Es geht gar nicht um die heutige Niederlage. Das der BVB uns in allen Belangen überlegen ist, versteht sich von selbst. Es geht um die Bilanz seit nunmehr zwei Jahren und das Gesamtergebnis mit der Performance auf dem Platz. Es ist nun einmal Fakt, dass FK der Trainer dieser Mannschaft ist und somit die Ergebnisse - positiv wie negativ - auf ihn als sportlich Hauptverantwortlichen zurückfallen. Wir sind doch wieder in einem Negativstrudel, der neue Rekorde wohl bringen wird? Werder ist Teil einer Leistungsgemeinschaft namens DFL und muss sich ergebnistechnisch tabellarisch in ihr behaupten. Hier klingt es oftmals so, dass Werder zwar ein Verein der Bundesliga sei, aber andere Maßstäbe anzusetzen seien? Welche sollen das sein? Tradition, Beliebtheit, soziales Engagement?
Fußball ist ein Leistungssport und somit haben sich alle Beteiligten daran messen zu lassen. Genau daran messe ich FK nämlich an den Resultaten. Eigener Anspruch und die Realität sind hier nicht deckungsgleich.
Wir sind ein Verein und keine Aktiengesellschaft, kein Industriekonstrukt mit Neben-Vereinen, vergessenen Einlagen, horenden Mitgliedsbeiträgen,
wir sind kein Werksclub mit Ausnahmegenehmigungen, in der der Konzern die Ausgaben übernimmt,
nein
wir sind ein Verein mit vielen Aktivitäten: Schacht Sport Ü60, Babyschwimmen, Prellball,
das ist der Maßstab, die der DFB geschaffen hat,
keine Leistungsgesellschaft, sondern eine Investmentmöglichkeit.
Funktioniert aber nur, wenn man oben steht,
keiner investiert ab Championsligaplatz.
Maßstab und Anspruch ist für mich die Realität.
Und nach den Resultaten waren wir nicht abgestiegen und stehen nicht auf einem Abstiegsplatz
mehr ist für Bremen und viele nicht drin
ohne Reformen, ohne Chancengleichheit,
sonst verliert man halt gegen Aktiengesellschaften oder gegen Red Bull.
Leistungssport war es vielleicht irgendwann mal vor der medialen Vermarktung, als noch die Meister gegeneinander gespielt haben.
Als Leistungssport würde ich das nicht mehr sehen,
als mediale Show eher mit externen Geldern, (wo man manchmal lieber nicht nachfragt).
Aber ist auch nichts neues...