Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

...Ein Abstieg wäre uns wohl teurer gekommen als ein Rauswurf von Kohfeldt. Warum ist es für dich so schwer zu verstehen, dass man viel von ihm hält? ....

Wenn Du den Quatsch, den Baumann den Medien erzählt, tatsächlich glaubst, dann ist klar, dass Du Baumann so ansiehst.

Baumann hat auch mal einen V. Skripnik für den bestmöglichen Trainer gehalten, den Vertrag verlängert und dann doch ein paar Wochen später entlassen. Wahrscheinlich glaubst Du tatsächlich, was Baumann da erzählt hat.
Wenn Du nachdenkst, kommst Du aber selbst drauf, dass Baumann (dessen größte Eigenschaft für Bode das „Integrative“ ist - zu deutsch: das Denken für die Familie Werder [vulgo: die Versorgung]) das so gemacht hat, damit Skripnik vor seiner Entlassung noch finanziell abgesichert wird.

Und auch im Fall Kohfeldt kann Baumann nicht meinen, was er sagt. Denn Kohfeldt hat sich verändert. Ging er am Anfang auf das Team ein, brachte Stärken hervor, formte aus Einzelkämpfern eine Mannschaft, vermittelte über Basics im Training Selbstvertrauen und Teamgeist und machte intuitiv viel richtig. Damit kam er auch gut durch die zweite Saison.
Aber danach wollte er den Erfolg erzwingen - und machte statt intuitiv richtig nur noch überlegt viel falsch: Positionsfremd Aufstellen, theoretische Modelle für das Team entwerfen, das die Spieler der Mannschaft nicht umsetzen konnten, er vernachlässigte die Basics und nahm so Selbstvertrauen und den Teamgeist, er erkannte die Defizite der med. Abteilung und im Physio-Bereich nicht und wollte mit immer anderen Spielern immer dasselbe ....das kann nie gutgehen über so lange Zeit. Er ist zu wenig auf die Spieler eingegangen. Ballbesitz mit technisch schwachem Mittelfeld ohne Ideen, Vierer- und Dreierkette im Wechsel mit langsamen Innenverteidigern... Rashica von links in die Mitte ziehen und ihn so seiner Stärke berauben, Konterfussball ohne schnelle Stürmer, Dauerauftritte von Osako, der alle 19 Spiele mal besser als katastrophal spielt usw. ...es hört nicht auf.
So was sieht jeder, der selbst gespielt hat.
Aber glaub ruhig, dass Baumann und Bode viel von ihm halten. Wenn die Ende der Saison Werder zum Abstieg gebracht haben, wirst Du das wohl immer noch denken.
 
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...Zuguterletzt: Studien zum Thema Trainerwechsel machen keinen Sinn weil es in einem Profifußballverein einfach zu viele Faktoren gibt, die die sportliche Entwicklung beeinflussen. Vereinfacht gesagt kann der Trainerwechsel Ursache des Problems oder eben nur ein Symptom sein. Die Vergleichbarkeit ist einfach nicht gegeben, weil viele Vereine den Trainer rausschmeißen um andere Misstände zu kaschieren.
Hier ist FK aber weniger ein Sündenbock und mehr Teil des Problems. Da muss man einfach differenzieren und sowas kann eine Studie nicht in ausreichender Form gewährleisten.
Die Defizite in der vergangenen Saison in Bezug auf Fitness, Athletik, individueller fussballerischer Qualitaet, Taktik, Spieleroeffnung, Zweikaempfe..., sprich so ziemlich allem waren so offensichtlich, da bedurfte es keiner Statistik um zu wissen das ein Trainerwechsel mehr als berechtigt gewesen waere bzw. eine aeusserst hohe Wahrscheinlichkeit bestand dass der Nachfolger es auch nicht schlechter gemacht haette. Es gab in der Vergangenheit sicherlich Trainerwechsel die man unter der Rubrik fragwuerdig verbuchen kann, aber FKs Versagen in der vergangenen Saison war so eindeutig das man eine Abloesung haette nachvollziehen koennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann und darf niemanden ernsthaft überraschen. Wenn ein Verein in schwere See gerät, ist das fast immer multifaktoriell. Der Trainer wird als schwächstes Glied zumeist als erstes gefeuert und der "Feuerwehrmann" kann bestenfalls kurzfristig mannschaftliche Reserven heben. Dieser Effekt verpufft relativ schnell und die Probleme, die zu dem Absturz geführt haben, treten offen erneut zutage. Damit kommen dann auch wieder die negativen Ergebnisse.
Durchaus berechtigter Einwand, allerdings nur dann wenn sich Pro- und Kontra Trainer in etwa die Waage halten. Vergangene Saison gab es so gut wie nichts das fuer die Arbeit von FK gesprochen haette, ausser der Tatsache das bei einem FK Abgang auch ein FB und MB in die Schusslinie geraten waeren.
 
