Regst du dich bei ihm jetzt über im Fussball zu verdienende Gehälter und für was sie es verdienen auf...Hess Grunewald 250000 Euro im Jahr
Für was? Der sollte sofort weg.

Funny...

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Regst du dich bei ihm jetzt über im Fussball zu verdienende Gehälter und für was sie es verdienen auf...Hess Grunewald 250000 Euro im Jahr
Für was? Der sollte sofort weg.


Regst du dich bei ihm jetzt über im Fussball zu verdienende Gehälter und für was sie es verdienen auf...
Funny...![]()

...gut bezahlten Urlaub...Was bekommt eigentlich der Florian bis zu seinem VE?![]()
Wenn ich meinen Ärger unreflektiert an irgendjemandem auslassen will, nutze ich alles, was ihn von mir unterscheidet. Wenn ich durch den Versuch, Sozialneid zu schüren, andere dazu bringen kann, mir zuzustimmen, um so besser - dann bin ich mit meinem Ärger (gefühlt) weniger allein.Regst du dich bei ihm jetzt über im Fussball zu verdienende Gehälter und für was sie es verdienen auf...![]()
Er verdient es nicht, er bekommt esRegst du dich bei ihm jetzt über im Fussball zu verdienende Gehälter und für was sie es verdienen auf...
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Dies bleibt jedoch nicht die einzige Frage, denn darauf aufbauend folgen:Die Frage ist doch, gibt es überhaupt fähige Leute für den Aufsichtsrat die mit den ganzen Seilschaften hier nix an der Brause haben oder hatten?
Das ist doch abhängig von der Zahl der Anwesenden, oder?ausreichend Stimmen
Meines Wissens gibt es unter den Forist:innen stimmberechtigte Mitglieder, die an der JHV teilnehmen wollen, oder?
Falls ja, fände ich es toll - sollte es die Gelegenheit geben - die Kandidierenden zu befragen, ob
a) eine Freistellung des aktuellen GF S geplant ist und
b) inwieweit die sich derzeit andezutende Bestellung von CF zum neuen GF S bereits beschlossene Sache ist - und aufgrund welcher ausreichenden oder sogar besonderen Qualifikation das beschlossen werden soll.
Selbstverständlich wäre das eine gute Gelegenheit, auf das unheimlich erfolgreiche Wirken von CF unter FB hinzuweisen - eher unheimlich als erfolgreich, wie ich finde.


Japp, einfache Stimmenmehrheit.Das ist doch abhängig von der Zahl der Anwesenden, oder?
@Bremen Ich dachte daran, dass die Kandidaten evtl. vor der Wahl einzeln durch das anwesende 'Wahlvolk' befragt werden können und sich dann zumindest positionieren könnten, so im Sinne einer Absichtserklärung.![]()

Zitat von Fußballromantiker:Gehen Sie heute noch ins Stadion in Ihrer Freizeit, sofern es Corona zulässt?
Ja, wir haben noch einige Werder-Dauerkarten in der Familie. Ich wohne 15 Minuten vom Stadion entfernt.
Zitat von Fußballromantiker:Woran, glauben Sie, liegt es, dass so viele Traditionsvereine wie 1860 München, Kaiserslautern oder Duisburg in den Niederungen des Profifußballs verschwinden? Auch Werder und der HSV sind nur noch zweitklassig.
Da gibt es verschiedene und immer unterschiedliche Gründe. Wesentlich sind aber oft falsche strategische und personelle Entscheidungen, wie beispielsweise ein Stadionausbau oder die Einbindung von Investoren, sowie im personellen Bereich falsche Entscheidungen bei Spielern, Trainern oder Managern.
Zitat von Buten un Binnen:Ist es überhaupt noch zeitgemäß auf Transfers zu setzen oder müsste ein Verein wie Werder noch mehr auf junge Eigengewächse setzen?
Werder setzt schon auf junge Spieler. Es sind einige im Kader, die ihre Einsätze hatten und sich in den nächsten Wochen weiterentwickeln werden. Insofern macht Werder das schon richtig. Trotzdem wird es immer wieder Transfers geben müssen, um wirklich sehr gezielt gute Spieler zu bekommen beziehungsweise um auch mal gute Spieler für gutes Geld zu holen.
