Putin wird an Rückhalt verlieren, er steht mit dem Rücken zu Wand und durch seinen Charakter steckt er in einer Zwickmühle.
Mal sehen wie lange er sich noch an der Macht halten kann. Rechne nicht damit das er in einem Jahr noch an der Macht ist.
Putin hat in der Bevölkerung an Rückhalt verloren: die Inflation ist hoch, ein stark sinkendes BIP und sein Plan, die Ukraine mit einem "Blitzkrieg" in die Knie zu zwingen, ist gescheitert - was nun gar nicht zu seinem Versprechen eines großen und mächtigen Russland passt. Aber dass er dadurch in naher Zukunft seine Macht verliert? Das wage ich zu bezweifeln:
1. Beim sinkenden Rückhalt der Bevölkerung muss differenziert werden. Denn der größte Teil des Vertrauensverlust beschränkt sich auf die Stadtbevölkerung, u.a. bedingt durch steigende Arbeitslosigkeit sowie bei der Mittelschicht der erzwungene Verzicht auf westliche Konsumgüter. Für die Landbevölkerung sind, sofern überhaupt vorhanden, die Einschnitte wesentlich geringer, und somit ist dort im Vergleich zu den Städten der Vertrauensverlust kleiner. Und es birgt, sofern man es in dieser Situation überhaupt so artikulieren kann, einer gewissen Ironie, dass durch die Teilmobilmachung viele russische Männer im wehrfähigen Alter und somit wahrscheinlich auch überproportional viele Gegner von Putins Politik das Land verlassen.
2. Die Propagandamaschine für Putin funktioniert so "gut", wie in "besten" Sowjetzeiten. Kritische Berichterstattung über Putins Politik findet dort so gut wie gar nicht statt. Zudem wird dort - sorry
@mezzo19742 
- das Narrativ hochgehalten, dass Russland sich im Krieg mit dem Westen / der NATO befindet und die westlichen Sanktionen ein Teil dieses vom Westen angezettelten Kriegs wären.
3. Ist mMn der elementarste Aspekt: der Machtapparat von Putin basieret auf Loyalität statt auf Kompetenz, womit er ein Machtvakuum schuf, in dem seine "Berater" als willige, unterwürfige Erfüllungsgehilfen fungieren und somit nicht über die Courage verfügen, Putin auf (mögliche) Fehler hinzuweisen. Siehe Ende Februar / Anfang März, wo Putin vor laufender TV-Kamera seinen Sicherheitsberater zusammenstauchte. Solange dieses Machtvakuum existiert, wird Putin seine Macht nicht verlieren.