Wenn Du den Quatsch, den Baumann den Medien erzählt, tatsächlich glaubst, dann ist klar, dass Du Baumann so ansiehst.

Baumann hat auch mal einen V. Skripnik für den bestmöglichen Trainer gehalten, den Vertrag verlängert und dann doch ein paar Wochen später entlassen. Wahrscheinlich glaubst Du tatsächlich, was Baumann da erzählt hat...
Diese reflexartige Unterstuetzung, unter Ausblendung der Realitaet wird in unserer Kultur mehr und mehr salonfaehig. Fakten zaehlen nur noch dann wenn sie in das eigene Weltbild passen...leider.
 
Gebe FK max. 10 Saisonspiele. Danach Kassensturz. Dabei darf es kein Tabu geben. Finde die Kapitänswahl bedenklich und auch der Auftritt gegen Jena nicht wirklich Grund zum Jubeln. Bin gespannt für Samstag gegen Hertha. Mit ner Niederlage zu starten ist psychologisch ganz schwer aufzuarbeiten insbesondere nach der letzten Saison. Und ja ich befürworte einen Trainerwechsel. Jeder aktive Fussballer kennt diesen Effekt und hat schon oft geholfen.
 
Wenn Du den Quatsch, den Baumann den Medien erzählt, tatsächlich glaubst, dann ist klar, dass Du Baumann so ansiehst.

Baumann hat auch mal einen V. Skripnik für den bestmöglichen Trainer gehalten, den Vertrag verlängert und dann doch ein paar Wochen später entlassen. Wahrscheinlich glaubst Du tatsächlich, was Baumann da erzählt hat.
Wenn Du nachdenkst, kommst Du aber selbst drauf, dass Baumann (dessen größte Eigenschaft für Bode das „Integrative“ ist - zu deutsch: das Denken für die Familie Werder [vulgo: die Versorgung]) das so gemacht hat, damit Skripnik vor seiner Entlassung noch finanziell abgesichert wird.

Und auch im Fall Kohfeldt kann Baumann nicht meinen, was er sagt. Denn Kohfeldt hat sich verändert. Ging er am Anfang auf das Team ein, brachte Stärken hervor, formte aus Einzelkämpfern eine Mannschaft, vermittelte über Basics im Training Selbstvertrauen und Teamgeist und machte intuitiv viel richtig. Damit kam er auch gut durch die zweite Saison.
Aber danach wollte er den Erfolg erzwingen - und machte statt intuitiv richtig nur noch überlegt viel falsch: Positionsfremd Aufstellen, theoretische Modelle für das Team entwerfen, das die Spieler der Mannschaft nicht umsetzen konnten, er vernachlässigte die Basics und nahm so Selbstvertrauen und den Teamgeist, er erkannte die Defizite der med. Abteilung und im Physio-Bereich nicht und wollte mit immer anderen Spielern immer dasselbe ....das kann nie gutgehen über so lange Zeit. Er ist zu wenig auf die Spieler eingegangen. Ballbesitz mit technisch schwachem Mittelfeld ohne Ideen, Vierer- und Dreierkette im Wechsel mit langsamen Innenverteidigern... Rashica von links in die Mitte ziehen und ihn so seiner Shärke berauben, Konterfussball ohne schnelle Stürmer, Dauerauftritte von Osako, der alle 19 Spiele mal besser als katastrophal spielt usw. ...es hört nicht auf.
So was sieht jeder, der selbst gespielt hat.
Aber glaub ruhig, dass Baumann und Bode viel von ihm halten. Wenn die Ende der Saison Werder zum Abstieg gebracht haben, wirst Du das wohl immer noch denken.
Du vergleichst hier aber Äpfel und Birnen. Wie ich schon geschrieben habe, man hätte Kohfeldt schon lange entlassen können, hat man aber nicht.
Warum sollte man in einer solchen Seuchensaison am Trainer festhalten, wenn nicht aus dem Grund, dass man viel von ihm hält? Was ist daran so schwer zu akzeptieren? Nur weil er deiner Meinung nach nichts taugt und du meinst, das MUSS auch jeder andere so sehen? Bei Skripnik mag das sogar zum Teil so gewesen sein, aber auch da denke ich, dass man schon an ihm festhalten wollte, dann aber der Druck von Außen zu hoch wurde, zumal Skripnik in Sachen Talent deutlich unterhalb Kohfeldts anzusehen ist. Es ist ja kein Geheimnis, dass Kohfeldt ein ungeheures Standing innerhalb der Mannschaft und auch des Vereins hat. Und auch bei Medien ist er sehr beliebt. War schon erstaunlich, dass der Druck der Medien auf Werder verhältnismäßig gering war letzte Saison. Normalerweise wird ein Trainerwechsel von Außen viel stärker gefordert.
 
