Aufsichtsrat

Mit der Rechtsform der KGaA, einer AG oder SE (europäische Rechtsform) kann ein Unternehmen am amtlichen/geregelten Handel teilnehmen. Die Kurse können aktuell abgerufen werden (siehe Dortmund KGaA); ebenso kann man die Kursentwicklung unsere Anleihe sehen. Der Hinweis darauf war sehr gut; für die Anleihe mussten schon weitergehende Transparenzerfordernisse des Kapitalmarktes erfüllt werden (siehe Anleiheprospekt). Das würde sich bei einem offiziellen Börsengang in den geregelten/amtlichen Handel noch einmal steigern, ist also auch sehr teuer. Der Aktienhandel kann aber auch über den offenen Markt, d.h. nicht amtlich/geregelt erfolgen. Bayern ist eine AG, hat 24,9% der Anteile als Paket verkauft, aber ihr werdet keinen offiziellen Börsenkurs finden. Es gäbe also verschiedene Möglichkeiten frisches Geld einzusammeln. Allen Zugängen zum Kapitalmarkt ist gleich, dass der Verein nicht seine Aktien verkauft und dann auf einem Berg Geld sitzt. Es würden durch eine Kapitalerhöhung, neue Aktien gebildet, verkauft und damit neues Kapital der KGaA zugeführt. Durch die neuen Aktien "verwässert" die Anzahl der Aktien des Vereins. Durch die Ausgabe vinkulierender Aktien könnte der Verein sogar den Weiterverkauf unterbinden. Es gibt viele Möglichkeiten ...
Zum Eigenkapital; der Begriff setzt sich im Verständnis häufig grob aus dem Grund- bzw. Stammkapital und dem Bilanzergebnis (kumulierte Jahresergebnisse zusammen). Das Grundkapital der KGaA sind EUR 2,5 Mio. ; das Bilanzergebnis z.B. bei EUR -30 Mio., d.h. unser wirtschaftliches EK liegt bei EUR -27,5 Mio. Eigentlich bedeutet dies Insolvenz. Da aber stille Reserven existierten (insbesondere in Spielerwerten) gab es eine positive Fortführungsprognose im Anleiheprospekt; gleichzeitig ergab sich daraus die Verpflichtung zur Hebung der stillen Reserven, d.h. dem Verkauf von Spielern ... das haben wir wohl jetzt abgeschlossen.
Ist ein trockenes, blasses Thema .... aber du hast gefragt :D
:tnx:

So trocken und blass das Thema auch ist, wird sich Werder diesem Thema in naher Zukunft stellen müssen. Natürlich sollten wir uns Freiburg und Mainz zum Vorbild nehmen. Die Wahrheit ist aber auch, dass Freiburg und Mainz Werder finanziell enteilt sind und es ohne "frisches Eigenkapital" sehr schwierig wird, an diese Vereine wieder heranzukommen.

Bei der Anleihe hatte Werder ein miserables Timing (Zeichnung unmittelbar nach dem Abstieg, abschreckende Berichte über eine mögliche Insolvenz in der Presse, usw.). Trotz dieses Timings hat Werder die Anleihe einigermaßen erfolgreich platziert. Deshalb vermute ich, dass es auch für Werder-Aktien einen Markt geben könnte (eventuell wieder mit einer "Mischung" aus privaten Investoren und Kleinanlegern, wie es sie meine ich auch in Unterhaching gegeben hat). Mein Eindruck ist auch, dass viele Fans dem Thema aufgeschlossen gegenüber stehen.

Noch entscheidender aber wird sein, dass Werder etwaige Erlöse aus der Ausgabe von Anteilen sinnvoll und nachhaltig investiert. Die Fehler, die der HSV gemacht hat, dürfen sich bei Werder nicht wiederholen.
 
