Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Schon auf der BDK der Grünen von 1998 in Magdeburg wurde gefordert, den Benzinpreis schrittweise auf 5 Mark pro Liter anzuheben.
Es war keine Theorie von mir, höchstens eine These, und wie man sieht, alles andere als gewagt.
Und nun wird geliefert, was bestellt wurde. Wer so etwas wählt, soll auch damit leben. Fertig!

Ich habe weiter oben dazu einen Link geliefert, vielleicht liest du den mal. Geliefert wurde gar nichts, sonst stünden wir heute nicht wo wir stehen. Und das liegt nun wirklich nicht an den Grünen. Die ich zwar, aus anderen Gründen, nicht mehr wähle, aber hätte man sie damals mal gelassen...
 
Es muss für meine Variante nicht mehr investiert werden. Meine Variante führt einfach nur zu geringeren Steuereinnahmen. Wie die mögliche und genaue Finanzierung der möglichen Rabattregelung der Regierung läuft, weiß ich nicht.
Damit bist Du in meinem Job gelandet. Wenn ich bei einer Budgetplanung Kosten ansetzen würde, zu denen ich angeben würde, wie diese gegenfinanziert werden bzw. woher die Einnahmen dafür kommen, weiß ich nicht, hieße es "Sechs, setzen." Und womit? Mit Recht. Letzten Endes ist ein Budget nichts anderes als eine Bilanz - Aktivseite und Passivseite müssen zueinanderpassen, Lücken ausgeschlossen, und die Finanzierung muss klar sein, bevor Geld ausgegeben wird.

EDIT: Deine Vorschläge für Steuererhöhungen würde ich sofort mitgehen. Aber, jede Wette, die sind bei Herrn Lindner, der jetzt munter Geld verteilen will, ausgeschlossen und nicht verhandelbar. Denn alles, was mit Spitzensteuersatz oder auch Vermögens- und Erbschaftssteuer zusammenhängt, ist bei der FDP doch seit jeher ein rotes Tuch. Leider.

Ich habe übriges gerade auf WDR 5 eine Zusammenstellung der Medienkritiken zu Lindners vorgeschlagenem Tankrabatt bei WDR 5 gehört. Die weit überwiegende Zahl der Journalisten hat sie abgelehnt, und zwar aus Blättern der unterschiedlichsten politischen Richtungen (Ausnahme natürlich: die Blöd). Die Argumente reichten von bürokratischem Monster (die Tankstelleninhaber sollen sich den Rabatt offenbar über die Finanzämter wiederholen), Gießkanne statt gezielter Hilfen (sorry, dass ich es noch einmal erwähne), falsches Signal in Sachen Klimawandel und Weiterfinanzierung von Putins Krieg (Gedanke: jeder gesparte Liter Benzin ist ein guter). Ich hätte das gerne hier verlinkt, leider gibt es (noch) keinen Podcast.

Ein spannender Punkt aus der obigen Zusammenstellung war übrigens der Hinweis auf die Mietpreisbremse, die Lindner seinerzeit kategorisch als Sozialismus abgelehnt hat,um jetzt eine Spritpreisbremse vorzuschlagen, die systematisch nichts anderes als eine Mietpreisbremse ist - ein staatlicher Eingriff in den Markt. Sehr konsequent im Denken, und das noch dazu von einem vermeintlich Liberalen. Wahlkampf im Kopf....?

BTW: Ich habe mitnichten irgendwo gesagt, dass die Differenzierung, die ich mir wünsche, einfach ist. Das ist sie nicht. Allerdings bin ich, aus meinem Beruf heraus, und auch deshalb, weil ich hohe Steuern zahle, für einen verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit (Steuer)geldern. Den kann ich in Deinem Vorschlag nicht erkennen, und auch das erkläre ich Dir, um bei Deinen Worten zu bleiben, gerne immer wieder...