Kannst du mir ein Zitat vorweisen, wo ich sowas behauptet habe? Ich schätze nein, denn diese Aussage habe ich nie getätigt. Vielleicht meinst du Robert Kennedy aber soweit ich weiß ist der nicht im Werderforum aktiv.
Um mal zurück zum Thema zu kommen: Wer versucht, den Sinn und Unsinn von Trainerwechseln anhand von vermeintlich wissenschaftlichen Studien zu diskutieren sollte sich sowohl aus Fußballforen als auch aus wissenschaftlichen Debatten raushalten.


.... blanke angewandte Theorie, um dann mit Unsachlichkeit zu reagieren. Das kommt dabei herau,s wenn man zu viel
heat maps liest.;)
 
Hinsichtlich er Kontrollmechanismen möchte ich auch nicht widersprechen und mir ist es auch wumpe, in welche Richtung die Ergebnisse solcher Studien gehen. Denn mir geht es allein darum, daß ein (Nicht-)Trainer-Wechsel von so vielen Eventualitäten beeinflusst werden kann und wird,, so daß aufgrund dieses Volumen auch die Wissenschaft an ihren Grenzen stößt, zuverlässige Resultate liefen können. Sie kann zwar anhand der Zahlen, daß ein Trainerwechsel in X % der Fälle erfolgreich war und in Y % der Fälle nicht und ich gestehe ihr auch gerne einen Faktor einigermaßen zuverlässiger Annahmen zu. Doch alle Eventualitäten wird sie definitiv nicht einbeziehen können, um wirklich zutreffende Ergebnisse zu liefern. Nur mal so als Beispiel die Auswirkungen eines (Nicht-) Trainerwechsels auf die Mannschaft: wie viele Spieler begrüßen die in welche Richtung auch immer gehende Entscheidung der Geschäftsführung bzw. wie viele lehnen diese ab? Wie stark wirkt sich dies auf Motivation und Leistung eines jedes einzelnen Spielers aus? In wie weit verändert sich dadurch die Stimmung in der Mannschaft? Wie kann die Wissenschaft einen etwaigen Neuen-Besen-Effekt messen, wenn a) der Club am bisherigen Coach festhält und b) demzufolge dessen designierter Nachfolger nicht bekannt ist? Wie sollen bei Unbekannten wie diesen zuverlässige Analysen erstellt werden?

