Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

@Nicole - ich verstehe nicht, warum Du mir derart pampig antwortest, aber okay, wie Du meinst.

Dass eine Fahrgemeinschaft in jedem Fall klappt, habe ich nirgends behauptet, das wird auch nicht so sein. Ich bin aber überzeugt, dass mehr Leute es ausprobieren könnten, die es bisher nicht tun, weil es bisher keine Notwendigkeit gab. Die Notwendigkeit, es zu versuchen, erhöht sich mit steigenden Spritpreisen, und das finde ich auch mit Blick auf Nachhaltigkeit durch geringeren Spritverbrauch nicht schlecht.

Auch habe ich Dir nicht unterstellt, dass Du einen falschen Preis genannt hast. Ich habe lediglich gesagt, dass ich den Preis für sehr hoch ansehe. Zwischen 70 Euro pro Monat bei mir und 250 Euro pro Monat bei Dir liegen Welten. Da sollten Zweifel erlaubt sein, dass 250 Euro Standard sind... Meine 70 Euro sind es vermutlich auch nicht, aber Dein Vergleich im ersten Post, dass die monatlichen Heizkosten durch die Preissteigerungen einer kompletten Wohnungsmiete entsprechen können, ist für mich - bei normalem Heizverhalten und den von Dir genannten 1-3 Zimmern - absolut überzogen bzw. die Ausnahme und nicht die Regel. BTW: Ich wohne in einem Haus aus den 30ern, das lediglich an einer Seite an ein anderes Haus grenzt, und das, wie gesagt, ungedämmt mit alten Fenstern ist. Meine Wohnung hat drei ungedämmte Außenwände. Sooo groß ist der Unterschied also nicht...

Deinen letzten Absatz verstehe ich nicht. Meine Aussage war, dass ich einen Heizkostenzuschuss für Öl oder Gas nach Gießkannenprinzip ablehne, weil davon auch jede Menge Leute profitieren würden, die die höheren Heizkosten locker bezahlen können.

P.S.: Ich finde es spannend, wie oft Du auf Deine Berufs- und Lebenserfahrung verweist. Das, was ich schreibe, ist meine Berufs- und Lebenserfahrung. Und, nur mal am Rand, Fettgedrucktes kommt in meinem Berufsleben so gut wie gar nicht vor, es sei denn, jemand hat zum xten Mal eine Frist gerissen oder sonstige gravierende Fehler gemacht. Sprich, es ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen - negativ besetzt und als Gebrüll gemeint. So unterschiedlich kann's sein ;)
 
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Allein auf HB-Huchting betrachtet ist das Mumpitz. Aber es geht um die Gesamtbetrachtung. Denn die Linie 8 soll ja über Stuhr bis nach Weyhe-Lesste verlängernd werden. Auch Hinsicht des allumfassenden Themas Klimaschutz / Klimaziele. Dazu ist erforderlich, den Pendlern den Umstieg vom Auto in die Öffis schmackhaft zu machen, sprich mit möglichst durchgehenden Verbindungen zu mindestens einem den ÖPNV-Knotenpunkten Hauptbahnhof, Am Brill + Domsheide anzubieten. Und die Gemeinden Stuhr und Weyhe scheinen darin auch Vorteile für sich und den dort lebenden (und ggf. auch durch diese Verbindung in Zukunft zuziehenden) Menschen zu sehen, denn sonst würden sie sich ja nicht daran beteiligen.
Ich bezog meinen Beitrag auch nur auf die Linie 1, welche in Kirchhuchting rechts abbiegt und weitestgehend der Busroute folgt.
Die Linie 8 in die Randgebiete zu führen, ist selbstreden sinnvoll, aus den von dir genannten Gründen.
 
Du unterstellst erst, dass ich eine „generelle“ Aussage getätigt habe, dann unterstellst Du mir, dass ich Dich anbrülle. Wenn Du weniger unterstellen würdest, wäre es einfacher Dir ganz normal zu antworten. Aber Deine mehrfachen Unterstellungen machen es schwieriger. Es ist nicht pampig, es ist nur müßig und anstrengend, sich zunächst mit Deinen falschen Unterstellungen auseinandersetzen zu müssen, bevor man sich mit dem Thema auseinandersetzen setzen kann.

Zur Fahrgemeinschaft: klar, dort wo es klappt, *ergibt es Sinn. Aber nicht jeder Arbeitsplatz und nicht alle Lebensumstände sind dazu geeignet. Ich unterstütze es. Ich habe es zweimal im großen (dauerhafte Fahrgemeinschaft) und mehrfach im Kleinen (für nicht regelmäßige Fahrten) versucht und bin zweimal im Großen und oft im Kleinen gescheitert. Und da ich mich auf mich selbst zu 100% verlassen kann, biete ich mich als Fahrer an und lasse andere bei mir mitfahren. Aber ich möchte mich nicht mehr auf andere verlassen müssen um am Ende verlassen zu sein.

