Alles rund um Schule & Lehrer

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas matt
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Es ist aber schon ein Unterschied, ob Erwachsene sich über Themen äußern, oder ob Lehrer 11-jährigen ihre Meinung überstülpen.

Medienkompetenz, Lehre zu Wahrheiten und Lügen und der Umgang damit, gehört selbstverständlich in die Schule. Vor allem dann, wenn Kinder Opfer von geistigen Verwirrungen ihrer Eltern sein sollten. Ginge es nur darum den Kleinen Stoff in die Hirne zu pumpen, könnte man auch einfach nur Bücher verteilen.

P.S.: In Frankreich hat auch ein Vater versucht einem Lehrer den Mund zu verbieten. Der Vater sitzt nun hoffentlich für ein paar Jahre im Gefängnis, der Lehrer ist tot und der Täter zum Glück ebenfalls. Sowas passiert, wenn engstirnige Querdenker nicht mit freier Meinung zurecht kommen.
 
Der Lehrstoff beinhaltet aber auch das Thema Medienkompetenz und damit verbunden unter anderem auch die Aufklärung über Fake News.

Einmal das, und dann haben Lehrer auch nicht neutral zu sein. Dann kann man Kinder auch gleich von einem Roboter ausbilden lassen. Lehrer haben selbstverständlich eine Meinung und ihre Aufgabe ist es, Kinder und Jugendliche zu denkenden Menschen zu erziehen. Und zwar auch und GERADE DANN, wenn die Eltern ihren Kindern das Denken verbieten wollen. Sei es, weil sie religiöse Spinner sind oder sei es, weil ihr Aluhut sich ihnen so tief ins Hirn gegraben hat, dass man um die Kinder und ihre Zukunft Angst und Bange haben muss. Wenn man "neutrale" Lehrer haben will, dann muss man seine Kinder an die Privatschule seiner Wahl schicken wo die Kinder unter ihresgleichen sind und die von den Eltern bezahlten Lehrer die neutrale Haltung einnehmen für die sie von den Eltern bezahlt werden. Also an einer katholischen Schule ist man dann zb neutral Katholisch und tritt morgens zu neutralen Gebeten an.
 
Medienkompetenz, Lehre zu Wahrheiten und Lügen und der Umgang damit, gehört selbstverständlich in die Schule. Vor allem dann, wenn Kinder Opfer von geistigen Verwirrungen ihrer Eltern sein sollten. Ginge es nur darum den Kleinen Stoff in die Hirne zu pumpen, könnte man auch einfach nur Bücher verteilen.
Selbstverständlich gehört das in die Schule, nur muss dabei die Neutralität gewahrt bleiben und wann sind Kinder Opfer von geistig verwirrten Eltern, wer bestimmt das? Du mit deiner Meinung oder ich mit meiner?
Nein, nur Bücher verteilen, reicht sicher nicht. Auch hier ist Lehrers Wort gefragt und dabei bleiben zwei plus zwei vier und nicht drei oder fünf.
 
Nein, nur Bücher verteilen, reicht sicher nicht. Auch hier ist Lehrers Wort gefragt und dabei bleiben zwei plus zwei vier und nicht drei oder fünf.

Da wo es reine Fakten gibt, werden Fakten auch gelehrt, zumindest in meiner Schulzeit
Manchmal auch da, wo es richtigen keine Fakten gibt.
Bei "Interpretationen" im Deutsch LK oder bei Fragen "Was will uns der Autor damit sagen?" gabs bei uns nur die Lösungen als richtig, die auch im Lösungsbuch standen. Eigene Meinungen wurde nur selten und wenn, dann überwiegend von den Mädels anerkannt. Bin da regelmäßig mit 2,3,4 Punkten aus den Klausuren gegangen
Hatte damals wohl nicht genug Brustumfang... :D

Das fand ich tatsächlich schräg.
Mit anderen Lehrern, in Politik oder Geschichte z.B. konnte man hingegen teilweise sehr schön diskutieren.

Kommt eben immer auf die Lehrer an. Manche sind gut, manche weniger und auch das liegt oft nur im Auge des Betrachters.
 
Es ist aber schon ein Unterschied, ob Erwachsene sich über Themen äußern, oder ob Lehrer 11-jährigen ihre Meinung überstülpen.
Schon bei unserem Kleinen (3. Klasse) stelle ich fest, wie Themen behandelt werden, die, wie ich finde, nichts in der Schule zu suchen haben.
Lehrer haben neutral zu sein, sie sollen den Lehrstoff vermitteln und nicht ihre Wertevorstellungen an das Kind bringen.
Aus der Erzählung auf die ich mich bezog kann ich erstmal nichts entnehmen was dem widerspricht. Kann natürlich sein das Angry_C hier verkürzt hat. So wie geschrieben erstmal nix was zu einer Beschwerde führen sollte.
 
wann sind Kinder Opfer von geistig verwirrten Eltern

Leider viel zu häufig. Du bekommst ja nun im persönlichen Kontakt ziemlich schnell mit wie Menschen ticken. Stell dir vor wie sich ein Kind in Grund und Boden schämen muss wenn es mitbekommt, dass seine Eltern einer Lehrkraft verbieten wollen die Funktionsweise von Desinformation aufzudecken. An meiner Schule damals haben die Lehrer recht erfolgreich versucht uns zu kritischen Menschen zu erziehen, zu hinterfragen und anzuprangern wo nötig, in den Diskurs zu gehen und den Austausch zu suchen. Ja, sowas kann dann zu Hause natürlich schon mal zu Problemen führen wenn der Nachwuchs merkt was die alten für einen Stuss reden.
 