Die "Wahrheit" wirst du selbstverständlich nicht bekommen, das ist auch nicht Sinn der Übung. Ich hatte das letzte Saison als ein Beispiel gebracht, und jetzt auch wieder, um zu verdeutlichen, dass es...sagen wir mal "Hinweise" ;) darauf gibt, daß "Kopf ab" und neuer Kopf nicht unbedingt als zielführende Handlung mit zwingend positiven Resultaten zu sehen ist. Statistisch ist offenbar das Gegenteil der Fall. Wie man bei den ganzen Unbekannten zu solchen Überlegungen kommt? Indem man sich alle Trainerwechsel, unter bestimmten Voraussetzungen, seit 1963 anguckt und sie mit Mannschaften vergleicht, die in vergleichbarer Situation nicht den Trainer gewechselt haben. Für zukünftige Studien dieser Art, wäre Werder also ziemlich sicher sowohl Mitglied der Kontrollgruppe (Saison 19/20), als auch der Primärgruppe. Deine beispielhafte Frage "wie viele Spieler begrüßen die (...)" zum Beispiel ist ein Faktor, wenn nicht DER Faktor, der mMn. wirklich in die Entscheidungsfindung für einen Trainerwechsel ganz oben steht, gibt er doch Aufschluss darüber, ob das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft intakt ist. Lautet die Antwort hier, dass das Verhältnis nicht intakt ist, dann ist ein Trainerwechsel mehr oder weniger alternativlos (da man ja nicht die Mannschaft austauschen kann). Bei Bayern München war genau das der Fall. Bei Werder war es das genaue Gegenteil, auch wenn es viele hier nicht glauben wollten und trotzdem einen Skalp präsentiert bekommen wollten. Heute wissen wir, dass das Verhältnis nicht nur intakt war, sondern offenbar sogar zu eng.

Wenn du darin deine Erfüllung gefunden hast, wünsche ich dir viel Spaß dabei.

Ach, meine Erfüllung finde ich woanders. Ich fand es nur lustig wie du im ersten und zweiten Aufschlag etwas negativ bewertest das du nicht kennst, und dafür ausgerechnet von unserem 5G-Spezialisten gelobt wirst ;)
 
Die "Wahrheit" wirst du selbstverständlich nicht bekommen, das ist auch nicht Sinn der Übung. Ich hatte das letzte Saison als ein Beispiel gebracht, und jetzt auch wieder, um zu verdeutlichen, dass es...sagen wir mal "Hinweise" ;) darauf gibt, daß "Kopf ab" und neuer Kopf nicht unbedingt als zielführende Handlung mit zwingend positiven Resultaten zu sehen ist. Statistisch ist offenbar das Gegenteil der Fall. Wie man bei den ganzen Unbekannten zu solchen Überlegungen kommt? Indem man sich alle Trainerwechsel, unter bestimmten Voraussetzungen, seit 1963 anguckt und sie mit Mannschaften vergleicht, die in vergleichbarer Situation nicht den Trainer gewechselt haben. Für zukünftige Studien dieser Art, wäre Werder also ziemlich sicher sowohl Mitglied der Kontrollgruppe (Saison 19/20), als auch der Primärgruppe. Deine beispielhafte Frage "wie viele Spieler begrüßen die (...)" zum Beispiel ist ein Faktor, wenn nicht DER Faktor, der mMn. wirklich in die Entscheidungsfindung für einen Trainerwechsel ganz oben steht, gibt er doch Aufschluss darüber, ob das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft intakt ist. Lautet die Antwort hier, dass das Verhältnis nicht intakt ist, dann ist ein Trainerwechsel mehr oder weniger alternativlos (da man ja nicht die Mannschaft austauschen kann). Bei Bayern München war genau das der Fall. Bei Werder war es das genaue Gegenteil, auch wenn es viele hier nicht glauben wollten und trotzdem einen Skalp präsentiert bekommen wollten. Heute wissen wir, dass das Verhältnis nicht nur intakt war, sondern offenbar sogar zu eng.



Ach, meine Erfüllung finde ich woanders. Ich fand es nur lustig wie du im ersten und zweiten Aufschlag etwas negativ bewertest das du nicht kennst, und dafür ausgerechnet von unserem 5G-Spezialisten gelobt wirst ;)

Punkt1:
Dieser Vergleich ist in meinen Augen schon absolut untauglich, weil man die reine Aktion des Trainerwechsels oder -haltens bei unterschiedlichen Vereinen gar nicht vergleichen kann.
Da gibt es einen ganzen Haufen äusserer und innerer Umstände abseits des Trainers, die Einfluss darauf haben ob der Verein erfolgreich ist oder nicht.