Vielleicht haben wir aneinander vorbeigesprochen, weil ich von Zahlung an die Stadtwerke schrieb und Du von Heizkosten. Wie dem auch sei, wir sind bei 180 Euro gestartet und liegen nun bei 320 Euro für die Stadtwerke für 100 Qm EFH aus den 70‘ern. Wohnst Du zB in einer Wohnung, ist es preislich überhaupt nicht vergleichbar. Man muss nicht mal verschwenderisch mit dem Verbrauch umgehen, um hohe Ausgaben zu haben. Wie gesagt, ein umweltfreundlicher grüner Tarif in einem EFH ohne hohe Temperaturen führen manchmal auch zu hohen Kosten. 2006 waren es 180,00 Euro und ne jährliche Erstattung von 400 Euro bis heute 250 Euro Vorauszahlung + Nachzahlung. Und da Krieg ist und die Preise explodieren, habe ich uns statt wie von den Stadtwerken vorgeschlagenen 290 Euro auf 320 Euro hochgesetzt. Denn der Grundbedarf ist heute schon teuer und wird morgen teurer sein.

Ich finde meinen letzten Beitrag recht verständlich. Ich schreibe darin nieder, dass du den Ottonormalverbraucher offenbar als etwas anderes siehst als ich. Das war zunächst das Heizverhalten mit den 19 Grad. Ich finde es realitätsfremd davon auszugehen, dass 19 Grad unnormal sind und 21 Grad und mehr normal sind. Ich habe mich da an Statista orientiert. Und dann den Penthouse-Bewohner zu nennen, der ja nun eine Minderheit darstellt, halte ich für falsch. Für mich steht es im Vordergrund die Masse zu unterstützen. Und wenn da wenige Reiche profitieren, kann ich damit leben. Das sollte der letzte Absatz zum Ausdruck bringen. Ist aber auch egal, da weitere Ausführungen im Kleinkrieg enden könnten, worauf ich keine Lust habe.

Zu Deinem P.S.: Ich erwähne es, weil ich es habe. Guck, ich arbeite seit fast 20 Jahren. Ich hatte in diesen fast 20 Jahren Einblicke in:

- Steuererklärungen armer und reicher Leute, sowie dem Mittelstand und großen Firmen.

- Veräußerungsanzeigen und Erbmitteilungen gingen reihenweise über meinen Tisch.

- Ich war im Vollstreckungsinnen- und Außendienst.

- Ich habe mich um Flüchtlinge, deren Leistung, deren Lebensumstände usw. gekümmert.

- Nun habe ich Einblicke in Buchhaltungen usw. und werde noch in der Steuerfahndung usw Einblicke gewinnen.

Und damit habe ich mehr Erfahrungen als viele andere hier. Ob ich mehr Erfahrungen habe als Du, bewerte ich nicht. Ich unterstelle nichts, weiß aber mich gut einzuschätzen.

Dass bei Dir Fett gedruckt Schwerwiegenderes bedeutet, nehme ich mal so hin. Hatte ich es Dir oder einer anderen Person nicht schon mal gesagt? Ich weiß nur, dass es schon mal zu Unrecht eine Rolle spielte:,etwas markieren bedeutet nicht brüllen, es bedeutet nur etwas herausstellen. Man markiert etwas, um dies herauszustellen - nicht mehr und nicht weniger. Nochmal: Du hattest mir unterstellt, ich habe etwas „generell“ behauptet. Das habe ich nicht und das habe ich mit einer Markierung ganz einfach herausgestellt. Wenn Du da auch weiterhin böse Absichten oder Gebrülle hineininterpretieren möchtest, bleibt es Dir überlassen. Ich kann es nicht ändern. Was ich aber kann, ist eine Sache herauszustellen: ich brülle nicht, ich markiere nur, was mir wichtig ist und was ich herausstellen möchte.

So, nun widme ich mich dem Werder-Weinglas. Denn ich habe meinen Geschmackssinn immer noch, was es auszunutzen gilt.
 
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Da hier das Thema Heizkosten und ein eventueller Heizkostenzuschuss war, habe ich meine reinen Heizkosten angegeben. Ob und was Du ggf. neben den Heizkosten in Deinem monatlichen Betrag noch an die Stadtwerke zahlst, weiß ich natürlich nicht, denke aber, es wäre sinnvoll, Du würdest hier nur Deine Heizkosten angeben oder schätzen, damit tatsächlich verglichen werden kann. Meine Wohnung ist 80 m2 groß. Selbst wenn Du Deine 100 m2 auf 80 m2 herunterbrichst, bleibt die Preisdifferenz zwischen dem, was Du zahlst, und dem, was ich zahle, jedenfalls erheblich, so dass ich Deine Kosten nicht als Standard/üblich ansehen würde.

Hier - und auch dort, wo ich groß geworden bin, sind 19 Grad als Grundtemperatur in einer Wohnung tatsächlich wenig. Wenn mich Leute besuchen, heize ich bewusst mehr, weil die anderen sonst frieren, und bei fast allen, die ich kenne, ist es (deutlich) wärmer als bei mir. Meine Eltern frieren hier immer, weil ich, selbst, wenn ich wollte, in diesem ungedämmten Altbau, ihre Wohlfühltemperatur nicht erreichen könnte.