Zitat von Deichstube:Vor der Relegation gegen Heidenheim:
Sie standen 1980 in der Bremer Mannschaft, die aus der Bundesliga abgestiegen ist. Bitte vergleichen Sie mal die zurückliegende Werder-Spielzeit mit der Saison damals?
Werder war damals schon seit drei, vier Jahren gefährdet. Es war mein zweites Jahr, trotz der Konkurrenz von solchen Könnern wie Uwe Bracht und Jürgen Röber habe ich es zum Stammspieler geschafft. Knackpunkt war damals, dass es mit Dave Watson als Libero nicht funktioniert hat. Der Engländer flog früh vom Platz, war lange gesperrt, bevor er zurück auf die Insel ging. Wir hatten keinen Abwehrchef und haben auswärts nur drei Punkte bei der damaligen Zwei-Punkte-Regel gemacht. Anders als aktuell, denn die jetzige Mannschaft hat eher unter den Heimpleiten gelitten. Und ein wesentlicher Unterschied: Das Werder von heute hat nach der guten letzten Saison andere Ansprüche formuliert, wollte zumindest einen einstelligen Tabellenplatz und an den europäischen Plätzen schnuppern.
Sollte Werder sich gegen Heidenheim durchsetzen und retten, was muss dann passieren?
Ich bin nicht in der Position, den Ratgeber für den Club zu spielen. Ich bin einfach zu weit weg, um nun gute Tipps für die Verantwortlichen zu geben.
Zitat von Westfalen-Blatt:Täuscht der Eindruck oder wird es für große Vereine wie den HSV immer schwerer, aus der 2. Bundesliga herauszukommen?
Möhlmann: Die 2. Liga hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Die Spieler sind körperlich fit, gut ausgebildet, taktisch geschult und haben gegenüber den meisten Bundesliga-Profis nur noch Nachteile in der individuellen Qualität. Wenn nun ein großer Verein wie zum Beispiel der HSV absteigt und meint, sich in dieser Liga nur auf seine individuelle Klasse verlassen zu können, dann wird er schnell merken: Das ist ein Irrtum. Das hätte auch Werder passieren können. Denn in der 2. Liga gibt es auch Vereine wie Heidenheim, in denen kontinuierlich etwas aufgebaut worden ist. Der HSV hat nach wie vor gute Spieler. Er hat auch nach wie vor gute wirtschaftliche Voraussetzungen für die 2. Liga. Wenn der HSV mit diesen Mitteln sagen würde: Wir wollen uns jetzt stabilisieren, etwas neu aufbauen und einen Dreijahresplan entwickeln – das geht nicht. Der HSV muss das Ziel haben, wieder aufzusteigen.
Zitat von Westfalenblatt:Können Sie es als langjähriger Trainer verstehen, wenn sich ein Verein wie Eintracht Braunschweig von seinem Aufstiegstrainer Marco Antwerpen trennt?
Möhlmann: Ich halte es zumindest für sehr wichtig, dass sie einen Trainer haben, der mit der Führungsspitze auf einen Nenner kommt. Ich glaube, dass das in der heutigen Zeit immer wichtiger wird, dass es auf der Ebene Aufsichtsrat, Vorstand, sportliche Leitung und Trainer ein Miteinander gibt. Das hat man am Beispiel Bayern München und Hansi Flick zuletzt sehr gut gesehen. Denn wenn dieses Miteinander nicht da ist, merken das die Spieler. Und dann tritt ein Problem auf: Die Position des Trainers wird geschwächt.
Zitat von Westfalen-Blatt:Ist Ihre Trainerkarriere endgültig vorbei?
Möhlmann: Ich wollte eigentlich schon 2016 nach meiner Zeit bei 1860 München aufhören. Doch dann bekam ich einen Anruf von Preußen Münster, wurde ein wenig romantisch und dachte mir: Es wäre doch schön, meine Karriere dort zu beenden, wo sie als Spieler auch angefangen hat. Doch seitdem ist endgültig Schluss. Ich werde bald 66 Jahre alt und es gibt genug sehr gute junge Trainer.
Zitat von FAZ:Ist der Umgang mit Trainern heute weniger respektvoll?