Zum Schluss noch ein anderer Gedanke, der für mich in die Debatte gehört. Deutschland wird mit Blick auf diesen Krieg noch ganz andere finanzielle Herausforderungen meistern müssen - spontan fallen mir die vermutlich längerfristige Unterbringung der Flüchtlinge und die 100 Milliarden Euro, wenn es dabei bleibt, für die Bundeswehr ein. Und wer weiß, was an zwingenden Ausgaben, die im bisherigen Haushalt niemand eingeplant hat, noch kommt. Auch vor diesem Hintergrund ist es aus meiner Sicht zwingend, dass jeder Euro, der ausgegeben wird, zielgerichtet ausgegeben wird, um das alles am Ende auch irgendwie stemmen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Neues Thema, gut.

Die Argumente reichten von bürokratischem Monster (die Tankstelleninhaber sollen sich den Rabatt offenbar über die Finanzämter

Das wäre zumindest eine Idee, wie es unproblematisch abgewickelt werden kann hinsichtlich der Tankstellennetreiber. Ich habe allerdings noch nie ne Tankstelle geprüft oder gar einen Konzern. Das ist so weit von meiner Gehaltsgruppe entfernt wie die Erde vom Mond. Ich denke aber, dass die Konzerne die Differenz verkraften können.

Zum Rest: zu Lindner brauche ich nichts sagen, denke ich. Ich teile seine Politik für die Reichen nicht. Ich finde, dass jede Maßnahme, die untere Einkommen unterstützt von den oberen Einkommen abgezogen werden soll. Wer viel Geld hat, sollte auch viele Steuern zahlen. Denn der Reichtum derer basiert auf dem Rücken anderer. Aber der Politikthread ist das hier nicht und daher gehört es hier nicht rein…

Der Krieg wird uns alle ne Menge Kosten. 2015 konnte Deutschland lernen. Und wenn diesmal dann jeder sich beteiligt, wird Deutschland auch das wuppen. Aber auch das ist der Politik- bzw. Krieg in Europa Thread.
 
Bisher aber nur "Geld" - bezogen auf "uns". (spürbar)

Der Krieg kostet jetzt allen schon einen Teil ihrer Zukunft. Klima wird bombardiert und Massen an Waffen und Munition verteilt.
Jahrelang wird es Folgeschäden geben, für ALLE. Die Welt ist jetzt schon eine andere, nicht wegen Spritpreisen, sondern weil sich alles verändert. Wohin die Reise geht? Alles ist möglich. Aber Geld wird ein geringes Problem wenn es richtig schief läuft.

Jammern kann man immer. Am besten man handelt um seine Position zu optimieren.
 
Jammern kann man immer. Am besten man handelt um seine Position zu optimieren.

Das ist nicht meine Welt. Ich gehöre zu den Menschen, die immer teilen, selbst wenn sie kaum besitzen. War schon immer so.

Damals in der Kaserne habe ich dieses Geben auch von den Flüchtlingen erfahren.

Warum gute Charaktereigenschaften in die Tonne treten? Ich denke, der Schuss geht so oder so nach hinten los. Denn jeder kommt irgendwann in eine Situation, in der er/sie wieder auf andere angewiesen ist. Da sollte das Karma-Konto ausgeglichen sein. ;)
 
Warum gute Charaktereigenschaften in die Tonne treten?
Niemals.
Klar sollte man genau jetzt glänzen mit seinen positiven Eigenschaften.
Wohin das führen würde, ist absehbar, d.h. hieße übersetzt, jeder ist sich selbst der nächste. Ist es das, was Du gemeint hast?
Nein. Ich meine man muss nicht über teuren Sprit jammern sondern sich einfach anpassen.
Die Zeit die man spart ohne zu jammern kann man besser nutzen um seinen Spritverbrauch zu senken.
Oder um aktiv etwas zu machen was anderen Menschen hilft, aktuell haben viele Menschen grössere Probleme als Spritpreise.
 
Niemals.
Klar sollte man genau jetzt glänzen mit seinen positiven Eigenschaften.

Nein. Ich meine man muss nicht über teuren Sprit jammern sondern sich einfach anpassen.
Die Zeit die man spart ohne zu jammern kann man besser nutzen um seinen Spritverbrauch zu senken.
Oder um aktiv etwas zu machen was anderen Menschen hilft, aktuell haben viele Menschen grössere Probleme als Spritpreise.

Ich denke, dass das auch passieren wird.