Das Penthouse ist natürlich ein Extrem-Beispiel. Aber auch viele andere Wohnungs- und Hauseigentümer oder -mieter können sich höhere Heizkosten leisten, und da schließe ich mich ausdrücklich ein. Klar wird auch bei denen gejammert, Mehrkosten will schließlich keiner, aber machbar ist es für viele. Ich finde deshalb nicht, dass alle per Gießkanne unterstützt werden sollten. Denn, wie gesagt, das Geld für eine solche Unterstützung muss irgendwo herkommen, und das zahlen wir dann am Ende doch wieder alle über andere Steuer- oder Abgabenerhöhungen. Davon einmal ab - eine Gas- oder Ölpreisbremse hilft denjenigen gar nichts, die Nachtspeicher haben. Letztere gibt es hier noch, und zwar besonders in eher günstigen Wohnungen, die von Leuten mit geringerem Einkommen bewohnt werden. Bei der Idee einer Öl- und Gaspreisbremse fallen diese Leute komplett durchs Raster.

Ein sinnvoller Weg, die derzeitige Teuerung - die ja auch Lebensmittel etc. betrifft - etwas abzuschwächen, liegt aus meiner Sicht daher tatsächlich in Steuerentlastungen - oder wie auch immer gestaltete gezielte Unterstützungen - für Geringverdiener und nicht in irgendwelchen Preisbremsen für Öl, Gas, Sprit oder Ähnliches.

Ich stehe länger im Berufsleben als Du, allerdings in einem völlig anderen Bereich. Dieses Thema hier bewerte ich nicht aus meiner beruflichen Erfahrung heraus, sondern aus meiner Lebenserfahrung heraus - zunächst ländlich und jetzt schon seit vielen Jahren in einer Großstadt. Und das sind völlig verschiedene Welten, so dass ich vieles, was Du schreibst, aus der Landperspektive nachvollziehen kann, aus der Großstadtperspektive aber nicht.

Markiere, so viel Du willst, aber nimm dann auch hin, dass es Leute wie mich gibt, bei denen es negativ, störend oder als Gebrüll ankommt ;)
 
Ein sinnvoller Weg, die derzeitige Teuerung - die ja auch Lebensmittel etc. betrifft - etwas abzuschwächen, liegt aus meiner Sicht daher tatsächlich in Steuerentlastungen - oder wie auch immer gestaltete gezielte Unterstützungen - für Geringverdiener und nicht in irgendwelchen Preisbremsen für Öl, Gas, Sprit oder Ähnliches.

Wie willst Du das mit Steuerersparnis regeln? Die einzige Steuerersparnis, von der alle etwas hätten, wäre über Umsatzsteuer und Mineralölsteuer. Über die Einkommensteuer erreicht man viele Geringverdiener nicht, da sie kaum bis keine Steuern zahlen.

Ich stehe länger im Berufsleben als Du, allerdings in einem völlig anderen Bereich. Dieses Thema hier bewerte ich nicht aus meiner beruflichen Erfahrung heraus, sondern aus meiner Lebenserfahrung heraus - zunächst ländlich und jetzt schon seit vielen Jahren in einer Großstadt. Und das sind völlig verschiedene Welten, so dass ich vieles, was Du schreibst, aus der Landperspektive nachvollziehen kann, aus der Großstadtperspektive aber nicht.

Hier haben wir unterschiedliche Ansichten, darum lasse ich es stehen. Was natürlich auch für den nicht zitierten Teil Deines Beitrags gilt.

Markiere, so viel Du willst, aber nimm dann auch hin, dass es Leute wie mich gibt, bei denen es negativ, störend oder als Gebrüll ankommt ;)

Hier machst Du es Dir einfach, weil Du Dich angegriffen fühlen willst. An dieser Stelle solltest Du Dein Verhalten überdenken. Denn wenn Dein Gegenüber Dir mehrfach aufrichtig und ehrlich versichert, dass er Dich weder angreift noch anbrüllt und Du es dennoch so empfindest bzw. empfinden willst, dann läuft was falsch.
 
Da Du "alle" schreibst - was haben denn aus Deiner Sicht diejenigen, die kein Auto fahren, von einer Senkung der Mineralölsteuer? Ob und in wie weit sich das positiv auf Bus- und Bahntickets auswirken könnte (die garantiert auch über kurz oder lang teurer werden), liegt aus meiner Sicht in der Hand der Anbieter bzw. es dürfte schwer zu kontrollieren sein, in wie weit diese eine Senkung weitergeben. Daher sehe ich hier keinen Vorteil für "alle", sondern nur für eine bestimmte Gruppe. Und diesen Vorteil eben nicht zuletzt auch für Leute, die höhere Spritpreise verschmerzen können.

Ich bin keine Steuer-Expertin, aber es gibt doch eine Einkommensgrenze, ab der man überhaupt erst Steuern zahlen muss, oder? Wenn die hochgesetzt wird, und mehr Leute erst gar keine Steuern zahlen müssen, profitieren mehr Leute mit geringem Einkommen unmittelbar. Das fände ich sinnvoll.