Der Respekt ist schon noch da. Aber früher sind die Trainer einfach wegen ihres Trainerstandes akzeptiert worden. Das ist heute mit Sicherheit nicht mehr der Fall. Der Trainerstand ist im Vergleich zu zurückliegenden Zeiten nicht mehr so anerkannt. Bei den Trainern geht es mehr darum, dass sie zumindest als Persönlichkeiten empfunden werden, die sich auszudrücken wissen und die in den Medien zurechtkommen. Frühere Trainergurus wie Ernst Happel oder Branko Zebec haben in der Außendarstellung ja nun wirklich nicht super gewirkt. Aber sie sind anerkannt und respektiert worden. Wenn man sich heute nicht mehr gut darstellen kann, hat man auch als guter Trainer nicht mehr die Chance, sich dauerhaft durchzusetzen.
Zitat von FAZ:Werden Trainer in der ersten und zweiten Liga mit Gehaltseinbußen rechnen und sich beschränken müssen?
In diesem Jahr gibt es viele Sachen, bei denen man anders reagieren und vielleicht auch mal wieder einen Schritt zurückgehen muss. Aktuell zeigen die Gehaltsverzichte auf allen Ebenen, wie verantwortlich und wie vernünftig alle Beteiligten mit der Situation umgehen. Wenn dann irgendwann wieder die Normalität eingekehrt ist, wird es keine grundlegende Umstellung oder Neuorientierung auch bei den Trainern geben. Spätestens 2021 könnte in dieser Gesellschaft wieder vieles beim Alten sein. Als ich noch Fußball gespielt habe, habe ich gesagt, wenn grundsätzlich alle die Hälfte verdienen würden, würden sie auch alle Fußball spielen, weil wir das in erster Linie gerne machen. Aber wenn die Möglichkeit da ist, viel verdienen zu können, dann wollen wir auch alle gerne viel verdienen. Dieses Denken hat sich nicht verändert. Und die Spieler, glaube ich, wären nicht die Ersten, die damit anfangen würden, von sich aus etwas zu verändern. Das müssten schon die Vereine sein. Sie müssten sich einig sein, dass sie nicht mehr so überaus viel an Ablösesumme und so übergroße Summen an Gehältern zahlen wollen – dass es vielleicht eine Obergrenze in allen Bereichen gibt. Warum nicht? Ich hätte nichts dagegen.
Zitat von Deichstube:Herr Möhlmann, wie beurteilen Sie die Außendarstellung, die der Profifußball und somit konkret die Deutsche Fußball-Liga in Zeiten der Coronavirus-Pandemie abgibt?
Ich finde den Ansatz der DFL vernünftig. Es wird stets betont, dass die Vorgaben der Politik berücksichtigt werden und somit die gesundheitlichen Aspekte im Vordergrund stehen. Doch genauso wird herausgestellt, dass der bezahlte Fußball, wie der Name schon sagt, ein Wirtschaftszweig ist. Der Verband vertritt die Interessen des Berufsfußballs, der als Teil der Arbeitswelt angesehen werden muss. Es zeichnet sich ab, dass die Initiativen des Verbands auch gefruchtet haben in den Gesprächen mit dem TV-Sender Sky, der sich offenbar bereit zeigt, die Gelder nun doch fließen zu lassen.
Zitat von Deichstube:Wären Sie für institutionelle Beschränkungen? Zum Beispiel für die Idee einer Gehaltsobergrenze?
Das ist ein Modell, das immer mal wieder zur Sprache gekommen ist. Ich könnte mir das durchaus vorstellen, um solche Auswüchse zu vermeiden, wie wir sie in den vergangenen Jahren gesehen haben. Dies ist aber nur umsetzbar auf internationaler Ebene mit Uefa und Fifa. Ein nationaler Alleingang ist unmöglich.
Wie sehen Sie als Ehrenpräsident der Spielergewerkschaft VdV den größtenteils von den Profis akzeptierten Gehaltsverzicht?
Für mich ein ganz normaler Vorgang, keineswegs eine ungewöhnliche Aktion. Schon früh, als die Krise begann und sich die wirtschaftlichen Probleme der Clubs abzeichneten, habe ich an dieses Szenario gedacht. Ich war mir sicher, dass die Profis bereit dazu sind, ihren Beitrag zu leisten. Unglücklich fand ich aber, dass öffentlich von verschiedenen Seiten diesbezügliche Forderungen erhoben worden sind, noch bevor die Spieler ihre Bereitschaft erklären konnten.
Hat die von Ihnen mitgegründete VdV richtig gehandelt?