Zum zweiten markierten Absatz, mag sein, dass hier jemand gemeint hat, dass die Jungs hier gegen den Trainer spielen, ich hab das nie.
Ganz im Gegenteil, die sind Alle offenbar Kumpels.
Leider hat man oft nicht das Gefühl gehabt, dass die Spieler auch für ihren Kumpel bis zum letzten Schweißtropfen gehen, sondern die "Einsatzgarantien" eher dazu geführt haben, dass die eben den letzten Tick Motivation vermissen lassen.
Stinkstiefel gab es da in der Mannschaft offenbar auch nicht.
Spieler, die sich mal negativ geäussert haben, was äusserst selten vorkam, waren schlicht auf dem Abstellgleis und kamen da auch nicht mehr raus.
 
Deine beispielhafte Frage "wie viele Spieler begrüßen die (...)" zum Beispiel ist ein Faktor, wenn nicht DER Faktor, der mMn. wirklich in die Entscheidungsfindung für einen Trainerwechsel ganz oben steht, gibt er doch Aufschluss darüber, ob das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft intakt ist. Lautet die Antwort hier, dass das Verhältnis nicht intakt ist, dann ist ein Trainerwechsel mehr oder weniger alternativlos (da man ja nicht die Mannschaft austauschen kann). Bei Bayern München war genau das der Fall. Bei Werder war es das genaue Gegenteil, auch wenn es viele hier nicht glauben wollten und trotzdem einen Skalp präsentiert bekommen wollten. Heute wissen wir, dass das Verhältnis nicht nur intakt war, sondern offenbar sogar zu eng.
Solche Faktoren bestreite ich auch gar nicht; im Gegenteil, ich habe in meinem vorherigen Post doch selbst welche genannt. Doch dieses Vorbringen von weiteren Aspekten beantwortet nicht meine bereits gestellte Frage, wie die Wissenschafter zuverlässige Studien über die Wirkungen von nicht erfolgten (Nicht-) Trainerentlassungen stellen kenn, wenn sie zB vom Innenleben in der Kabine bzw. in den Köpfen der Spieler ählich viel bzw. wenig wissen wie wir Foristen?


Ach, meine Erfüllung finde ich woanders. Ich fand es nur lustig wie du im ersten und zweiten Aufschlag etwas negativ bewertest das du nicht kennst, und dafür ausgerechnet von unserem 5G-Spezialisten gelobt wirst ;)
Mit anderen Worten: du kennst die Vorgänge und kannst sie deshalb positiv bewerten? Dann wirst du meine Frage über Zuverlässigkeit solcher Studien hinsichtlich der Wirkungen bei nicht erfolgten (Nicht-)Trainerentlassungen sicherlich fundiert beantworten können ;)
 
....Nur weil er deiner Meinung nach nichts taugt und du meinst, das MUSS auch jeder andere so sehen? Bei Skripnik mag das sogar zum Teil so gewesen sein, aber auch da denke ich, dass man schon an ihm festhalten wollte, dann aber der Druck von Außen zu hoch wurde, zumal Skripnik in Sachen Talent deutlich unterhalb Kohfeldts anzusehen ist....

Niemand muss es so sehen wie ich. Aber ich möchte dann mal konkrete Argumente hören, die untermauern, warum er der richtige ist. Ich habe mehrere Argumente für meine Kritik aufgeführt und kein bashing betrieben. Ich habe FKs Leistung kritisiert und war für seine Ablösung - und bin es immer noch. Offenbar als einer der wenigen.

Und das wundert mich. Manche, die letzte Saison für einen Wechsel waren und nun, wo Werder nichts gemacht hat (mit dem vorgegaukelten Argument: "Wir glauben an Kohfeldts Ideen" [obwohl sich diese Ideen - wie erwähnt - um 180 Grad gedreht haben]) stellen wieder auf null und das Motto *neues Spiel, neues Glück* gilt. Co-Trainer tauschen, Spieler, deren Verträge auslaufen, nicht verlängern.....das wird als Kaderverjüngung und -verstärkung verkauft, anderes Vorbereitungsprogramm....das ist Werders und Kohfeldts Umgang mit der zweitschlechtesten Saison aller Zeiten.
Unprofessionell. Und deshalb glaube ich auch nicht denen, die Kohfeldt jetzt eine "Bewährung' von zehn Spielen oder Ähnliches vorhersagen. Bode hat klargestellt, dass es mit Kohfeldt auch in die 2. Liga geht. Das hat sich nicht geändert. Und der 'Druck von außen' ist im beschaulichen Bremen so gering, da steht das Triumvirat incl. FK drüber. Werder ist eine Versorgungsstation. Mehr nicht.
 
