Corona - generelle Diskussion

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Genau das tut unsere Politik in Sachen Corona - von Anfang an nur "auf Sicht" fahren.
Deswegen gibts ja die Probleme an allen Ecken und Kanten, da eben NICHT weiter gedacht wurde.
Ist dieses "auf Sicht fahren" in den Entscheidungen ein Mangel an Weitsicht, oder um (aus wahltaktischen Gründen?) der Bevölkerung nicht zu harte Maßnahmen zumuten zu wollen? Wie auch immer, wenn die Politik sich tagesaktuell mit den Eventualitäten im Herbst befasst, spricht das nicht gerade für die These des "auf Sicht fahren". Bzw. wenn die Politik sich tagesaktuell mit den Eventualitäten im Herbst nicht befassen würde, dann würden die Probleme an allen Ecken und Kanten ja noch größer werden, als sie es jetzt schon waren / sind.
 
Ist dieses "auf Sicht fahren" in den Entscheidungen ein Mangel an Weitsicht, oder um (aus wahltaktischen Gründen?) der Bevölkerung nicht zu harte Maßnahmen zumuten zu wollen? Wie auch immer, wenn die Politik sich tagesaktuell mit den Eventualitäten im Herbst befasst, spricht das nicht gerade für die These des "auf Sicht fahren". Bzw. wenn die Politik sich tagesaktuell mit den Eventualitäten im Herbst nicht befassen würde, dann würden die Probleme an allen Ecken und Kanten ja noch größer werden, als sie es jetzt schon waren / sind.

Es wird jetzt "gewarnt". Ja.
Wurde letztes Frühjahr auch schon.
Und, was passierte? Nix. Vorbereitungen auf die Welle im Herbst = nicht existent.
Impfzentren wurden geschlossen, obwohl schon bekannt war, das man eine 3. Impfung braucht. Erst, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war, baute man n Gitter drüber.

Ich glaube unserer Politik überhaupt nix (etwas überspitzt ausgedrückt) mehr und so gehts immer mehr Menschen wenn man sich so umhört,
Haben sich unsere Damen und Herren selbst zuzuschreiben durch bekloppte Handlungen. Nicht nur in Corona.
 
Es wird jetzt "gewarnt". Ja.
Wurde letztes Frühjahr auch schon.
Und, was passierte? Nix. Vorbereitungen auf die Welle im Herbst = nicht existent.
Impfzentren wurden geschlossen, obwohl schon bekannt war, das man eine 3. Impfung braucht. Erst, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war, baute man n Gitter drüber.

Ich glaube unserer Politik überhaupt nix (etwas überspitzt ausgedrückt) mehr und so gehts immer mehr Menschen wenn man sich so umhört,
Haben sich unsere Damen und Herren selbst zuzuschreiben durch bekloppte Handlungen. Nicht nur in Corona.
Deine Kritik an der Umsetzung teile ich in Teilen Auch hinsichtlich der Schließung der Impfzentren, zu deren Wahrheit aber auch gehört, dass die Schließungen auch eine Folge der nicht ausreichenden Impfbereitschaft im Spätsommer / Herbst gewesen sind.
 
Auf "Sicht fahren" war ja zu Beginn der Pandemie kein Fehler.
Man hatte keinen Impfstoff und wusste zu wenig über das Virus uind mögliche Mutationen.
Als dann aber die Forschung erste Ergebnisse erzielte und die ersten fundierten Studien veröffentlich wurden, glaubte man wohl , dass durch Impfung die Pandemie beendet werden könne. Offensichtlich hat man die Impfbereitschaft überschätzt und die erhöhte Ansteckekungsgefahr durch Mutationen unterschätzt. Auch mag die Angst vor Eingriffen inm die Grundrechte, die dann von Gerichten kassiert werden, eine Rolle gespielt haben.
Ich denke, dass man heute über genügend Wissen verfügt, um auf weitere Mutationen und Veränderungen vorbereitet zu sein.
Aber verdammt nochmal, dann soll man diese Vorbereitungen auch treffen.
Bisher hinkt die Politik der Pandemie immer hinterher, auch wenn sich Entwicklungen schon abzeichnen.
Irgendwie wirkt für mich alles immer noch zu schwerfällig.
 
Lt. unserem Ex-Gesundheitsminister Spahn sind am Ende dieses WInters
entweder alle Menschen bei uns geimpft, genesen oder gestorben.
Sind wir aktuell ca. noch 10 Millionen Menschen von entfernt. Von daher...
Wird hier jetzt auch rumgemault, weil die Bilanz 1 Monat vor Ende des Prognosezeitraums gezogen wird?
Bitte das wahrscheinlich nicht vergessen, auch wenn mir dann wohl wieder Wortklauberei vorgeworfen wird.
 