Ich glaube schon. Doch mein Wunsch wäre es, dass die VdV noch mehr anerkannt wäre und wie eine echte Gewerkschaft mit mehr Macht und Stärke auftreten könnte. So wie in anderen Ländern und Ligen wie beispielsweise in England. Sie müsste in bestimmten Gremien ein Mitspracherecht haben und besser in die Entscheidungsprozesse integriert sein – als echte Interessenvertretung aller Profis.
Zitat von Liga-Zwei:Hatten Sie bestimmte Ansätze, die Ihren Teams im Abstiegskampf halfen?
Möhlmann: „Ich glaube, dass die reine Tatsache irgendwo neu zu einem Gebilde dazuzukommen schon hilft. Man ist dann gefordert, Akzente zu setzen, die Spielidee oder auch personell etwas zu verändern. Man kann nicht immer das Gleiche machen. Ich bin immer auf die gegebene Situation eingegangen. Die sind ja auch unterschiedlich, je nachdem ob man zum Beispiel im September oder Oktober dazukommt, wenn der Existenzkampf noch nicht bedrohlich ist.
Dann hat man noch Zeit genug im taktischen und technischen Bereich zu arbeiten oder sogar neues Personal zu holen. Aber ich bin auch schon später eingestiegen, wenn es darauf ankam, sehr schnell Wirkung zu erzielen. Dann ging es hauptsächlich darum, durch Motivation und positiven Zuspruch die Leistung zu steigern.“
Zitat von tz:Haben Sie eine Erklärung dafür?
Möhlmann: Nicht zu hundert Prozent. Ich denke, dass in der Zweiten Liga die individuelle Qualität generell nicht so hoch ist, um auf Abruf ein Spiel dominieren zu können. Du triffst zu Hause meistens auf Gegner, die defensiv gut stehen und auf Konter lauern. Vom taktischen Ansatz her sind Auswärtsspiele einfacher zu führen.
Man könnte sich doch auch daheim gepflegt hinten reinstellen...
Möhlmann: Ja, aber welches Publikum würde das akzeptieren? Der FSV ist jetzt auch schon ein paar Jahre in der Zweiten Liga, da wollen die Leute sehen, dass ihre Mannschaft aktiv ist. Davon abgesehen: Ich hätte auch nicht die Nerven dafür, dass wir die Bälle nur hinten wegkloppen und jede Woche eine Abwehrschlacht liefern. Der Spaß beginnt doch erst mit Ballbesitz und offensiven Angriffsvarianten.
Zitat von tz:Heute spricht alles vom Umschaltspiel, macht Matchpläne – wie stehen Sie zum modernen Trainer-Vokabular?
Möhlmann: Das wird halt so gelehrt in der Trainerausbildung. Jeder wie er will. Ich bleib beim Kontern und bei der Taktik. Und statt vertikal darf bei mir auch gerne noch ein Steilpass gespielt werden (lacht).
Beruhigend.
Möhlmann: Mich nerven andere Dinge. Wenn beim Gerede über moderne Trainer suggeriert wird, dass die Alten keinen Durchblick mehr haben, dann kommt mir die Galle hoch. Wir leben nicht hinterm Mond, die moderne Technik ist auch zu uns vorgedrungen. Ich habe auch einen Laptop – nur eben nicht auf der Trainerbank.
Zitat von Spiegel Online:SPIEGEL ONLINE: Je moderner der Fußball, desto weniger kreativ?
Möhlmann: Das liegt am Charakter und an der Persönlichkeit des Trainers, was er zulassen will, kann. Aber dass es möglich ist, innerhalb fester Systeme flexibel zu bleiben, zeigt die Ajax-Schule. Da haben alle Jugendmannschaften im gleichen System gespielt, aber die jungen Spieler wurden vielseitig geschult - ein halbes Jahr offensiv, ein halbes defensiv, mal diese Seite, mal die andere. Das ist noch heute Club-Philosophie.
SPIEGEL ONLINE: Sie halten den Rekord mit 435 Spielen als Trainer in der zweiten Liga, trotzdem fragt man sich: Für welche Philosophie steht Benno Möhlmann eigentlich?
