Deutsche Nationalmannschaft Aktuell

Die haben den DFB-Präsidenten 2.5 Stunden warten lassen, damit die Bayernspieler es bequemer haben?? Und dann wurde nicht die Zugverbindung ab München gewählt? In diesen Zeiten? Was für Typen :lol: Zum Glück ist Bierhoff Geschichte...jetzt kann er ja Funktionär bei der FIFA oder UEFA so werden.
 
Gehts nur mir so oder sehe ich da Parallelen zu Werder in den letzten Jahren, wo man auch immer gut Freund untereinander war, aber kaum Änderungen angestoßen hat, um den "Freunden" nicht weh zu tun?

Dass ist auch mein Eindruck. @Enno B. schrieb im WM-Thread
Oliver Bierhoff ist weg. Und jetzt wird alles besser? Daran kann ich nicht glauben.
Sicher hat Bierhoff in den letzten Jahren nicht immer glücklich agiert, aber die Verantwortung für das vorzeitige Scheitern haben in erster Linie andere Personen zu verantworten.
womit er auch Recht hat, denn das das sportliche Scheitern haben direkt andere Personen zu verantworten. Dennoch trägt Bierhoff durch seine zu engen persönlichen Verbindungen eine Mitverantwortung daran. Denn auch er lehnte es ab, nach der desaströsen WM 2018 die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Weggefährten Löw zu beenden und somit früher einen Neuanfang zu ermöglichen. Er war es, der sich gegen die Schaffung des Sportdirektor-Posten sträubte. Und ebenso befürwortete Bierhoff, dass nach der schwachen EM 2021 sein ebenfalls langjähriger Weggefährte Flick zum Löw-Nachfolger gekürt wurde.
 
Denn auch er lehnte es ab, nach der desaströsen WM 2018 die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Weggefährten Löw zu beenden

Es stand überhaupt nicht in seinem Verantwortungsbereich die Zusammenarbeit mit Löw zu beenden.

Er war es, der sich gegen die Schaffung des Sportdirektor-Posten sträubte

Und das ist gut oder schlecht? Ich frage nur, vor dem Hintergrund der "Diskussionen" um den Sportdirektor bei einem norddeutschen Bundesligsten....

Und ebenso befürwortete Bierhoff, dass nach der schwachen EM 2021 sein ebenfalls langjährige Weggefährte Flick zum Löw-Nachfolger gekürt wurde.

Ich gebe zu, DAS war eine wirklich hanebüchene Idee. Auf Europas Trainer des Jahres und Gewinner des Sextupels, was vorher nur Pep Guardiola gelungen ist, muss man erst mal kommen.

Im Ernst: Ich bin kein Freund von Bierhoff und Flick, aber Flick als Bundestrainer vorzuschlagen war ein Nobrainer, Bierhoff das jetzt im Scheitern vorzuwerfen, ist ein übler Fall von "Hinterher alles besser wissen".
 
Es stand überhaupt nicht in seinem Verantwortungsbereich die Zusammenarbeit mit Löw zu beenden.
"Überhaupt nicht" stimmt nicht, denn die Süddeutsche Zeitung schrieb vor 2 Jahren nach dem 0:6 gegen Spanien:
Beide haben beim DFB Karriere gemacht, inzwischen hat Bierhoff, 52, sogar eine ordentliche Berufsbezeichnung, seit 2018 fungiert er als "Manager Nationalmannschaften und Akademie". Eine stattliche Position, formell ist er jetzt Löws Vorgesetzter, er könnte dessen Entlassung zwar nicht autonom verfügen, aber mindestens veranlassen. Nach den Kriterien, die üblicherweise im Fußballgeschäft gelten, hätte Bierhoff dazu jetzt gute Gründe - ein 0:6 der Nationalelf darf als unverzeihlich angesehen werden. Nach den Kriterien, die üblicherweise im Fußballgeschäft gelten, hätte Bierhoff dazu jetzt gute Gründe - ein 0:6 der Nationalelf darf als unverzeihlich angesehen werden.
https://www.sueddeutsche.de/sport/dfb-nationalmannschaft-loew-bierhoff-1.5119840



Und das ist gut oder schlecht? Ich frage nur, vor dem Hintergrund der "Diskussionen" um den Sportdirektor bei einem norddeutschen Bundesligsten....
Wo ist hier der kausale Zusammenhang zwischen den "Diskussionen" um den Sportdirektor bei einem norddeutschen Bundesligsten.... (= einer Personalie auf einem bereits bestehenden Posten) und der Einrichtung des Postens Sportdirektor beim DFB?