Bei der Umsatzsteuer wäre ich deutlich eher dabei als bei der Mineralölsteuer. Davon haben alle etwas, auch Nicht-Autofahrer. Und eine Senkung am besten dergestalt, dass man die Umsatzsteuer bewusst senkt für Güter des täglichen Bedarfs und nicht für irgendwelchen Schnickschnack. Nicht zuletzt frische Lebensmittel wie Milchprodukte, Obst und Gemüse sind zuletzt deutlich teurer geworden. Mit einer Fokussierung bei der Steuersenkung auf den täglichen Bedarf würden Lebensmittel, Drogeriebedarf etc. günstiger - und das wiederum sind Fixkosten, die bei Geringverdienern erheblich ins Gewicht fallen, und an denen man aus meiner Sicht oft nicht sparen kann, da gerade Lebensmittel hier im europäischen Vergleich immer sehr günstig waren.

Das, was ich empfinde, wirst Du nicht ändern können. Ich glaube Dir tatsächlich, dass Du mich nicht anbrüllen willst, aber unbewusst zucke ich jedes Mal am Bildschirm zurück, wenn mich Fettgedrucktes anspringt. Das ist mein berufliches Umfeld seit vielen, vielen Jahren, und meine Welt. Davon einmal abgesehen bin ich davon überzeugt, dass eine Hervorhebung in den allermeisten Fällen überflüssig ist. Ich komme jedenfalls gut ohne klar, wenn ich schreibe, und traue denjenigen, die meine Posts lesen, auch ohne Fettgedrucktes zu, dass sie mir folgen können.
 
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Da Du "alle" schreibst - was haben denn aus Deiner Sicht diejenigen, die kein Auto fahren, von einer Senkung der Mineralölsteuer? Ob und in wie weit sich das positiv auf Bus- und Bahntickets auswirken könnte, liegt aus meiner Sicht in der Hand der Anbieter bzw. es dürfte schwer zu kontrollieren sein, in wie weit diese eine Senkung weitergeben. Daher sehe ich hier keinen Vorteil für "alle", sondern nur für eine bestimmte Gruppe. Und diesen Vorteil eben nicht zuletzt auch für Leute, die höhere Spritpreise verschmerzen können. Ich bin keine Steuer-Expertin, aber es gibt doch eine Einkommensgrenze, ab der man überhaupt erst Steuern zahlen muss, oder? Wenn die hochgesetzt wird, und mehr Leute erst gar keine Steuern zahlen müssen, profitieren mehr Leute unmittelbar. Das fände ich sinnvoll.

Es werden in erster Linie die Betroffenen direkt entlastet, sobald es sie betrifft. Die Umsatzsteuer bringt nur eine geringe Entlastung an der Zapfsäule bzw. am Öl-LKW.

Klar, wenn man den Sprit umsatzsteuerfrei verkaufen, hätte man ne Ersparnis von 63 Cent je Liter. Aber dass die Regierung das macht, damit ist nicht zu rechnen.

Die Mineralölsteuer beträgt derzeit 47 bzw 63 Cent je Liter (Diesel/Benzin). Sie ist für die Erhaltung des Straßennetzes gedacht.

Mit der Umsatzsteuer wird Allgemeines finanziert. Es ist nicht so klar bestimmt. Darauf kann der Staat weniger verzichten.


Bei der Umsatzsteuer wäre ich deutlich eher dabei als bei der Mineralölsteuer. Davon haben alle etwas, auch Nicht-Autofahrer. Und eine Senkung am besten dergestalt, dass man die Umsatzsteuer bewusst senkt für Güter des täglichen Bedarfs und nicht für irgendwelchen Schnickschnack. Damit würden Lebensmittel, Drogeriebedarf etc. günstiger - und das wiederum sind Fixkosten, die bei Geringverdienern erheblich ins Gewicht fallen, und an denen man aus meiner Sicht oft noch weniger sparen kann als vielleicht beim Autofahren...

Es hilft mE nur dort zu entlasten, wo Kosten entstehen. Warum sollte man die Umsatzsteuer allgemein senken, wenn hauptsächlich der Energiebereich betroffen ist? Umsatzsteuer wird immer gezielt angepasst. Da wurde das Essen im Restaurant mit 7% statt 19% besteuert, um die Restaurants zu unterstützen. Der Verlust im Allgemeinen wäre für den Staat zu groß.

Klar, würde es Geringverdiener entlasten, wenn der Freibetrag hochgesetzt wird. Aber dafür müssten sie die Steuererklärung machen und das kostet, weil viele Hilfe bräuchten, nicht wenig Geld. Es würde sich nicht wirklich lohnen. Und schau Dir die Sprünge an. Und was ist dann mit denen, die hohe Heizkosten haben aber kaum mit dem Auto fahren?

Und wie ich es bereits erwähnte, die Umsatzsteuer ist variabel einsetzbar, eben auch für Kitas usw. Ich denke, das Geld würde an wichtigen Stellen fehlen. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aber Corona ist noch nicht vorbei und die Umsatzsteuer läuft wieder normal. Und bei Getränken, die viel ausmachen, weil der Aufschlag so hoch ist, blieben unberührt.

Das, was ich empfinde, wirst Du nicht ändern können. Ich glaube Dir tatsächlich, dass Du mich nicht anbrüllen willst, aber unbewusst zucke ich jedes Mal am Bildschirm zurück, wenn mich Fettgedrucktes anspringt - denn das ist und bleibt mein berufliches Umfeld seit vielen, vielen Jahren, und meine Welt. Davon einmal abgesehen bin ich davon überzeugt, dass eine Hervorhebung in den allermeisten Fällen überflüssig ist. Ich komme jedenfalls gut ohne klar, wenn ich schreibe, und traue denjenigen, die meine Posts lesen, auch ohne Fettgedrucktes zu, dass sie mir folgen können.

