Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Danke für den Link. Doch ich stelle mal folgende These auf: wenn 60% für ein Tempolimit sind, müsste dass zumindest in der Theorie bedeuten, dass diese 60% auch ohne Tempolimit bereit wären, nicht schneller als 120/130 km/h zu fahren. Doch darauf aufbauend die rhetorische Frage, warum halten sie sich nicht daran? Denn wenn ich auf einem Autobahnteilstück ohne Geschwindigkeitsbeschränkung mit ca. 120/130 km/h fahre (was selbstkritisch betrachtet häufiger nicht der Fall ist) liegt geschätzt die Zahl derer, die schneller als 120/130 km/h weit über 60%

Also wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, halten sich ca. 80% der Fahrer an die Limits und auch bei Unbegrenzt sinds noch mindestens 70%.
Die Raser machen den geringsten Teil ca. 5% aus.
 
Also ich brauche keine Bürgerinitiativen fragen. Ich wohne hier.

Das ging auch weniger in deine Richtung. Es ist ganz grundsätzlich sehr spannend zu sehen wie die Dinge innerhalb der Behörde beurteilt werden und mit welchen Hindernissen diese zu kämpfen hat in der schlussendlichen Umsetzung. Eben gerade weil viele Initiativen gehört werden müssen und es auch dort widerstreitende Interessen gibt. Du willst nicht wissen, was ich alles über den Ringschluss der Autobahn mitbekommen habe, ich glaube ich würde den Kontakt zu machen dieser Gruppierungen nicht lange ertragen...
 
Danke für den Link. Doch ich stelle mal folgende These auf: wenn 60% für ein Tempolimit sind, müsste dass zumindest in der Theorie bedeuten, dass diese 60% auch ohne Tempolimit bereit wären, nicht schneller als 120/130 km/h zu fahren. Doch darauf aufbauend die rhetorische Frage, warum halten sie sich nicht daran?

Weil's halt nicht mehrheitsfähig ist. Das ist ein Thema wo man auf der Straße antwortet, dass man wohl dafür ist. Aber wenn es dann in Verhandlungen der erste Streichposten ist, dann ist es auch nicht so schlimm. Und genau das spricht Bände. Man könnte, ohne einen cent zu investieren, irrsinnig viel sparen. Und zwar nicht nur Sprit und damit Geld in der Tasche, sondern CO2 in der Luft. Und so lange das so ist und, genau wie du sagst, die Leute nicht von selbst auf die Idee kommen, so lange ist der Spritpreis wohl noch nicht zu teuer. Wobei ich selber schon ächze, habe neulich für 2,20€ getankt. Aber ich wohne in der Stadt und kann Alternativen nutzen, das Fahrrad insbesondere.
 
Nö, ich bin für eine Direktlinie Huchting - GvZ

Wäre das aber nicht eine Forderung, die man ON TOP formulieren könnte? Denn, jedenfalls so wie ich es verstanden habe, die Verlängerung soll ja insb. Pendlern in die Stadt dienen. Das mit den Bäumen war übrigens nur ein flappsiger Hinweis auf manche Initiativen, die mit Bullshit wichtige Infrastrukturprojekte aufhalten. Vielleicht würde die Behörde ja mit mehr Zeit auf wirklich sinnvolle Eingaben besser reagieren, wenn sie sich nicht um so viel Blödsinn kümmern müsste. Und der Blödsinn ist teilweise wirklich gut formuliert, den kannst du nicht einfach abweisen, das kostet richtig viel Zeit und Geld.
 
Wäre das aber nicht eine Forderung, die man ON TOP formulieren könnte? Denn, jedenfalls so wie ich es verstanden habe, die Verlängerung soll ja insb. Pendlern in die Stadt dienen. Das mit den Bäumen war übrigens nur ein flappsiger Hinweis auf manche Initiativen, die mit Bullshit wichtige Infrastrukturprojekte aufhalten. Vielleicht würde die Behörde ja mit mehr Zeit auf wirklich sinnvolle Eingaben besser reagieren, wenn sie sich nicht um so viel Blödsinn kümmern müsste. Und der Blödsinn ist teilweise wirklich gut formuliert, den kannst du nicht einfach abweisen, das kostet richtig viel Zeit und Geld.

Welche Pendler in die Stadt. Die waren doch schon vorher angebunden. Die Linie 1 bedient ja jetzt keine Menschen,die vorher nicht die Busse nutzen konnten.
 