Für den Gegenwart hilft es nichts. Aber man eben darf auch nicht den Fehler machen, nur von heute auf morgen (oder wie ich gerne formuliere: vom Putz bis zur Tapete) zu denken. Sondern es ist weitsichtiges Denken von Nöten. Denn was heute richtig ist, kann morgen schon wieder in Teilen oder gänzlich verkehrt sein. Und demzufolge sollte man bei Diskussionen und Entscheidungen auch nicht den Blick in die ungewisse Zukunft werfen. Denn wann man sich nur auf die Gegenwart fokussiert und dabei nicht Eventualitäten der Zukunft einbezieht, kann es passieren, dass man in der Zukunft eine böse Überraschung erlebt. Das ist in der Politik nicht anders, als in Wirtschaftsunternehmen oder im Privatleben.

Was würde passieren, wenn in der Corona-Thematik die Politik, was man ihr in anderen Bereichen mitunter zu Recht vorwirft, nur von heute auf morgen denken und handeln würde? D.h. was würde wohl passieren, wenn Politik, Gesundheitsämter, Virologen, Kliniken etc. sich jetzt im Februar 2022 nicht mit mit der Möglichkeit von gefährlicheren Varianten befassen und diese gefährlicheren Mutanten im Herbst 2022 unvorbereitet eintreten würden? Die Folgen während wohlmöglich ein rasanter Anstieg von Infektions-, Erkrankungs- und in Folge dessen auch Todesfällen. Und damit würden sich diese Institutionen, v.a. die Politik, wegen einem verantwortungslosen, fahrlässigen Mangel an Weitsicht angreifbar machen. Und das vollkommen zu Recht.

Es geht ja nicht darum, dass die Politik keine Lösungen in der Hinterhand hat.

Dass man mit allem rechnen muss, ist seit langer Zeit klar.

Es reicht doch, wenn die Politik, besonders unser Gesundheitsminister, Pläne hat, wenn gewisse Situationen eintreten. Auch das kann man vollkommen neutral kommunizieren. Aber warum muss man heute schon die schlimmen Szenarien kommunizieren, wenn man doch gar nicht weiß, ob überhaupt irgendetwas in der Art eintritt.

Kommunikation und Handlungsmöglichkeiten sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Und nur weil man als Minister nicht alle Nase böse Szenarien prognostiziert, muss das nicht bedeuten, dass man keine Handlungsmöglichkeiten hat.

Ich halte es für seriös und sinnvoll, dass kommuniziert wird, was Sache ist. Und eben auch nur, was Sache ist. Böse Szenarien kann man kundtun, wenn sie sich auch wirklich anbahnen.
 
Deine Kritik an der Umsetzung teile ich in Teilen Auch hinsichtlich der Schließung der Impfzentren, zu deren Wahrheit aber auch gehört, dass die Schließungen auch eine Folge der nicht ausreichenden Impfbereitschaft im Spätsommer / Herbst gewesen sind.

Ja, wenn ich aber weiß, das in 2-3 Monaten wieder impfen muss - dann darf ich nicht alle dicht machen nur weil gerade der Andrang nicht da ist.
Tankstellen neben der Autobahn machen ja auch nicht dicht, wenn gerade keine Ferien sind und der Andrang nicht so da ist. Da schwanken dann die Preise, ggfs. auch die Öffnungszeiten aber das Angebot zu tanken bleibt bestehen.

Hätte man mit den Impfzentren ebenfalls machen können oder sogar müssen.
NIcht alles wieder abbauen, stehen lassen, teilweise offen lassen. Flexibilität, etwas, was seit über 2 Jahren der Bevölkerung abverlangt wird darf man auch von der Politik erwarten können.

Ebenso die Kommunikation: wenn man nichts absolutes weiß, versprich nichts absolutes.
War bei uns, ebenso die mediale Steuerung, ein Desaster.
Ich fühlte mich teilweise z.B. aus Dänemark per Newsletter vom Ferienhausvermieter besser und umfassender über die Lage in Dänemark UND Deutschland informiert, als aus den deutschen Medien.
Jemand, der 9-10 Stunden / Tag im Büro sitzt, hat keine Zeit sich 12 stündige Debatten aus dem Bundestag anzuhören sondern erwartet umfassende Zusammenfassung in den Medien, gabs teilweise auch ja klar, oftmals aber nicht wirklich.
 
