dann? Höchstwahrscheinlich hätte sich Werder dann in den typischen Rausch gesteigert, Borowski hätte vielleicht Zweikämpfe gewonnen, die er andernfalls nicht gewonnen hätte, mangelndes intelligentes Spiel im Raum hätte sich möglicherweise im Rahmen des Offensiv-Spiels ,,egalisiert". Und TS hätte mit seiner Doppelsechs kaum in der Kritik gestanden, denn dann ist Schaaf`s Philosophie und Taktik plötzlich legitim, würde aber für einen verklärten Blick auf tatsächlich vorhandene Schwächen sorgen. Ebenso wenig sollte ein einziges verlorenes Spiel als Maßstab gelten, dass alles grundsätzlich nicht funktionieren kann und schon gar nicht darf das allein ein Anlass sein für eine neuerliche Trainer-Debatte.

Fast jedem Mensch dieser Erde fällt es sehr schwer, von seinen Idealvorstellungen abzurücken. Es sei denn, gewisse Umstände wie öffentlicher Druck, Erfolgswillen, Karrierezwang bringen ihn dazu. Und da das alles bei Werder allein schon im Umfeld weniger der Fall ist, gibt es auch schneller eine Rückkehr in alte Fehler. Als im Februar 2008 ob solcher Ergebnisse wie dem 3:6 in Stuttgart, die ,,Ausgekonterten" flächenmedial wurden, spielte Werder nachfolgend plötzlich effektiver und defensiv-konstruktiver, errang damit noch wichtige Resultate, die zur CL-Quali reichten. Genauso letzte Rückrunde. Auch da gelang es Schaaf durchaus, ,,anders" spielen zu lassen, weil der Druck dann doch grösser war. Es ist also möglich.

Im übrigen denke ich, dass Werder nach den ersten drei verkorksten Spielen noch eine starke Serie bis Weihnachten hinlegen wird. Unter Berücksichtigung der wahrscheinlich schlechten Ergebnisse von Februar/März 2010 und einem starken Schlussspurt glaube ich, dass Werder am Ende ganz sicher unter den ersten fünf landet. Das wiederrum ist auch eine Vorraussetzung des Glaubens an Thomas Schaaf, dass allen ,,üblichen und chronischen" Problemen zum Trotz doch immer wieder irgendwas bei rumkommt.

Frings/ Boro: Erste Priorität: Mittelfeld zustellen und dem Gegner die Räume eng machen. Bei eigenem Ballbesitz: Spiel versuchen zu gestalten.

Eben genau das meinte ich mit ,,überfordern".

Da haben wir denke ich unterschiedliche Spiele gesehen. Die Sieg für die Eintracht war nicht unverdient, die einzige Phase in der wir ein wenig Druck gemacht haben, war die Phase kurz nach der Halbzeit bis zum Gegentor. Und in dieser Druckphase ging alles ziemlich einfallslos nur über Marin und Özil, die abwechselnd mit Einzelaktionen glänzten. Wir hatten im kompletten Spiel nur eine einzige, kleine, herausgespielte Stürmerchance (Die für Sanogo, nach schönem Pass Özil)! Das ist selbstverständlich viel zu wenig. Nach dem 2:3 ging bei uns dann überhaupt nichts mehr und die Eintracht war näher am 2:4 als wir am Ausgleich. In Halbzeit 1 war das Spiel insgesamt ziemlich ausgeglichen, die Eintracht hatte aber die besseren Chancen gegen unsere quasi kaum vorhandene Abwehr. Zudem wirkte das Spiel der Eintracht viel organisierter und geordneter.

Nein, Du hast mich falsch verstanden. Ich wollte eigentlich ausdrücken, dass eine indiskutable Leistung nicht allein darauf zurückzuführen ist, dass die Spieler nicht wollen. Werder hatte wie gehabt sehr viele Ballbesitz, ein Übergewicht an Chancen und Torschüssen. Doch es war wieder einmal kein intelligenter Aufwand und es fehlte das Glück. Warum es nicht funktioniert haben könnte, dafür habe ich gerade oben einen Ansatz geliefert.
 
