Klimapolitik, Energiewende, Fridays For Future....

Ich finde diese Ambivalenz auch nicht in Ordnung. Aber solche Äußerungen ähneln dem Gedankengut der seinerzeitigen Leute, die über protestierenden Studenten der 68er Bewegung dumpfe Sprüche wie z.B. "Die sollen mal lieber arbeiten gehen" oder "In den Sack stecken und über die Mauer werfen" losließen .

Bevor wir Ü-30er von diesen jungen Menschen Selbstreflektion fordern, sollten wir - gemäß dem Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann „Wer mit dem Zeigefinger allgemeiner Vorwürfe auf den oder die vermeintlichen Anstifter oder Drahtzieher zeigt, sollte daran denken, dass in der Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger zugleich drei andere Finger auf ihn selbst zurückweisen.“ - erst einmal selbst mit dieser Selbstreflektion anfangen. Und damit meine ich nicht nur ein Nachdenken über unser eigenes Konsumverhalten hinsichtlich des Klimaschutzes. Sondern auch darüber, dass diese junge Generation auch deswegen für den Klimaschutz auf Straße geht, weil wir Ü-30er es, zum Teil seit Jahrzehnten, vorziehen, in unseren bequemen Sesseln sitzen und diesem Klimawandel - nahezu wortwörtlich nach der Redewendung "Nach uns die Sintflut" - protestlos zusehen.

Denn Klima- bzw. Umweltschutz ist kein alleiniges Thema unserer Zeit, sondern rückte bereits in den 1970er Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit. D.h. wir Ü-30er haben unsere Hausaufgaben hinsichtlich Klima- bzw. Umweltschutz - sowohl dafür auf die Straße zu gehen als auch unser Konsumverhalten entsprechend anzupassen - nicht gemacht. Daher dürfen wir uns jetzt auch nicht darüber echauffieren, dass die derzeitige junge Generation für den Klimaschutz protestiert - und damit auch uns Ü-30er den Spiegel des eigenen Versagens in dieser Thematik vorhält.

Um gleich mal eins vorweg zu sagen , für mich ist der Klimaschutz genauso wichtig wie für viele andere auch .
Wo es geht bleibt das Auto stehen , der Trolly wird zum einkaufen genutzt . Dank meines Infaktes eine sehr gute Anschaffung .

Dann stelle ich zusammen mit meinen Geschwistern , Grundstück für die Windenergie zur Verfügung , dass es da so ein langer Weg ist bis
sich auch mal ein Rad dreht ist ehr der Politik bzw. irgend ein Umweltunternehmen zu verdanken . Der Mitarbeiter ( übrigens aus Bremen ) sagte
mir nachdem ich 16 Unterschriften leisten musste , meistens sind es die Grünen selber die wieder und wieder bedenken einwerfen , es kam schon vor
das selbst eine seltene Maus zu Verzögerungen führte .
Kurz zu den Fridays , ich unterhalte mich ja auch mit diesem Klientel , die Antworten waren Sinngemäß immer die gleichen : dass musst doch mir überlassen wie ich das mache . Ich sagte nur drauf , dass können sie machen wie sie wollen , nur dann brauch ich Freitags auch nicht die Schule schwenzen .
 
Das heißt, du gehst davon aus das keine Ausreichende Speicherkapazität gibt um überflüssigen Strom Speicher zu können. Das ist aber Falsch, die gibt es in Unterschiedlichen Formen in Schleswig-Holstein auch wenn es nicht glaubst. Aber der Bedarf ist gedeckt.
Wasserstoff lässt sich jedoch nach der Elektrolyse schwer speichern und diffundiert durch Tanks. Leider sind auch Brennstoffzellen in der Herstellung noch viel zu teuer.