Leider hat man oft nicht das Gefühl gehabt, dass die Spieler auch für ihren Kumpel bis zum letzten Schweißtropfen gehen, sondern die "Einsatzgarantien" eher dazu geführt haben, dass die eben den letzten Tick Motivation vermissen lassen.
:tnx:
Es gab ja desöftern große Worte von FK über Gier, Galligkeit und dgl., ohne daß entsprechende Taten seitens der Spieler folgten.
 
Bei Köln, Mainz und Augsburg ist der Trainerwechsel erst Mal gut gegangen, bei Düsseldorf nicht.
Bei Paderborn hat das Festhalten am Trainer auch nicht viel geholfen.
Ich halte nicht viel von solchen Statistiken.
Wie war das mit Favre und Gladbach damals?
Die wären beinahe abgestiegen, was dann passierte dürfte bekannt sein.

Ich weiß, was Du meinst und es war damals auch eine richtig gute Leistung von Favre, diese scheinbar rettungslose Situation zu meistern und mit nahezu gleichem Personal in die CL einzuziehen.

Die Folgezeit sollte man jedoch auch nicht verschweigen.
Nämlich, dass es dann erneut nicht lief, Favre keine Lösung fand und dann, gegen den Willen von Eberl ubd hinter dem Rücken des Vereins, seine Demissionierung mittels einer PK öffentlich machte.

Ähnlich verlief seine damalige gute Arbeit bei der Hertha und in Nizza.
Relativ gute Arbeit folgte ein schleichender Leistungsverfall.

Auch beim BVB ist das im Prinzip nicht anders.
Dass er dort zweimal Zweiter geworden ist, war eher der Klasse des Kaders, als denn seiner, trotzdem guten aber eben nicht sehr guten Arbeit zuzuschreiben.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit wäre er dort nicht mehr am Ruder, wenn es nicht an Alternativen mangelte.

Viele werfen FK Zögerlich- und Ängstlichkeit vor.
Bei Favre ist das im Grundverhalten, charakterbedingt unveränderbar, tatsächlich der Fall.

Nur:
Favre ist ein langjähriger und erfahrener Trainer.
FK ein junger Trainer, der vielleicht in Bälde ein sehr guter Trainer sein wird.
Abgesehen davon sehe ich bei FK solche Fehler nur bedingt.
Wenn, dann ausschließlich seiner Unerfahrenheit, im Umgang mit dieser beschissenen Verletzungsmisere und der sich daraus entwickelten Negativspirale zuzuschreiben.

Keiner von un
 
Für mich ist jetzt entscheidend was die Mannschaft jetzt für eine Entwicklung nimmt , werden die Spieler wieder besser ? Gibt es ein sichtbares System ? oder wieder ohne Stürmer ?
Es muss wenn FK auch langfristig unser Trainer sein will einen klaren Aufwärtstrend geben, ansonsten können wir auch x y oder z als Trainer haben
 
Doch dieses Vorbringen von weiteren Aspekten beantwortet nicht meine bereits gestellte Frage, wie die Wissenschafter zuverlässige Studien über die Wirkungen von nicht erfolgten (Nicht-) Trainerentlassungen stellen kenn, wenn sie zB vom Innenleben in der Kabine bzw. in den Köpfen der Spieler ählich viel bzw. wenig wissen wie wir Foristen?

