Ich war auch mal Admin in einer Community, lange her und lange nicht so groß wie WOL zu Spitzenzeiten, eher wie jetzt aber bei uns war klar:
Mods / Admins mussten 1. "offen" online sein
und 2. wenn alleine online auch alleine Entscheidungen treffen, Posts löschen / Threads dicht machen usw. bevor Geschichten eskalieren.
(...)
Jedenfalls konnten wir in unserer Software, keine Ahnung mehr welche Plattform das war, jeden Beitrag im Forum löschen, dann kam der ins Adminforum und von dort gabs dann alle Möglichkeiten. Von löschen, im Archiv aufbewahren oder wiederherstellen, wenn die Mehrheit der Meinung war, das das nix schlimmes war.
Damit könnte man mMn auch hier manche Geschichten direkt im Keim ersticken.
1. Ich war seit Beginn meiner Moderatorentätigkeit bis vor ein paar Monaten durchgehend offen online. Das habe ich abgestellt, nachdem ich mehrfach werktags tagsüber (!) PNs bekommen habe so nach dem Motto "warum ist meine Beanstandung von vor ein paar Stunden noch nicht bearbeitet" oder "in Thread XYZ wurde gerade etwas gelöscht, es warst aber nur Du online. Habt ihr das abgestimmt, oder war es eine willkürliche Einzelaktion" etc. Solche Nachrichten empfinde ich als penetrant. Schön, wenn jemand den ganzen Tag das Forum nebenher laufen lassen kann, ich kann (und möchte) es nicht. Ich hatte das Gefühl, es gibt User, die tracken, wann ich im Forum was mache. Meinen Beitrag im Moderatorenteam leiste ich genau dann, wenn ich ihn zeitlich leisten kann (und will). Und manchmal möchte ich in der Mittagspause einfach nur kurz als Userin durchs Forum scrollen....
2. Aus meiner Sicht ist es problematisch, wenn nur ein Mod online ist und dann drastische Entscheidungen wie die Schließung eines Threads umsetzt. Es sollte eine absolute Ausnahme sein. Uns wird hier regelmäßig "Mod-Willkür" vorgeworfen. Dem wollen wir durch Teamentscheidungen begegnen. Besonders problematisch sind Einzelhandlungen aus meiner Sicht, wenn der betreffenden Moderator als User in einem kritischen Thread aktiv mitdiskutiert. Von daher bin ich nicht sicher, ob der Vorschlag wirklich eine Verbesserung bringen könnte, andere Meinungen sind aber sehr willkommen.
Gelöschte Beiträge kommen hier nicht ins Admin-Forum. Wenn Mod A Beiträge löscht, muss Mod B, wenn er diese Beiträge noch einmal lesen möchte alle einzeln im jeweiligen Thread anklicken und wiederherstellen. D. h. nur einmal angenommen, ein Mod ist online, entscheidet allein, wischt 20 Beiträge, dann müssten wir anderen drei jeden der 20 Beiträge einzeln wiederherstellen, lesen etc. Das ist nicht machbar.
Ich hatte die Möglichkeit einzustellen das Beiträge erst freigegeben werden müssen. Hatte den Vorteil das nichts eskaliert in kritischen Threads. Und man braucht den Thread nicht dicht machen.
Ich kenne diese Funktion aus einem Forum, in dem Artikel verschenkt werden. Da ist es okay, da es nicht kritisch ist, wenn die Freigabe mal ein paar Stunden dauert. In einem Forum, das von Diskussionen lebt, kann ich mir das nicht vorstellen. Wie geht denn in so einem Fall eine fließende Diskussion mit aufeinander aufbauenden Beiträgen? Gerade tagsüber, wenn wir arbeiten o. Ä., ist eine Freischaltung nicht oder nur mit erheblicher Zeitverzögerung möglich. Noch länger dauert es, wenn ein Beitrag an der Grenze zu okay/nicht okay ist und die Mods sich dazu ggf. austauschen. Wie habt Ihr das denn bei Euch gemacht?
Es wäre wünschenswert, wenn sich auch die Mods, damit meine ich auch Dich, an den von Dir geäußerten Wunsch halten. Von WeizenOlli und Christian Günther liest man wenig, sie nehmen mEn nicht an eskalierenden Diskussionen teil. Du bist mit eskalierenden Beiträgen öfter mal in hitzigen Diskussionen dabei, Opalo hat sich da in letzter Zeit eher zurückgehalten. Aber wenn selbst Mods teilweise eskalierend und nicht deeskalierend an Diskussionen teilnehmen, ist das nicht zielführend.
Und wenn dann ausgerechnet diese Mods an *eskalierenden Diskussionen und zeitgleich an den Verwarnungen (zB Corona-Thread) beteiligt sind, ist das in meinen Augen ungünstig.
Ich bin gerade beruflich sehr eingespannt und habe wenig Zeit für das Forum, daher meine Zurückhaltung. Plus, es gibt aktuell inhaltlich keine Diskussion, die mir meine Zeit wert ist. Wir sind mit allen Vor- und Nachteilen User und Moderatoren dieses Forums, und ich würde mich, wenn das nicht vereinbar sein sollte, jederzeit gegen die Moderation entscheiden. Gerade wegen der Doppelrolle sind aber aus meiner Sicht die Teamentscheidungen, die
@Fliegenfänger aufgrund der Zeitverzögerung kritisch sieht, zwingend.
Kaum ein Mod übernimmt solch eine Funktion aus rein altruistischen Motiven. Viele genießen selbstverständlich auch Vorteile, ohne die es ggf. uninteressant wäre. Seien es Prioritäten bei Ticketvergaben, seien es direkte Kontakte zu Werder, sei es die Deutungshoheit in Diskussionen, sei es die Möglichkeit, Sanktionen verhängen zu dürfen.
