Gesamtsituation der Mannschaft

Thema Union: Verfolgt jemand deren Spiele? Wie machen die sich eigentlich so, der Spielbericht liest sich so, als wenn eigentlich Stuttgart das bessere Team gewesen wäre.
Intensiv verfolge ich die Union-Spiele nicht. Aber von ca. 10 Tagen war im Kicker ein Artikel zu lesen, dass die Buli im Vergleich zu den anderen 4 Topligen Europas ein Ballbesitzproblem hat, welches sich auch in der Passqote widerspiegelte (Stand nach dem 7. Buli-Spieltag) . Dort stand u.a. geschrieben, dass Union wenig Wert auf eigenen Ballbesitz legt (nur 41%, nur Schalke und Augsburg hatten bis dato weniger Ballbesitz) und im Ranking der Passquote von allen 98 Mannschaften der Top-5-Ligen Europas auf Platz 96 (71,71%) stand. Dafür stand Union bei den langen Bällen im Ranking dieser 98 Clubs auf Rang 3 (19,8%) hinter Bochum und Augsburg. D.h. dass Union sich auf das Umschaltspiel fokussiert und dementsprechend klingt es auch plausibel, dass Stuttgart das bessere / aktivere Team gewesen ist.
 
Hm ok. Das klingt aber wenig nachhaltig ehrlich gesagt. Obwohl die Ergebnisse ja genau das sind, sie haben das ja letzte Saison bereits gezeigt, das ist also keine Eintagsfliege. Es ist auch nicht wie Schalke damals mit Tedesco, die mit wirklich viel Glück auf Platz 2 gelandet sind, mit schlechtem Fußball. Jedenfalls sieht das nicht wirklich nach schlechtem Fußball aus, was man in den Zusammenfassungen von Union sieht. Aber halt auch nicht wie der Fußball eines Tabellenführers. Schon schräg, vor allem wenn man sich mal die Statistiken anguckt:

Union hat zur Zeit ein xG von 7,7(sic!) aber schon 16 Tore geschossen. Ihr xPt liegt bei etwas über 11 aber sie haben 20 Punkte. Das ist ein krasser Ausreisser nach oben und eigentlich aus der Kategorie "gleich sich über eine Saison aus". Wenn man sich mal die Gruppe um Werder herum anguckt, dann passen die statistischen Werte sehr gut zu den Platzierungen. Werder hat +1 Punkt, Dortmund 0, Gladbach -0.8, Hoffenheim +0,26. Der umgekehrte Ausreißer nach unten sind die Stuttgarter, die ein xPt von über 11 haben, aber gerade mal mit 5 Punkten da stehen....
 
Letztendlich ist es das, was die Dominanz von offensivstarken Mannschaften wie Bayern, Dortmund und den Dosen aus dieser Liga gemacht hat. Viele Teams verlassen sich nur noch auf Spielzerstörung und schnelles Umschaltspiel, was die Liga nicht gerade attraktiver macht. Umso erfrischender was wir derzeit machen. Dieser Antifußball ist auf lange Sicht nicht erfolgreich und lebt extrem stark von der Effektivität im Abschluss. Was passiert, wenn diese Abschlussgenauigkeit irgendwann nachlässt, haben wir bei unserem Abstieg gesehen.
Unser Spiel ist da viel nachhaltiger. Zwar sind wir auch von Leuten wie Lücke oder Ducksch abhängig, jedoch können andere kurzfristig die Lücken füllen, wenn mal jemand fehlt oder nen Hänger hat. Da kommen dann einfach drei Leute von der Bank und drehen das Spiel.
 
Ein guter Freund von mir ist großer Union Fan und seit 3 Jahren auf Wolke 7. Da geht es immer nur nach oben und die gute Defensive und vor allem Urs Fischer sind da der Schlüssel. Von den Namen her haben die auf dem Feld ja eher breites Mittelmaß, aber egal wer da spielt, alle arbeiten zusammen und spielen schnörkellosen, Ergebnisorientierten Fußball, der teilweise gar nicht schlecht aussieht.

dazu muss man bei Union den Präsidenten Zingler und Manager Ruhnert hervorheben, die da seit Jahren phänomenale Arbeit leisten!