Die Frage, warum die Umsetzung nicht passt ist natürlich absolut erlaubt und wurde hier ja auch schon häufiger diskutiert. Ganz klar ist Schaaf auch eher auf den Offensivfussball aus, der dann zu 5:0 Ergebnissen gegen Frankfurt führt. Nimmt man die letzten 3 Spiele gegen Frankfurt zusammen, dann steht es 12:3, das ist liest sich doch eigentlich ordentlich.
Das Problem liegt meiner Meinung nach trotzdem wahrscheinlich eher in den Spielern - quasi in der Art, wie sie ihre Rolle interpretieren. Und da würde ich mich auch mit Dir eigentlich auf einem Nenner sehen, denn ein Borowski wird wohl immer sein Spiel eher durch Offensiv-Aktionen prägen, als durch kluges stehen im Raum und starkes Defensivzweikampfverhalten. So haben wir im Mittelfeld gerade eigentlich eher 4 offensivere Spieler und keinen, der sich konsequent als Staubsauger vor der Abwehr sieht. Gut, Frings sieht sich als dieser, nur ist er es vielleicht doch nicht wirklich. Das ist natürlich Sache des Trainers, dort dann eher Leute reinzubringen, die ein defensiveres Denken haben. Andererseits ist es auch Schaaf, der seinen Spielern sagt, dass sie sich ruhig trauen sollen sich nach vorne einzuschalten. Hier kommt dann aber die Mannschaft ins Spiel. Wenn einer von den Defensiveren nach vorne geht, dann muss dahinter einer seine Position absichern.

Gerade auch wegen der üblichen chronischen Probleme gegen kleinere Gegner, sollte man meiner Meinung nach versuchen diese ruhiger anzugehen. Dort sollte man nicht mit offenem Visier immer in die Abwehrwand rennen, ohne ein Konzept zu haben, wie man durchkommt. Das ist dann die Einladung zu den Gegentoren. Die Spiele muss man vielleicht doch viel wechselhafter gestalten, wie es auch schon häufiger erwähnt wurde - indem man das Tempo variiert usw. Aber seit dem Weggang von Micoud habe ich das Gefühl, dass diese strategischen Komponenten in unserem Team auch abhanden gekommen sind. Es wird nur noch gedrückt gedrückt gedrückt. Und je weiter das Spiel fortschreitet ohne Bremer Führung, wird mehr gedrückt, bis schließlich entweder ein Tor für uns fällt, oder wir in einen Konter laufen. Ich befürchte, dass sich das durch unsere beiden etatmäßigen Offensivbesetzungen Özil und Marin auch erstmal nicht ändern wird.
 
@El Diego :tnx: :tnx: :tnx:

Ist haargenau meine Meinung. Das, was Frankfurt praktizierte, war aus meiner Sicht nur wieder die defensiv betonte und geschickte Variante effektiven Fussballs, der Werder immer wieder größte Probleme bereitet. Diese nominelle Offensivspiel, dieses von Schaaf so oft geforderte ,,Agieren" ist in Wirklichkeit nur ein Reagieren. Werder versucht allein über spielerische Dominanz, über fussballerische Klasse den Gegner in die Knie zu zwingen, aber nicht über taktisch ausgeklügeltes Vorgehen - wie den Kontrahenten kontrollierend aus der Defensive zu locken, dessen Zerstörtaktik anzunehmen, indem eben über weite Strecken ,,scheinbar" passiver agiert wird. Ein gewisses, durchdachtes Kalkül entscheidet manche Spiele und da hat Werder nach wie vor grosse Schwächen. Das ist es, glaube ich, was Du mit fehlender Strategie meinst. Nur so hat es Bayern München oft geschafft, kompakte Gegner auf Dauer zu knacken. Auch Werder kann das, siehe letzte Saison das Heimspiel gegen Stuttgart. Nur muss das endlich einmal konserviert werden, endlich einmal über längere Sicht gehalten werden. Stattdessen betreiben wir immer wieder ein ewiges Anrennen, das spielt dem Gegner in die Karten, der sich so immer besser darauf einstellen kann. Mit logischerweise abnehmendem Erfolg, bis dann irgendwann die Brechstange helfen muss. Es wird dadurch immer enger und komplizierter, zusätzlich ergeben sich weitere Räume für Konter. Was bleibt, ist ein engagiert vorgetragener Aufwand, der, weil nicht schlau gespielt, letztlich mehr Ärger als Ergebnisse einbringt. Da nützt es eben wenig, wenn eine vermeintliche Schwachstelle wie Diego für das langsame und quere Spiel auf dem Papier ausgemerzt scheint, wenn wiederrum ein Akteur wie Marin, der eine ähnliche Spielweise bevorzugt und ebenso seine Stärken in der Einzelaktion hat sowie Borowski dahinter spielt, der ihm kaum den Rücken frei halten kann. Das macht dann jegliche Systemvariation sinnfrei, dann lohnt sich die Diskussion Raute oder Quadrat mit Doppelsechs kaum, weil die Spieler es nicht umsetzen können. Selbstverständlich sieht das besser aus, wenn eine Eingespieltheit dazukommt, wenn die Akteure ihre Topform erreichen. Nur glaube ich nicht, dass dann dauerhaft diese Schwierigkeiten abgestellt werden können. So ist immer ein Höchstmaß an Ballkontrolle und spielerischer Sicherheit absolut erforderlich, um erfolgreich zu sein, statt ab und an mal schlauer zu spielen, um auch an schlechten Tagen auf dem Platz richtig reagieren zu können.
 
