Es ist auch in 5 Jahren nicht mal eben so zu ändern. Klar, du kannst jedem KKH 20 extra Intensivbetten verpassen. Dann hast du aber immer noch nicht die fehlende Intensivpflege und man kann nicht einfach x-beliebige Leute von Station X auf die Intensivpflege verlegen. Selbst wenn man es könnte, dann fehlen diese woanders (und wir reden jetzt noch nicht mal über die ländlichen Räume und die Versorgungssituation dort). Leute neu einstellen geht auch nicht mal eben so. Weil ja alles billig sein muss und weil der heilige Markt ja alles regelt, stehen die Bewerber nun nicht gerade an den Krankenhäusern Schlange um Nachtschichten zu schieben. Woher also nehmen wenn nicht stehlen? Selbst wenn junge Menschen Schlange stehen würden, diese muss man ausbilden, das dauert Jahre. Das hat im übrigen nicht "die Politik" verschlampt, das haben alle verschlampt die diese Politik gewählt haben und das sind nicht gerade wenige in diesem Land. Sollte man im Hinterkopf behalten ehe man über "die" urteilt (allgemein gesprochen, nicht an dich gerichtet).
[politik]P.S.: Ironie der Geschichte, dass Deutsch"Wir sind kein Einwanderungs-"Land sich jetzt sein Personal im Ausland suchen muss. Womit wir, wieder einmal, ein Problem von hier ins da (=Ausland) verlagern. Aber das können wir ja gut [/politik]
Ich habe vor ca. 3 Jahren einen Beitrag im MDR gesehen.
Dort wurde über eine junge Afghanin berichtet, die als ungelernte Pflegekraft in einem Pflegeheim arbeitete.
Sie war so gut, dass sie alle alten Leute begeisterte und die Leiterin ihr eine Ausbildung zur Pflegefachkraft bezahlen wollte.
Zudem sprach sie ausgezeichnet deutsch.
Das Ergebnis:
Weil Afghanistan kein gefährdetes Land war, wurde ihr Asyl-Antrag abgelehnt.
Trotz Bitten und Intervention der Kirche, des Pflegeheims in Person und der Leiterin und Kollegen sowie von einigen jüngeren Verwandten der alten Leute.
Sie wurde trotzdem abgeschoben!!
Damals lag die Quote benötigter Pflegekräfte bei rund 25.000!
Eine irre Sache.
Anstatt solchen Menschen im beiderseitigen Interesse hierzubehalten = Abschiebung.
An eine Wildcard oder Regelungen, wie in der Schweiz scheint keiner zu denken.
Sorry, mir, als Bürger dieses Staates ist es 1 Mio. mal lieber, wenn es solchen Menschen (aus aller Welt!!) ermöglicht wird, in unserem Land dauerhaft zu leben, als denn eine ebensolche Menge an Menschen, die sich teilweise vor Arbeit drückt.
Wobei mir bewusst ist, dass von staatlicher Seite teilweise auch nicht entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden.
Vor allem Kommunen werden, trotz schöner Worte aus Berlin, von "oben" oft alleine gelassen.
Zum Beispiel können für Integrationswillige wegen fehlenden Lehrern und Örtlichkeiten nicht genügend Sprachkurse angeboten werden.
SPRACHE ist jedoch die allerste Voraussetzung sich integrieren zu können.
Du siehst, ich stelle das nicht auf RTL- oder BILD-Niveau ab.
Nur gibt es leider auch einen gewissen, wahrscheinlich nicht kleinen Teil an Migranten, die Deutschland als eine Art von Schlaraffenland betrachten.
Sei es eben nicht arbeiten zu wollen und/oder die sozialen Leistungen nicht als Willkommensgesten, sondern als Recht einzufordern.
Das muss und darf bei sachlicher Betrachtung auch nicht unter den Teppich gekehrt werden.
Dazu kommt dann noch das Glaubensproblem und der nur bedingten Akzeptanz unserer gesellschaftlichen Werte (Frauenfeindlichkeit, etc.).
Ein sehr diffizieles Problem und Thema.
So oder so hat es Auswirkungen auf die medizinische Situation in diesem Land, mithin auch auf das Thema Corona.