Dass Union sogar einen stillen Investor im Hintergrund hat, ist die größte Pointe, da das fast niemand weiß und es einfach gut funktioniert.
 
Hm ok. Das klingt aber wenig nachhaltig ehrlich gesagt. Obwohl die Ergebnisse ja genau das sind, sie haben das ja letzte Saison bereits gezeigt, das ist also keine Eintagsfliege. Es ist auch nicht wie Schalke damals mit Tedesco, die mit wirklich viel Glück auf Platz 2 gelandet sind, mit schlechtem Fußball. Jedenfalls sieht das nicht wirklich nach schlechtem Fußball aus, was man in den Zusammenfassungen von Union sieht. Aber halt auch nicht wie der Fußball eines Tabellenführers. Schon schräg, vor allem wenn man sich mal die Statistiken anguckt:
Japp, ein Tabellenführer-Fußball ist das nicht, welchen Union spielt. Und auch Freiburg spielt keinen Fußball, der für den 2. Platz prädestiniert ist. Aber diese beiden Mannschaften verstehen es, aus wenig viel herauszuholen. Wobei sie, ohne ihre Leistungen schmälern zu wollen, auch vom Schwächeln von FCB, BVB, RBL und LEV profitieren.
 
Thema Union: Verfolgt jemand deren Spiele? Wie machen die sich eigentlich so, der Spielbericht liest sich so, als wenn eigentlich Stuttgart das bessere Team gewesen wäre.

Habe jetzt mehrere Spiele von Union gesehen. Sie spielen "kompakt". Genau das was Urs sehen möchte und auch gefühlt 100 Mal in Interviews sagt. Kompakt und Kompaktheit sind seine Lieblingswörter..das ist nicht unbedingt schön anzusehen und in Europa zumindest nicht so erfolgreich..aber in der Buli ist es derzeit der Schlüssel zum Erfolg..haben vorne mit Becker und Siebatcheu 2 die aus wenig sehr viel machen.das system und die Kompaktheit ist auch wirklich drin in der Mannschaft und funktioniert daher auch so gut.
 
Freiburg spielt mMn. aber besser. Wie gesagt, so sehr man das aus Zusammenfassungen beurteilen kann. Das ist nicht wie vor 2~3 Jahren als die quasi aus 5 Spielen mit klarer Unterlegenheit 10 Punkte geholt haben, was selbst deren Präsidenten dazu veranlasst hat von Glück zu sprechen. Auch Freiburg reisst statistisch nach oben aus, aber nicht so extrem wie Union sondern nur mit 2.5 Punkten.
 
Letztendlich ist es das, was die Dominanz von offensivstarken Mannschaften wie Bayern, Dortmund und den Dosen aus dieser Liga gemacht hat. Viele Teams verlassen sich nur noch auf Spielzerstörung und schnelles Umschaltspiel, was die Liga nicht gerade attraktiver macht. Umso erfrischender was wir derzeit machen. Dieser Antifußball ist auf lange Sicht nicht erfolgreich und lebt extrem stark von der Effektivität im Abschluss. Was passiert, wenn diese Abschlussgenauigkeit irgendwann nachlässt, haben wir bei unserem Abstieg gesehen.
Unser Spiel ist da viel nachhaltiger. Zwar sind wir auch von Leuten wie Lücke oder Ducksch abhängig, jedoch können andere kurzfristig die Lücken füllen, wenn mal jemand fehlt oder nen Hänger hat. Da kommen dann einfach drei Leute von der Bank und drehen das Spiel.
I.d.R. lebt jede Mannschaft von der Effektivität im Abschluss, losgelöst davon, ob proaktiv oder destruktiv agiert. In den 2010er Jahren haben wir es doch sehr oft erlebt, wie Werder-Mannschaften das Spiel gestalten wollten, aber durch mangelnde Abschlussgenauigkeit und Defensivschwächen auf die Verliererstraße geriet. Und somit lebt auch unsere aktuelle Mannschaft von der Effektivität im Abschluss. Siehe Freitag bei den Hopps. Nach deren Ausgleich war von uns nicht mehr viel zu sehen und je länger die 2. HZ lief, desto mehr schien die Führung der Hopps nur eine Frage der Zeit zu sein. Durch deren Chancenwucher und einem von Lücke eiskalt versenkten Elfer nahmen wir trotzdem die 3 Punkte mit.
 