Stimme den vorherigen Beiträgen weitgehnd zu.
Bloß bei Diego habe ich defensiv keine Schwachstelle gesehen. Im Gegenteil, er ist extrem zweikampfstark und hat sich im Mittelfeld immer viele Bälle erobert.
Dadurch, dass wir jetzt mit Özil und Marin spielen, sind wir defensiv nun deutlich anfälliger geworden.

Das Hauptproblem hat aber ein fast schadenfroher Amanatidis im Interview auf den Punkt gebracht: Er sagte, dass die Abwehr von Werder ja fast hinter der Mittellinie stünde und deswegen mit etwas Laufbereitschaft leicht auszuspielen sei.

Hier müssen wir ansetzen und die Abwehr einfach etwas weiter nach hinten ziehen. Denn wir haben von den Personen her eine Top-Abwehr, so dass dies eigentlich eine unserer Stärken sein müsste!

Die U21 wurde auch Europameister, da die Abwehr excellent gespielt hat.

Vielleicht sollte man auch Boro weiter vorne spielen lassen und mit Marin abwechseln und dafür neben Frings noch einen neuen Spieler einkaufen. Wobei mir da gerade einfällt, dass wir doch einen klasse Spieler mit viel Laufbereitschaft haben: Peter Niemeyer...
 
Ähnlich sehe ich das nun mit der Doppelsechs. TS hatte die Wahl in der Offensive zwischen Marin, Özil, Borowski, er hätte in diesem Fall einen draußen lassen müssen. Da Borowski nun ganz klar der bessere Fussballer als Vranjes oder Niemeyer ist, glaubte TS, es wäre am sinnvollsten, ihn einfach nach hinten zu schieben. Schaaf will immer möglichst 11 gute Fussballer, technisch versierte Akteure auf dem Platz sehen. Aber ich glaube, er unterschätzt dabei unbewußt die defensiven Stärken einiger seiner Spieler, die eben weniger die grossen Techniker sind. Daher agiert ein Borowski auf der Sechser-Position obwohl Stellungsspiel, Zweikampfführung und Antizipieren noch nie zu dessen Stärken zählten und bereits in der Raute bedingt Probleme verursachten. Aber gerade die Stärken eines Niemeyer hätten wir in so einem Spiel wie gegen Frankfurt gebrauchen können. Ausserdem überfordert TS Timbo, so wie gegen Frankfurt, der sich somit einiges an Frust abholt, weil ihm Dinge auferlegt werden, die er nicht zu leisten vermag. Frage: Muss das unbedingt sein?
Auf diese Weise hebelte TS unbewußt sein eigenes Vorhaben aus, mit einem neuen System etwas defensiver agieren zu können.

Das analysiert mE ziemlich exakt, warum wir insgesamt ein großes Problem im Defensivverhalten haben. Am Samstag lautete das Mittelfeld Özil, Marin, Boro, Frings. Das sind vom Spielertypus her drei offensive und ein sehr offensiv orientierter defensiver Mittelfeldspieler.

