Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

Mal auf die einzelnen Punkte eingegangen:
- Es gibt immer noch zahlreiche Menschen, die ihrem Beruf/ihrer Arbeit nicht nachgehen dürfen/können
Habe ich bereits gechrieben, dass ist vor allem für Kulturschaffende, Künstler oder auch Schausteller eine ziemlich bescheidene Zeit, aber da müssen wir als Gesellschaft einspringen und mir ist kaum ein anderer Staat bekannt, der so gute Sicherungssysteme hat wie wir

Da muss ich gleich mal einhaken. Welche Sicherungssysteme währen denn das genau?
Etwa die der ersten Bazooka, die nur für Betriebliche Ausgaben eingesetzt werden durfte, aber nicht für Miete und Lebenserhalt? Nir haben aber selbstständige Schauspieler und Sprecher z.B. gar keine und waren daher nicht Nutzungsberechtigt.
Oder doch sie zweite "Bazooka" die zunächst nur für mitglieder der KSK zugänglich war, obwohl bir ein drittel etwa der freien Künstler Mitglieder sind. Und dazu noch die ausgeschlossen wurden die das erste Paket in Anspruch genommen hatten.
Oder meinst du den vereinfachten zugang zu Hartz 4 für die Künstler der von vielen Jobcentern schlicht ignoriert wurde und trotzdem auf Ersparnisse teilweise zurückgegriffen werden musste. Nicht immer, doch genug das es bemerkbar ist.
Viele private Theater und Kulturhäuser müssen schon jetzt Insolvenz anmelden weil sie keine Veranstaltungen abhalten dürfen.
Die großen Musicals sind noch zu, da sich die erlaubte Zuschauermenge nicht rechnet.
Und die Theater die öffnen machen weiter Verlust.

Also... welches Sicherungssystem meinst du.

Ich bin einer von ca. 5% der Künstler, unterhalb der Stargrenze, der echt glück gehabt hat und im Sommer tatsächlich spielen durfte, wo alle anderen Sommerspielstätten hohe verluste gefahren und abgesagt haben und teilweise nicht wissen ob sie nächstes Jahr wieder öffnen können. Ich habe Glück gehabt. Aber nein, die Veranstaltungsbranche wird nicht gut abgefedert. Von einer Perspektive ganz zu schweigen. Und der Umstand das es in anderen Ländern evtl schlechter aussieht, macht das nicht im geringsten besser.
Unter den derzeitigen Umständen und Vorzeichen schon jetzt größere Veranstaltungen für den Rest des Jahres mehr oder minder abzusagen, ist untragbar, und ich befürchte dass das dicke ende für einige Veranstalter, häuser etc noch kommen wird
 
Da muss ich gleich mal einhaken. Welche Sicherungssysteme währen denn das genau?
Etwa die der ersten Bazooka, die nur für Betriebliche Ausgaben eingesetzt werden durfte, aber nicht für Miete und Lebenserhalt? Nir haben aber selbstständige Schauspieler und Sprecher z.B. gar keine und waren daher nicht Nutzungsberechtigt.
Oder doch sie zweite "Bazooka" die zunächst nur für mitglieder der KSK zugänglich war, obwohl bir ein drittel etwa der freien Künstler Mitglieder sind. Und dazu noch die ausgeschlossen wurden die das erste Paket in Anspruch genommen hatten.
Oder meinst du den vereinfachten zugang zu Hartz 4 für die Künstler der von vielen Jobcentern schlicht ignoriert wurde und trotzdem auf Ersparnisse teilweise zurückgegriffen werden musste. Nicht immer, doch genug das es bemerkbar ist.
Viele private Theater und Kulturhäuser müssen schon jetzt Insolvenz anmelden weil sie keine Veranstaltungen abhalten dürfen.
Die großen Musicals sind noch zu, da sich die erlaubte Zuschauermenge nicht rechnet.
Und die Theater die öffnen machen weiter Verlust.

Also... welches Sicherungssystem meinst du.