Besser müssten die fossilen Kraftwerke und Müllverbrennungsanlagen größtenteils erstmal weiterlaufen und dafür alle einen Anschluss mit grünen Wasserstoff bekommen.
Dann kann das verbrannte CO2 durch Methanisierung wieder in Erdgas umgewandelt werden: CO2 + 4 H2 → CH4 + 2H2O

Das wäre zunächst ein geringerer infrastruktureller Umbruch.
https://www.ingenieur.de/technik/fa...ung-fuer-alte-windraeder-heisst-power-to-gas/
 
Offenbar beginnt die Lage am Erdgas-Markt sich etwas zu entspannen?

Ganz klar, denn es muss nicht mehr so wie im vor einen Halben Jahr noch in die Glaskugel geschaut werden, wo künftig das benötigte Gas der Industriestaaten herkommt. Jeder dieser hat für Ersatz gesorgt um nicht nur durch den Winter zu kommen sondern auch die Versorgung Langfristig geplant. Unsere Gasspeicher sind bereits jetzt Voller als es zu diesen Zeitpunkt geplant ist. Dadurch singt ebenso die Nachfrage auf dem Weltmarkt.

Putin bleibt auf seinen Gas sitzen und kann es nur noch zu Schleuderpreisen verkaufen.

Die EU verstärkt noch den Effekt, weil die EU nun für einen Teil, zumindest für einen kleinen Teil gemeinsam für einen Festgelegten Preis für alle Gas einkauft.

Zudem gibt es z.B. hier in Deutschland ein umdenken statt, so dass auch die Industrie wo es geht auf alternativen umschwenkt, was auch wiederum Gas einspart. Wenn nun auf dem Wohnungsmarkt da Bewegung kommen würde, damit auch die Mieter nicht mehr auf das Gas angewiesen sind um die Wohnung warm zu bekommen wäre das ein Großer Schritt raus aus den Fossilien Energieträger.
 
Sehr optimistisch. Die Versorgung ist langfristig geplant? Naa jaaaa.... Von Regierungsseite hieß es, dass wir bei einem milden Winter wohl ausreichend Gas haben. Und wenn er nicht mild wird? Und langfristig ist da noch gar nichts klar. Könnte wetten, dass wir in einem Jahr über die gleiche Scheiße reden.
 
Sehr optimistisch. Die Versorgung ist langfristig geplant? Naa jaaaa.... Von Regierungsseite hieß es, dass wir bei einem milden Winter wohl ausreichend Gas haben. Und wenn er nicht mild wird? Und langfristig ist da noch gar nichts klar. Könnte wetten, dass wir in einem Jahr über die gleiche Scheiße reden.

Auch bei einem nicht so milden Winter haben wir genug Reserven. Das potenzielle Problem kommt nächstes Jahr denn dieses Jahr waren die Speicher ja gut mit russischem Gas gefüllt ehe von dort nichts mehr kam.
 
Na ja, teilweise runter bis auf 25% halte ich nicht für gut gefüllt, wobei ich nicht weiß, welche Füllstände im Mittel angestrebt waren.

Für März war ein Fühlstand bei 35%
Für November ist ein Fülstand von 90% angestrebt, was bereits jetzt überfüllt ist. Der derzeitige Stand ist bei 95%
Letztes Jahr war der Stand gerade mal bei 80%. Das heißt auch bei einen kalten Winter wird es kein Engpass geben.

In November wird das erste Flüssiggas Terminell fertig sein. Das heißt bereits in November kann Flüssiggas in Wilhelmshaven angeliefert werden.

Das auch welches kommen wird, dafür hat die Bundesregierung bereits gesorgt. Die einzige Frage was mich rum treibt ist nur das wann und von wo tatsächlich Flüssiggas geliefert wird. Verträge wurden genügend abgeschlossen.
 