Der Lehrstoff beinhaltet aber auch das Thema Medienkompetenz und damit verbunden unter anderem auch die Aufklärung über Fake News.
:tnx:

Und in diesem Zusammenhang u.a. auch der Hinweis über die Bedeutung der Pressefreiheit bzw. die Folgen, was passiert, wenn diese von den PolitikerInnen beschnitten wird, die von den Lügenpresse- und Fake-News-Schreihälsen in die Regierung gewählt werden.
 
Leider viel zu häufig. Du bekommst ja nun im persönlichen Kontakt ziemlich schnell mit wie Menschen ticken. Stell dir vor wie sich ein Kind in Grund und Boden schämen muss wenn es mitbekommt, dass seine Eltern einer Lehrkraft verbieten wollen die Funktionsweise von Desinformation aufzudecken. An meiner Schule damals haben die Lehrer recht erfolgreich versucht uns zu kritischen Menschen zu erziehen, zu hinterfragen und anzuprangern wo nötig, in den Diskurs zu gehen und den Austausch zu suchen. Ja, sowas kann dann zu Hause natürlich schon mal zu Problemen führen wenn der Nachwuchs merkt was die alten für einen Stuss reden.
:tnx:

Kann ich aus eigenen Beobachtungen bestätigen. Bevor ich als Schüler nach Bremen zog, besuchte ich ein stockkonservatives Gymnasium in einer ebenso stockkonservativen Gegend. In einer Zeit (Anfang der 1980er Jahre), in der die Demos der Friedens- und Umweltbewegungen Hochkonjunktur hatten. Dennoch gab es dort ein paar wenige couragierte und engagierte LehrerInnen, die uns ermutigten, diese verkrusteten Strukturen aufzubrechen, d.h. nicht das Meinungsbild von Eltern, Lehrern und auch anderen Menschen aus dem persönlichen Umfeld als gegeben hinzu- bzw. es ungefiltert zu übernehmen, sondern sich eine eigene Meinung zu bilden bzw. diese auch zu vertreten. Ich persönlich hatte damit weniger Probleme, weil meine Eltern auch aufgrund der Erfahrungen ihrer (Groß-)Eltern in der NS-Zeit meine Geschwister und mich zum kritischen Denken, Hinterfragen und zum Stehen für der eigenen Überzeugungen erzogen haben. Aber in meinem Freundeskreis kam es häufig zu den von Dir erwähnten Reibereien im Elternhaus.
 
Wenn man "neutrale" Lehrer haben will, dann muss man seine Kinder an die Privatschule seiner Wahl schicken wo die Kinder unter ihresgleichen sind und die von den Eltern bezahlten Lehrer die neutrale Haltung einnehmen für die sie von den Eltern bezahlt werden. Also an einer katholischen Schule ist man dann zb neutral Katholisch und tritt morgens zu neutralen Gebeten an.
Ich war an einem Gymnasium in katholischer Trägerschaft, weil es die sinnvollste Option in der Gegend war, und muss fairerweise sagen, ja, Religion war dort natürlich viel stärker sichtbar, aber, nein, zumindest wer nicht katholisch war wie ich, musste auch nicht zur Messe gehen. Im Unterricht, abgesehen von Religion, war das auch kein Thema. Von daher hätte zumindest an meiner Schule die ggf von den Eltern gewünschte Indoktrination nicht unbedingt geklappt.
 
:tnx:

Kann ich aus eigenen Beobachtungen bestätigen. Bevor ich als Schüler nach Bremen zog, besuchte ich ein stockkonservatives Gymnasium in einer ebenso stockkonservativen Gegend. In einer Zeit (Anfang der 1980er Jahre), in der die Demos der Friedens- und Umweltbewegungen Hochkonjunktur hatten. Dennoch gab es dort ein paar wenige couragierte und engagierte LehrerInnen, die uns ermutigten, diese verkrusteten Strukturen aufzubrechen, d.h. nicht das Meinungsbild von Eltern, Lehrern und auch anderen Menschen aus dem persönlichen Umfeld als gegeben hinzu- bzw. es ungefiltert zu übernehmen, sondern sich eine eigene Meinung zu bilden bzw. diese auch zu vertreten. Ich persönlich hatte damit weniger Probleme, weil meine Eltern auch aufgrund der Erfahrungen ihrer (Groß-)Eltern in der NS-Zeit meine Geschwister und mich zum kritischen Denken, Hinterfragen und zum Stehen für der eigenen Überzeugungen erzogen haben. Aber in meinem Freundeskreis kam es häufig zu den von Dir erwähnten Reibereien im Elternhaus.
Da bist Du ja schon in einer sehr liberalen Zeit groß geworden. Zu meiner "Kampfzeit" kamen dann von den damals Alten (zum Glück fast ausgestorben) Aussagen wie, "die sollte man vergasen". Es gab Lehrer, die schwebten noch im Gestern und eben andere, die einen gerne an die Schulzeit erinnern lassen
 
