In der Sache kommen wir nicht auf einen Nenner... Die ersten 5 Spiele inklusive Pokal waren unterirdisch, ähnlich wie die letzte Rückrunde (hätte er damals das jetzige Selbstverständnis gehabt würde Werder erst gar nicht in der 2. Bundesliga spielen). Erst als Ducksch verpflichtet wurde, er raus genommen und nicht mehr so in der Verantwortung stand, gab es in den Kurzeinsätzen Besserung. Man kann streiten, ob man eher auf eine Doppelspitze hätte setzten können, aber bei Füllkrug ist der Knoten erst nach der Suspendierung in Form von Toren und Vorlagen geplatzt. Daher hätte ich ihn auch nach dem Spiel in Sandhausen zusammen mit Ducksch gebracht.
Ich kann deine Feststellungen hier nur unterstreichen!
Nach den wie o. g. NF in den ersten 5 Spielen (Pokal) total versagte, kam die Verpflichtung von MD im richtigen Moment.
Es folgten 2 Spiele/Siege mit einem überragenden MD und dann kam das HSV- und DD-Spiel. Es gab keine Begründung
die erfolgreiche Mannschaft zu ändern. Zumal NF sich auch in den folgenden Spielen (Kurzzeiteinsätze) nicht anbot. Hansa 7 Min. und
Ingolstadt 11 Min.. Gegen HSV und DD waren seine Kurzzeiteinsätze nicht so "nachhaltig". Gegen D 98 durfte er dann 26 Min. ran um dann anschließend seinen Frust in der Kabine abzulassen.
Das Spiel in Sandhausen war dann offenbar das Schlüsselspiel für die folgende Abänderung gegen St. Pauli auf 3-5-2. In Sandhausen hat NF
in den 33 Min. in der Tat ein gutes Zeugnis abgelegt und das eben nicht nur mit seinem Tor. Hier war zum ersten Mal zu erkennen, dass mit
einem wieder erstarkten NF zusammen mit einem MD eine Doppelspitze funktionieren kann. Diese Umstellung/Erkenntnis hat und das muss man MA anrechnen, er selbst eingeleitet.
Ob es ein Umdenken war oder die Erkenntnis gab, weil ein NF wieder funktionierte, weiß keiner
Einen Ansatz zur Doppelspitze zum HSV- und DD-Spiel gab es bis dahin nicht, da die Leistungen von NF so unterirdisch waren, dass offenbar
eine kleine "Denkpause" (Druckabbau/Verkrampfung) die bessere Wahl war. Kein Trainer der Welt hätte vor dem Hintergrund eines völlig
überforderten NF (z. d. Zeitpunkt) eine erfolgreiche Mannschaft umgebaut.
OT
MA hatte einen Kader zur Verfügung bei dem er nicht wusste wie lange er über welche Spieler verfügen kann. Dieser Zustand der Unsicherheit
bei Trainer, Spieler und auch FB, hielt praktisch bis Ende August an. Eine konstruktive Vorbereitung ist unter diesen Umständen äußerst schwer.
Dies wurde auch richtigerweise auch immer von den Offiziellen so dargestellt. Ja, er hatte eine Idee und das 4-1-4-1 basiert nicht nur auf klare
Außenspieler. Dieses System ist viel vielschichtiger als nur von AS zu sprechen. Ebenso solch unsinnige Äußerungen zu tätigen, dass MA
die Flügel freigegeben hätte, weil die AV einrücken. Vielleicht sollte sich hier einige User Systemauslegungen befassen.
Fakt ist, dass MA die Umstellung von sich aus vorgenommen hat und zwar aus der Erkenntnis, dass er die dafür erforderlichen Spieler
besitzt, u. a. weil ein NF wieder die Mentalität und auch Form mitbrachte die er benötigte.
Mit Ole Werner haben wir einen besonnenen Trainer bekommen, der genau gesehen hat was in der Situation der Übernahme wichtig war.
Sicherheit und Unaufgeregtheit und mit einem PG der für diesen Moment aus seiner Sicht die nötige Stabilität/Kompaktheit vor der Abwehr
herstellte. Gruev wird mMn seine Zeit bekommen.