Freiburg spielt mMn. aber besser. Wie gesagt, so sehr man das aus Zusammenfassungen beurteilen kann.
Im Vergleich zu Union mag das durchaus stimmen, aber besonders spielfreudig ist Freiburg in der Gesamtbetrachtung trotzdem nicht. Denn in dem besagten Kicker-Artikel ist auch zu lesen, dass Freiburg bis zum 7. Spieltag (seinerzeit Platz 3) mit 45% Ballbesitz nur im hintersten Drittel dieses Ranking rangiert. Das lässt den Schluss zu, dass wenn der SCF die Initiative ergreift, machen sie ihren dahingehenden Job richtig gut.
 
I.d.R. lebt jede Mannschaft von der Effektivität im Abschluss, losgelöst davon, ob proaktiv oder destruktiv agiert. In den 2010er Jahren haben wir es doch sehr oft erlebt, wie Werder-Mannschaften das Spiel gestalten wollten, aber durch mangelnde Abschlussgenauigkeit und Defensivschwächen auf die Verliererstraße geriet. Und somit lebt auch unsere aktuelle Mannschaft von der Effektivität im Abschluss. Siehe Freitag bei den Hopps. Nach deren Ausgleich war von uns nicht mehr viel zu sehen und je länger die 2. HZ lief, desto mehr schien die Führung der Hopps nur eine Frage der Zeit zu sein. Durch deren Chancenwucher und einem von Lücke eiskalt versenkten Elfer nahmen wir trotzdem die 3 Punkte mit.
Das ist schon klar, aber unser Spiel ist in der Regel nicht das von Freitag. Wir erspielen uns normalerweise viele Chancen und spielen nicht ergebnisorientiert. Wenn wir jede Woche spielen wie gegen Hoffenheim, dann geht das zwangsläufig nicht auf Dauer gut, bzw. dann muss man echt gut und kompakt hinten drin stehen und das langfristig gegen jeden Gegner.
 
Das ist schon klar, aber unser Spiel ist in der Regel nicht das von Freitag. Wir erspielen uns normalerweise viele Chancen und spielen nicht ergebnisorientiert. Wenn wir jede Woche spielen wie gegen Hoffenheim, dann geht das zwangsläufig nicht auf Dauer gut, bzw. dann muss man echt gut und kompakt hinten drin stehen und das langfristig gegen jeden Gegner.

Wobei man sagen muss, und das hat Breitenreiter explizit erwähnt: Die haben uns schon gut ausgeguckt. Sobald unsere Pressinglinie überspielt ist wackeln wir, da kommt es dann entschieden darauf an, dass unsere 5er Kette einen guten Job macht. Gerade in der 2. Halbzeit haben es die Hoffenheimer gut gemacht, indem sie einerseits versucht haben Weisers Offensivdrang auszunutzen (da gingen ne Menge lange Bälle auf unsere rechte Seite) und andererseits und Schwäche vor dem Strafraum bespielt haben. Und da hatten wir das ein oder andere mal mächtig Glück an der Strafraumkante bzw. die IV sind jeweils gerade noch rechtzeitig rausgerückt.
 
Thema Union: Verfolgt jemand deren Spiele? Wie machen die sich eigentlich so, der Spielbericht liest sich so, als wenn eigentlich Stuttgart das bessere Team gewesen wäre.

Fischer legt viel Wert auf Disziplin, Ordnung und Abläufe. Im Union- Team weiß jeder, was er zu machen hat, auch die Ersatzspieler. Fischer setzt aufs "Funktionieren", da greift jedes Zahnrad in das andere. Das Team stellt perfekt Räume zu. Bei eigenem Ballbesitz ziehen Sie das Spiel in die Breite. Union spielt sehr geduldig und wartet wie gestern in Stuttgart, auf die Umschaltmomente, die über Geraldo Becker oft erfolgreich abgeschlossen werden.

Sehr effektiv ist Union auch bei Standards. Kapitän Trimmel gilt als einer der erfolgreichsten Standardspezialisten.

Union spielt, um mal auf die Herkunft des Trainers abzuzielen, wie ein Schweizer Uhrwerk Nicht schön, aber sehr erfolgreich.
 
