Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Mal ernsthaft:
Ich frage mich, warum man für solch desaströse Heimspiele noch Geld ausgibt und Zeit verschwendet. Und die Jahre vor Kohfeldt waren im gesamten betrachtet auch nicht sooo viel besser.
Weder würde ich mir das zu günstigen DK-Konditionen gleich 17 mal in der Saison antun und schon gar nicht für einzelne Spiele ein Tagesticket für rund 50 Euro (im Schnitt) kaufen.
Da steht Leistung bzw. Unterhaltungswert doch in keinem Verhältnis zum Zeit- und Kostenaufwand (zum Ticketpreis kommen ja noch oft Fahrtkosten, Verpflegungskosten und ggf. sogar Hotelkosten dazu). Für mich würde ein Heimspielbesuch insgesamt rund 150 EUR kosten. Ich müßte doch von allen guten Geistern verlassen sein, wenn ich mir das antäte.

Insofern ist es mir ein völliges Rätsel und völlig unverständlich, warum das Weserstadion dennoch fast immer ganz voll war bzw. es immer noch riesige Warteschlangen für DK-Interessenten gibt.
Unter den z.Zt. gegebenen Leistungen bliebe ich ich auch zu Hause. Wenn ich mit mit meiner Frau z.B. zu einem Abendspiel gefahren bin, kam ich auf 300-350 €. Wohnte ich noch in Bremen, wären die Ausgaben noch zu verschmerzen, aber Spaß hätte ich nicht daran.
 
Grundsätzlich richtig. Aber wenn du in einer Schulklasse einen Primus hast, der mit dem Stoff des Jahrgangs völlig unterfordert ist, ist es i.d.R. nur eine Frage der Zeit bis seine Leistungen nach unten abschmieren und somit Eltern und Lehrer sich Gedanken darüber machen sollten, ob die vorzeitige Versetzung in den nächst höheren Jahrgang nicht zielführender wäre.
Ja, die Gefahr besteht durchaus. Schon Schüler, die gut vorne dabei sind aber dennoch mitunter etwas unreif im Verhalten sind, werden auffällig.
Unser Kleiner hatte gerade ein paar Ausfälle dieser Art :D, aber hat ihn wieder eingefangen bzw. man ist dabei.
 
Mir erschließt sich als Laien das Spielsystem von FK bis heute nicht. In seinen Anfangszeiten konnte er mit MK überraschende Momente kreieren, die ihm seit dessen Weggang elementar fehlen. FK will über Ballbesitzfußball sich definieren, wobei national wie international Hochgeschwindigkeitsfußball mit Pressing und Gegenpressing das erfolgreiche Modell ist.
Grundsätzlich würde ich behaupten, dass FK System schon funktionieren kann, wenn es gelänge speziell im MF Bälle zu halten und schnell gezielt weiter zu geben. Auf der einen Seite haben wir kaum schnelle Spieler und auf der anderen Seite ist beispielsweise ein Osako (der diese Position grundsätzlich ausfüllen könnte) nicht in der Lage, sich im Zweikampf durchzusetzen. Was sehen wir also nun? Es trifft der Ballbesitzfußball auf das Gegenpressing und unseren Spielern gelingt es meistens nur in der eigenen Hälfte den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Damit erreicht man zwar eine hohe Passquote, aber sobald es jenseits der Mittelinie geht, werden die Zuspiele diffus. Die Außen werden bei uns zugestellt und so versucht man in die Spitze zu spielen, wobei Spieler A nach links läuft, während der Ball nach rechts geht und vice versa. Über unsere Standards braucht man gar nicht zu sprechen. LB versucht zumeist den Kunstschuss, der ihm regelhaft misslingt. Im MF sind unsere Spieler von einer gravierenden Ballunsicherheit geprägt, so dass kaum ein Offensivspiel sich darstellt. Die Bälle gehen sehr schnell verloren. Wir haben pro Spiel um die 2-3 Torchancen, die nicht selten zufällig entstehen. Sind wir dann im Rückstand wird auf Kick and Rush umgestellt und zB ein Erras mit 1,98 m eingewechselt.
Das ist ja nun nicht neu, so dass ich wiederum als Laie mich frage, warum man dann das nichtfunktionale System nicht grundsätzlich versucht umzustellen? Unser Trainerprofessor ist aber nicht müde, den Medien seine brillante Ideen als Weisheiten zu verkaufen. Grundsätzliche Änderungen nimmt er nicht vor.
Jetzt wird wieder an die Ehre der Spieler appelliert. Das Spieler wie Moisander und TGS am Ende ihrer Karriere nicht gegen den Trainer aufbegehren, ist nur zu verständlich. Aus der Mannschaft selbst heraus kommt mir zu wenig. Daher werden wir uns durch den Rest der Saison würgen und dabei hoffen, drei Mannschaften am Ende hinter uns zu lassen.