"Ehrenamtlich Zeit aufzubringen", "sich blöd anmachen zu lassen", das klingt sehr selbstlos, muss aber in den meisten Fällen stark relativiert werden.
Sich freiwillig zu "opfern", das trifft sicherlich nur auf ganz wenige zu.
Wir haben keine Priorität bei der Ticketvergabe. Die direkten Kontakte zu Werder beschränken sich im Wesentlichen auf die Weitergabe von Problemen oder Wünschen sowie auf Kommentierungen von User-Beschwerden. Vor Corona haben wir uns einmal im Jahr zum persönlichen Austausch getroffen, ob und wann das wieder passieren wird, keine Ahnung. Anreise übrigens auf eigene Kosten. Deutungshoheit in einer Diskussion strebe ich als Userin mit Argumenten an, nicht als Moderatorin aufgrund meiner Position. Und auf das Verhängen von Sanktionen kann ich gut verzichten. Ich hatte weiter oben schon geschrieben, dass ich mir wünschen würde, dass Appelle und Ermahnungen fruchten, weil ich gut darauf verzichten kann, User zu verwarnen oder zu sperren. Den Moderatorenjob habe ich vor ca. 10 Jahren angenommen, weil ich mit diesem Forum seit über 20 Jahren viel verbinde - ich habe hier tolle Menschen kennen gelernt und immer wieder spannende, hitzige und bereichernde Diskussionen geführt. Darüber hinaus finde ich die Ticketbörse eine sinnvolle Einrichtung für alle aktiven Stadiongänger, so dass ich hier gerne Zeit investiere. Ich habe Freude am Austausch in unserem Moderatorenteam und trage auch gerne dazu bei, dass das Forum bestehen bleibt (ohne ehrenamtliche Mods wäre es dicht). Wenn sich für mich allerdings herausstellt, dass mir das Moderieren dauerhaft mehr Frust als Freude bringt, lasse ich es. Offen gesagt - ich war im letzten Jahr in etwa um diese Zeit an genau diesem Punkt. PNs wie die oben genannten, eine - aus meiner Sicht - überzogene/unrealistische Erwartungshaltung vieler User an uns, Verschwendung meiner (Frei)zeit für Kindergarten und Kleinkriege und fortdauernde, teils unsachliche Kritik an unserer Moderation hatten mir den Spaß gründlich verdorben, zumal positive Dinge wie die Ticketbörse als Ausgleich weggefallen sind. Ich habe damals meinen Mitmoderatoren und Werder mit Begründung mitgeteilt, dass ich aussteige. Die wertschätzenden Rückmeldungen, die darauf kamen, haben mich bewogen, zu bleiben. "Beobachtungsstatus" würde ich es jedoch nach wie vor nennen. Ich brauche diese Moderation nicht für mein Ego oder sonst etwas in dieser Richtung, und entweder funktioniert sie zu Bedingungen, die für mich okay sind, oder ich mache Schluss.
Hast Du eine Idee dazu, warum dieses strikte Vorgehen, wie in Deinem Beitrag oben beschrieben, hier nicht umgesetzt wird?
Anders gefragt: Wie müssten sich Moderatoren, die das so handhaben würden, Deiner Meinung nach, als User verhalten? Und: Würden die das wollen? Würdest Du das wollen?
Wir waren, wie weiter oben beschrieben, sehr viel strikter, als ich meine Moderationstätigkeit begonnen habe. Wir wurden damals als kleinlich, korinthenkackerisch etc. kritisiert. Ich denke, es gibt keinen idealen Weg, und damit müssen alle leben.
Da bin ich anderer Meinung. Ich empfand es sogar als richtig gut, das hier im Kohfeldt-Thread (zu Recht!) sehr kritisch (mit wenigen Ausnahmen) mit eurem Ex-Trainer umgegangen wurde. Ihr dürft und solltet eigentlich am wenigstens vergessen haben, was für einen Scherbenhaufen dieser Mann in Bremen hinterlassen hat. Das war auch ein Grund, warum ich hier lange Zeit interessiert mitgelesen habe und mich später in diesem Forum sogar angemeldet habe.
Wenn das aber als "Kindergarten" und "Peinlichkeit" seitens der Moderatoren gesehen wird, dann fühle ich mich mit meinen Beiträgen dort auch angesprochen. Und so möchte ich sie aber nicht bewertet sehen. Ich habe mittlerweile einfach nur eine Höllenangst davor, das dieser Mann in Wolfsburg ähnlichen Schaden anrichtet. Und er ist gerade auf dem Weg dabei!
Ich wünschte, dieser Thread wäre auch bei uns ein "Ehemaligen"-Thread. Dann wäre der Spuk wenigstens vorbei.
Mit diesem Beitrag beende ich meine Forumsmitgliedschaft, da es nicht von mir beabsichtigt war, hier peinliche Kindergartenbeiträge zu schreiben. Bzw. besser ausgedrückt, das diese offensichtlich so gesehen werden.
Du hast mich leider komplett missverstanden, und es ist schade, dass Du Deine Konsequenz, das Forum zu verlassen, gezogen hast, ohne mir die Zeit für eine Antwort zu lassen. Sachlicher Austausch zu Kohfeldt, und deutliche Kritik an seiner Arbeit sind absolut erwünscht und waren von mir mitnichten gemeint. "Kindergarten" und "Peinlichkeit" bezogen sich - ausschließlich - auf den Umgang bestimmter User miteinander, auf deren Pöbeleien gegeneinander sowie auf ihre permanenten persönlichen Scharmützel. Ich würde mich freuen, wenn Du hier doch noch einmal reinschaust, das hier liest, und es Dir anders überlegst.