Wäre das aber nicht eine Forderung, die man ON TOP formulieren könnte? Denn, jedenfalls so wie ich es verstanden habe, die Verlängerung soll ja insb. Pendlern in die Stadt dienen.
Ja, soll.
Und, das werden dir 90% der Anwohner an der neuen Strecken sagen, die Verlängerung führt genau dazu NICHT.
1. wird der Verkehrsstau auf der Bremerstraße Stadteinwärts Arbeitsbeginn, Arbeitsende noch mehr als jetzt, da alle 10 MInuten! die neue Ampel beiderseitig auf Rot steht.
2. der Ursprüngliche Plan vorsah, OHNE Busse auszukommen.
Aktuell laufen hier die 57 + 58 links / rechtsherum durch Huchting, die Busse sind immer voll, die werden gut angenommen.
Ohne die Busse wären u.A. unser Gewerbegebiet und die Grundschule NICHT mehr am Nahverkehrsnetz angebunden gewesen.
Deswegen soll es jetzt doch wieder Busse geben.
3. Kann man an der neuen Endhaltestelle kein P+R machen, das muss nach wie vor am Roland-Center, aktuelle Endhaltestelle passieren.

Bringt ergo: nix. Nur Steuergelder vom Bund (und genau deswegen baut man die Strecke, weils Geld vom Bund gibt). Bremen alleine hätte das nicht finanzieren können.

Das mit den Bäumen war übrigens nur ein flappsiger Hinweis auf manche Initiativen, die mit Bullshit wichtige Infrastrukturprojekte aufhalten. Vielleicht würde die Behörde ja mit mehr Zeit auf wirklich sinnvolle Eingaben besser reagieren, wenn sie sich nicht um so viel Blödsinn kümmern müsste. Und der Blödsinn ist teilweise wirklich gut formuliert, den kannst du nicht einfach abweisen, das kostet richtig viel Zeit und Geld.

Umwelt zieht halt immer als Grund.
Und wenn ich mir angucke, wie viele Bäume die hier weggenommen haben dafür... Hui, da fehlt mir hier auch, gerade aufgrund des fehlenden Nutzens (s.o.) das Verständnis.

Da werden hier Lurche gefunden, da irgendwelche Schnecken, da Vögel... irgendjemand ist immer dagegen.[/QUOTE][/QUOTE]
 
:tnx: hier in Bremen ist das Nahverkehrsnetz teilweise ein ziemliche Katastrophe. Die Anbindung ans GVZ ein schlechter Witz
Teils, teils. Die "West-Ost"-Verbindungen, d.h. die parallel der Weser finde ich grundsätzlich gut ausgebaut. Die Anbindungen Nord-Süd, zum GVZ und in die Überseestadt könnten aber noch besser sein.


Der Ausbau von Strassenbahnen komplett am Bedarf der Leute und gegen dessen Protest vorbei.
Na ja, mir kommt es manchmal so vor, dass gerade beim Thema Verkehrsinfrastruktur viele Menschen eine gewisse Ambivalenz mit sich tragen: sie wollen kurze schnelle Wege, um von A nach B zu kommen, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür. Auch beim Thema Ausbau der Straßenbahn. Im morgentlichen Berufsverkehr sind die Hauptverkehrsrouten in Bremen wie auch in anderen Städten verstopft, so dass viele Menschen sich ärgern wenn sie mit 30-60 Minuten täglich an ca 220 Arbeitstagen viel Lebenszeit im Stau stehend verplempern. Wenn bei ihnen vor Ort aber eine Straßenbahnnetz erweitert wird, damit auch sie die Möglichkeit haben mit weniger bis keinem Stau zur Arbeit zu kommen, ist es ihnen auch nicht recht.
 
Thema wurde abgeräumt, also ist es nicht mehrheitsfähig. Soooo wichtig ist es den Leuten dann halt nicht.

Da habe ich die Politik anders wahrgenommen. Ich habe es so empfunden, dass das Tempolimit durchaus mehrheitsfähig war, aber der unwichtigste Punkt auf der Klimaagenda der Grünen. Und in den Koalitionsverhandlungen beharrt man dann nicht auf den weniger wichtigen Punkte.

Ich fahre grundsätzlich um die 130 auf der Autobahn, weil meinem Gefühl nach schneller nichts bringt. Ich bremse weniger und habe ne angenehme Reisegeschwindigkeit.

@opalo bzw Allgemein (und kein Shitstorm) zum Thema :

Ich empfinde die Aussage für „einfach gesagt“. Das Beispiel Deiner Bekannten ist natürlich ein Armutszeugnis. Einen solchen Kumpel habe ich auch und wir machen uns alle über sein „hochgeschraubtes Ego“ lustig. Aber er gehört zur absoluten Minderheit.