Möhlmann: Ende der Neunziger, zu meiner Zeit in Fürth, stand mein Name für Ordnung, Disziplin und Abwehrarbeit. Trotzdem haben wir auch damals attraktiven Fußball gespielt. Heute stecke ich mehr Arbeit in die Offensivabläufe. Defensive Ordnung ist die Basis, aber der Fußballspaß beginnt mit dem Ballbesitz und offensiven Angriffsvariationen.
Zitat von Spiegel Online:SPIEGEL ONLINE: Wie scoutet ein kleiner Verein wie der FSV seine Spieler?
Möhlmann: Ich habe Uwe Stöver (Geschäftsführer Sport beim FSV Frankfurt - d. Red.), der macht das für mich (lacht). Ich kümmere mich darum heute weniger als früher. In Fürth haben wir für die wenigen finanziellen Mittel fast zu oft im Ausland nach neuen Spielern gesucht. Auch dort gilt am Ende dasselbe wie in der Bundesliga: Gute Spieler sind teuer. Da waren viele Fahrten umsonst, das tue ich mir heute nicht mehr an.
SPIEGEL ONLINE: Klingt sehr untypisch für einen Profifußballverein im Jahr 2014.
Möhlmann: Unser Scoutingchef Carsten Hennig ist Lehrer, der muss bis 16, 17 Uhr arbeiten, da kann er nicht dauernd in der Weltgeschichte herumfahren. Zusätzlich beschäftigen wir noch zwei Scouts auf 400-Euro-Basis. Bevor ich durch Europa reise, rufe ich lieber alte Freunde in den Scoutingabteilungen der Erstligisten an und hole mir einen Rat. Oder schaue in der dritten Liga.
Zitat von Spiegel Online:SPIEGEL ONLINE: Sie selbst galten zu Ihrer aktiven Zeit als Teamspieler. 1986 haben Sie die Spielergewerkschaft VdV mitgegründet, deren Ziel es unter anderem war, Spielerberater überflüssig zu machen. Dieses Vorhaben ist wohl gescheitert.
Möhlmann: Der Grundgedanke war völlig okay. So wie das ganze Geschäft aufgebaut ist, geht es nicht mehr weiter. Ich bin überzeugt, das System kippt in zwei, drei Jahren, wenn nicht bald etwas passiert.
[...]
SPIEGEL ONLINE: Wie meinen Sie das?
Möhlmann: Die Berater ziehen sehr viel Geld aus dem Kreislauf, was einfach unnötig ist. Da muss sich was ändern. Ich bin ein Verfechter davon, und das war ich auch schon als Spieler, meine Berater selbst zu bezahlen. Mir fehlt das Verständnis, dass die Vereine am Ende die Beraterhonorare zahlen.
SPIEGEL ONLINE: Sie hatten damals recht radikale Forderungen. Spielsperren sollten abgeschafft werden, weil sie einem Berufsverbot gleichkämen.
Möhlmann: Das stimmt, aber wir hatten diese Überlegungen nicht ganz zu Ende gedacht. Ich empfinde es zwar nach wie vor so, dass Spielsperren temporäre Berufsverbote sind. Ganz stimmt es aber eben nicht, weil keiner das Anrecht hat zu spielen. Das entscheidet der Trainer.
Zitat von Spiegel Online:SPIEGEL ONLINE: Welche Sorgen trieben die Spieler Ende der achtziger Jahre noch um?
Möhlmann: Spieler des FC Homburg beschwerten sich über den damaligen Trikotsponsor, den Kondomhersteller London. Sie fanden es unzumutbar, mit diesen Trikots aufzulaufen. Das war damals eben noch nicht ganz so selbstverständlich.
Zitat von Spiegel Online:SPIEGEL ONLINE: Bis Sie 1995 ziemlich unwürdig entlassen wurden.
Möhlmann: Als meine Trainerzeit beim HSV zu Ende ging, habe ich Fehler gemacht, auch im Umgang mit der Presse. Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, hilft es dir allerdings auch nicht, wenn du immer verständnisvoll mit den Journalisten redest. Ich hätte einfach etwas cleverer sein können. Obwohl man darüber heute eigentlich nur noch lachen kann.
SPIEGEL ONLINE: Was haben Sie falsch gemacht?