Oder meinst du ggf. die Diskussionen Einrichtung des Postens Technischer Direktor (= anderes Aufgabengebiet als ein Sportdirektor) bei einem norddeutschen Bundesligisten?
 
Im Ernst: Ich bin kein Freund von Bierhoff und Flick, aber Flick als Bundestrainer vorzuschlagen war ein Nobrainer, Bierhoff das jetzt im Scheitern vorzuwerfen, ist ein übler Fall von "Hinterher alles besser wissen".
Es war die naheliegendste Lösung, jedoch kein Nobrainer - zumindest nicht, wenn die Suche nach dem Löw-Nachfolger sich nicht nur auf Kandidaten mit deutschem Pass beschränkt hätte.

Im Übrigen habe ich Bierhoff nicht das Scheitern vorgeworfen, sondern lediglich geschrieben dass er eine Mitverantwortung daran trägt. Dass die Dinge mit einem neuen Coach gut oder schief laufen, weiß man im Vorfeld nie. Aber dass trotz eines 5:2-Erfolgs gegen Italien die Auftritte und Ergebnisse in der ca. 8 Wochen vor der WM beendeten Nations League (bei aller Fragwürdigkeit dieses Wettbewerbs) überwiegend dürftig gewesen sind, hätte die Verantwortlichen beim DFB hellhörig werden lassen müssen. Aber bei der vorgelebten Selbstüberschätzung der DFB-Oberen - zu denen Bierhoff als Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie bis gestern Abend dazugehörte - ist es nicht verwunderlich, dass die Warnzeichen der letzten Zeit offensichtlich nicht ernstgenommen wurden; mit den sportlichen Folgen, die in Katar zu sehen waren.
 
Wo ist hier der kausale Zusammenhang zwischen den "Diskussionen" um den Sportdirektor bei einem norddeutschen Bundesligsten.... (= einer Personalie auf einem bereits bestehenden Posten) und der Einrichtung des Postens Sportdirektor beim DFB?

Der Posten als solcher war hier högscht umstritten. Warum soll er das beim DFB plötzlich nicht mehr sein? Weil Baumann gesagt hat, dass bei Werder nach dem unschönen Abgang des
SpoDi eine Vakanz herrscht die man bald wieder schließen möchte?

Es war die naheliegendste Lösung, jedoch kein Nobrainer - zumindest nicht, wenn die Suche nach dem Löw-Nachfolger sich nicht nur auf Kandidaten mit deutschem Pass beschränkt hätte.

Es ist für mich deswegen ein nobrainer, weil es der zur Zeit wohl mit Abstand renommierteste und (weil) erfolgreichste Trainer war. Obendrein Trainer von Bayern München, die traditionell immer einen großen Block beim Nationalteam stellen. Dazu gab es noch nie einen nicht-deutschen Nationaltrainer. Nun wäre ich der letzte, der das als ein Naturgesetz sehen würde. Aber es ist eben üblich. Ein Blick auf die erfolgreichsten Mannschaften zeigt, dass seit 1945 auch Italien noch nie einen ausländischen Trainer hatte, ebenso Argentinien und Brasilien. England und Frankreich hatten zwei, Spanien einen ausländischen Trainer. Das sind also absolute Ausnahmen. Was ja irgendwo auch klar ist, die Nationalmannschaft ist ja auch für einen Trainer top of the pops und kommt naturgemäß und regelmäßig aus dem eigenen Land.

Aber bei der vorgelebten Selbstüberschätzung der DFB-Oberen - zu denen Bierhoff als Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie bis gestern Abend dazugehörte

Keine Angst, ich lasse kein gutes Blatt an Bierhoff ;) Deine Beispiele waren nur eben schlecht gewählt. Ich selber betrachte Flick ja im Lichte der Leistungen als sehr dürftig. Aber eben nur im Nachhinein. Und es ist ja nicht so, als wenn sich der DFB aus Klopp, Flick und Tuchel einen hätte aussuchen können.
 