Klasse und sehr zielgerichtet! :top::tnx:
 
Je mehr Zeit ins Land mit diesem unerträglichen Gewürge auf dem Platz ins Land geht, desto mehr manifestieren sich zwei Möglichkeiten: entweder ist FK ein sehr guter Theoretiker, aber ein dafür um so schlechter darin, dieses Können in die Praxis umzusetzen bzw. umzusetzen zu lassen oder - was ich für wahrscheinlicher halte - dass das Spielermaterial, welches Werder zur Verfügung steht bzw. sich leisten kann, für eine einigermaßen erfolgreichen Umsetzung seiner fußballerischen Vorstellungen schlichtweg überfordert ist.

Beides richtig. Nur sollte ein Trainer nicht versuchen sein Spielsystem/Spielphilosophie dem Spielermaterial anzupassen?
Oder wenn er sich einer Spielphilosophie unterwirft, soweit er sich das leisten kann, nicht das Spielermaterial dazu zu sichten und
zu verpflichten?
 
Mal ernsthaft:
Ich frage mich, warum man für solch desaströse Heimspiele noch Geld ausgibt und Zeit verschwendet. Und die Jahre vor Kohfeldt waren im gesamten betrachtet auch nicht sooo viel besser.
Weder würde ich mir das zu günstigen DK-Konditionen gleich 17 mal in der Saison antun und schon gar nicht für einzelne Spiele ein Tagesticket für rund 50 Euro (im Schnitt) kaufen.
Da steht Leistung bzw. Unterhaltungswert doch in keinem Verhältnis zum Zeit- und Kostenaufwand (zum Ticketpreis kommen ja noch oft Fahrtkosten, Verpflegungskosten und ggf. sogar Hotelkosten dazu). Für mich würde ein Heimspielbesuch insgesamt rund 150 EUR kosten. Ich müßte doch von allen guten Geistern verlassen sein, wenn ich mir das antäte.

Insofern ist es mir ein völliges Rätsel und völlig unverständlich, warum das Weserstadion dennoch fast immer ganz voll war bzw. es immer noch riesige Warteschlangen für DK-Interessenten gibt.

:top: Verstehe ich auch nicht, jeder Cent wäre mir für dieses Gegurke zu schade.
 
Grundsätzlich richtig. Aber wenn du in einer Schulklasse einen Primus hast, der mit dem Stoff des Jahrgangs völlig unterfordert ist, ist es i.d.R. nur eine Frage der Zeit bis seine Leistungen nach unten abschmieren und somit Eltern und Lehrer sich Gedanken darüber machen sollten, ob die vorzeitige Versetzung in den nächst höheren Jahrgang nicht zielführender wäre.

Einfach gesagt kann ich aber auch mit nicht erfüllbaren Anforderungen, weil die Spieler nicht die erforderlichen Fähigkeiten besitzen, eine Überforderung und dann eben auch einen Leistungsabfall erzielen?
Das entsprechend einschätzen bzw. vermitteln zu können machen einen guten Trainer aus.
Ach ja Entwicklungsspieler verpflichtet man dann und nicht überalterte Spieler ohne MW
(besonders wichtig aus Sicht Werders)
 
Zuletzt bearbeitet:
Beides richtig. Nur sollte ein Trainer nicht versuchen sein Spielsystem/Spielphilosophie dem Spielermaterial anzupassen?

