Corona - generelle Diskussion

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Also diesen Selbsttests traue ich auch nicht, obwohl das denen hier offenbar reicht....
Neulich so ne Teststation gesehen, wo die schlappe 69€ für nen PCR-test haben wollen, auch ne Hausnummer.
Das ist aber Standard. Ich habe letztes Jahr, als impfen noch nicht ging und ich maximal sicher zu meinen Eltern wollte, 75 Euro bezahlt. Bürgertests gab es da noch nicht, weder kostenpflichtig noch anders....
 
Vorbeugen kann auch ein Investment ins Gesundheitssystem sein, damit man nie wieder in die Bredouille kommt.

Ich weiß nicht, worauf Du hinaus willst. Es bringt in meinen Augen nichts über etwas zu philosophieren, das (ohne Zwang) nicht eintritt. Klar können wir drüber schreiben, wie toll eine freiwillige Impfquote von 95 wäre. Passiert so aber nicht. Statt also darüber zu philosophieren bin ich mehr fürs Handeln. Und das Gesundheitssystem besser aufstellen, das kann man sofort. Man könnte auch sofort die Medikamente aus GB zulassen, die schwere Verläufe zu 50% und 80% verhindern. Auch damit hätte man in kürzester Zeit mehr erreicht.

Auch wenn es off topic ist: Wie soll dieses "nie wieder" durch ein Investment funktionieren? Ich stimme dir zu, dass unser Gesundheitssystem besser aufgestellt werden muss. Besonders unter der Berücksichtigung der demoskopischen Entwicklung, denn die geburtenstarken Jahrgänge 1950er - bis zum Pillenknick ca. Mitte 1960er sind im Rentenalter bzw. kommen sukzessive dorthin. Das heißt aber auch, dass in den kommenden Jahren / Jahrzehnten die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen immer unausgewogener wird und somit in der Gegenwart eigentlich Rücklagen gebildet werden müssten. Doch wie sollen diese gebildet werden, wenn auch durch Corona bedingt die gesetzlichen Krankenkassen in 2020 ein Defizit von 2,65 Mrd. € hinnehmen mussten und für 2021 auch durch Corona ein ähnlich hohes Defizit erwartet wird? Und darauf aufbauend: wie soll in Anbetracht dieses Defizits dein Vorschlag eines Investment finanziert werden? Etwa durch Beitragserhöhungen, womit die Belastungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber weiter steigen oder wie stellst du dir das vor?

Ohne eine Kostenreduktion lässt sich das Gesundheitssystem nicht nachhaltig reformieren, denn sonst enden Investments losgelöst von deren Finanzierung in einem Fass ohne Boden. Zumal die Kosten im Gesundheitswesen im Laufe der kommen Jahren / Jahrzehnte u.a. auch wegen der demoskopischen Entwicklung und allg. Teuerungsraten steigen werden. Daher ist, wie bereits gestern geschrieben, die Prävention ein wirksames Werkzeug zur Kostenreduktion. Zum Beispiel durch gesündere Lebensweise und der Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen. Oder, um wieder ins On Topic zurückzukehren, durch Corona Schutzimpfungen - die auch mit den bereits zugelassenen Impfstoffen in den meisten Fällen schwere Verläufe verhindern. Dafür braucht man nicht zwingend auf noch nicht zugelassene Medikamente aus England warten.
 
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister, 26. November 2021, 10:28 Uhr auf der Bundespressekonferenz:

"Wir hatten uns alle einen anderen Winter erhofft und erwartet, aber dafür hätte man eben auch deutlich früher gegensteuern müssen".

Nur um das für die Nachwelt festzuhalten. Man muss sich immer wieder ins Gedächnis rufen: Diese Aussage stammt vom verantwortlichen Bundesminister.
Na, na, na
Außer Acht lassen darf man aber auch nicht die verantwortlichen Länderregierungen.
 
Vorhin im ARD-Brennpunkt betonte Prof. Dr. Keppler von Max-Pettenkofer-Institut in Hinblick auf die noch gefährlichere B 1.1.529 Variante, dass vor deren Verbreitung in Europa - er rechnet damit ab Januar 2022 - weitere Impfungen erfolgen müssen. Ist es unter diesem Aspekt wirklich eine kluge Entscheidung, auf die Zulassung der Totimpfstoffe zu warten?
 