Es ist für mich deswegen ein nobrainer, weil es der zur Zeit wohl mit Abstand renommierteste und (weil) erfolgreichste Trainer war. Obendrein Trainer von Bayern München, die traditionell immer einen großen Block beim Nationalteam stellen.
Japp, deswegen sah ich Flick auch als naheliegendste Lösung. In den ersten 8 Spielen sah es ja auch gut aus, aber danach kam der Abwärtstrend.


Dazu gab es noch nie einen nicht-deutschen Nationaltrainer. Nun wäre ich der letzte, der das als ein Naturgesetz sehen würde. Aber es ist eben üblich. Ein Blick auf die erfolgreichsten Mannschaften zeigt, dass seit 1945 auch Italien noch nie einen ausländischen Trainer hatte, ebenso Argentinien und Brasilien. England und Frankreich hatten zwei, Spanien einen ausländischen Trainer. Das sind also absolute Ausnahmen. Was ja irgendwo auch klar ist, die Nationalmannschaft ist ja auch für einen Trainer top of the pops und kommt naturgemäß und regelmäßig aus dem eigenen Land.
Solange ein wie auch immer gearteter Erfolg vorhanden ist, muss am Modus Operandi, dass der Auswahltrainer aus dem eigenen Land kommt, nichts zwingend geändert werden.

Jedoch sind drei enttäuschende Turniere in Folge keine Ausrutscher, Zufälle oder Pech, sondern haben tiefgründigere Ursachen. Hier könnte es durchaus zielführender sein, dass ein ausländischer Trainer mit neutralem Blick, anderen Denk- und Handlungsweisen sowie frei von jeglichen persönlichen Bindungen zu Bundesligaclubs (v.a. Bayern) Ursachenforschung betreibt und Mängel behebt, als wenn ein "betriebsblinder", ggf. mit Vorlieben zu bestimmten Bundesligisten behafteter deutscher Trainer damit beauftragt wird. Und wer weiß, vielleicht hat auch das starre Festhalten an einem italienischen Coach seinen Anteil daran, dass die Squadra Azzurra nach dem WM-Titel zweimal in Folge in der 1. WM-Runde rausflog (ebenso wie Deutschland) und sich für bei beiden darauf folgenden WM nicht einmal mehr qualifizieren konnte.
 
Hier könnte es durchaus zielführender sein, dass ein ausländischer Trainer mit neutralem Blick, anderen Denk- und Handlungsweisen sowie frei von jeglichen persönlichen Bindungen zu Bundesligaclubs (v.a. Bayern) Ursachenforschung betreibt und Mängel behebt

Ich habe es immer für Quatsch gehalten, dass ein sog. Externer "mal eben" aufräumen kann. Und das ändert sich für mich auch bei einem Nationalteam nicht. Im Gegenteil dürfte eine solche Person auf massiven Widerstand stoßen wenn er auf den größten Sportverband der Welt stößt und dort aufräumen möchte. Da fällt mir als quasi Externer Klinsi ein, der mit US-Knowledge und ein paar Buddahs unterm Arm den FC Bayern auf Links ziehen wollte. Ergebnis bekannt ;)

Ein Externer hilft um unangenehme Dinge zu entscheiden, das schon. Aber Bierhoff ist ja auch so schon weg :D
 
Ich habe es immer für Quatsch gehalten, dass ein sog. Externer "mal eben" aufräumen kann. Und das ändert sich für mich auch bei einem Nationalteam nicht. Im Gegenteil dürfte eine solche Person auf massiven Widerstand stoßen wenn er auf den größten Sportverband der Welt stößt und dort aufräumen möchte. Da fällt mir als quasi Externer Klinsi ein, der mit US-Knowledge und ein paar Buddahs unterm Arm den FC Bayern auf Links ziehen wollte. Ergebnis bekannt ;)

Ein Externer hilft um unangenehme Dinge zu entscheiden, das schon. Aber Bierhoff ist ja auch so schon weg :D

Naja, Nationalmannschaft und Verein sind auch 2 paar Schuhe.
Der FC Bayern ist die Benchmark im deutschen Fussball, den drehst du nicht komplett auf links, wieso denn auch?
Bei der Nationalelf sieht das völlig anders aus, das war nun das zweite Vorrundenaus in Folge, das darf dem größten Fussballverband der Welt nicht passieren, so einfach ist das, bei Bayern, wenn die zwei Jahre in Folge nicht Meister werden ändert sich was, okay, die nehmen dann Geld in die Hand aber mit Sinn und Verstand.
Das zweimalige Vorrundenaus kann man nicht mehr als Unfall verkaufen.
Das System Löw/Flick ist überholt.
 
