Werder macht nun das krasse Gegenteil und reagiert gar nicht.... und erst dann, wenn's zu spät ist.
Ob das nun objektiv besser ist, kannst Du Dir in der 2. Liga dann selbst beantworten. Ich hätte Baumann gar nicht erst installiert. Dann wären die Weiterungen Skripnik/Dutt/Kohfeldt/Abstieg/Insolvenzgefahr etc. gar nicht erst passiert. Insofern ziehe ich mir Deinen Schuh nicht an.
Aber da viele Fans ja ein 'Weiter so' wollen.... es wird schon nicht werden. Wenn dann Spiele gegen Saarbrücken, Verl oder Waldhof Mannheim anstehen, dann freuen sie sich endlich wieder über Einsatz und 'ehrlichen Fußball'. Ist doch perfekt.
Mal abgesehen davon, dass RD auf KDF + TE zurückgeht, haben FB und MB sich exakt an den ihnen vorgezeichneten Werderweg a la Lemke gehalten. Der Werderweg bedeutet, auf eigene Ex-Spieler zurückzugreifen und bei der Kompetenz die mit der höheren CI gegenzurechnen. Nur hat sich das hier bei Werder verselbstständigt. Man hat ein Versorgungswerk für Werder-Ex-Profis geschaffen. Das ist ineffizient.
MB und FB reden beide von einem Rattenrennen, an dem sie teilgenommen haben. Ihr Ziel war es, wieder nach Europa zu kommen. In der Ist-Analyse lagen sie richtig, in dem sie die Finanzclubs und Vereine jenseits 50+1 als nicht verdrängbar beschrieben.
Ihr Kardinalfehler war, dass sie glaubten, eine neue Ära wie einst mit TS aus der U23 heraus schaffen zu können. Erst VS, danach AN später FK, an dem sie einen absoluten Narren gefressen haben. Das Festhalten und die Erwartungshaltung an FK hat den Verein in diese Situation gebracht. FK ist in Theorie sicherlich herausragend, aber in der Praxis fehlt es ihm elementar. MB & FB meinten mit FK die Lücke zu den Finanzclubs schließen zu können. Sie meinten, dass die Trainerqualität die Finanzkraft übertrumpfen kann. Der ASR folgte dem.
Flashback: im November 2019 sprachen noch FB & FK von Europa, wo längst klar war, dass die Mannschaft sich auf einem gefährlichen Schlingerkurs befand. FK hat vollmundige Ansagen gemacht mit 20 +x Punkten und prophezeite Siege gegen Mainz sowie Paderborn etc.. Stattdessen nahezu ein Zusammenbruch. Hier hatten sie die Chance einzuschreiten. Die haben sie verpasst und haben FK eine WB-Garantie selbst für die 2.Liga ausgesprochen. Das ist auch ein Teil des Werderweges. Man steht zu seinem Trainer in guten und schlechten Zeiten. Corona hat sie damals eher gerettet. Ohne die Spielpause werden sie direkt in die 2.Liga runtergegangen.
Nach der mehr als glücklichen Relegation machten sie ein Weiter So und blendeten das Offensichtliche aus, dass FK als Trainer überfordert war. Es ist schwer von einem Vorhaben/Projekt Abstand zu nehmen, an das man so lange geglaubt hat. Jeder Mensch hat das schon auf die eine oder andere Art erlebt.
Aber Werder ist eine KG und sieht sich weiterhin als Verein. In der Wirtschaft gelten andere Gesetze und der Zweite ist der erste Verlierer. Fußball ist ein reiner Ergebnissport und nicht eine sozialromantische Verklärung.
Wenn man nach über 10 Jahren fortwährend gegen den Abstieg spielt, keine Hinweise auf Besserung in der
Endtabelle erzielt, während andere Clubs mit ähnlichen Wirtschaftsanlagen im gleichen Zeitraum zumindest passager erfolgreich sind, gehört es sich, die grundsätzliche Herangehensweise zu hinterfragen.
Dazu sind MB & FB nicht bereit. In der Wirtschaft muss man sich dann von den Personen trennen. In Bremen hat man am WE als Verein und nicht als KG entschieden, so wie bisher weiterzumachen. Das Ergebnis ist vorhersehbar.