Ich kann Dir gerne mal das Leben eines Ottonormalverbrauchers in einer Kleinstadt schildern:

- Der Busfahrplan hier wurde gekürzt ohne Ende. Einige Stadtteile haben tagsüber nur noch wenige regelmäßige Verbindungen in die Stadtmitte. Das Partyvolk am Wochenende kam Samstagnacht um 23:00/23:15, 00:30/00:45, 02:00/02:15 bzw 03:30/03:45 in die Stadt bzw. von der Stadt nach Hause. Tja, die Verbindung gehört längst der Vergangenheit an.

- Von den Dörfern rund um uns herum (Umkreis 30 Kilometer) fahren teilweise nur noch die Schulbusse regelmäßig. Wenn eine Oma aus einem der Dörfer zum Einkaufen muss, kann sie morgens mit dem Schülerbus in die Stadt fahren, einkaufen und am Schulende mittags mit den Schülern zurück. Die Tante-Emma-Läden in diesen Dörfern gibt es kaum noch.

- Von unserer Kleinstadt aus kann man kein Abendspiel von Werder mit den Öffis erreichen. Ok, man kommt hin, aber man kommt nicht mehr zurück. Die letzte Stadt in meiner Umgebung, die um diese Zeit noch angefahren wird, ist rund 80 Kilometer von meinem Zuhause entfernt. Keine Strecke, die man mit dem Rad nachts zurücklegen kann oder?

- Die Spiele tagsüber sind natürlich besser zu erreichen. Allerdings ist man von Tür zu Tür mit den Öffis in eine Richtung knapp 3 Stunden unterwegs. Man ist mit den Öffis also rund 6 Stunden Fahrzeit unterwegs für ein Fußballspiel. Mit dem Auto sind es insgesamt knapp 3 Stunden, wenn man gemütlich mit 120 dahin juckelt.

- Und die Preise sind schon heftig. Für ein Werderspiel gilt ja das VPN-Netz kostenlos. Bis dahin (2 Bahnhöfe bzw 37 Km mit dem Auto) kostet eine einfache Fahrt 12,00 Euro. Somit gehen nochmal 24,00 Euro zzgl Buskosten für ein Werderspiel drauf. Wenn kein Werderspiel ist und man in die nächst größere Stadt will, kostet eine einfache Bahnfahrt viel Geld.

- Mein alter Arbeitsplatz war rund 25 Kilometer von meinem Zuhause entfernt. Eine Autofahrt von knapp 25 Minuten. Mit dem Bus (7,50 Euro eine Richtung) dauert eine Richtung rund 45 Minuten Busfahrt zzgl. 15 Minuten Fußweg. Die einfache Zugfahrt gibt es für 6,00 Euro zzgl. Busfahrt. Die Zugfahrt dauert knapp 20 Minuten. 15 Minuten Fußweg und knapp 20 Minuten Busfahrt kommen hinzu (alles nur in eine Richtung)

Das sind keine extrem dargestellten Beispiele. Das ist das normale Leben in Ostfriesland.

Dort, wo man ein vernünftiges öffentliches Verkehrsnetz hat, kann man mit den Öffis sehr viel erreichen. Man kommt günstig und schnell von A nach B. Ich lebe ganz bestimmt nicht am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) der Welt und auch sicherlich nicht in einem Kuhkaff jenseits des öffentlichen Lebens. Aber Öffis und vernünftigen Nahverkehr gibt es hier einfach nicht. Man ist aufs Auto angewiesen. Die Öffis sind teuer und Zeitfresser. Doppelt so lange Fahrzeiten mögen für einige vielleicht hinnehmbar sein, aber sind sie das wirklich?

Edit: Ich finde, da finde ich es angemessen nach dem Staat zu schreien. Im Übrigen @mezzo19742 :tnx::tnx::tnx:
 
Zuletzt bearbeitet:
Bringt ergo: nix. Nur Steuergelder vom Bund (und genau deswegen baut man die Strecke, weils Geld vom Bund gibt). Bremen alleine hätte das nicht finanzieren können.

Kann sein, ich werde mich da wie gesagt mal informieren. Ich habe das eher am Rande verfolgt, weil mich weder Huchting, noch das GvZ groß interessieren. Ich bin da halt einfach viel zu selten, außer auf meiner Trainingsrunde wenn ich von Bremen Nord kommend am GvZ wieder stadteinwärts fahre.