Ich finde es bezeichnend, dass Du Dich mehr darauf konzentrierst, dass Deiner Wahrnehmung nach gebrüllt wurde, statt auf den Inhalt des Markierten selbst. Aber wenn Du Dich angegriffen fühlen willst, es sei Dir unbenommen und Dein gutes Recht. Ich halte es aber für vollkommen unnötig, weil Du ja selbst sagst, dass Du mir glaubst.
 
Hier ist das ÖPNV-Netz schon OK. Hier im Ort fahren alle zwanzig Minuten (Abends und nachts in der Woche bis 0 Uhr alle dreizig Minuten) ein Bus nach Osnabrück.
Aber wenn ich für einen Einzelfahrschein (nur Hinfahrt) 3,90 € zahlen muss, überlege ich mir zweimal ob ich den Bus benutze...
Die Stadtwerke bietet zwar auch eine App an, wo man vergünstigte Tickets erwerben kann, als wenn man diese im Bus lösen muss, außerdem bieten die Stadtwerke ein vergünstigten "Kurzstreckenticket" an, wo man vergünstigt bis zu drei Haltestellen fahren kann. Allerdings kann man weder im Landkreis diese Tickets über die App kaufen, noch gilt das "Kurzstreckenticket" nicht im Landkreis...
 
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Ich hatte nicht von einer allgemeinen Umsatzsteuersenkung gesprochen, sondern von einer gezielten Senkung für Güter des täglichen Bedarfs. Davon haben alle Geringverdiener etwas, egal, ob sie Auto fahren oder nicht. Das Beispiel, das Du für die Restaurants gebracht hast, ist genau das, was ich mir vorstelle. Nur eben für Güter des täglichen Bedarfs.

Warum so viele keine Steuerklärung machen, verstehe ich nicht. Mit einem Programm für ca. 30 Euro und ohne irgendwelche Besonderheiten ist es aus meiner Sicht schnell gemacht. Und wer es wirklich selbst nicht kann, findet doch vielleicht jemanden, der hilft. Ich habe mehrfach die Daten von FreundInnen mit kleinem Einkommen bei mir durchs Programm gejagt, damit sie sehen konnten, ob sich für sie eine Steuererklärung lohnt oder nicht. Klar, das bedeutet ein bisschen Engagement und vielleicht auch mal jemanden fragen. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Angegriffen fühle ich mich nicht. Ich finde eine Diskussion mit Fettgedrucktem, am besten noch in Rotschrift, eher abstoßend und habe darauf irgendwann keine Lust mehr. Siehe Corona-Thread. Da war ich nicht nur, aber auch deshalb, irgendwann draußen ;)
 
Ich hatte nicht von einer allgemeinen Umsatzsteuersenkung gesprochen, sondern von einer gezielten Senkung für Güter des täglichen Bedarfs. Davon haben alle Geringverdiener etwas, egal, ob sie Auto fahren oder nicht. Das Beispiel, das Du für die Restaurants gebracht hast, ist genau das, was ich mir vorstelle. Nur eben für Güter des täglichen Bedarfs.

Warum so viele keine Steuerklärung machen, verstehe ich nicht. Mit einem Programm für ca. 30 Euro und ohne irgendwelche Besonderheiten ist es aus meiner Sicht schnell gemacht. Und wer es wirklich selbst nicht kann, findet doch vielleicht jemanden, der hilft. Ich habe mehrfach die Daten von FreundInnen mit kleinem Einkommen bei mir durchs Programm gejagt, damit sie sehen konnten, ob sich für sie eine Steuererklärung lohnt oder nicht. Klar, das bedeutet ein bisschen Engagement und vielleicht auch mal jemanden fragen. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Angegriffen fühle ich mich nicht. Ich finde eine Diskussion mit Fettgedrucktem, am besten noch in Rotschrift, eher abstoßend und habe darauf irgendwann keine Lust mehr. Siehe Corona-Thread. Da war ich nicht nur, aber auch deshalb, irgendwann draußen ;)

Wenn die Senkung auf die Güter des täglichen Bedarfs sind, dann hat der Endverbraucher noch weniger davon. Man würde dann wahrscheinlich von 7% auf 5% senken. Was sind 2 % von einem Großeinkauf. Oder soll sie gar nicht erst entfallen? Aber auch das macht im Verhältnis zu den hohen Spritpreisen nicht viel aus. Für ein Auto, in das Pro Tankfüllung 50 Liter passen, bezahlt der Endverbraucher im Moment 15-22 Euro (Benzin) bzw 20-27 Euro mehr. Das holst Du mit einer Umsatzsteuersenkung für Güter des täglichen Bedarfs nicht raus. Und dann würdest Du ja auch wieder die Reichen unterstützen…

Zur Steuererklärung: es darf nicht jeder helfen. Es darf nur ein bestimmter Personenkreis helfen. Alles andere ist unerlaubte Hilfe in Steuersachen.