Das kann im Grunde genommen einfach nicht hinhauen. So schlecht ist kein Gegner in der Liga, als das man die Defensive dermaßen vernachlässigen dürfte. Die Abwehrkette steht dazu auch immer noch fast in der gegnerischen Hälfte oder läuft bei jedem Standard mit nach vorne, so dass man immer wieder die Situation hat, dass eigene Standards, wie Ecken und Freistöße zur Gefahr fürs eigene Tor werden.

Hier muss TS mE ansetzen und wie am Sa. sehen konnte, weigert er sich beharrlich das zu tun. Es entspricht eben seine Philosophie so Fussball spielen zu lassen.

Eines noch: Ich kann mir ehrlich gesagt immer noch vorstellen, dass KATS wirklich Boro für die Rolle des DM in der Doppelsechs vorgesehen haben. Das will einfach nicht in meinen Kopf. Gerade weil man ihn doch kennt und er hier jahrelang auf einer anderen Position gespielt hat, müsste doch klar sein, dass für diese Position ein anderer Spielertyp gefragt wäre. Insbesondere weil auch der Fringser einen nicht zu verachtenden Offensivdrang hat. Das ist für mich ein völlig unverständlicher Taktik- bzw. Strategiefehler, den ich so kompetenten Leuten eigentlich nicht unterstellen mag. Aber bislang machts den Eindruck, als wäre das so gewollt...
 
Genauso sehe ich das auch - und die Gegner haben leichtes Spiel
Die Viererkette rückt weit auf gerade weil ein riesiges Loch im DM ist

Die Spielanlage ist derzeit akut veränderungsbedürftig
 
Ich hoffe TS stellt die Mannschaft gegen die Bayern von vorne bis hinten komplett etwas defensiver und kompakter ein, so das wir mehr über Konter kommen. Mit Özil und Marin haben wir im Mittelfeld die optimalen Spieler dafür. Außerdem müssen Özil und Marin die Außenverteidiger bei der Defensivarbeit besser unterstützen, das muss TS denen beibringen. Auch die 6er müssen da helfen. Pasanen sah gegen Frankfurt nicht nur weil er einen schlechten Tag erwischt hatte, so blöd aus. Er wurde auch einfach allein gelassen und war so überfordert.

Weiterhin halte ich nichts von dem ständigen rotieren unsere Mittelfeldspieler von links nach rechts, von hinten nach vorne... So geht nur Ordnung verloren, woran unsere Defensive und auch unsere Offensive leidet. Die Spieler sollen sich auf ihre Position konzentrieren und geordnet im System agieren.
 
Ich hoffe TS stellt die Mannschaft gegen die Bayern von vorne bis hinten komplett etwas defensiver und kompakter ein. So das wir mehr über Konter kommen. Mit Özil und Marin haben wir im Mittelfeld die optimalen Spieler dafür.

:tnx:

Das wird auch unbedingt notwendig sein - gegen Bayern in München, spielt man per se schon anders, als daheim gegen Frankfurt. Wir werden ein völlig anderes Spiel sehen.

Es gibt ja immer wieder sogenannte "Fans", die glauben, eine weitere Niederlage hätte ein heilsamen Charakter und man würde dann endlich umdenken und mehr Geld in die Hand nehmen. Ich hingegen wünsche mir für kommendes WE ein kompakteres Team, welches aus einer sicheren Abwehr heraus agiert und schnelle Konter vorträgt. Die Mannschaft kann das, das weiß ich. Und dann hoffe ich, dass das zur Einsicht führt, dass man die Abwehr ruhig mal Abwehr sein lassen darf, ohne dass die Offensive dadurch an Durchschlagskraft verliert. Was uns in der Offensive in der Vergangenheit gefehlt hat, waren nicht Anspielstationen, sondern ein durchdachtes Zusammenspiel in die Spitze. Hierzu benötigt man keinen Frings, Borowski, Naldo oder Fritz, die weitere Querpässe spielen oder aus dem Halbfeld flanken.

Ich hoffe zudem, dass Naldo fit sein wird.

Denn löppt dat ook.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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