Das können / wollen die wenigsten Trainer. Es kommt ja sehr häufig vor, dass bei einem Trainerwechsel der neue Coach einen Wunschzettel in der Tasche mitbringt. Einer der wenigen, der sich dahingehend genügsam zeigt, ist zB Favre.
 
Grundsätzlich richtig. Aber wenn du in einer Schulklasse einen Primus hast, der mit dem Stoff des Jahrgangs völlig unterfordert ist, ist es i.d.R. nur eine Frage der Zeit bis seine Leistungen nach unten abschmieren und somit Eltern und Lehrer sich Gedanken darüber machen sollten, ob die vorzeitige Versetzung in den nächst höheren Jahrgang nicht zielführender wäre.

Wenn der Primus den Stoff nicht versteht, ist er kein Primus.
Der Stoff des Jahrgangs ist, so sagt es der Name, an den Jahrgang orientiert.
Zweimal im Jahr werden die Unterrichtsinhalte überprüft und angepasst. Also ist der Stoff des Jahrgangs an die 30% Klausel gebunden, was also eine Anpassung an das untere Drittel vorsieht.
Kurz gesagt, dein Beispiel stimmt vorne und hinten nicht.
:kaffee:
 
Wenn der Primus den Stoff nicht versteht, ist er kein Primus.
Der Stoff des Jahrgangs ist, so sagt es der Name, an den Jahrgang orientiert.
Zweimal im Jahr werden die Unterrichtsinhalte überprüft und angepasst. Also ist der Stoff des Jahrgangs an die 30% Klausel gebunden, was also eine Anpassung an das untere Drittel vorsieht.
Kurz gesagt, dein Beispiel stimmt vorne und hinten nicht.
:kaffee:
Theorie und Praxis...
Beispiel Dutt, der war doch auch mal Jahrgangsbester, seine Trainerkarriere war ja förmlich kometenhaft.
 
Das streite ich auch nicht ab, ich zweifle nur mittlerweile immer deutlicher an der Kompetenz von Baumann, Fritz kann ich nicht abschließend bewerten, bin da aber auch skeptisch, zumal er ja auch doch sicherlich in die bisherigen Abläufe hier eingeweiht wird und die sind in den letzten Jahren nicht so erfolgversprechend, denke ich.
Inkompetent ist Kohfeldt sicherlich nicht, ich sehe da nur eine für uns leider ziemlich verheerende Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis.

Du gehst von der (falschen) Annahme aus, dass ein Trainerwechsel etwas Positives bewirkt.
Das finde ich sehr blauäugig, angesichts der Schalker Wechsel oder Köln könnte ich nennen oder Mainz, Stellingen war da auch ganz gut.

Zweitens kau ich ungern Medienthesen nach, die nur einen Sinn haben, verkaufen.

Gerade Schlacke hat es bewundert, dass wir so stabile Verhältnisse haben und nannte uns als Vorbild.

Da ihr auch von Vermutungen und Annahmen ausgeht, die nicht belegbar sind, hau ich auch mal einen raus:

Ohne Kohfeld wären wir abgestiegen!

Und nochmal ein Appell zur Demut und zur Mäßigung,
Ich hab weder Bundesliga gespielt noch einen Bundesligisten trainiert,
ich hab nicht die Kompetenz die Arbeit Kohfelds beurteilen zu können.
Das nur an den Ergebnissen und am Tabellenstand auszumachen ist mir zu einfach und es könnte ohne Kohfeld auch so wie auf Schlacke aussehen. Wer will das ausschließen?
:)
 
Theorie und Praxis...
Beispiel Dutt, der war doch auch mal Jahrgangsbester, seine Trainerkarriere war ja förmlich kometenhaft.
Bei Dutt hatte ich aber vom ersten Moment die Überzeugung, dass es nichts wird bei Werder.
Grundsätzlich ist ein Jahrgangsbester nicht zwingend prädestiniert, ein erfolgreicher Trainer zu werden.
Es muss aber auch nicht so sein, dass der Jahrgangsbeste ein Garant für Erfolglosigkeit ist.
 