Geht es hier nicht um Werder/unsere Mannschaft? Oder habe ich etwas falsch verstanden?

... unter "der" Mannschaft können auch Informationen zu anderen Mannschaften subsumiert werden. :opa: :D ;)



"Die Mannschaft" wäre nur ein bestimmtes, anderes, bekanntes Team - obwohl: gibt es "Die Mannschaft" überhaupt noch?


Am besten den Thread umbenennen in "unserer Mannschaft", dann gibt´s keine Verwechslungen. :kaffee:
Klartext schadet selten ...
 
Union und Freiburg profitieren in der Tat von der Schwächen Leverkusen und Leipzig. Union ist die einzige Mannschaft die 20 Punkte nach 9 Spielen hat. Die haben ganz einfach 20 Punkte. Bayern und Dortmund hätten bei optimalen Saisonverlauf beide auch bereits über 20 jedoch keiner der beiden über 25 Punkte. Schauen wir also mal wie lange die Art Fußball zu spielen auch noch Erfolgreich sein wird.

Zurzeit läuft das bei uns ja auch ganz gut. Manche sagen ja auch besser als erwartet. Wenn der Trent bei uns anhält, dann können wir so froh drüber sein, genau so wie das bei Union und Freiburg der Fall sein wird.
 
Davon abgesehen ist es doch wichtig uns im Vergleich zu anderen zu sehen. Ob das Augsburg ist oder Union. Zwei Mannschaften, bei denen ich mich öfter mal frage, wie die so regelmäßig zu ihren Punkten kommen.

Vereinfacht gesagt: hinten gut stehen, giftig in den Zweikämpfen sein und nach vorne schnell und schnörkellos spielen, dazu gut bei Standards sein, dann reicht oft nur 1 Tor zum Sieg, oder für wenigstens einen Punkt.

Ist nichts Neues und war schon immer eine erfolgsversprechende Variante.

König Otto ist mit Griechenland so Europameister geworden, Schalke hat des Öfteren so die Champions League erreicht und Atletico Madrid kam so schon 2 mal ins Champions League Finale und wurde spanischer Meister. Und aktuell spielen die Top 2 der Bundesliga so.

Fußball ist ein Fehlersport, höre ich öfter bei Kommentatoren und wenn man selber sehr wenige Fehler macht und weiß, wie man effektiv die Fehler des Gegners ausnutzt, hat man eine gute Chance auf Punktgewinne.

Deshalb fand ich es ja auch überhaupt nicht überraschend, dass Augsburg bei uns gewonnen hat.

solche Teams leben oft von einem überragenden Trainer wie Streich in Freiburg, Fischer in Berlin, oder halt Rehakles und Simeone, die dafür sorgen, dass alle 11 Spieler auf dem Platz jederzeit wach sind und als Kollektiv funktionieren.
 
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Der Däne brachte seinen Fuß als Block vor den Ball, ehe Keeper Jiri Pavlenka überhaupt eingreifen und womöglich überwunden werden konnte. So verhinderte der Neuzugang vom FC Kopenhagen den möglichen 2:2-Ausgleich kurz vor Schluss - und mit seiner Körpersprache ließ er das auch jeden wissen: Stage sprang auf, warf seine Faust jubelnd in die Luft, wie man das wohl sonst nur von einem Torschützen erwarten würde. Dass jedoch situativ gleich mehrere Bremer Mitspieler heranstürmten, um ihn ebenfalls dafür zu feiern, zeigte, welch Spirit aktuell in dieser Werder-Mannschaft steckt. "Die Szene ist ein Ausdruck dessen, wie es gelebt wird, wenn man von der Bank kommt und vollen Einsatz für das Team bringt - auch wenn man vielleicht nicht ganz so lange spielt", sagt Clemens Fritz, Leiter Profifußball beim Aufsteiger.

https://www.kicker.de/eine-graetsche-als-symbol-fuer-den-werder-spirit-920823/artikel


Und vor allem wegen diesem Teamgeist machen Werder-Spiele derzeit so viel Spaß. Eine Truppe ohne Primadonnen oder Selbstdarsteller, in der jeder sich für jeden Mitspieler einsetzt und sich gegenseitig anspornt.
:wdance::schal:
 
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