Verkehrsplanung hat halt selten nur was mit Verkehrsplanung zu tun. Die Überseestadt ist das beste Beispiel. Dort wurden die Interessen der Investoren bedient, obwohl allen die damit zu tun hatten klar war, dass die Auslegung der Infrastruktur noch nicht so weit ist bzw. an erster Stelle stehen müsste ("machen wir dann wenn es aktut wird"). Und jetzt steht man da und guckt stumpfsinnig auf den täglichen Stau, auch wenn die Straßenbahn dort schon was verbessert hat. Eine der irrsinnigsten Ideen diesbezüglich war der ernsthafte Vorschlag einen Stich durch das Heimatviertel samt Mauer zu bauen. Ich weiß nicht wie viel Lack man gesoffen haben muss, um auf die Idee zu kommen...
 
Na ja, mir kommt es manchmal so vor, dass gerade beim Thema Verkehrsinfrastruktur viele Menschen eine gewisse Ambivalenz mit sich tragen: sie wollen kurze schnelle Wege, um von A nach B zu kommen, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür. Auch beim Thema Ausbau der Straßenbahn. Im morgentlichen Berufsverkehr sind die Hauptverkehrsrouten in Bremen wie auch in anderen Städten verstopft, so dass viele Menschen sich ärgern wenn sie mit 30-60 Minuten täglich an ca 220 Arbeitstagen viel Lebenszeit im Stau stehend verplempern. Wenn bei ihnen vor Ort aber eine Straßenbahnnetz erweitert wird, damit auch sie die Möglichkeit haben mit weniger bis keinem Stau zur Arbeit zu kommen, ist es ihnen auch nicht recht.

Teils sicher richtig.
Wenn man aber, Beispiel Huchting-GvZ am Tag bis zu 3 Stunden mit Bus und Bahn unterwegs ist, im Stau aber "nur" 1,5 -2 Stunden verliert, ist das immer noch eine gewaltige Ersparnis.

Nicht immer bringt viel auch viel,
 
Verkehrsplanung hat halt selten nur was mit Verkehrsplanung zu tun. Die Überseestadt ist das beste Beispiel. Dort wurden die Interessen der Investoren bedient, obwohl allen die damit zu tun hatten klar war, dass die Auslegung der Infrastruktur noch nicht so weit ist bzw. an erster Stelle stehen müsste ("machen wir dann wenn es aktut wird"). Und jetzt steht man da und guckt stumpfsinnig auf den täglichen Stau, auch wenn die Straßenbahn dort schon was verbessert hat. Eine der irrsinnigsten Ideen diesbezüglich war der ernsthafte Vorschlag einen Stich durch das Heimatviertel samt Mauer zu bauen. Ich weiß nicht wie viel Lack man gesoffen haben muss, um auf die Idee zu kommen...

Das ist das Hauptproblem bei vielen öffentlichen Aufträgen, da die öffentliche Hand immer auf den aktuell günstigsten Weg bleiben muss, auch wenn allen klar ist, das das langfristig deutlich teurer wird.
 
Das ist das Hauptproblem bei vielen öffentlichen Aufträgen, da die öffentliche Hand immer auf den aktuell günstigsten Weg bleiben muss, auch wenn allen klar ist, das das langfristig deutlich teurer wird.

Das ist leider so, mit Betonung auf "aktuell". Weil die Menschen die das beurteilen, den Unterschied zwischen günstig und wirtschaftlich nicht kennen. Denn sämtliche Beschaffungsrichtlinien der öffentlichen Hand verlangen nach dem wirtschaftlichsten Angebot bzw. Plan (und das ist meistens nicht das aktuell günstigste). Und was dahingehend alles falsch läuft in diesem Land, darüber könnte allein ich Bücher schreiben.
 
Mir sind die Spritpreise ziemlich Wurst.
Kein Auto, nicht mal ein Führerschein.
Ich wohne hier so zentral (5 Minuten Fußweg zum Duisburger Hauptbahnhof) dass ein Führerschein und ein Auto ein Luxus wäre, den ich mir nicht leisten möchte.
Das Verkehrsnetz hier ist exzellent.
30 Minuten von Tür zu Tür zur Arbeit, mit Auto wäre ich 5-10 Minuten eher da, wenn kein Stau ist.
Meine Eltern hatten auch kein Auto, das spielt da sicher auch mit rein.
Ich vermisse da nichts
 
Teils, teils. Die "West-Ost"-Verbindungen, d.h. die parallel der Weser finde ich grundsätzlich gut ausgebaut. Die Anbindungen Nord-Süd, zum GVZ und in die Überseestadt könnten aber noch besser sein.

