Das sollte jedem klar sein. Leider hat genau an der Stelle der VAR versagt und alle in ihrer Erwartung an den VAR gleich obendrein. Denn viele dachten wohl, der VAR würde ein fehlerfreies Spiel erlauben, was natürlich quatsch ist. Aber um noch mal auf die Szene mit Hummels zurück zu kommen: Ich verstehe nicht, wie man die Regel derart auslegen kann, wie man sie auslegt. Hummels (und vor zwei(?) Jahren noch viel krasser gegen uns, als ein Ball vom rutschenden Verteidiger weggewischt wird) macht eine aktive Verteidigungsaktion. Und bei dieser Aktion klärt er eine 100%ige Torchance mit der Hand, das muss 11er sein. Anders wäre es, wenn Hummels den Ball zur Seite grätscht, dann aufstehen will, der Flügelspieler von Werder den Ball wieder rein bringt und dabei Hummels anschießt. Dann ist es keine aktive Abwehrarbeit und kein 11er. Ebenso der Stürmer, dem der Ball an den angelehnten Arm geschossen wird. Kein 11er. Stürmer springt hoch um einen Ball zu klären, in er Bewegung geht der Arm hoch und trifft den Ball: Aktive Aktion, 11er. Und ja, da gibt es dann die Grauzonen. Aber die wird es immer geben. Nur beim DFB denkt man sich Auslegungen der Regeln aus, die alles nur noch komplizierter machen. Und dann schießt man den eigenen Schiris auch noch in den Rücken indem man sagt, es war eine klare Fehlentscheidung, VAR hätte eingreifen müssen. Effekt: Die Schiris übernehmen immer weniger Verantwortung und warten im Zweifel auf den Ruf des VAR...