Möhlmann: Früher war es in Hamburg so: Wenn man einen Freistoßtrick einstudiert hat, war dieser am nächsten Tag mit Skizzen in der "Bild" abgelichtet. Die mussten eben jeden Tag zwei Seiten füllen. Und was machte ich? Zum Ende meiner Amtszeit habe ich am Trainingsgelände einen Zaun bauen lassen, damit wir mal ungestört Sachen einstudieren konnten. Ich hatte noch gar nicht mit der Saisonvorbereitung angefangen, da gab es schon den ersten Bericht. Der Zaun wurde abgebildet, dazu die Schlagzeile: "Jetzt dreht Benno ganz durch - Möhlmann sperrt HSV-Fans aus".
Zitat von Spiegel Online:SPIEGEL ONLINE: Nach der turbulenten Zeit beim HSV trainierten Sie Clubs wie Braunschweig, Fürth, Ingolstadt und nun den FSV. Haben Sie es gerne ruhig?
Möhlmann: Ich hätte keine Sorge, einen großen Verein zu trainieren. Ich habe auch beim HSV eine vernünftige Arbeit abgeliefert. Dennoch kam am Ende der dritten Saison der damalige "Bild"-Sportchef und sagte zu mir: "Benno, sieh zu, dass du deinen Vertrag auflöst, sonst müssen wir dich rausschreiben." Da bin ich zu unserem Präsidenten Ronny Wulff gegangen und habe gesagt, lass uns das machen.
Benno Möhlmann als Kandidat? Damit hätte ich nicht gerechnet, aber die Idee finde ich im ersten Moment ziemlich gut. Möhlmann hat fast ein Jahrzehnt lang bei Werder gespielt und war sogar Kapitän. Auch nach seinem Abschied hat er immer wieder betont, dass er sich Werder noch verbunden fühlt. Er ist bis heute Stadt und Verein verbunden, aber ginge im Falle seiner Wahl erst einmal vollkommen unbelastet in das Amt, denn er ist bereits seit Ende der 1980er nicht mehr in Bremen unter Vertrag und dürfte nicht so eng in die aktuellen Beziehungsgeflechte der aktuellen und ehemaligen Verantwortlichen verwoben sein. Dazu hat er als Spieler (Preußen Münster und HSV) sowie vor allem als Trainer (HSV, Braunschweig, Fürth, Bielefeld, Ingolstadt, FSV Frankfurt, 1860, Preußen Münster) viele Erfahrungen in der ganzen Republik gesammelt, verschiedene (traditionsreiche) Fußballstandorte quer durch Deutschland kennengelernt und sicherlich auch sein Netzwerk ausgebaut. Bis März 2020 war er als Berater noch in Fürth unterwegs und ist dementsprechend auch noch nicht lange aus dem aktiven Fußball ausgeschieden. Auch von seiner Art habe ich ihn nie aufbauschend erlebt oder als jemanden, der große Töne gespuckt und sich selbst ins Rampenlicht gestellt hat, sondern immer als einen höflichen, sympathischen und rationalen Typen. Gerade in der aktuellen Situation nach dem Abstieg könnte uns ein ausgewiesener und jahrelanger Akteur der 2. Bundesliga in einem Verein, der kaum Erfahrungen in dieser Liga hat, auch gut zu Gesicht stehen. Soweit ich weiß kommt Möhlmann übrigens nicht nur aus Lohne und damit aus dem Bremer Umland, sondern lebt sogar bis heute in Bremen, was aus meiner Sicht angesichts durchaus auch mal kurzfristig einberufener AR-Sitzungen von Vorteil sein dürfte.
Kurzum: Ich könnte mir ihn sehr gut im Aufsichtsrat vorstellen.![]()
This.Ich auch! Fände ich sogar eine sehr, sehr gute Lösung! Er kennt Verein, Stadt und Umfeld, hatte aber seit seiner Spielerkarriere bei Werder (1987 beendet) in keinerlei Funktion mehr bei Werder gestanden. Denke mal, das er deshalb vieles viel neutraler sehen kann.
Er hat 'Stallgeruch' ohne sichtbar in den alten/aktuellen Filz verwoben zu sein. Man könnte sagen 'Werderaner aus der 2. Reihe', ohne das klassifizierend zu meinen.mit ihm beschäftigt und seinen bisherigen Funktionen
Einfach mal abwarten...Er hat 'Stallgeruch' ohne sichtbar in den alten/aktuellen Filz verwoben zu sein. Man könnte sagen 'Werderaner aus der 2. Reihe', ohne das klassifizierend zu meinen.