Ist halt (wie immer) eine Frage des Betrachterstandpunkts. Ich bewege mich meist entlang der Weser und nicht zu sehr in Richtung Norden. Deswegen empfinde ich das Angebot, inklusive Nachtlinien, als ausgezeichnet (insbesondere wenn ich die Angebote in kleineren Städten sehe, wo Abends einfach mal gar nichts mehr fährt, geschweige denn Nachts). Wenn man natürlich Richtung Blumenthal unterwegs ist, oder eben Huchting, dann stellt sich das schon anders dar. Es gibt die Verbindungen zwar, sie dauern nur. Aber gerade Bremen Nord ist ja halt auch echt schon ne ganze Ecke weit weg vom Zentrum, da lohnt sich häufig eher die DB.
 
Teils, teils. Die "West-Ost"-Verbindungen, d.h. die parallel der Weser finde ich grundsätzlich gut ausgebaut. Die Anbindungen Nord-Süd, zum GVZ und in die Überseestadt könnten aber noch besser sein.



Na ja, mir kommt es manchmal so vor, dass gerade beim Thema Verkehrsinfrastruktur viele Menschen eine gewisse Ambivalenz mit sich tragen: sie wollen kurze schnelle Wege, um von A nach B zu kommen, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür. Auch beim Thema Ausbau der Straßenbahn. Im morgentlichen Berufsverkehr sind die Hauptverkehrsrouten in Bremen wie auch in anderen Städten verstopft, so dass viele Menschen sich ärgern wenn sie mit 30-60 Minuten täglich an ca 220 Arbeitstagen viel Lebenszeit im Stau stehend verplempern. Wenn bei ihnen vor Ort aber eine Straßenbahnnetz erweitert wird, damit auch sie die Möglichkeit haben mit weniger bis keinem Stau zur Arbeit zu kommen, ist es ihnen auch nicht recht.

wie schon von mir und Fliegenfänger angesprochen wird speziell bei der Linie 1 keiner besser angebunden als vorher. Die Ressourcen hätte man eben in die Verbesserung der Anbindung des GVZ nutzen können. Und auch sonst hinkt Bremen im Nahverkehr anderen ähnlich großen Städten ziemlich stark hinterher. Allein die Handhabung zu Beginn der Coronapandemie war ein schlechter Witz, da müssen jeden Tag trotz Corona zig tausend Menschen ins GVZ und was macht die BSAG, setzt weniger Busse ein. Das haben dann die Firmen abgefangen indem sie privat Busse zur Verfügung gestellt haben. Genauso Samstags, da fahren zum Schichtende 2 Busse Richtung Hauptbahnhof. Das ist eine absolute Frechheit. Und da soll man öffentlichen Nahverkehr nutzen?
 
Ist halt (wie immer) eine Frage des Betrachterstandpunkts. Ich bewege mich meist entlang der Weser und nicht zu sehr in Richtung Norden. Deswegen empfinde ich das Angebot, inklusive Nachtlinien, als ausgezeichnet (insbesondere wenn ich die Angebote in kleineren Städten sehe, wo Abends einfach mal gar nichts mehr fährt, geschweige denn Nachts). Wenn man natürlich Richtung Blumenthal unterwegs ist, oder eben Huchting, dann stellt sich das schon anders dar. Es gibt die Verbindungen zwar, sie dauern nur. Aber gerade Bremen Nord ist ja halt auch echt schon ne ganze Ecke weit weg vom Zentrum, da lohnt sich häufig eher die DB.

Was mir, zumindest nachts in Bremen tierisch auf den Keks geht, das die Bahnen teils VIEL ZU FRÜH an den Haltestellen sind, da die einfach durchdüsen, wenn niemand ein oder aussteigen will. Nachts und am Wochenende insbesondere.
Selbst und Kumpels schon oft genug schon erlebt, 5 min vor geplanter Fahrt an der Haltestelle, siehste die Bahn nachts schon von hinten. Nächste Bahn dann 30min später.
Ruft man dann die Hotline an: "das kann ja gar nicht sein" oder "das sollte so nicht sein" oder sonstige Ausreden.
Wenn man abends dann mal in der Stadt unterwegs ist, sind wir immer mitm Auto da. Parken am Weserstadion und dann ins Viertel laufen.
Trink ich halt nur 1 Bier, reicht auch. Wird der Abend nicht so teuer und man ist flexibler.
 
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