Nun wird laut der Werder-Website Herr Harms erneut vorgeladen und verhört. Danach sieht es mittlerweile aus. P. Eilers behält sich das Recht vor, Harms uU vom Wahlvorgang auszuschließen. Kann man auf der Website nachlesen.
 
[Achtung, Meinung - nicht Fakt]
Wer Antifaschismus als charakterliche Grundhaltung einerseits und ein paar 'böse Buben', die unter dem Deckmantel 'Antifa' Straftaten begehen, nicht auseinanderhalten kann oder will, wer Literatur aus dem Dunstkreis rechtspopulistischer und verschwörungsmythischer Veröffentlichungen derart bewertet, wie es hier kolportiert wird - der weckt in mir zumindest Zweifel daran, ob ich so jemanden im AR 'meines' Vereins haben will.
 
Schwer zu begreifen. Was hat sich seit Juni (vorliegen der "belastenden" Unterlagen bei HHG und Wahlausschuss) inhaltlich geändert? Nichts.
D.h., entweder sie empfanden den Umstand als nicht belastend, oder, was ich wahrscheinlicher finde, sie beugen sich dem Druck der Fangruppen, was ich nicht für richtig halte. Der AR ist meines Wissens nach ein Kontrollorgan der KGaA, zu diesem Zweck wird neu gewählt, weil der vorhergehende seinen Aufgaben nur unzureichend nachgekommen ist. Wenn von bestimmten Werten berichtet wird, für welche der VEREIN einsteht, was für sich betrachtet auch gut und richtig ist, sollte man die KGaA dabei grundsätzlich aussen vor lassen. Die Werte vertreten im Alltagsbetrieb des Vereins (primär im Jugendbereich, denn dort wird die Saat gelegt), übergreifend vielleicht noch im Zuschauerbereich im Stadion (Transparente, Fahnen, verbale Entgleisungen etc), völlig in Ordnung, damit eingreifen in die geschäftlichen Belange der KGaA aber nicht. Genau das geschieht aber gerade jetzt, in dem ein Kandidat eben an den Pranger gestellt wird, gesteuert von externen Gruppierungen über den Dachverband. Es reicht also aus, durch Verbreiten von bis dato nicht belegten Inhalten den Menschen Harms zu diskreditieren, sehr bedenklich!
Mir ist bei dem gezeigten Prozedere zu viel Vereinsmeierei im Spiel, dabei nehme ich auch Bezug auf das Interview von Herrn Wintermann in der Kreiszeitung.
 
Na ja. Nun ist Herr Harms aus dem Rennen und Frau Hiller auf der Liste. Wirkt auf mich alles sehr diffus. Denn es bleiben Fragen:
- Wie konnte er überhaupt auf die Liste kommen?
- War das alles nicht bekannt oder wurde es nicht richtig bewertet?
- Ist er uU ein Opfer der Berichterstattung und wurde lieber entfernt, um weiteren Diskussionen zu entgehen?
Nun schreibt Werder von weiteren Quellen und Herr Harms hätte nicht erschöpfend die Bedenken ausräumen können. Das alles 2 Tage vor der JHV nach wochenlangen Suchen der korrekten Kandidaten?!
 
Na ja. Nun ist Herr Harms aus dem Rennen und Frau Hiller auf der Liste. Wirkt auf mich alles sehr diffus. Denn es bleiben Fragen:
- Wie konnte er überhaupt auf die Liste kommen?
- War das alles nicht bekannt oder wurde es nicht richtig bewertet?
- Ist er uU ein Opfer der Berichterstattung und wurde lieber entfernt, um weiteren Diskussionen zu entgehen?
Nun schreibt Werder von weiteren Quellen und Herr Harms hätte nicht erschöpfend die Bedenken ausräumen können. Das alles 2 Tage vor der JHV nach wochenlangen Suchen der korrekten Kandidaten?!
Es hat ein Geschmäckle.
 