Für den Gegenwart hilft es nichts. Aber man eben darf auch nicht den Fehler machen, nur von heute auf morgen (oder wie ich gerne formuliere: vom Putz bis zur Tapete) zu denken. Sondern es ist weitsichtiges Denken von Nöten. Denn was heute richtig ist, kann morgen schon wieder in Teilen oder gänzlich verkehrt sein. Und demzufolge sollte man bei Diskussionen und Entscheidungen auch nicht den Blick in die ungewisse Zukunft werfen. Denn wann man sich nur auf die Gegenwart fokussiert und dabei nicht Eventualitäten der Zukunft einbezieht, kann es passieren, dass man in der Zukunft eine böse Überraschung erlebt. Das ist in der Politik nicht anders, als in Wirtschaftsunternehmen oder im Privatleben.

Was würde passieren, wenn in der Corona-Thematik die Politik, was man ihr in anderen Bereichen mitunter zu Recht vorwirft, nur von heute auf morgen denken und handeln würde? D.h. was würde wohl passieren, wenn Politik, Gesundheitsämter, Virologen, Kliniken etc. sich jetzt im Februar 2022 nicht mit mit der Möglichkeit von gefährlicheren Varianten befassen und diese gefährlicheren Mutanten im Herbst 2022 unvorbereitet eintreten würden? Die Folgen während wohlmöglich ein rasanter Anstieg von Infektions-, Erkrankungs- und in Folge dessen auch Todesfällen. Und damit würden sich diese Institutionen, v.a. die Politik, wegen einem verantwortungslosen, fahrlässigen Mangel an Weitsicht angreifbar machen. Und das vollkommen zu Recht.
Wenn die genannten diese Weitsicht hätten, wäre vieles besser gelaufen.
Wenn die Politik Weitsicht hätte walten lassen, wären die Kliniken nicht auf Mindestmaß heruntergefahren worden (noch in 2020 die Bettenzahl reduziert, samt Personal). Wenn die Gesundheitsämter Weitsicht gehabt hätten, wäre die Erfassung der Impfdaten besser gelaufen (was widerrum der Politik anzulasten ist). Das Virologen unterschiedlicher Auffassung über zukünftiges Geschehen sein können, muss erlaubt sein, aber sie gehören nicht zu den Entscheidern. Du schreibst, weitsichtiges Denken ist vonnöten, nur muss man nicht jeden Gedanken in den Äther blasen, schon gar nicht, wenn die Substanz dahinter fehlt.
 
Bist du nicht immer diejenige, die nach Sachlichkeit schreit? Das hier hat doch NULL Substanz.
Beim restlichen Inhalt gehe ich auch nicht mit. Ich finde die Aufregung um Lauterbachs Worte, die du hier verbreitest, viel zu hoch.

Dann bring doch bitte das Gegenargument, sofern Du eines hast.

Im jeden der Berichte betont Lauterbach das Impfen und die Notwendigkeit einer Impfpflicht. Auch heute im Frühstücksfernsehen tat er dies. Denn neben der von mir zitierten Aussage hat er auch auf die Impfpflicht verwiesen.

„… Und wir müssen dann in die Diskussion eintreten, also welche Schließungen ergreifen wir…“

Nach diesem Satz sagte er sinngemäß, dass man sich dann auch fragen muss, an wem die Impfpflicht, die all das hätte verhindern können, gescheitert ist.

Schau Dir doch einfach die Sendung an, damit Du Dir überhaupt ein Urteil erlauben kannst, statt meinen Beitrag abzukanzeln.
 
Lt. unserem Ex-Gesundheitsminister Spahn sind am Ende dieses WInters
entweder alle Menschen bei uns geimpft, genesen oder gestorben.
Sind wir aktuell ca. noch 10 Millionen Menschen von entfernt. Von daher...

Und von dem, was der Lauterbach so von sich gibt, muss man i.d.R. die Hälfte an Dramatik abziehen, dann hauts halbwegs hin - kennt man ja mittlerweile.
Und anstatt aber jetzt schon einen konkreten Plan zu machen, den man dann aus der Schublade holt und sagen kann: so machen wir das jetzt,
wird nur davor gewarnt, was passieren könnte und wenns soweit sein sollte, ist wieder keiner der Politik drauf vorbereitet. Kennt man ja schon aus den letzten 2 Jahren.

So ist es!
 
