Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

Es ist doch Privatsache. Jedes Paar darf und muss es für sich selbst entscheiden, und das ist gut so.
Die einen sagen, Mann und Frau sind zu gleichen Teilen mit der Hausarbeit beschäftigt. Andere sagen, der Mann geht Geld verdienen und die Frau kümmert sich um Haus und Kinder.
In einer freien Gesellschaft sind beide Wege und viele andere gleichermaßen zu akzeptieren.
Nichts ist besser oder schlechter als das andere.

Grundsätzlich sind solche Entscheidungen schon Privatsache. Allerdings können gesellschaftliche Aspekte bei diesen Entscheidungen durchaus eine elementare Rolle spielen. Denn oftmals heißt die Frage nicht, wer zuhause bleiben will, sondern wer zuhause bleiben muss, damit der besserverdienende Teil des Paares die Familie ernähren kann; so dass es wegen der geringeren Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten i.d.R. die Frauen sind, die sich um Haushalt und Kinder kümmern.
 
...beide in der zweiten Hälfte der 60er Jahre, gehört da 1968 auch noch dazu?:D
Meine Eltern sind zur gleichen Zeit geboren wie deine, hatten aber das klassische Rollenbild, naja, wenn man das so nennen kann.
Jedenfalls war mein Vater arbeiten und meine Mutter zu Hause.
Ich finde daran auch nichts Verwerfliches, wenn man sich darauf einigt.
Bei meiner Schilderung bezog sich das klassische Rollenbild auf die Kindererziehung, nicht auf das Berufsleben der Eltern. ;)

Beruflich war mein Elternhaus auch klassisch strukturiert, allerdings unterstützte mein Vater meine Mutter in ihrem Bestreben, mit Beginn meiner Kindergartenzeit halbtags arbeiten zu gehen. Was zu der Zeit keine Selbstverständlichkeit war, nicht nur gesellschaftlich, sondern auch politisch, denn bis 1977 (!) wurden Frauen dahingehend per Gesetz diskriminiert, dass sie nur mit Einwilligung ihrer Ehemänner arbeiten durften.
 
Bei meiner Schilderung bezog sich das klassische Rollenbild auf die Kindererziehung, nicht auf das Berufsleben der Eltern. ;)

Beruflich war mein Elternhaus auch klassisch strukturiert, allerdings unterstützte mein Vater meine Mutter in ihrem Bestreben, mit Beginn meiner Kindergartenzeit halbtags arbeiten zu gehen. Was zu der Zeit keine Selbstverständlichkeit war, nicht nur gesellschaftlich, sondern auch politisch, denn bis 1977 (!) wurden Frauen dahingehend per Gesetz diskriminiert, dass sie nur mit Einwilligung ihrer Ehemänner arbeiten durften.
Klingt nach ner guten Aufteilung.
Bei mir war das nicht ganz so strukturiert aber genug davon.
Das Gesetz ist mir aber auch durchaus bekannt, das war natürlich Blödsinn.
Wie ich schon schrieb, muss eine klassische Aufteilung auch nichts Schlechtes sein, ich rede natürlich nicht davon, dass der Mann zwingend nach der Arbeit nach Hause kommen muss, die Pantoffeln, das Bier und die Pfeife gereicht bekommt und Feierabend hat, sowas gibt es aber vermutlich auch in der Form nicht mehr.
 
...bis 1977 (!) wurden Frauen dahingehend per Gesetz diskriminiert, dass sie nur mit Einwilligung ihrer Ehemänner arbeiten durften.

Meine Oma väterlicherseits ist heimlich arbeiten gegangen um das Haushaltsgeld aufzubessern.
Mein Opa soll dann wohl erstmal sehr sauer gewesen sein als er das herausfand.
Das wich aber schnell, als er sah wieviel mehr Geld dadurch in der Kasse war und damit war das dann gegessen das Thema :lol:

Aber ja, die Zeiten sind noch nicht weit her, da sah das Bild noch völlig anders aus.
Gerade einmal 1-2 Generationen, je nachdem wie man das rechnet.
 
Wie ich schon schrieb, muss eine klassische Aufteilung auch nichts Schlechtes sein,

Nein, muss es auch nicht - wenn beide damit einverstanden sind, soll jeder machen was er will.
Und ja, klar hat das irgendwo auch einen Reiz - der aber extrem oberflächlich und blödsinnig ist, wenn man genau drüber nachdenkt.

Man darf dabei nur eine Sache nicht aus dem Auge verlieren, was sehr schnell passiert, sehe ich bei meinen Eltern.
Früher haben erst beide gearbeitet, dann "Klassisch" weil mein Vater wirklich gutes Geld verdient hat, ab da bieb meine Mutter dann überwiegend zu Hause. Lief auch soweit ganz gut, man ist sich nicht groß auf den Keks gegangen, weil Mann war arbeiten und Frau hatte den Haushalt.

Jetzt, im Rentenalter, sind beide nicht mehr wirklich glücklich - mein Vater bekommt ,logisch, eine ganz gute Rente und meine Mutter entsprechend wenig, wobei für ihre paar Jahre schon ordentlich, aber reicht halt nicht wenn sie selbst davon alleine leben müsste.
So bleiben meine Eltern im Grunde nur des Geldes wegen zusammen, denn glücklich verheiratet sind die beiden lange nicht mehr.
Würden sie sich aber scheiden lassen, wäre mein Vater voll unterhaltspflichtig, könnte trotzdem noch einermaßen leben - meine Mutter aber nicht.
Könnte sich kein Auto mehr leisten, kein Verreisen mehr...

Das, Glück im Alter, die Unabhängigkeit der Frau wenn die Beziehung / Ehe scheitert, vergisst man schnell dabei und hat am Ende den Salat.


Ein weiteres Problem:
Frau hat weniger solziale Kontakte, lernt im Zweifel außer neuen Rezepten dann nichts mehr groß dazu, Unterhaltungen im privaten über die Arbeit stoßen, weil unbekanntes Gelände, nicht unbedingt auf Verständnis und Gespräche auf Augenhöhe gibts quasi nicht.
 
Ach jaaaaa, wie konnte ich das vergessen?!?!?!:facepalm:
Nein, diese Diskussion über importierte, antiquierte Rollenbilder möchte ich nicht führen.:D
Musst Du auch gar nicht, denn diese antiquierten Rollenbilder gibt es nach wie vor in "nicht importiert". Mehr als man denkt. Ich brauche in meinem Bekanntenkreis und auch in der Verwandtschaft jedenfalls nicht weit gucken....
 
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