US Wahlen 2020

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Denn die Anerkennung für Biden aus Reihen der Republikaner kommt überwiegend aus der 2. Reihe

Naja der Mann ist seit über 40 Jahren Politiker bzw. im Kongress. Das geht schon über die 2. Reihe hinaus. Was vermutlich nichts an den Gräben verhindert, aber Biden ist dort schon recht respektiert. Und auch wenn man es fast schon widerlich findet es zu schreiben: Er ist weiß und das ist in den USA heuer von Relevanz...Obama selbst sagt ja in seiner Werbetour für sein Buch, dass die USA wohl doch noch nicht so richtig bereit waren für einen schwarzen Präsidenten und seine Person daher zur Spaltung beigetragen hat. Muss man sich mal vorstellen, im 21. Jahrhundert...
 
Naja der Mann ist seit über 40 Jahren Politiker bzw. im Kongress. Das geht schon über die 2. Reihe hinaus. Was vermutlich nichts an den Gräben verhindert, aber Biden ist dort schon recht respektiert. Und auch wenn man es fast schon widerlich findet es zu schreiben: Er ist weiß und das ist in den USA heuer von Relevanz...
Ich vermute, dass du mich mißverstanden hast, denn mit der aus der 2. Reihe kommend meinte ich nicht Biden sonden die Republikaner, die ihre Anerkennung äußerten. Und dort genießt Biden in der Tat hohes Ansehen, auch weil er sich im Kongress oft für parteiübergreifende Kompromisse einsetzte.

.Obama selbst sagt ja in seiner Werbetour für sein Buch, dass die USA wohl doch noch nicht so richtig bereit waren für einen schwarzen Präsidenten und seine Person daher zur Spaltung beigetragen hat. Muss man sich mal vorstellen, im 21. Jahrhundert...
Mein erster spontaner Gedanke beim Lesen dieser Zeilen war die Sequenz einer Doku, die ich erst vor ein paar Tagen sah. Dort äußerte der im Wahlkampf 2008 unterlegene republikanische Kandidat John McCain vor seinen Parteifreunden seine Glückwünsche und Gottes Segen für Obama und erklärte dabei, dass Obama nun auch "mein Präsident" sei, wofür er aus Reihen seiner Parteifreunde Pfiffe und Buh-Rufe erntete. Auch das war/ist eine Bestätitung der o.a. These von Obama. Aber selbst wenn es die Ära Obama nicht gegeben hätte, wären die USA vermutlich auch in 50 Jahren noch nicht reif den ersten schwarzen Präsidenten gewesen. Denn in den USA existierte von der Gründung 1776 bis 1964 eine staatliche Rassentrennung, die zwar mit dem Civil Right Act formell abgeschafft wurde, aber bis diese in den fast 200 Jahren entstandenen Gräben in der US-Gesellschaft waren damit noch lange nicht geschlossen. Und es werden wohl auch noch ein paar Jahrzehnte vergehen müssen, bis - sofern es überhaupt möglich ist - diese Gräben so weit zugeschüttet werden, dass die USA reif für einen schwarzen Präsidenten sind.
 
Ich vermute, dass du mich mißverstanden hast, denn mit der aus der 2. Reihe kommend meinte ich nicht Biden sonden die Republikaner, die ihre Anerkennung äußerten. Und dort genießt Biden in der Tat hohes Ansehen, auch weil er sich im Kongress oft für parteiübergreifende Kompromisse einsetzte.


Mein erster spontaner Gedanke beim Lesen dieser Zeilen war die Sequenz einer Doku, die ich erst vor ein paar Tagen sah. Dort äußerte der im Wahlkampf 2008 unterlegene republikanische Kandidat John McCain vor seinen Parteifreunden seine Glückwünsche und Gottes Segen für Obama und erklärte dabei, dass Obama nun auch "mein Präsident" sei, wofür er aus Reihen seiner Parteifreunde Pfiffe und Buh-Rufe erntete. Auch das war/ist eine Bestätitung der o.a. These von Obama. Aber selbst wenn es die Ära Obama nicht gegeben hätte, wären die USA vermutlich auch in 50 Jahren noch nicht reif den ersten schwarzen Präsidenten gewesen. Denn in den USA existierte von der Gründung 1776 bis 1964 eine staatliche Rassentrennung, die zwar mit dem Civil Right Act formell abgeschafft wurde, aber bis diese in den fast 200 Jahren entstandenen Gräben in der US-Gesellschaft waren damit noch lange nicht geschlossen. Und es werden wohl auch noch ein paar Jahrzehnte vergehen müssen, bis - sofern es überhaupt möglich ist - diese Gräben so weit zugeschüttet werden, dass die USA reif für einen schwarzen Präsidenten sind.
Ist schon ein wenig her, das wir durch den Süden von USA gefahren sind. U.a. waren wir auch in Memphis im Civil Rights Museum (Lorraine Motel). Was man dort erfahren konnte, lässt einen stark zweifeln, das die aufgerissenen Gräben jemals wieder zugeschüttet werden, was der eine zuschüttet, reissen andere wieder auf.
 