Da bist Du ja schon in einer sehr liberalen Zeit groß geworden. Zu meiner "Kampfzeit" kamen dann von den damals Alten (zum Glück fast ausgestorben) Aussagen wie, "die sollte man vergasen". Es gab Lehrer, die schwebten noch im Gestern und eben andere, die einen gerne an die Schulzeit erinnern lassen

Die Zeit war schon liberal, nur dieser Liberalismus war in der Gegend, wo ich aufgewachsen bin (Niederrhein) damals noch nicht wirklich angekommen. In dieser tief katholischen Gegend wurdest du als Protestant zu der Zeit mitunter noch als Heide stigmatisiert und als ich 1980 in des vorhin erwähnte Gymnasium kam, war mein Jahrgang erst der zweite mit geschlechtlich gemischten Klassen.
 
heute haben sie in der Grundschule Religion, ob sie wollen oder nicht

Was ich auch wirklich merkwürdig finde. Ein guter Freund ist Reli-Lehrer, der versucht das schon irgendwie historisch-philosophisch zu machen (und nicht wie bei mir früher wie eine Messe), aber für mich gehört dieses Fach als "Religion" nicht an Schulen. Beziehungsweise nur in einem gemeinsamen Kontext der das Konzept von Religion im allgemeinen behandelt und nicht einer bestimmten im Speziellen. Also wie entstehen Religionen, wann sind sie entstanden und warum, welche Religionen haben mal ein Reich geprägt aber spielen heute keine Rolle mehr, wie wirkten Religionen in ihrer Entstehung und Hochphase. Eigentlich müsste man dann noch auf die Werte kommen, die eine Religion transportiert aber DAS ist dann ein Minenfeld.
 
Es ist ein "ordentliches Schulfach" - also verpflichtend.
Kommt darauf an, welcher Jahrgang du bist. Ich musste auch Religion in der Oberstufe belegen oder alternativ Ethik. Bei mir ist es nun ein bisschen her, aber aus dem Religionsunterricht kam man nicht raus.
Heute ist vieles anders. Allein der Konformationsunterricht bei mir war im zweiten Jahr 2x je 2 h/Woche. Es wurden Listen geführt, wie oft man sonntags in der Kirche war. Ich meine 20 bis 25x/Jahr war bei uns damals Pflicht in Syke. Die Zeiten ändern sich...
 
Kommt darauf an, welcher Jahrgang du bist. Ich musste auch Religion in der Oberstufe belegen oder alternativ Ethik. Bei mir ist es nun ein bisschen her, aber aus dem Religionsunterricht kam man nicht raus.
Heute ist vieles anders. Allein der Konformationsunterricht bei mir war im zweiten Jahr 2x je 2 h/Woche. Es wurden Listen geführt, wie oft man sonntags in der Kirche war. Ich meine 20 bis 25x/Jahr war bei uns damals Pflicht in Syke. Die Zeiten ändern sich...

Bei mir hieß das früher "Werte und Normen". Und jetzt wollte ich gerade mal googeln ob das immer noch so heißt und muss zugeben, ich bin ein wenig fassungslos (und davon abgesehen war mir nicht klar WIE recht du mit dem Markierten hast):


Werte und Normen soll auch an Grundschulen ordentliches Unterrichtsfach werden. Nach Planungen des Niedersächsischen Kultusministeriums soll diese Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach zum Schuljahr 2025/2026 im Primarbereich eingeführt werden, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne erläutert. Bisher wird Werte und Normen erst ab dem 5. Schuljahrgang angeboten.
So weit so gut. Aber dann:

„Der Religionsunterricht ist als einziger Unterricht grundgesetzlich verankert
Bidde was?? DAS war mir bis heute so nicht bewusst.....grundgesetzlich?! Wo leben wir??
 
Seit wann ist Religionsunterricht denn verpflichtend? :denk:
Es steht im Zeugnis, sie schreiben Arbeiten und bekommen Zensuren. Wie und im welchem Umfang Reli bearbeitet wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Grundsätzlich bin ich nicht für Religion an den Schulen, grundsätzlich auch gegen Religion im öffentlichen Umfeld. Es ist durch die Kirche zuviel passiert in Vergangenheit und Gegenwart, als das ich dem etwas abgewinnen kann. Ich muss nicht in der Kirche sein um "christlich" zu handeln.
 
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