Wir haben, ähnlich wie zu den Anfängen von Corona, einen Zeitpunkt bei dem jeder sich hinterfragen sollte, was und wie man etwas verbessern / optimieren kann (jeder in dem Maß wie es eben möglich ist). Dabei geht es natürlich auch um die eigenen Gewohnheiten, um politische Änderungen (z.B. eine Energiepriesbremse), aber auch um privatwirtschaftliche Entscheidungen. Bei uns wird bspw. die HomeOffice Regelung weiter ausgeweitet & Mitarbeiter, die vor Ort arbeiten müssen (sprich Produktion) bekommen im Moment einen Tankzuschuss im März und April (und ich denke, dass andere Arbeitgeber sich hier auch Gedanken machen).

Wir sind als Gesellschaft und Industrie so flexibel, dass wir uns anpassen werden - so zumindest meine Meinung.
 
Niemals.
Klar sollte man genau jetzt glänzen mit seinen positiven Eigenschaften.

Nein. Ich meine man muss nicht über teuren Sprit jammern sondern sich einfach anpassen.
Die Zeit die man spart ohne zu jammern kann man besser nutzen um seinen Spritverbrauch zu senken.
Oder um aktiv etwas zu machen was anderen Menschen hilft, aktuell haben viele Menschen grössere Probleme als Spritpreise.

Es gibt Menschen, die sich nicht anpassen können. Sie arbeiten zum Beispiel auch morgen noch im 30 oder 50 Kilometer entfernten Ort, der mit Öffis auch morgen schlecht bis nicht erreichbar sind.

Bei den Preisen wird jeder so gut es geht sparen, sofern sein Portemonnaie nicht prall gefüllt ist. Es betrifft ja nicht nur Geringverdiener massiv, es betrifft auch die untere Mittelschicht schwer.
 
Ich denke, dass das auch passieren wird.

Wir haben, ähnlich wie zu den Anfängen von Corona, einen Zeitpunkt bei dem jeder sich hinterfragen sollte, was und wie man etwas verbessern / optimieren kann (jeder in dem Maß wie es eben möglich ist). Dabei geht es natürlich auch um die eigenen Gewohnheiten, um politische Änderungen (z.B. eine Energiepriesbremse), aber auch um privatwirtschaftliche Entscheidungen. Bei uns wird bspw. die HomeOffice Regelung weiter ausgeweitet & Mitarbeiter, die vor Ort arbeiten müssen (sprich Produktion) bekommen im Moment einen Tankzuschuss im März und April (und ich denke, dass andere Arbeitgeber sich hier auch Gedanken machen).

Wir sind als Gesellschaft und Industrie so flexibel, dass wir uns anpassen werden - so zumindest meine Meinung.

Wow, das ist ne tolle Regelung. Ich denke, da werden Dich viele Menschen drum beneiden. Beim Arbeitgeber meines Mannes gibt es solche Zuschüsse nicht. Mein Arbeitgeber wird sowas auch nicht machen. Jeder Homeoffice-Arbeitsplatz ist einer zu viel und unsere Bezüge waren vor nicht allzu langer Zeit noch verfassungswidrig. Was ich damit sagen will, es gibt nicht viele Arbeitgeber, die sich so um ihre Mitarbeiter sorgen.
 
Niemals.
Klar sollte man genau jetzt glänzen mit seinen positiven Eigenschaften.

Nein. Ich meine man muss nicht über teuren Sprit jammern sondern sich einfach anpassen.
Die Zeit die man spart ohne zu jammern kann man besser nutzen um seinen Spritverbrauch zu senken.
Oder um aktiv etwas zu machen was anderen Menschen hilft, aktuell haben viele Menschen grössere Probleme als Spritpreise.
OK, verstanden, da bin voll bei dir.
 
Wow, das ist ne tolle Regelung. Ich denke, da werden Dich viele Menschen drum beneiden. Beim Arbeitgeber meines Mannes gibt es solche Zuschüsse nicht. Mein Arbeitgeber wird sowas auch nicht machen. Jeder Homeoffice-Arbeitsplatz ist einer zu viel und unsere Bezüge waren vor nicht allzu langer Zeit noch verfassungswidrig. Was ich damit sagen will, es gibt nicht viele Arbeitgeber, die sich so um ihre Mitarbeiter sorgen.

