Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

Den Wunsch nach Gleichstellung zu erreichen, in dem man andere schlechter stellt, ist nicht nur nicht fair sondern völlig daneben. Und genau diesen Wirkeffekt haben eben Quotenregelungen. Das hat mit Chancengerechtigkeit nichts mehr zu tun.
Doch, genau das hat was mit Chancengerechtigkeit zu tun, denn ohne Quote wählen die Männer, die jetzt in den Führungspositionen sitzen eben bevorzugt wiederum Männer aus (vielleicht sagt dir ja der "Thomas-Kreislauf" was). Die Quote ist dazu da, eben dieses Prinzip aufzubrechen.

Du hast ja auch immer noch nicht gezeigt, wo jetzt anhand von Quotenregelungen Männer benachteiligt würden. Der Artikel, den du verlinkt hattest, hat ja, wie schon gesagt, eher das Gegenteil beschrieben: nämlich dass sich Männer nach wie vor eher auf ihre Karriere konzentrieren können, weil das Kümmern um die Familie immer noch eher als Frauensache angesehen wird.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da viele ja der Meinung sind, dass Baumann und Bode Muschis sind, sollte die Parität hergestellt werden, indem man eher wieder Männer ranlässt.
Naja, Baumann und Bode sind unfähig (ist das die Definition für Muschi?), wie es aussieht.

Ich bin daher dafür, dass wir es mal mit Fähigen versuchen sollten. Bei der Bundeswehr habe ich mal ein paar Damen kennenlernen dürfen, denen ich den Job so zutraue, dass ich sagen kann, die können es besser, als die Muschis/unfähigen.
 
Wenn das die besseren sind/waren, dann ist das so. Was ist daran falsch?
Weisst du genau wer sich mit welchenQualifikationen beworben hat?

Macht es die Sache besser, wenn dein Chef eine männliche oder weibliche 0 ist? Also mir nicht. Aber klar jeder sucht sich einen Aufhänger.
Es geht darum, dass es, genau gegensätzlich zu dem, was du behauptest, gerade ohne Quote keinen fairen Wettbewerb gibt. Die Quote ist der Weg zu einem wirklich fairen Wettbewerb, bei dem dann irgendwann das Geschlecht hoffentlich tatsächlich keine Rolle mehr spielen wird. Auch hier noch einmal: Stichwort "Thomas-Kreislauf"
 
Ja, das ist mal ne tolle Argumentation. Männer sind halt einfach fähiger oder
Hat er nicht gesagt, er hat gesagt: Dass der fähigere,qualifizierte Chef sein sollte.
Dass das nicht immer so ist und war ist wohl so aber eine Quote um der Quote willen finde ich da auch nicht hilfreich.
Der oder die qualifiziertere soll den Job machen und Alle sind glücklich.
 
Der oder die qualifiziertere soll den Job machen und Alle sind glücklich.
Aber genau das passiert halt noch nicht. Und um die derzeit existierenden Strukturen aufzubrechen, benötigt es eine Quote. Die soll natürlich nicht ewig bestehen, sondern soll lediglich einen Prozess in Gang setzen, um am Ende tatsächlich mal einen fairen Wettbewerb zu haben, bei dem das Geschlecht keine Rolle spielt.
 
Aber genau das passiert halt noch nicht. Und um die derzeit existierenden Strukturen aufzubrechen, benötigt es eine Quote. Die soll natürlich nicht ewig bestehen, sondern soll lediglich einen Prozess in Gang setzen, um am Ende tatsächlich mal einen fairen Wettbewerb zu haben, bei dem das Geschlecht keine Rolle spielt.

Kann ich nachvollziehen, kann klappen, kann aber auch nicht klappen.
Ich denke eher, dass ganz allgemein in der Gesellschaft ein weiteres Umdenken stattfinden muss, ob das mit einer Quote gewährleistet ist, weiß ich nicht.
 
[QUOTE="Theonlein, post: 4826505, member: 2189" Ich glaube an die Systemimmanenz und dass sich das Beste auf Dauer darin auch durchsetzen wird.[/QUOTE]

Aber worauf ist es dann zurückzuführen, dass branchen- und länderübergreifend massiv mehr Männer als Frauen Leitungs- und Führungspositionen besetzen?
 
Und ich die Abschaffung/Novellierung der Düsseldorfer Tabelle und und und also hier gibt es Sorgen.

Erstaunlich, dass erst bei # 206 dieses Thema vorsichtig (in diesem Fall von dir) angekratzt wird. Oder habe ich es überlesen? Hier klinke ich mich auch nur ganz sporadisch ein und werde an keinerlei Diskussion hierzu teilnehmen - führt zu nichts, da wir diesbezüglich in Deutschland im falschen Jahrhundert (oder Jahrtausend ) leben.
Der Grund, warum dieser Punkt nicht früher aufgetaucht ist, ist eigentlich gar nicht so überraschend: Das Thema ist einfach viel zu heisssss und führt sehr schnell zur Polarisierung und zwar unabhängig davon wie vorsichtig sich jemand ausdrückt oder wie rechts- und pflichtbewußt jemand ist und auch handelt.

Denn oder nur (wie auch immer): Wie kann Gleichberechtigung in jeglicher und dabei meist einseitiger Form gefordert werden, wenn zeitgleich der Mann das zu nahezu 100 % diskriminierte Geschlecht in der gesamten Familiengesetzgebung ist. De facto gehört in unserem schönen zivilisierten Land grundsätzlich das Kind (so es denn klein genug ist und keine lebensbedrohenden Umstände dem zuwider laufen) ohne jegliche ernsthafte Prüfung zur Mutter. Der Vater ist quasi ohne Recht auf sein eigenes Kind. Und komme hier niemand mit dem gemeinsamen Sorgerecht, welches nur eine hohle Phrase darstellt und in den wesentlichen Dingen des Familienalltags nahezu wirkungslos bleibt.

Gegen Gleichberechtigung habe ich übrigens rein gar nichts - NUR WENN, dann bitte in allen wesentlichen Dingen des Lebens und nicht nur wenn es einem (sorry: einer) gerade paßt oder ausschließlich zum eigenen Vorteil ist.

Und ja: Ich weiss, wovon ich spreche. Ich kenne sowohl Mütter, die ohne jegliche Unterstützung und Unterhalt des Vaters auskommen müssen (was wirklich schlimm ist) und auch Väter, die sich und ihre Kinder (die Familie steht ja nur der Mutter zu) aufgegeben haben, weil der Staat es nicht anders vorlebt mit seiner unsäglichen Gesetzgebung.

Sehr passendes Thema auch und gerade alljährlich zur Weihnachtszeit - dieses Jahr nochmal verstärkt durch Corona etc.
 
Im Bekanntenkreis unserer Tochter konnte man feststellen, das Mitte zwanzig der Fortpflanzungstrieb eingesetzt hat, egal, wie die jeweiligen Voraussetzungen waren, ein Kind musste, wenn möglich noch 1-2 hinterher. Das ist grundsätzlich ja auch nicht zu verurteilen, aber die Kinder müssen ja auch erst einmal ausgetragen und werden und da bleiben Karrieren oft auf der Strecke, zumindest für einige Zeit. Die Frauen sind dabei immer die treibenden Kräfte, behaupte ich einfach mal, da mir nichts anderes bekannt.
 
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