Auch wenn es off topic ist: Wie soll dieses "nie wieder" durch ein Investment funktionieren? Ich stimme dir zu, dass unser Gesundheitssystem besser aufgestellt werden muss. Besonders unter der Berücksichtigung der demoskopischen Entwicklung, denn die geburtenstarken Jahrgänge 1950er - bis zum Pillenknick ca. Mitte 1960er sind im Rentenalter bzw. kommen sukzessive dorthin. Das heißt aber auch, dass in den kommenden kommen Jahren / Jahrzehnten die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen immer unausgewogener wird und somit in der Gegenwart eigentlich Rücklagen gebildet werden müssten. Doch wie sollen diese gebildet werden, wenn auch durch Corona bedingt die gesetzlichen Krankenkassen in 2020 ein Defizit von 2,65 Mrd. € hinnehmen mussten und für 2021 auch durch Corona ein ähnlich hohes Defizit erwartet wird? Und darauf aufbauend: wie soll in Anbetracht dieses Defizits dein Vorschlag eines Investment finanziert werden? Etwa durch Beitragserhöhungen, womit die Belastungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber weiter steigen oder wie stellst du dir das vor?

Investment in die Zukunft. Katastrophen können uns immer wieder ereilen. Wissenschaftler haben gesagt, dass man sich zukünftig mit Virus-Pandemien rechnen muss. Wildtiere werden gegessen, nasse Märkte usw.

Ein Gesundheitssystem muss immer ein Worstcase-Szenario überstehen können. In unserem derzeitigen Szenario hat sich die Lage (Betten / Pflegekräfte) innerhalb eines Jahres stark verschlechtert.

Wenn 200.000 mehr Pflegekräfte wieder arbeiten und alle gut bezahlt werden, können uns Pandemien und das Leben selbst nichts anhaben. Selbst ohne Corona war die Krankheitsversorgung nicht immer der Burner. Das Warten von einem 3/4 Jahr auf einem Termin beim Facharzt spricht ja nicht für Qualität. Und wenn es hart auf hart kommt, säuft man ab.

Darum: Gesundheitssystem voll besetzen. Es muss sowohl finanziell als auch inhaltlich wieder interessant sein in der Pflege zu arbeiten. Viel Personal = keine doppelten Schichten und geregeltes Arbeitsleben. Das gepaart mit angemessenem Gehalt macht den Job interessant.

Immer wird von Corona - das Brennglas - gesprochen. Deswegen bin ich für ausreichende Vorsorge.


Ohne eine Kostenreduktion lässt sich das Gesundheitssystem nicht nachhaltig reformieren, denn sonst enden Investments losgelöst von deren Finanzierung in einem Fass ohne Boden. Zumal die Kosten im Gesundheitswesen im Laufe der kommen Jahren / Jahrzehnte u.a. auch wegen der demoskopischen Entwicklung und allg. Teuerungsraten steigen werden. Daher ist, wie bereits gestern geschrieben, die Prävention ein wirksames Werkzeug zur Kostenreduktion. Zum Beispiel durch gesündere Lebensweise und der Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen. Oder, um wieder ins On Topic zurückzukehren, durch Corona Schutzimpfungen - die auch mit den bereits zugelassenen Impfstoffen in den meisten Fällen schwere Verläufe verhindern. Dafür braucht man nicht zwingend auf noch nicht zugelassene Medikamente aus England warten.

Ich bin dafür, dass die Kranken- und Altenpflege (Krankenhäuser, Kliniken, Pflegeheime) verstaatlicht werden. Ich kann ja nur von den Erfahrungen meiner Mitmenschen sprechen. Für die bedeutete Privatisierung immer Nachteil. Ich finde, dass wichtige Organe in die öffentliche Hand gehören. Mit Gesundheit Geld verdienen ist etwas, das ich so nicht gutheißen kann.

Die Aussage „zum Beispiel durch gesündere Lebensweise und der Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen“ finde ich sehr philosophisch. Jeder Mensch weiß, dass das Rauchen ungesund ist. Dennoch gibt es viele Raucher. Über fettiges Essen, Alkohol, mangelnder Sport und mangelnder Vorsorge muss ich nicht groß schreiben. Jeder weiß, dass es schlecht ist, aber es wird gemacht. War schon Jahrzehnte vor Corona so, wird sich auch nicht ändern. Ich glaube, man muss darüber folglich nicht philosophieren, da es eher müßig ist (und zu viel Offtopic).
 
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