Bei Dutt hatte ich aber vom ersten Moment die Überzeugung, dass es nichts wird bei Werder.
Grundsätzlich ist ein Jahrgangsbester nicht zwingend prädestiniert, ein erfolgreicher Trainer zu werden.
Es muss aber auch nicht so sein, dass der Jahrgangsbeste ein Garant für Erfolglosigkeit ist.
Nagelsmann z.B. macht das ja ganz ordentlich, wobei ich nicht sicher bin ob er Jahrgangsbester war.
Letztlich auch egal.
 
Woher nimmst Du die Gewissheit, dass sie an uns vorbeiziehen,
Aus dem Tabellenstand?
Ich sehe das gar nicht so pessimistisch.
Ich finde, dass wir in dieser Saison besser spielen als in der letzten und auch besser als ich befürchtet habe.
Natürlich bin ich damit nicht zufrieden.
Aber ich sehe nicht, warum man uns jetzt als Abstiegskandidaten Nr. 1 sieht.
Dafür muss man doch die Leistungen von Schalke und Mainz komplett ausblenden.
Ich sehe nämlich nicht, dass die unbedingt an uns vorbei ziehen müssen.
 
Ich sehe das gar nicht so pessimistisch.
Ich finde, dass wir in dieser Saison besser spielen als in der letzten und auch besser als ich befürchtet habe.
Natürlich bin ich damit nicht zufrieden.
Aber ich sehe nicht, warum man uns jetzt als Abstiegskandidaten Nr. 1 sieht.
Dafür muss man doch die Leistungen von Schalke und Mainz komplett ausblenden.
Ich sehe nämlich nicht, dass die unbedingt an uns vorbei ziehen müssen.
Nicht zwingend, das ist richtig, auch Köln bekommt nicht viel gebacken.
Ich schliesse aber auch bei denen nicht aus, dass die wie letzte Saison Köln mal ne Serie starten und dann wird's eng für uns.
Ich bleibe skeptisch, ich trau unserer Truppe nicht.
Das Spiel gegen Union war mal wieder ne absolute Frechheit.
Mal wieder mit einfachsten Mitteln besiegt und keine Reaktion im Spiel.
Sehr ernüchternd.
 
Wenn der Primus den Stoff nicht versteht, ist er kein Primus.
Der Stoff des Jahrgangs ist, so sagt es der Name, an den Jahrgang orientiert.
Zweimal im Jahr werden die Unterrichtsinhalte überprüft und angepasst. Also ist der Stoff des Jahrgangs an die 30% Klausel gebunden, was also eine Anpassung an das untere Drittel vorsieht.
Kurz gesagt, dein Beispiel stimmt vorne und hinten nicht.
:kaffee:

Ja, ja unser Bildungswesen.:kaffee:
 
Nicht zwingend, das ist richtig, auch Köln bekommt nicht viel gebacken.
Ich schliesse aber auch bei denen nicht aus, dass die wie letzte Saison Köln mal ne Serie starten und dann wird's eng für uns.
Ich bleibe skeptisch, ich trau unserer Truppe nicht.
Das Spiel gegen Union war mal wieder ne absolute Frechheit.
Mal wieder mit einfachsten Mitteln besiegt und keine Reaktion im Spiel.
Sehr ernüchternd.

Es kann aber auch kein Anspruch sein jedes Jahr darauf zu hoffen, dass Mannschaften schlechter sind
und wir da unten "rumlümmeln" ohne etwas machen zu können. Ich fürchte neben dem sportlichen könnte uns der finanzielle Tod vielleicht noch viel eher ereilen.
 
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