Du übertreibst stark. Nun setzt Du ein bloße Markierung (Hervorhebung eines Textelements) mit einem Rotstift gleich und nennst es anstoßend. Wenn ich aber den Smiley :facepalm: nutze, ist das für Dich kein Problem. Das empfinde ich nun wirklich albern und lächerlich. Aber ok, wenn Du meinst, dass das so muss… Wer etwas falsch verstehen will, der ist halt für nichts anderes offen. Ich beende diesen Teil der Diskussion nun, weil es keinen Sinn ergibt.
 
Da Du "alle" schreibst - was haben denn aus Deiner Sicht diejenigen, die kein Auto fahren, von einer Senkung der Mineralölsteuer? Ob und in wie weit sich das positiv auf Bus- und Bahntickets auswirken könnte (die garantiert auch über kurz oder lang teurer werden), liegt aus meiner Sicht in der Hand der Anbieter bzw. es dürfte schwer zu kontrollieren sein, in wie weit diese eine Senkung weitergeben. Daher sehe ich hier keinen Vorteil für "alle", sondern nur für eine bestimmte Gruppe. Und diesen Vorteil eben nicht zuletzt auch für Leute, die höhere Spritpreise verschmerzen können.

Ich bin keine Steuer-Expertin, aber es gibt doch eine Einkommensgrenze, ab der man überhaupt erst Steuern zahlen muss, oder? Wenn die hochgesetzt wird, und mehr Leute erst gar keine Steuern zahlen müssen, profitieren mehr Leute mit geringem Einkommen unmittelbar. Das fände ich sinnvoll.

Bei der Umsatzsteuer wäre ich deutlich eher dabei als bei der Mineralölsteuer. Davon haben alle etwas, auch Nicht-Autofahrer. Und eine Senkung am besten dergestalt, dass man die Umsatzsteuer bewusst senkt für Güter des täglichen Bedarfs und nicht für irgendwelchen Schnickschnack.

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Die erhöhten Benzinpreise wirken sich ja auch auf die Dinge des täglichen Bedarfs aus. Immerhin müssen die Sachen ja auch transportiert werden. Insofern würde auch den nicht Autofahrern die Senkung der Mineralölsteuer was bringen.
 
Hab heute für 50 € getankt und nix zahlen müssen....
Nein ich habe nicht die Zeche geprellt. Ich hatte noch einen Tankgutschein.:klatsch: ok, hab trotzdem 4 Cent gezahlt, da ich für 50,04 € getankt habe.
Aber es gab, vor nicht all zu langer Zeit, mal Zeiten, da war mein Tank mit 50 € voll. Jetzt war er zu 3/4 voll.
 
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Wenn Reiche nicht profitieren sollen, geht das nur über spezielle Hilfen für Geringverdiener. Da siehst Du offensichtlich keine Option bzw. hältst die Ideen, die ich hier eingebracht habe, für nicht umsetzbar oder nicht sinnvoll. Also bleiben nur Optionen, von denen Reiche zwangsläufig mit profitieren. Das sollten dann jedoch aus meiner Sicht solche sein, von denen alle - und damit auch alle Geringverdiener - etwas haben. Und dazu zählt eine Mineralölsteuer für mich nicht, da nicht alle Geringverdiener Auto fahren oder mit Öl heizen, wohingegen alle unter steigenden Preisen in anderen Segmenten leiden. Aber der Fokus auf die Spritpreise und die Mineralölsteuer passt zu dem hohen Stellenwert, den das Auto in diesem Land (leider) unverändert hat.

Ich habe keine Erklärungen für jemanden anderen außer mir gemacht, denn es kam jedes Mal raus, es lohnt sich nicht. Von daher war das Thema jeweils schnell erledigt. Wenn es sich aber gelohnt hätte, hätte ich, ehrlich gesagt, keine Schmerzen damit gehabt, den betreffenden Personen die Formulare aus dem Programm auszudrucken, solange da nichts anderes eingegeben wird als die Daten aus der Lohnsteuerkarte und ggf. noch Kilometer zur Arbeit und zurück. Wer hätte das denn herausfinden sollen und wo hätte ich als Person geholfen? Den Job hat das Programm gemacht, das die Person lediglich nicht selbst gekauft hat. Ich verstehe den Sinn der von Dir beschriebenen Regelung, sobald es komplex wird. Aber einfachen Leuten mit Lohnsteuerkarte, Kilometern und sonst nichts macht die Regelung das Leben tatsächlich unnütz schwer. Ist aber ein anderes Thema....
 
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Die erhöhten Benzinpreise wirken sich ja auch auf die Dinge des täglichen Bedarfs aus. Immerhin müssen die Sachen ja auch transportiert werden. Insofern würde auch den nicht Autofahrern die Senkung der Mineralölsteuer was bringen.
Sofern sie denn dort ankäme. Das kann keiner kontrollieren.

Ich gehe aber tatsächlich davon aus, dass eine Mineralölsteuersenkung eine der ersten, wenn nicht die erste Option für eine zeitnahe Entlastung ist. Da hilft allein schon eine FDP in der Regierung....
 