Ich habe es immer für Quatsch gehalten, dass ein sog. Externer "mal eben" aufräumen kann. Und das ändert sich für mich auch bei einem Nationalteam nicht. Im Gegenteil dürfte eine solche Person auf massiven Widerstand stoßen wenn er auf den größten Sportverband der Welt stößt und dort aufräumen möchte. Da fällt mir als quasi Externer Klinsi ein, der mit US-Knowledge und ein paar Buddahs unterm Arm den FC Bayern auf Links ziehen wollte. Ergebnis bekannt ;)

Ein Externer hilft um unangenehme Dinge zu entscheiden, das schon. Aber Bierhoff ist ja auch so schon weg :D

Es geht doch gar darum, dass ein Externer "mal eben" aufräumen kann bzw. soll. Und noch weniger impliziert ein Externer den Automatismus, dass er in einer Vereins- oder Nationalmannschaft "mal eben" aufräumt. Das ist Schubladendenken. Und würde im Umkehrschluss bedeuten, dass nur Interne eine positive Zukunft gewähren können. Hat bei dem von dir genannten Beispiel mit Buddah-Klinsmann, der 2 Jahre lang für den FC Bayern spielte, ja hervorragend geklappt. ;) Es geht lediglich darum, dass dieser Externe nur dort an Stellschrauben dreht, wo es erforderlich ist. Als OW vor etwas mehr als 12 Monaten Chefcoach bei Werder wurde, war er auch ein Externer. Und hat er etwa "mal eben" aufgeräumt und ist dabei auf Widerstand gestoßen? Nope. Er hat nur dort Veränderungen vorgenommen, wo er es für nötig erachtete. Ergebnis bekannt :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Er hat nur dort Veränderungen vorgenommen, wo er es für nötig erachtete

Ja, exakt null Veränderungen hat er vorgenommen ;) Werner setzt auf Stabilität und wollte in stürmischen Zeiten nicht zusätzlich Wind rein bringen.

edit: Also, außer natürlich, dass er eine klare Spielidee hatte und nicht nur Plattitüden ;) Also schon eine Änderung. Eine kleine. Aber massiv im Impact :D
 
Es geht doch gar darum, dass ein Externer "mal eben" aufräumen kann bzw. soll. Und noch weniger impliziert ein Externer den Automatismus, dass er in einer Vereins- oder Nationalmannschaft "mal eben" aufräumt. Das ist Schubladendenken. Und würde im Umkehrschluss bedeuten, dass nur Interne eine positive Zukunft gewähren können. Hat bei dem von dir genannten Beispiel mit Buddah-Klinsmann, der 2 Jahre lang für den FC Bayern spielte, ja hervorragend geklappt. ;) Es geht lediglich darum, dass dieser Externe nur dort an Stellschrauben dreht, wo es erforderlich ist. Als OW vor etwas mehr als 12 Monaten Chefcoach bei Werder wurde, war er auch ein Externer. Und hat er etwa "mal eben" aufgeräumt und ist dabei auf Widerstand gestoßen? Nope. Er hat nur dort Veränderungen vorgenommen, wo er es für nötig erachtete. Ergebnis bekannt :)
Wenn ein Externer machbare Ideen entwickelt und damit beim vorhandenen Personal die Bereitschaft weckt, etwa verändern zu wollen, hat er viel gewonnen. Eigentlich geht es nur so. Oft kommt dann solch ein "Ach Ja-Effekt", so ginge es ja auch!
Eigengewächse mögen keine schlechten sein, schmoren aber zu häufig im alten/eigenen Saft.
 
Ja, exakt null Veränderungen hat er vorgenommen ;) Werner setzt auf Stabilität und wollte in stürmischen Zeiten nicht zusätzlich Wind rein bringen.

edit: Also, außer natürlich, dass er eine klare Spielidee hatte und nicht nur Plattitüden ;) Also schon eine Änderung. Eine kleine. Aber massiv im Impact :D
Du würdest aber schon zustimmen, dass Werner bei uns keinen Trümmerhaufen vorgefunden hat, den er erst mühsam aufrichten musste oder?
 
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