Ähm bitte? Eggestein und Sargent haben zwar selten geglänzt, aber zumindest in der Regel viel für die Mannschaft gearbeitet und ein Grundniveau abgerufen, auch wenn Eggestein meist weit unter dem Level von vor zwei Saisons blieb und Sargent für einen Stürmer leider zu wenige Tore schoss. Trotzdem waren die Leistungen der beiden in dieser Saison mMn meilenweit besser als jene Bittencourts, der noch stärker enttäuschte als in seiner schwachen Vorsaison. Gegen Bielefeld und gerade auch am Wochenende war er auch abgesehen von seinen Toren bissig und gut im Spiel eingebunden. Die meisten anderen Spiele war er aber schwach und mehrfach der mit Abstand schwächste Spieler auf dem Platz.
Natürlich hat Bittencourt schon sehr wichtige Tore geschossen (vor allem in Freiburg und Gelsenkirchen in der letzten Rückrunde) und hat auch ab und zu richtig schicke Aktionen und Tore dabei (gegen Dortmund im Pokal, das grandiose Tor gegen Hertha am Samstag), aber unter dem Strich stehen bei ihm in 44 Bundesligaspielen für Werder 8 Tore (inkl. ein Elfmeter). Der hier vielfach hart kritisierte kommt in den letzten 45 Werderspielen in der Liga übrigens sogar auf 10 Tore.
Und noch viel schlimmer: Wenn Bittencourt nicht trifft, schadet er durch sein Spiel der eigenen Mannschaft oft mehr, als dass er ihr nützt. Er hat zwar ein großes Talent, aber eine furchtbare Entscheidungsfindung. Interessanterweise ist er, obgleich eigentlich der neben Selke mit Abstand berechtigste Anlass für die teilweise sehr, sehr harte Baumann-Kritik hier im Forum einer der Spieler, die gemessen an ihrer Leistung am besten wegkommen.
Am liebsten wäre es mir aber natürlich ohnhein, wenn Bittencourt einfach an das Spiel von Samstag anknüpfen würde und jetzt konstant abliefern würde. Da glänzte er nicht nur mit einem herausragend gemachten Tor und einer starken Eckenvorlage, sondern auch sonst einem disziplinierten und engagiertem Einsatz.