Kritik und Lob für die Arbeit der Moderatoren

Das Problem bei selbstmoderierten Foren ist immer das gleiche und führt früher oder später zu Aderlass oder Tod. Das worum ist offenbar auf genau diese Art und Weise entstanden, weil der Kleinkrieg hier bei WOL wohl derartig Überhand genommen haben muss (keine Ahnung, war alles vor meiner Zeit hier), dass Werder sich genötigt sah einzugreifen.
Das Problem ist mMn nicht das selsbtmoderierte Forum (welches ebenso Nach- und Vorteile hat, wie ein Forum mit Moderatoren im ursprünglichen Sinne des Wortes) sondern schlicht und ergreifend der Faktor Mensch: 1. der Mensch der postet 2. der Mensch der den Beitrag liest, sich auf den Schlips getreten fühlt und somit den Beitrag meldet 3. der Mensch bzw. die Menschen, die als Mods darüber zu befinden haben, ob und wenn ja wie dieser Post sanktioniert wird. Darüber entscheiden die menschlichen Faktoren, nicht die Art der Moderation.

Ich bin seit Beginn an (ca. 2000 / 2001) mit einer ca. zweijährigen Unterbrechung (ca. Anfang/Mitte 2007 - Feb. 2009) beim WOL dabei, so dass ich aus meinen Erfahrungen berichten kann, dass die Kleinkriege im WOL ihre Höhen und Tiefen hatten. Zu Beginn meiner Moderatoren-Tätigkeit (ab Sommer 2013) ging es im negativen Sinne hier richtig rund, so dass die Kleinkriege den Löwenanteil der Tätigkeiten von 7-8 Mods ausmachten.
Durch konsequenteres Handeln konnte hier einigermaßen gegengesteuert werden, so dass wir mittlerweile mit nur 4 Mods auskommen.

Und nun ist hier seit ca. 2 Jahren erneut eine Tendenz zu beobachten die man in meiner Sicht zu lange hat laufen lassen und die zwischenzeitlich in eine Situation mündete die in meinen Augen nichts anderes war als Mobbing
Ich stimme dir zu, dass in den letzten ca. 2 Jahren die Stimmung sich sukzessive verschlechterte. Besonders seit Beginn der Corona-Pandemie, die sich bei vielen Menschen aufs Gemüt schlug und somit mMn auch hier im Forum zu einer Verschlechterung der Stimmung beitrug. Doch damit sind wir wieder beim Faktor Mensch, der das selbe Ereignis individuell unterschiedlich bewertet. Das ist bei uns im Mod-Team nicht anders. Um deine Anmerkung des Zu-lange-laufen-lassen als Beispiel aufzugreifen: Mod A teilt deine dahingehende Ansicht, Mod B vertritt die Meinung, dass der Zeitpunkt des Gegensteuerns genau richtig gewesen ist, Mod C hätte die Situation vor einem Eingreifen noch gerne etwas länger beobachtet und Mod D sieht überhaupt keine Veranlassung einzugreifen.
 
Das Problem ist mMn nicht das selsbtmoderierte Forum (welches ebenso Nach- und Vorteile hat, wie ein Forum mit Moderatoren im ursprünglichen Sinne des Wortes) sondern schlicht und ergreifend der Faktor Mensch: 1. der Mensch der postet 2. der Mensch der den Beitrag liest, sich auf den Schlips getreten fühlt und somit den Beitrag meldet 3. der Mensch bzw. die Menschen, die als Mods darüber zu befinden haben, ob und wenn ja wie dieser Post sanktioniert wird. Darüber entscheiden die menschlichen Faktoren, nicht die Art der Moderation.

Ja natürlich ist es primär der Faktor Mensch, immerhin schreiben hier fast nur Menschen ;) Wenn sich alle immer korrekt verhalten, haben sich alle lieb aber das ist ja nun utopia. "Selbstmoderiert" kann insofern seine Vorteile haben wenn hinreichend viele Leute gewisse Dinge einfach nicht kommentarlos stehen lassen (Lügen, Beleidigungen, krasse Übertreibungen, etc.). Diesbezüglich ist WOL beispielsweise wesentlich besser als manches andere Fanforum bei dem es schon mal ordentlich unter die Gürtellinie geht, aber so richtig niveaulos. Was hier zZt gar nicht geht, finde ich, das ist einerseits austeilen und dann aber gleichzeitig "Melden" und sogar öffentlich beklagen wenn es nicht kommt wie man es gerne hätte (aber wem sage ich das). Sehr häufig zu sehen in letzter Zeit, dieses irgendwie dauerhaft beleidigt sein.

Mod A teilt deine dahingehende Ansicht, Mod B vertritt die Meinung, dass der Zeitpunkt des Gegensteuerns genau richtig gewesen ist, Mod C hätte die Situation vor einem Eingreifen noch gerne etwas länger beobachtet und Mod D sieht überhaupt keine Veranlassung einzugreifen.

Ich weiß was du meinst. Und wenn es um die Sache oder die Meinung geht, dann kann und darf es auch hart zur Sache gehen (fließende Grenze zur Metadiskussion an der Stelle und es gibt immer zwei User die auch hart in der Sache reden können wo sich andere bereits angegriffen fühlen). Aber bei "ad hominem" würde ich als Moderator konsequent löschen, immer. Womit ihr ja auch vorsichtig anfangt und das ist gut so.
 
