Schlimmer wirds hoffentlich nicht. WeinzierlFrag mal bei deinen Kumpels aus Schlacke nach
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Ich weiß, was Du meinst.
Aber:
S08 ist seit Jahrzehnten ein Vereinsgebilde mit Vereinsführungen, die seinesgleichen suchen.
Vielleicht die Zeit mit Assauer mal ausgenommen, waren dort häufig Möchtegernverantwortliche, mit irrealistischen Plänen und einer aberwitzigen Selbstüberschätzung der gegebenen Voraussetzungen.
Der VFB Stuttgart ist nicht ganz so zu bewerten, aber auch dort herrschen Führungschaos und keine guten Voraussetzungen für einen Trainer, ruhig arbeiten zu können.
Hinterfragt oder sieht man sich Weinzierls vierjährige Arbeit als Trainer beim FC Augsburg an, dann kann man das genaue Gegenteil erkennen.
Mit einem, sagen wir mal, unüppigen Kader hat er sogar die EL geschafft.
Er hat also gezeigt, dass er genau das kann, was Werder perspektivisch wieder erreichen will.
Zudem ist er kein Selbstdarsteller und Lautsprecher.
Übrigens kann man bei jedem Trainer die negativen und positiven Seiten sehen.
Man sollte beide Seiten davon auch bewerten, nicht nur eine davon.
Macht man das, dann ist jeder Trainer und sei er noch so gut oder schlecht irgendeinmal mit seinem Latein am Ende.
Das war bei Größen, wie z. B. Pepsi, Klopp (7 Jahre BVB), Pochenttino (7 Jahre Tottenham), Mourinho, etc. der Fall.
Ebenso und noch viel, viel krasser bzw. schneller war das immer bei den sogenannten "kleinen" Trainern zu sehen.
Labbadia, den sich einige hier in der gegenwärtigen Situation sogar gewünscht haben, steht beispielhaft dafür.
Häufig in Krisensituationen gekommen und gute Arbeit leistend, war er relativ schnell wieder weg.
Andere seiner "Gewichtsklasse" ebenso.
Wüde man NUR die positive Seite von Labbadias Arbeit bewerten, hätte er das Zeug zu einem Startrainer.
Hat er aber eben nicht.
Weinzierl habe ich deshalb genannt und als geeignet empfunden, weil er eben loyal gegenüber dem Verein scheint, schon den Beweis einer nachhaltig guten Arbeit erbracht hat, in einem "guten Alter" ist und wohl auch die Spieler "erreichen" kann.
Seine gute Arbeit hat er in Augsburg in einer ruhig geführten (Reuter) Umgebung geleistet, die der positiven Art bei Werder ähnlich gewesen ist.
Wenn ich über Trainer nachdenke, die diesem umfangreichen Anforderungsprofil entsprechen, fällt mir eigentlich kein anderer ein.
Klar ist aber auch, dass Weinzierl (und jeder andere, neue Trainer auch) ebenso scheitern kann.
Denn ob es klappt, zeigt die tägliche Arbeit und der sich daraus ergebende Erfolg bzw. Misserfolg.

