Mir erschließt sich als Laien das Spielsystem von FK bis heute nicht. In seinen Anfangszeiten konnte er mit MK überraschende Momente kreieren, die ihm seit dessen Weggang elementar fehlen. FK will über Ballbesitzfußball sich definieren, wobei national wie international Hochgeschwindigkeitsfußball mit Pressing und Gegenpressing das erfolgreiche Modell ist.
Grundsätzlich würde ich behaupten, dass FK System schon funktionieren kann, wenn es gelänge speziell im MF Bälle zu halten und schnell gezielt weiter zu geben. Auf der einen Seite haben wir kaum schnelle Spieler und auf der anderen Seite ist beispielsweise ein Osako (der diese Position grundsätzlich ausfüllen könnte) nicht in der Lage, sich im Zweikampf durchzusetzen. Was sehen wir also nun? Es trifft der Ballbesitzfußball auf das Gegenpressing und unseren Spielern gelingt es meistens nur in der eigenen Hälfte den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Damit erreicht man zwar eine hohe Passquote, aber sobald es jenseits der Mittelinie geht, werden die Zuspiele diffus. Die Außen werden bei uns zugestellt und so versucht man in die Spitze zu spielen, wobei Spieler A nach links läuft, während der Ball nach rechts geht und vice versa. Über unsere Standards braucht man gar nicht zu sprechen. LB versucht zumeist den Kunstschuss, der ihm regelhaft misslingt. Im MF sind unsere Spieler von einer gravierenden Ballunsicherheit geprägt, so dass kaum ein Offensivspiel sich darstellt. Die Bälle gehen sehr schnell verloren. Wir haben pro Spiel um die 2-3 Torchancen, die nicht selten zufällig entstehen. Sind wir dann im Rückstand wird auf Kick and Rush umgestellt und zB ein Erras mit 1,98 m eingewechselt.
Das ist ja nun nicht neu, so dass ich wiederum als Laie mich frage, warum man dann das nichtfunktionale System nicht grundsätzlich versucht umzustellen? Unser Trainerprofessor ist aber nicht müde, den Medien seine brillante Ideen als Weisheiten zu verkaufen. Grundsätzliche Änderungen nimmt er nicht vor.
Jetzt wird wieder an die Ehre der Spieler appelliert. Das Spieler wie Moisander und TGS am Ende ihrer Karriere nicht gegen den Trainer aufbegehren, ist nur zu verständlich. Aus der Mannschaft selbst heraus kommt mir zu wenig. Daher werden wir uns durch den Rest der Saison würgen und dabei hoffen, drei Mannschaften am Ende hinter uns zu lassen.