Die neue Taktik von Trump und Guliani sieht wohl vor gezielt Republikanische Abgeordnete der einzelnen unterlegenen Staaten zu beeinflussen, damit diese Wahlleute bestimmen die, entgegen dem Wahlergebniss, im Electoral College für Trump und nicht für Biden stimmen.

Wenn diese Art der Beeinflussung aber belegbar und nachweisbar ist, dann gehen die in den Knast... Es wird aber immer deutlicher, das Trump mit sämtlichen Mitteln bis zum letzten Tag (und vermutlich drüber hinaus) versuchen wird das Ergebnis anzugreifen und zu untergraben.
 
Jop Putschversuch....

Erste Frau im oder am Kapitol niedergeschossen. Senatoren evakuiert, Mitglieder des Repräsentantenhaus verbarrikadieren sich in den Büros...
 
Ich hatte kurz nach 18.00 Uhr auf n-tv reingeschaltet. Wenn es nach George Floyd eine Ausgangssperre gab, dann auch jetzt.
Washington ist jedoch für ihn (noch) voll unter Kontrolle :ugly:
 
In den letzten Jahren gab es leider schon viele Angriffe auf die Demokratie. Aber dass ein noch amtierender Regierungschef eines demokratischen Staates mehr oder weniger unverblümt seine Anhänger zum Sturm auf die eigene Hauptstadt anstachelt, ist eine neue Dimension und imho ein versuchter Staatsstreich.
 
In den letzten Jahren gab es leider schon viele Angriffe auf die Demokratie. Aber dass ein noch amtierender Regierungschef eines demokratischen Staates mehr oder weniger unverblümt seine Anhänger zum Sturm auf die eigene Hauptstadt anstachelt, ist eine neue Dimension und imho ein versuchter Staatsstreich.

Nichts anderes war es und die Trumpisten dort vor Ort werden ja jetzt schon öffentlich als inländische Terroristen bezeichnet. Offensichtlich wurden auch Rohrbomben gefunden und das ist eine Dimension, die unvorstellbar ist.

Das muss für alle die da Öl ins Feuer gegossen haben ein Nachspiel haben. Allen voran Ted Cruz oder Mitch McConnell (neben dem Orangenen Terroristen im weißen Haus)
 
Der gestrige Tag wird wohl als einer der dunkelsten in die Geschichte der USA eingehen.

Das Land hat sich endgültig in der ganzen Welt lächerlich gemacht und jede, wirklich jede Glaubwürdigkeit verloren. Selber spielen sie seit Jahrzehnten die Rolle der Superdemokraten und Weltverbesserer und prangern jegliche andere Staatsformen gnadenlos an.

Und selber, im eigenen Land versagen sie gnadenlos. Beginnt mit 75 Millionen (!!!) Wählern, die einen Irren als Präsidenten wählen wollen (und vor vier Jahren auch taten), geht weiter mit einem unfassbaren desolaten Wahl- und Stimmenausleseverfahren und endet mit einem Wahlergebnis, das der amtierende Präsident nicht anerkennen will und seine aufgehetzten zig Millionen Wähler damit auch nicht. Und als Höhepunkt stürmen Tausende das Capitol...:wall:

Wie gehts weiter? Es dürften wohl noch tagelang schwerste Unruhen dort stattfinden und danach wird das Land gespaltener sein als jemals in seiner Geschichte zuvor. Biden steht vor einer Mammutaufgabe, die kaum zu lösen ist. Zum Glück hat er wenigstens jetzt (voraussichtlich, auch das wird angefochten) eine Mehrheit auch im Senat, sonst hätten ihn die Republikaner in allem torpediert.

Fazit: Die sollen erstmal ihr eigenes Land in den Griff kriegen und eine funktionierende Demokratie vorleben, die sie überall sonstwo auf der Welt einfordern und sich künftig von anderen Ländern fern- und raushalten. In nicht wenigen Ländern auf der Welt feixen sie heute Nacht vor Schadenfreude und Hohn, ganz besonders in Russland und China. Und das zu Recht und nachvollziebar.
 
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