In November wird das erste Flüssiggas Terminell fertig sein. Das heißt bereits in November kann Flüssiggas in Wilhelmshaven angeliefert werden.
Mal schauen, ob WHV wirklich der riesen Meilenstein sein wird.
Unsere direkten Nachbarn (Niederlande, Belgien, Frankreich) haben bereits LNG Terminals, womit bereits ins europäische Erdgasnetz eingespeist wird.
Die Infrastruktur wird vermutlich nicht das Problem sein, sondern eher das Gas selber. Denn wir machen uns natürlich mit LNG auch abhängig. Nur ist man dort mit u.a.13x OPEC etwas flexibler, als mit den Ostsee/Nordsee Pipelines.
 
Für März war ein Fühlstand bei 35%
Für November ist ein Fülstand von 90% angestrebt, was bereits jetzt überfüllt ist. Der derzeitige Stand ist bei 95%
Letztes Jahr war der Stand gerade mal bei 80%. Das heißt auch bei einen kalten Winter wird es kein Engpass geben.

In November wird das erste Flüssiggas Terminell fertig sein. Das heißt bereits in November kann Flüssiggas in Wilhelmshaven angeliefert werden.

Das auch welches kommen wird, dafür hat die Bundesregierung bereits gesorgt. Die einzige Frage was mich rum treibt ist nur das wann und von wo tatsächlich Flüssiggas geliefert wird. Verträge wurden genügend abgeschlossen.
Sollte Gas rationiert werden, habe ich einen Durchlauferhitzer parallel zum WW angeschraubt. Nur Strom brauche ich :D
 
Zudem gibt es z.B. hier in Deutschland ein umdenken statt, so dass auch die Industrie wo es geht auf alternativen umschwenkt, was auch wiederum Gas einspart.

Du arbeitest wohl nicht in der Industrie. Sonst wüsstest du, dass zur Zeit alle großen Unternehmen der chemischen Industrie auf Sparkurs sind. Und zwar nicht Gas sondern Geld. Projektgelder in 3-stelliger Millionenhöhe für 2023 zurückbehalten. Anlagenauslastung von teilweise nur 30%. Abgestellte Produktionsanlagen. Das trifft alles erstmal die Partnerfirmen der Chemie und deren Mitarbeiter, die keine Aufträge mehr bekommen.

Der große Rumms in der Industrie kommt mit einem Jahr Verzug. Die Gelder für heutige Projekte wurden 2021 genehmigt.

Aber keine Sorge, da wird keiner arbeitslos. Die Menschen hören nur auf zu arbeiten.
 
Letztes Jahr war der Stand gerade mal bei 80%. Das heißt auch bei einen kalten Winter wird es kein Engpass geben.

Sag mal ist das Absicht von dir diese Aussagen? Letztes Jahr waren wir auch nicht von den 80% abhängig, weil die Pipelines genug förderten im Winter. Diesen Winter haben wir nur die 95% ohne aktive Pipelines.

Letztes Jahr hab ich 1 Liter Wasser im Keller gehabt für den Notfall. Aus dem Hahn hab ich 20.000 Liter verbraucht. Wenn der Versorger mir jetzt den Hahn zudreht komm ich doch mit 2 Litern im Keller locker ein Jahr aus, oder? Ist ja doppelt so viel wie ich letztes Jahr hatte.
 
Das ist doch schon immerhin ne Hausnummer, um es einmal zu erwähnen.

Moment. Könnte es, wenn es genug Schiffe geben würde die dort anliefern. Die maximale Verarbeitungskapazität unter Vollast ist 8,5%

Wir hatten das mal durchgerechnet auf der Arbeit. Um 50% des Gasbedarfs 2021 durch Schiffe zu decken, müsste alle 8 Minuten ein Flüssiggastanker andocken, entleert werden, und Platz für den nächsten machen.
 
@Zille1976
Genau, es müssten genug Tanker mit Gas ankommen. Wenn das der Fall ist, dann würden jedoch gleich ein paar mehr Terminals errichtet werden. Das entscheidende sind nicht die Terminals, sondern das Gas und die Tanker selbst.
 
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