Schwer zu begreifen. Was hat sich seit Juni (vorliegen der "belastenden" Unterlagen bei HHG und Wahlausschuss) inhaltlich geändert? Nichts.
D.h., entweder sie empfanden den Umstand als nicht belastend, oder, was ich wahrscheinlicher finde, sie beugen sich dem Druck der Fangruppen, was ich nicht für richtig halte. Der AR ist meines Wissens nach ein Kontrollorgan der KGaA, zu diesem Zweck wird neu gewählt, weil der vorhergehende seinen Aufgaben nur unzureichend nachgekommen ist. Wenn von bestimmten Werten berichtet wird, für welche der VEREIN einsteht, was für sich betrachtet auch gut und richtig ist, sollte man die KGaA dabei grundsätzlich aussen vor lassen. Die Werte vertreten im Alltagsbetrieb des Vereins (primär im Jugendbereich, denn dort wird die Saat gelegt), übergreifend vielleicht noch im Zuschauerbereich im Stadion (Transparente, Fahnen, verbale Entgleisungen etc), völlig in Ordnung, damit eingreifen in die geschäftlichen Belange der KGaA aber nicht. Genau das geschieht aber gerade jetzt, in dem ein Kandidat eben an den Pranger gestellt wird, gesteuert von externen Gruppierungen über den Dachverband. Es reicht also aus, durch Verbreiten von bis dato nicht belegten Inhalten den Menschen Harms zu diskreditieren, sehr bedenklich!
Mir ist bei dem gezeigten Prozedere zu viel Vereinsmeierei im Spiel, dabei nehme ich auch Bezug auf das Interview von Herrn Wintermann in der Kreiszeitung.
Oder sie habe die Unterlagen beim Wahlausschuss gar nicht beachtet wäre auch noch eine Alternative. Oder Sie haben die Tragweite nicht begriffen. Der AR ist das Kontrollorgan was der VEREIN und seine Mitglieder für die KGaA bestimmen und daher sind die Werte sehr wohl relevant. Derzeit gehört die KGaA komplett dem Verein und daher sollten die Werte dort dann auch 1:1 greifen. Zudem wird der AR neu gewählt, weil es so vorgesehen ist. Und nicht wie du beschreibst wegen der Leistung des vorangegangenen. Vielleicht mal etwas informieren.
 
