
Ich habe Bekannte, die gerne möchten, dass ein Elternteil mit Demenz nicht mehr fährt. Keine Chance, solange sich das Elternteil weigert, den Lappen abzugeben. In meiner Familie gab es, zugegeben lange her und auf dem Land mit kaum Verkehr, einen Grossonkel, der halb blind gefahren ist. Meine Grosstante auf dem Beifahrersitz hat ihm gesagt, wann er abbiegen muss. Ich bin als Jugendliche einmal mitgefahren und habe mich danach geweigert, in das Auto zu steigen. So etwas wäre theoretisch auch heute noch möglich. Beides sind natürlich Extreme, aber beides geht aus meiner Sicht gar nicht. Ich verstehe nicht, warum Tauglichkeitsprüfungen offenbar in der Politik ein Tabu sind. Bei immer mehr Verkehr und zunehmender Komplexität auch durch Radfahrer etc gerade in Städten erachte ich sie als zwingend.