Dann könnten die Admins ja gleich die Moderation des Forums komplett übernehmen. Aber im Gegensatz zu uns arbeiten die für Werder nicht unentgeltlich und würden vermutlich Gehaltserhöhungen verlangen. Und das in Zeit, wo Werder dringend sparen muss. ;)

Hm. Auch wieder wahr. Aber das sind ja vermutlich Netzadmins und ihr eben Forenadmins ;) Gucksu hier:

Um spezielle Aufgaben – hauptsächlich das Verwalten und, je nach Art und Weise, teilweise Redigieren von Inhalten – zu erfüllen und die jeweiligen Benutzungsrichtlinien durchzusetzen, hat ein Administrator erweiterte Benutzerrechte.

In Internetauftritten wie Foren verfügt er zum Beispiel über das Recht auf das Löschen und Bearbeiten von Beiträgen, das Update auf eine neue Version der verwendeten Forensoftware (zum Beispiel vBulletin, WoltLab Burning Board, phpBB oder MyBB) und die Sperrung von Benutzern.

Anders als Systemadministratoren, die in Betriebssystemen wie Linux typischerweise unter Nutzung eines Root-Accounts agieren, sowie Netzwerkadministratoren, die für die Verwaltung und Betreuung von Netzwerken zuständig sind, haben Administratoren in Foren, Wikis und kollaborativen Netzwerken normalerweise keine technischen Aufgaben, sondern ihr Tätigkeitsbild ähnelt den Aufgaben eines Moderators.
Klingt doch vertraut oder nicht. Naja, mir egal, ich will ja nur helfen^^
 
Es wäre aber wünschenswert, wenn persönliche Ansichten der Moderatoren nicht mit dem Moderatoren-Account gepostet werden, damit man auch bei diesen Personen wie bei jeden anderen User die Möglichkeit hat die Ignore Funktion zu nutzen.
Auch auf die Gefahr hin, dass es haarspalterisch klingt: wir Mods verfügen über keinen Mod-Account, sondern wir verwenden reguläre Benutzerkonten, die über die Zusatzfunktion Moderator verfügen. Ich weiß dennoch, worauf du hinaus möchtest. Separate Mod-Accounts waren bis ca. 2007/2008 hier noch gängige Praxis, stießen im Forum (auch bei mir) jedoch aufgrund ihrer Anonymität und mangelnden Transparenz auf Vorbehalte, was logischerweise für die Atmosphäre im Forum kontraproduktiv gewesen ist. Dass heißt jedoch nicht, dass eine Änderung meiner dahingehenden Meinung per se ablehne.
 
. Was hier zZt gar nicht geht, finde ich, das ist einerseits austeilen und dann aber gleichzeitig "Melden" und sogar öffentlich beklagen wenn es nicht kommt wie man es gerne hätte (aber wem sage ich das). Sehr häufig zu sehen in letzter Zeit, dieses irgendwie dauerhaft beleidigt sein.
Das ist für mich auch ein No-Go. Doch das liegt nicht an diesem Forum, sondern an den Menschen hinter ihren Accounts, die zwar hervorragend austeilen aber nur ganz schlecht einstecken können. Und sehr oft habe (vermutlich nicht nur) ich hier die Erfahrung gemacht, dass je großer die Geber-Qualitäten sind, desto geringer fallen die Nehmer-Qualitäten aus. Wir Mods können hier natürlich gegensteuern, und konsequenter verfahren. Doch das würde wieder andere Mitforisten auf den Plan rufen, die uns Kleinlichkeit vorwerfen. Damit sind wir wieder bei der unerfüllbaren eierlegenden Wollmilchsau. ;)
 
Doch das liegt nicht an diesem Forum, sondern an den Menschen hinter ihren Accounts, die zwar hervorragend austeilen aber nur ganz schlecht einstecken können.

Klar, das ist eine Entwicklung dahin (gewesen). Und das Belohnungsprinzip ("like") fördert das sicherlich noch. Ich habe noch nie jemanden gemeldet, wobei das manchmal sicherlich auch ein Fehler war. Einmal geneigter aber genervter Mitleser wegen und zum anderen hinsichtlich der Forenregeln (hier speziell Punkt 12 und seine Folgen).
 
Früher gab es mal "ModAccounts" das wurde von vielen Abgelehnt!

Ja, früher hatten wir mal ein Kaiserreich. Schon mal daran gedacht, dass etliche der damaligen User nicht mehr aktiv sind und man diese Frage mal wieder in den Raum stellen könnte? Aber ich merke schon, dass das nicht erwünscht ist. Dann muss man halt die entsprechenden Mods sehenden Auges ignorieren ...
 
Ja, früher hatten wir mal ein Kaiserreich. Schon mal daran gedacht, dass etliche der damaligen User nicht mehr aktiv sind und man diese Frage mal wieder in den Raum stellen könnte? Aber ich merke schon, dass das nicht erwünscht ist. Dann muss man halt die entsprechenden Mods sehenden Auges ignorieren ...
Mangelnde Transparenz durch anonyme Mods ist für mich das entscheidende Argument dagegen. Uns wird dies ja zum Teil jetzt schon vorgeworfen, und das Thema dürfte sich bei anonymen Mod Accounts noch deutlich verstärken.

Wenn jedoch so entschieden würde, weil sich erkennbar eine Mehrheit der User dafür ausspricht, fein, allerdings ohne mich. Zum Einen, weil ich es inhaltlich nicht befürworte, siehe oben, und zum Anderen, weil ich viel mobil mache und da fände ich zwei Accounts Murks..
 
In ferner Zukunft wird es digitale Mods geben.
Diese digitalen Mods werden von den Usern demokratisch gewählt.
Systeme die nach Algorithmen arbeiten, werden selten hinterfragt und haben zudem kein Bedürfnis ihre Meinung zu posten.
 
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