Rums:
Zitat von www.werder.de:
Wahlausschuss nimmt Änderungen an der Nominierungsliste für Aufsichtsratwahl vor:
Der Wahlausschuss des SV Werder Bremen nimmt Änderungen an seiner Vorschlagsliste für die Kandidat:innen zur Wahl des Aufsichtsrats vor. Der bisherige Kandidat Oliver R. Harms wurde von der Liste gestrichen. Das gab der Vorsitzende des Wahlausschusses, Peter Eilers, am Freitagmittag bekannt. Nach Veröffentlichung der Vorschlagsliste waren Vorwürfe aufgetaucht, in denen die Identifikation des Kandidaten mit den Werder-Werten angezweifelt wurde. Der SV Werder macht sich seit Jahren für eine bunte, vielfältige Gesellschaft stark und wirbt für den Respekt gegenüber allen Menschen unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität. Aufgrund dieser Vorwürfe befragte der Wahlausschuss Oliver R. Harms am Donnerstag in einem erneuten Gespräch.
„Aufgrund der medialen Berichterstattung in den vergangenen Tagen, erreichten uns neben den veröffentlichten Vorwürfen weitere Hinweise zu Aktivitäten des Kandidaten aus unterschiedlichen Quellen. In dem Gespräch konnte Herr Harms leider nicht ausreichend darlegen, dass diese aufgetauchten Zweifel an seiner Eignung vollkommen unbegründet sind. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, ihn von der Liste zu streichen“, so Peter Eilers. Der langjährige Vorsitzende des Ehrenrats betonte noch einmal, dass der Wahlausschuss von den aufgetauchten Vorwürfen überrascht wurde.
„Ein entscheidender Hinweis, der Zweifel begründet hätte, ging zwar bei einem Mitglied des Wahlausschusses ein, fand aber nicht den Weg in unsere ursprüngliche Beurteilung. Die Gründe dafür haben wir intern geklärt. In den Gesprächen zur fachlichen Eignung mit Oliver R. Harms gab es keine Anhaltspunkte, die eine Kandidatur ausgeschlossen hätten. Allerdings gibt es keinen Spielraum dafür, dass bei einem Verein wie Werder Bremen alle wählbaren Kandidat:innen zu 100 Prozent hinter der gesellschaftlichen, menschenfreundlichen Haltung des Vereins stehen müssen. Es ist auch unsere Verantwortung ist, Kandidat:innen nochmals zu prüfen, wenn es entsprechende Bedenken gibt. Wir bedauern die Umstände der Entscheidung für alle Beteiligten.“
In einer mehrstündigen Sitzung am Donnerstagabend bewertete der Wahlausschuss die Situation um Oliver Harms neu und nominierte Ulrike Hiller, die im internen Ranking nächstplatzierte Kandidatin, für die Wahl am Sonntag. „Es war uns wichtig, dass unsere Mitglieder weiterhin die gleichen Wahlmöglichkeiten haben und eine Entscheidung aus sieben möglichen Kandidatinnen und Kandidaten haben.“
Laut Satzung kann der Wahlausschuss seine Kandidat:innenliste bis zum Beginn der Mitgliederversammlung verändern. Ein Vertreter des Wahlausschusses wird das interne Ranking der Kandidat:innen am Sonntag den Mitgliedern präsentieren. Bei Stimmengleichheit entscheidet dieses Ranking über eine mögliche Nominierung. Die Mitgliederversammlung des SV Werder Bremen findet am Sonntag, 05.09.2021, ab 11 Uhr im wohninvest Weserstadion statt.
 
Zuletzt bearbeitet:
...mal was anderes, wir haben, wenn es noch richtig ist ca. 40.000 Mitglieder, angemeldet mein letzter Stand haben sich 800 und davon wahlberechtigt sind 600...:denk:

Wo ist der Rest?:ugly:
 
...mal was anderes, wir haben, wenn es noch richtig ist ca. 40.000 Mitglieder, angemeldet mein letzter Stand haben sich 800 und davon wahlberechtigt sind 600...:denk:

Wo ist der Rest?:ugly:

Ehrlich gesagt finde ich es sehr stark, dass sich überhaupt 800 Mitglieder angemeldet haben und teilweise dafür lange Wege und teure Anfahrtkosten auf den Weg nehmen, obwohl die MV ja nun nicht gerade eine super spaßige Veranstaltung ist. 800 Personen sind auch viel mehr als bei allen MVs der vergangenen Jahre.
 
Oder sie habe die Unterlagen beim Wahlausschuss gar nicht beachtet wäre auch noch eine Alternative. Oder Sie haben die Tragweite nicht begriffen. Der AR ist das Kontrollorgan was der VEREIN und seine Mitglieder für die KGaA bestimmen und daher sind die Werte sehr wohl relevant. Derzeit gehört die KGaA komplett dem Verein und daher sollten die Werte dort dann auch 1:1 greifen. Zudem wird der AR neu gewählt, weil es so vorgesehen ist. Und nicht wie du beschreibst wegen der Leistung des vorangegangenen. Vielleicht mal etwas informieren.
Kann man so sehen, nur wenn ich die Profiabteilung ausgliedere, dann auch konsequent. Was sie machen (wollten), ist duschen ohne nass zu werden. Klappt aber nicht, wie man sehen kann. Das habe ich beschrieben mit Vereinsmeierei.
Zur Wahl: sei sicher, wäre Werder nicht abgestiegen, wären die Kandidaten weiterhin im Boot und hätten sich wieder zur Wahl gestellt, ggf. mit marginaler Änderung.
 
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