Ich weiß, dass ich hier privilegiert bin. Mein Arbeitgeber, übrigens auch zum größten Teil noch unter staatlicher Kontrolle, sieht das aber als Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt. Das nehme ich bei vielen großen Konzernen hier im Freundes- und Bekanntenkreis auch ähnlich wahr.

Mein Chef arbeitet bspw. zuhause in Zentral-Frankreich, meine Chef-Chefin in Düsseldorf und unser CIO in Hamburg. Verschiedene Teammitglieder teilen sich auf von Berlin, Schwarzwald, Bodensee, Frankfurt bis nach Köln. Konzernzentrale ist in Baden-Württemberg.

Bei mir war es genau das auch ein bewusstes und starkes Kriterium, als ich vor einem Jahr den Arbeitgeber gewechselt habe.

Mir ist aber auch bewusst, dass dies bei vielen Unternehmen so nicht der Fall sein wird. Aber es gibt diese Arbeitgeber und die werden immer mehr, zumindest nach meinem Empfinden.
 
Das kommt dabei heraus, wenn die Beamten verschlimmbessern. Und anschliessend klagen sie über Überlastung und benötigen mehr Personal.
Das bekommt man auch nicht mehr raus. Bei mir bleiben die Berührungspunkte mit dem Monster überschaubar, außer Steuern und Elternunterhalt tut sich da nicht viel. Bei beiden hat es isch bewährt, die eingereichten Unterlagen zu minimieren und einfach und übersichtlich zu gestalten.
 
Denn alles, was mit Spitzensteuersatz oder auch Vermögens- und Erbschaftssteuer zusammenhängt, ist bei der FDP doch seit jeher ein rotes Tuch. Leider.
Für mich ist speziell die Erbschaftsteuer etwas Asoziales. Da verlieren Menschen ihre Angehörigen, und der Staat reibt sich als erstes die Finger, um auf Kosten deines Verlustes etwas von dem Kuchen ab zu haben.
Dann wünsche ich mir alternativ lieber den teureren Sprit bzw. eine höhere MwSt.
 
Ich weiß, dass ich hier privilegiert bin. Mein Arbeitgeber, übrigens auch zum größten Teil noch unter staatlicher Kontrolle, sieht das aber als Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt. Das nehme ich bei vielen großen Konzernen hier im Freundes- und Bekanntenkreis auch ähnlich wahr.

Mein Chef arbeitet bspw. zuhause in Zentral-Frankreich, meine Chef-Chefin in Düsseldorf und unser CIO in Hamburg. Verschiedene Teammitglieder teilen sich auf von Berlin, Schwarzwald, Bodensee, Frankfurt bis nach Köln. Konzernzentrale ist in Baden-Württemberg.

Bei mir war es genau das auch ein bewusstes und starkes Kriterium, als ich vor einem Jahr den Arbeitgeber gewechselt habe.

Mir ist aber auch bewusst, dass dies bei vielen Unternehmen so nicht der Fall sein wird. Aber es gibt diese Arbeitgeber und die werden immer mehr, zumindest nach meinem Empfinden.
Die Arbeitswelt ändert sich, die festen Arbeitsplätze mit Kinderbilder an der Wand und Plüschtieren am Bildschirm werden weniger. Mobiles Arbeiten ist angesagt. Schwiegersohn (IT) sitzt überwiegend im Homeoffice, Tochter (Vertrieb) sitzt ebenfalls im Homeoffice, beide arbeiten nur temporär in ihren jeweiligen Gruppen. Die Reiseabteilung arbeitet gänzlich von zu Hause aus. Der Konzern stellt sich gut auf die Gegebenheiten ein.
 
Für mich ist speziell die Erbschaftsteuer etwas Asoziales. Da verlieren Menschen ihre Angehörigen, und der Staat reibt sich als erstes die Finger, um auf Kosten deines Verlustes etwas von dem Kuchen ab zu haben.
Dann wünsche ich mir alternativ lieber den teureren Sprit bzw. eine höhere MwSt.
Das erkläre mal jemandem, der Geringverdiener ist. Könnte eine interessante Debatte werden.....
 
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