Ich bin einer von ca. 5% der Künstler, unterhalb der Stargrenze, der echt glück gehabt hat und im Sommer tatsächlich spielen durfte, wo alle anderen Sommerspielstätten hohe verluste gefahren und abgesagt haben und teilweise nicht wissen ob sie nächstes Jahr wieder öffnen können. Ich habe Glück gehabt. Aber nein, die Veranstaltungsbranche wird nicht gut abgefedert. Von einer Perspektive ganz zu schweigen. Und der Umstand das es in anderen Ländern evtl schlechter aussieht, macht das nicht im geringsten besser.
Unter den derzeitigen Umständen und Vorzeichen schon jetzt größere Veranstaltungen für den Rest des Jahres mehr oder minder abzusagen, ist untragbar, und ich befürchte dass das dicke ende für einige Veranstalter, häuser etc noch kommen wird

Nein - ich meine unser allgemeines soziales Sicherungssystem. Oder mal zur Gegenfrage zu kommen: Wo genau ist das denn besser?

Und um das nochmals zu betonen, da ja gerne immer nur halb zitiert wird, mir ist durchaus bewusst, dass diese Gruppen gerade massiv leiden und zu knabbern haben. Da müssen wir als Gesellschaft einspringen. Bei uns in der Gemeinde kampiert bspw. ein Zirkus, der dort "gestrandet" ist. Dieser wird recht stark lokal durch Spenden unterstützt und gibt auch, nach Genehmigung durch das Ordnungsamt, kleinere Vorstellungen unter freiem Himmel. Dass das auf Dauer nicht reicht ist mir bewusst und da muss man gegensteuern.
 
Ich bin eher rücksichtsvoll! Mein Kumpel vom Samstag ist bspw. selbständig, der kann sich keine Quarantäne (mehr) leisten. Der kämpft mittlerweile um seine finanzielle Existenz. Glaubst Du allen Ernstes, ich würde im Falle einer Infizierung von mir dem Gesundheitsamt mitteilen, das ich am Samstag mit ihm unterwegs war? Oder denen das Restaurant nennen, in denen wir essen waren? Auch die kämpfen um ihre Existenz, können sich keine weitere Schließung mehr erlauben sonst wars das für die. Manche von euch hier haben echt gut reden, sicherer Job oder sichere Rente, was scheren mich dann Selbständige und so....

Nein mein Lieber, das ist nicht asozial sondern rücksichtsvoll!

Ich musste ja schon einige Male in diesem Thread schlucken, aber das ist einer der verschrobensten Aussagen, die ich hier bislang gelesen habe. Du gefährdest mit einem hochgradig gemeinschaftsgefährdendem und rücksichtslosen Verhalten die Gesellschaft und insbesondere vorerkrankte Menschen und feierst dich dafür auch noch dafür, geltendes Recht zu brechen, indem du so tust, als sei das rücksichtsvoll? Das finde ich äußerst bedenklich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Man muss ja schon bewundern, wie diszipliniert die Polizei bleibt. Und dann der Typ ganz am Ende der sich selbst als Nazi outet indem er die Kameraleute als Nazis be (ein Ultra im Viertel hätte längst auf die Fresse bekommen :D ) zeichnet und nicht er sei einer. Ja, hat ja auch, außer ihm, niemand behauptet. Derart Schutzreflexe ohne vorherigen Vorwurf hat man auch hier schon gelesen. Naja, ein gutes hat es vielleicht: Das war jetzt nicht Dresden und Pegida oder so, das war buchstäblich vor der eigenen Haustür. Vielleicht entfernt man jetzt ja mal die rechte Scheuklappe und geht entschieden gegen die Rechtsradikalen vor.
 
Nein - ich meine unser allgemeines soziales Sicherungssystem. Oder mal zur Gegenfrage zu kommen: Wo genau ist das denn besser?
Spielt es eine Rolle wo es besser ist? Es ist nicht tragbar. Millionen Künstler haben vom Staat quasi ein Berufsverbot auferlegt bekommen. Seit nunmehr 6 Monaten. Und es gibt keine wirkliche Hilfe, noch eine Entschädigung, noch eine Perspektive.
Zahnärzten wurden z.B. sofort bis zu 90% ihres Vorjahreseinkommens zugesichert. Schauspieler und künstler konnten sich, mit glück, über einmalig 3000, abgespeist und seitdem im Regen stehen gelassen. Veransraltungstechniker sind gezwungen ihr Equipment zu verkaufen oder sie Schulen um. Ist das der Weg?
Es ist ja löblich zu sagen die Gesellschaft soll dafür einspringen. Doch erstens wie soll das aussehen? Und zweitens die selbe Gesellschaft die schon zu Beginn der Pandemie den Künstlern so etwas wie "lern was vernünftiges" oder "hättest du mal was zurück gelegt" zu rufr?
Es ist die Politik die hier was Unternehmen muss. Aber scheinbar wird hier lieber eine ganze Branche wissentlich hingerichtet.
 