Ich habe zu dem Thema seinerzeit drei Studien quer gelesen. Die grundlegende Frage, die du letztlich auch stellst, ist: Wie bewerte ich die Spielstärke einer Mannschaft? Dabei geht es nicht um Psychologie und Innenleben sondern um messbare Faktoren (wie heißt es doch hier immer so schön: Nur die Tabelle zählt). In einem Fall beispielsweise hat man als Messgröße Tore und Tordifferenzen gewählt, sowie Mindestanzahl Spiele mit dem Trainer (glaube es waren 10 Spiele oder so). Beispielsweise wäre demnach eine Mannschaft die 4:0, 4:0 und 1:2 spielt als stärker einzuschätzen, als eine Mannschaft die 1:0, 1:0 und 0:0 spielt. Die letzte Saison in der zweiten Liga, aber insbesondere die vorletzte, war diesbezüglich am Beispiel HSV mustergültig. Man schaut also, wie sich die Spielweise eine Mannschaft mit und ohne Trainerwechsel verändert und das natürlich nicht im Einzelfall, weil das sinnlos wäre, sondern über einen sehr langen Zeitraum und sehr viele Mannschaften. Eine andere Studie legt vier Parameter zugrunde, Tore, Gegentore, Punkte und Anzahl der Trainerwechsel (also wenn eine Verein mehr als ein mal pro Saison den Trainer wechselt). Hier kommt man zu einem relativ ähnlichen Ergebnis, nur, wie ich schon schrieb, mit einer anderen Schlussfolgerung, jedenfalls teilweise. Demnach haben Mannschaften die ihren Trainer wechseln im Mittel bessere Chancen auf Punkte, sie schießen etwas mehr Tore und kassieren etwas weniger, als solche die es nicht tun. Der Effekt ist allerdings relativ gering, so dass man "bessere Chancen" eben gewichten muss. Sind 3 Punkte mehr oder weniger wirklich ein positiver Effekt? Wenn es die Entscheidung um Klassenerhalt oder Titel ist, vermutlich schon. Wenn es graues Mittelfeld ist aus dem man eh kam, vermutlich nicht. Dieser Effekt verpuffe aber mit dem zweiten Trainerwechsel und erst recht mit dem dritten. Dann gibt es Faktoren wie Zufall, ein deutscher Professor hat hierzu ausgeführt, dass über 1/3 der Tore im Fußball dem Zufall unterliegen und das genau dies ein Grund dafür sei, dass Trainerwechsel selten wirklich einen Effekt haben. Ein Tor wäre unter dem alten Trainer vermutlich ganz genau so gefallen wie unter dem neuen, weil eine Mannschaft nicht dauerhaft Pech haben kann (oder Glück, vergl. Nouri und Tedesco). Der Effekt nennt sich Regression zur Mitte und ist messbar.

Das alles sagt selbstverständlich nicht: Wechsel besser nicht den Trainer denn im Mittel ist das eine schlechte Idee. Es gibt, so wie du sagst, Faktoren die es zwingend zu beachten gilt. Was aber klar gesagt wird, ist: Die meisten Trainerwechsel entstehen aus den falschen Gründen und verpuffen daher wirkungslos. Wenn wir beispielsweise im Winter den Trainer gewechselt hätten, wäre die Mannschaft dadurch weder fitter, noch gesünder, noch geschlossener. Allenfalls wäre da die Hoffnung gewesen, dass ein neuer Kopf das Team für 1~2 Spiele aus seiner mentalen Blockade holen kann. Lange Rede kurzer Sinn, solche Studien verkünden keine Wahrheiten sondern versuchen analytisch auf Dinge zu schauen die sonst sehr kurz und knapp abgehandelt werden.

Mit anderen Worten: du kennst die Vorgänge und kannst sie deshalb positiv bewerten?

Ich rede über die Studien, und ja: Ich kenne sie, du nicht, hast aber gesagt sie seien fragwürdig ;)
 

Im Prinzip ist es doch so, dass FK in dieser Saison seine sehr gute Arbeit der Saison 2018/2019 bestätigen kann, eigentlich muss.
Passiert das, sind die ihm angelasteten Kritikpunkte größtenteils aufgehoben und diese Seuchensaison mehr den oberbeschissenen Voraussetzungen zuzuschreiben.
Dann, nur dann, ist FK weiter/wieder auf dem Weg zu einem sehr, sehr guten Trainer.
Eventuell sogar mit einer großen Zukunft.

Passiert aber das Gegenteil, liefert er seinen Kritikern weiterhin Munition und wird es wahrscheinlich schwer haben, die Saison zu überstehen.
Dass er dann noch sein talentiertes Trainerdasein hin zu einem sehr guten Trainer bei einem anderen Verein fortsetzen kann, ist eine spannende Frage und dann kaum vorhersehbar.

