Eine durchaus legitime Feststellung. Jedoch gehören zu - besonders zu grundlegenden - Veränderungen zwei Seiten. Sprich nicht nur die, die Veränderungen wünscht, sondern auch die, die Veränderungen qua Amt / Position umsetzen kann. Doch für eine solche Umsetzung ist Grundvoraussetzung, dass eine Bereitschaft für Reformen seitens der Verantwortlichen nicht nur vorhanden ist, sondern diese zusammen mit der Bereitschaft zu Selbstkritik und Selbstreflektion entsprechend signalisiert wird. Davon ist bei den Werder-Verantwortlichen leider nicht viel zu sehen. Und daher kann man es auch nicht verübeln, wenn Mitglieder resignierend ihre Mitgliedschaft kündigen. Das ist zugegeben zwar kontraproduktiv für die Umsetzungen der eigenen Wünsche / Erwartungen, jedoch eine menschlich verständliche Reaktion. Dies lässt sich auch bei anderen Institutionen beobachten, wie z.B. an den zahlreichen Kirchen-Austritten, v.a. der katholischen. Auch dort haften die hohen Herren stur an ihren Vorstellungen und zeigen keine Bereitschaft für grundlegende Änderungen, womit sie die Gläubigen verprell(t)en.