Ja, Huchting ist ein stauträchtiger Durchgangsvorort für Pendler. Genauso wie es z.B. Kattenturm, Arsten, Osterholz, Horn-Lehe oder Oslebshausen sind. Und dass das so ist, hängt auch damit zusammen, dass die ÖPNV-Anbindung der Umlandgemeinden an Bremen nicht vorhanden bzw. besch... sind. Aber genau deshalb wurde die Linie 4 vor Jahren bis nach Lilienthal verlängert bzw. sollen in Kürze die Linien 1 und 8 von Huchting nach Stuhr und Brinkum ausgebaut werden. Doch das geht nun einmal nicht von heute auf morgen, auch weil solche Bauvorhaben von Anwohnern, Einzelhändlern etc. juristisch aus durchaus nachvollziehbaren Gründen (losgelöst davon, wie man sie als Betrachter bewertet) verzögert werden.

Der Schnellbus, der vorher Lilienthal abdeckte, Haltestellen: Lilienthal, Uni, HBF - ein gern genommener Bus, schnell und zügig-
Die Straßenbahn jetzt, meines Wissens nach, nach Erzählungen von Bekannten die aus der Ecke Lilienthal kommen: quasi leer.
Die hält alle 500m entsprechend lange biste da unterwegs, wer kann setzt da für die tägliche Fahrt eher aufs Auto, jedenfalls soll sich da der Verkehr seit der Linie 4 verstärkt haben. Kann ich nicht beurteilen, bin da selten und nie zur Berufszeit.


Die Verlängerung der Linie 1:
Bringt Null - außer man will NOCH MEHR Verkehswahnsinn haben hier in Huchting.
Denn, wenn die Verlängerung wie geplant OHNE Busse käme, wären hunderte Haushalte abgeschnitten vom öPNV vom Gewerbegebiet und Grundschule gar nicht zu reden.
Also setzt man künftig doch Busse ein, um den sonst fehlenden Bereich abzudecken. Hätte man sich also sparen können.
Zumal man ja an der Endhaltestelle bzw. Wendeschleife, mitten auf der Kreuzung Huchtingerheerstraße / Heinrich-Plett-Allee
dann eine Ampel alle 10min in beide Richtungen rot hat.
Dort logischerweise keinerlei Möglichkeiten für P+R, da keine Parkplätze in der Nähe, damit für alle Pendler die da durch müssen, nur noch mehr Stau und Wahnsinn als ohnehin.
Und die Verlängerung der Linie 8... Noch mehr Wahnsinn gibts doch nicht.
Vom Ende der Strecke bis zum HBF wäre man ca. 1,5 Stunden unterwegs, mitm Auto 20 Min. Oder mit der Eisenbahn Bahnhof Weyhe entsprechend 15.
Das nutzt doch niemand ernsthaft täglich für die Fahrt zur Arbeit in der Innenstadt.

Das sind schlicht rausgeworfene Steuergelder, denn ohne Zuschuss vom Bund wäre das überhaupt nicht finanzierbar.
 
@opalo: meine Lösung ist, dass ALLE Betroffenen profitieren. Du sagst, dass das mit der Mineralölsteuer nicht alle Geringverdiener abdeckt, da nicht alle Geringverdiener mit dem Auto fahren. Aber warum sollen Menschen entlastet werden, die nicht belastet wurden? Den Sinn sehe ich nicht. Deswegen war auch meine Lösung: dort unterstützen, wo der Schaden entsteht. Dabei habe ich kein Problem damit, wenn alle davon profitieren.

Es soll finanziell entlastet werden, wer derzeit finanziell stark belastet wird. Autofahrer an der Zapfsäule durch Spritpreisbremse. Erdgasnutzer mit Steueranpassung.

Ich halte die gezielte Steueranpassung (auch die gezielte Aussetzung von USt und Mineralölsteuer) dort, wo Menschen jetzt unnormal belastet werden, für richtig und sinnig. Aber das habe ich bereits erläutert.
 
Sofern sie denn dort ankäme. Das kann keiner kontrollieren.

Irgendwelche Maßnahmen kann man als kleiner Mann generell nicht kontrollieren - soll man deswegen alles laufen lassen? :denk:

Der aktuelle Mindestlohn beträgt 9,82€ / Stunde - soll Menschen geben, die davon alleine leben müssen, Miete zahlen, Strom, Heizung, Lebensmittel, Klamotten... Ich zum Glück nicht, aber ich kenne Menschen, die das Problem haben.

Letztes Jahr hab ich für einen durchschnittlichen Einkauf mit Lebensmitteln für die nächsten 2-3 Tage ca. 45€ ausgegeben, aktuell liege ich bei der gleichen Menge im Einkaufswagen bei 60. Tendenz steigend.

Hier muss! zumindest auf dem Spritpreissektor von der Politik nachgesteuert werden, denn wie andere schon sagten: davon profitieren alle.
Die Preise für LKW in der Frachtenbörse explodieren aktuell, 1. russische / ukrainische Fahrer sind vom Markt. deswegen steigen die Preise eh schon an, 2. Spritpreise. Diesel gestern für 2,35€ / Liter.
Das wird sich in den nächsten Wochen in den Regalen der Supermärkte bemerkbar machen. Nicht unbedingt durch Mangel, aber durch steigende Preise.
 
@Fliegenfänger - meine Skepsis, dass Mineralölteuersenkungen, von denen Verbraucher nicht unmittelbar profitieren, am Ende auch tatsächlich beim Verbraucher landen, resultiert aus einem Segment, in dem ich mich von Berufs wegen bewege - und in dem übrigens bereits eine Entlastung beschlossen wurde, von der jeder etwas hat - denn Strom verbraucht jeder.