Die nächste Zeit wird seine Entwicklung maßgeblich bestimmen.
Bis dahin halte ich ihn nach wie vor für einen sehr guten (vielleicht erst nur talentiert sehr guten) Trainer.

Bleibt letztlich die Hoffung, dass die letzte Saison auch für ihn einen großen Erfahrungsschatz gebracht hat und er diesen sowie seine eigentlichen Fähigkeiten positiv in die Arbeit zum Wohl von Werder einbringen kann.
 


Nur ein Aspekt. der bei vielen hier nicht als Problem gesehen wird...der aber eines ist:

Wenn ME die 6 geben soll.....das ist schon öfter schiefgegangen. Kommt es wirklich dazu, geht Werder einen schweren Weg. MEs Stärken (die er in seiner jetzigen Form ohnehin deutlich nicht ausspielt) liegen nicht auf der Sechs. Jeder, der etwas von Fußball versteht, sieht das. Aber:
FK ändert sich einfach nicht.
 
Ich habe FKs Leistung kritisiert und war für seine Ablösung - und bin es immer noch. Offenbar als einer der wenigen.
Ich gehöre auch dazu, der FK sehr kritisch sieht. Ich will es auch begründen:
- als ich die Aufstellung von Jena las, dachte ich bei mir "na, viel geändert zur letzten Saison hat sich nicht. Ob das wohl gutgeht?" Einigen ging es ähnlich beim Lesen der Aufstellung
- in der 1. Hz gegen einen Viertligisten stolperte die Mannschaft über den Rasen. FK hat das auch kritisch angemerkt, aber er hat die Mannschaft so auf den Platz geschickt. Dieses Mal hat er rechtzeitig reagiert und ist verdient als Sieger vom Platz. Nur was war das in Jena speziell in der 1. Hz und war das vermeidbar?
- ich lese heute das Interview des gutgelaunten FK auf der Deichstube und frage mich: was will FK den Fans mitteilen? Offensiver Markenkern, attraktiver Fußball soll wieder zu sehen sein? In seinen Aussagen weckt er Erwartungen bei den Fans, die in Anbetracht der letzten Saison schon ambitioniert sind.
- Werder startet traditionell meistens schlecht in die Saison. Hertha ist ein extrem gefährlicher Gegner, der von der Qualität der Einzelspieler uns deutlich überlegen ist. Bislang hat die Hertha sich als ein Sammelsurium von Einzelspielern präsentiert, die mannschaftlich nicht gut zusammenarbeiten. Sollten sie das am WE aber tun, werden wir als Verlierer den Platz verlassen. Dann auf Schalke die nächste Rutsche und wir warten mal ab, ob FK dann noch der Li-La-Launebär bleibt? Hoffentlich kommt es anders!!!
Zum Thema Sinn oder Unsinn Trainerwechsel:
- diese so genannten wissenschaftlichen Betrachtungen sind rein deskriptiv und oft nicht validiert. Sie analysieren Punkte- und Torstatistiken sowie Spielsituationen Packing etc. Das man bei einer solchen Betrachtung zur Erkenntnis kommt, dass der Wechsel auf den neuen Übungsleiter nicht viel bringt, wäre für mich eine Bestätigung der Nullhypothese. Kommt eine Mannschaft in die Krise, sind immer viele Faktoren ursächlich. Das geht von Verletzungen zentraler Spieler bis hin zu Unstimmigkeiten innerhalb des Kaders, Pech, problematische Schiedsrichterentscheidungen usw.. Man bräuchte zB auch validierte Tests zu gruppendynamischen Prozessen vor und nach dem Trainerwechsel. Am besten wäre eine Doppelblindstudie, was das Setting nicht zulässt.
- aktuelles Beispiel: Bayern München unter Kovac und Hansi Flick. Flick ist zB gelungen, Th Müller wieder voll in die Spur zu bringen, so dass er der entscheidende Mann für das Tripple war. Demnach sollte man für Trainerwechsel votieren? So einfach ist es eben nicht. Da greifen andere schwer messbare Mechanismen und gruppendynamische Prozesse, die in der Gesamtbewertung untergehen.
 
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