Wird hier jetzt auch rumgemault, weil die Bilanz 1 Monat vor Ende des Prognosezeitraums gezogen wird?
Bitte das wahrscheinlich nicht vergessen, auch wenn mir dann wohl wieder Wortklauberei vorgeworfen wird.

Wenn ich meinem Chef aufgrund unklarer Datenlage sage, wir könnten bis übernächste Woche 300 Touren zu fahren haben und am Ende sinds nur 100, dann meckert der mit mir und zwar aus gutem Grund.
Und möchte zunächst wissen, wieso die Daten so mies sind, das man sich da so verrechnet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht ja nicht darum, dass die Politik keine Lösungen in der Hinterhand hat.
Es reicht doch, wenn die Politik, besonders unser Gesundheitsminister, Pläne hat, wenn gewisse Situationen eintreten.

Meine Vermutung ist die, dass es generell weniger an nicht vorhandenen Plänen hapert, sondern vielmehr an der Umsetzung von vorhandenen Plänen durch die Behäbigkeit, Kompetenzegoismen von bzw. innerhalb "St. Bürokratius"



Ich halte es für seriös und sinnvoll, dass kommuniziert wird, was Sache ist. Und eben auch nur, was Sache ist. Böse Szenarien kann man kundtun, wenn sie sich auch wirklich anbahnen.
Klar, man kann sich auch nur darauf beschränken. Doch es gibt auch Menschen, die es für eine seriöse und sinnvolle Kommunikation halten a) vorab und/oder b) möglichst umfassend über möglichst viele Eventualitäten informiert zu werden. Damit wären wir wieder bei der nicht möglichen, in diesem Fall der kommunikativen, eierlegenden Wollmilchsau.

Die von dir bevorzugte Kommunikation hat durchaus ihre Legitimation. Ich vermute jedoch, dass die Politik, Virololgen etc es u.a. auch deshalb anders handhaben, dass sie sich z.B. beim Auftreten von sich schnell verbreitenden und/oder gefährlichen Mutanten hinterher nicht vorwerfen lassen kann, z.B. nicht rechtzeitig, nicht ausreichend gewarnt bzw. die Risiken heruntergespielt zu haben - und sich somit erst recht und auch berechtigterweise angreifbarer machen. Ggf. sogar soweit angreifbar, dass sie gegen den Eide als Regierungspolitiker bzw. als Mediziner verstoßen hätten. Denn sowohl Regierungsmitglieder bei ihrem Amtseid als auch Mediziner beim Hippokratischen Eid schwören darauf, Schaden von Menschen abzuwenden.
 
Wenn ich meinem Chef aufgrund unklarer Datenlage sage, wir könnten bis übernächste Woche 300 Touren zu fahren haben und am Ende sinds nur 100, dann meckert der mit mir und zwar aus gutem Grund.
Und möchte zunächst wissen, wieso die Daten so mies sind, das man sich da so verrechnet.

Also wenn ich meinem Chef sage, aufgrund unklarer Datenlage und vielen schwer voraussagbaren Variablen, das ich 300h für meine Arbeit brauche und ich brauche hinterher 100h, meckert keiner mit mir. Im Gegenteil. Es kritisiert mich auch keiner dafür. Ich kann dann sogar noch alle anderen Gewerke loben, die ihr bestmöglichstes getan haben, damit der schlimmste Fall nicht eingetreten ist. Aber das ist sicher voll am Thema vorbei hier…
 
Und schon wieder ein neues Szenario. Lauterbach im Frühstücksfernsehen (edit: ARD/ZDF) zur allgemeinen Impfpflicht wortwörtlich:
Warum ist nicht auch mit einer harmlosen Variante zu rechnen? Es gibt auch Fachleute, die prognostizieren, dass sich auch dieses Coronavirus ähnlich wie die alten Coronaviren anpasst.

Im Herbst ist es also entweder mindestens so gefährlich wie jetzt oder gefährlicher als jetzt. Auch an dieser Stelle hätte ein „wir können nichts Genaueres sagen, wir rechnen gleichermaßen mit gefährlicheren wie mit harmloseren Varianten - die Lage bleibt unklar.“

War wohl so zu erwarten. Aber ich bin dieser Äußerungen echt müde. Kann man aber nicht einfach mal den Ball flach halten und sich im Hintergrund auf mögliche Szenarien vorbereiten? Was genau hatten seine Äußerungen für einen Sinn? Ist ja nun nicht so als ob die Coronasituation neu für uns wäre und der Herr Lauterbach uns das erklären müsste. Es nervt einfach nur noch:rolleyes:
 
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