Abschaffung der EEG-Umlage:
Wegfall EEG-Umlage entlastet Stromkunden | Bundesregierung

Um diesen Gesetzeszweck zu erreichen, ist eine gesetzliche Absicherung der Weitergabe dieser Kostenentlastung an die Letztverbraucher unverzichtbar. Um sicherzustellen, dass diese Entlastung auch tatsächlich ab dem 1. Juli 2022 an die Endverbraucher weitergegeben wird, sind Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz erforderlich. Sie sollen rechtlich absichern, dass die Stromversorger zu einer unterjährigen Senkung ihrer Endverbraucherpreise in Höhe der weggefallenen EEG-Umlage verpflichtet werden.

Bei einer monatlichen Stromabrechnung dürfte es einfach sein festzustellen, dass die Position "EEG-Umlage" ab Juli wegfällt. Bei einer Jahresrechnung, wie wir sie vermutlich alle bekommen, da wir Abschläge zahlen, und am Jahresende abgerechnet wird, wird die Umlage für 6 Monate noch berechnet, und es wurde verbreitet das Risiko gesehen, dass bei der Position seitens der Stromanbieter zu ihren Gunsten geschlabbert werden könnte (zunächst war eine gesetzliche Verpflichtung zur Weitergabe nicht angedacht). Also gesetzliche Verpflichtung statt Gutgläubigkeit.

Die obige Entlastung wurde übrigens aus diversen Ecken kritisiert, weil davon nach Gießkanne alle profitieren, und sie Geringverdienern zwar etwas bringt, aber eher ein Tropfen auf den heißen Stein ist mit Blick auf die Strompreisentwicklung insgesamt (bei 1.500 kW Jahresverbrauch anteilig für Juli - Dezember gerade einmal etwas über 30 Euro).

Dass Unternehmen, die auf einmal in einem generell sich verteuernden Umfeld bei einer Position - Mineralölsteuer - entlastet werden - die Kostensenkung weitergeben, erwarte ich eher nicht. Es sind schlussendlich Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht.

Eine Erhöhung des Mindestlohns befürworte ich uneingeschränkt, und das schon seit jeher. Ein höherer Mindestlohn hilft wesentlich zielgerichteter als alles, was hier diskutiert wird, denjenigen, die Unterstützung brauchen.

Wenn es dazu kommen sollte, dass Mineralölsteuerentlastungen dazu beitragen, dass die Preise im Supermarkt nicht (weiter) steigen, dann hätten tatsächlich alle etwas davon. Wenn das jedoch nicht funktioniert, weil z. B. die Ersparnis daraus von den Unternehmen verwendet wird, um Fahrer zu ggf. höheren Löhnen zu suchen (wenn überhaupt welche verfügbar sind), gibt es keine positiven Auswirkungen auf die Preise im Regal, und es haben eben nicht alle etwas von einer Mineralölsteuersenkung. Letzteres ist meine Erwartungshaltung. Wer eher richtig liegt, wird die Zeit zeigen....

Für mich ist und bleibt ein (erheblicher) Teil der Diskussion der Stellenwert des Autos in Deutschland. Über Spritpreise rauf und runter wurde schon seit jeher diskutiert bzw. sich über steigende Preise aufgeregt. Es wurden schon immer Kilometer verfahren zu einer Tankstelle etwas weiter weg, die ein paar Cent günstiger war. Da habe ich mich als Zuhörerin ohne Auto immer gefragt, ob sich der Aufwand - ehrliche Gegenrechnung der verfahrenen Kilometer und Zeitaufwand - wirklich rechnet. Nachvollziehen konnte ich das Ganze nie, zumal über andere Preise, die seit Langem stetig steigen, wesentlich weniger gesprochen wird. Nehmen wir nur einmal den Bäcker. Was mittlerweile für Brot oder ein Brötchen (außer den normalen, günstigen Weizenbrötchen) beim Bäcker gefühlt ohne Murren an Geld über den Ladentisch geht, finde ich schon heftig mittlerweile.
 
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@Nicole - alle Geringverdiener, egal, ob mit Auto oder nicht, leiden unter Preiserhöhungen - egal, in welchem Segment die Preise erhöht werden. Und da gibt es eben nicht nur das Auto oder die Heizung, sondern u. a. auch die von Fliegenfänger angesprochenen Lebensmittel oder den erheblich teurer gewordene Strom.

Es kann nicht beliebig viel Geld verteilt werden, denn der Staat ist kein Dukatenkacker. Daher finde ich es sinnvoller, soweit möglich, Maßnahmen umzusetzen, die speziell allen Geringverdienern helfen und keine Maßnahmen, die einer speziellen Personengruppe (hier: insb. Autofahrer) helfen, die wiederum Geringverdiener, aber eben auch Besserverdiener beinhaltet.

Allerdings, wie oben schon geschrieben, ich denke, diejenigen, die sich die Mineralölsteuersenkung wünschen, können sich entspannt zurücklehnen, denn sie wird aus meiner Sicht kommen - sind ja bald wieder Wahlen.... ;)
 
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