Spielt es eine Rolle wo es besser ist? Es ist nicht tragbar. Millionen Künstler haben vom Staat quasi ein Berufsverbot auferlegt bekommen. Seit nunmehr 6 Monaten. Und es gibt keine wirkliche Hilfe, noch eine Entschädigung, noch eine Perspektive.
Zahnärzten wurden z.B. sofort bis zu 90% ihres Vorjahreseinkommens zugesichert. Schauspieler und künstler konnten sich, mit glück, über einmalig 3000, abgespeist und seitdem im Regen stehen gelassen. Veransraltungstechniker sind gezwungen ihr Equipment zu verkaufen oder sie Schulen um. Ist das der Weg?
Es ist ja löblich zu sagen die Gesellschaft soll dafür einspringen. Doch erstens wie soll das aussehen? Und zweitens die selbe Gesellschaft die schon zu Beginn der Pandemie den Künstlern so etwas wie "lern was vernünftiges" oder "hättest du mal was zurück gelegt" zu rufr?
Es ist die Politik die hier was Unternehmen muss. Aber scheinbar wird hier lieber eine ganze Branche wissentlich hingerichtet.
Du sprichst definitiv einen Aspekt an, der ziemlich schief läuft, und das, was Du schreibst, deckt sich mit Berichten von Freunden, die freischaffende Künstler sind. Denen wurde teils erklärt, sie könnten doch ALG, Wohngeld etc beantragen, was verständlicherweise frustrierend und wenig hilfreich ist. Zum Teil helfen sie sich mit Crowdfunding, was natürlich auch nur begrenzt funktioniert. Hier sehe ich nicht zuletzt Kommunen in der Verantwortung. Hier bei mir gab es im Sommer Freiluft-Veranstaltungen, die Zeit ist jetzt allerdings vorbei. Erste Konzerte in kleinem Rahmen gibt es auch so langsam wieder. Fair und angemessen fände ich allerdings tatsächlich eine Unterstützung abhängig vom entgangenen Umsatz. Das gab/gibt es nicht nur für Zahnärzte, sondern auch für Reiseveranstalter.
 
Spielt es eine Rolle wo es besser ist? Es ist nicht tragbar. Millionen Künstler haben vom Staat quasi ein Berufsverbot auferlegt bekommen. Seit nunmehr 6 Monaten. Und es gibt keine wirkliche Hilfe, noch eine Entschädigung, noch eine Perspektive.
Zahnärzten wurden z.B. sofort bis zu 90% ihres Vorjahreseinkommens zugesichert. Schauspieler und künstler konnten sich, mit glück, über einmalig 3000, abgespeist und seitdem im Regen stehen gelassen. Veransraltungstechniker sind gezwungen ihr Equipment zu verkaufen oder sie Schulen um. Ist das der Weg?
Es ist ja löblich zu sagen die Gesellschaft soll dafür einspringen. Doch erstens wie soll das aussehen? Und zweitens die selbe Gesellschaft die schon zu Beginn der Pandemie den Künstlern so etwas wie "lern was vernünftiges" oder "hättest du mal was zurück gelegt" zu rufr?
Es ist die Politik die hier was Unternehmen muss. Aber scheinbar wird hier lieber eine ganze Branche wissentlich hingerichtet.

Was meine persönliche Erfahrung aus der Familie heraus angeht, so wurde am Anfang relativ gut reagiert (kann ich natürlich nur im Einzelfall berichten) und es gab schnelle Hilfe. Zwische Antragstellung und Auszahlung etwas mehr als eine Woche. Das fand ich recht erstaunlich. Dafür ein Lob. Aber: Seitdem, auch wenn es eine zweite Hilfsrunde gab, ist konzeptionell wenig passiert. Schlimmer noch, die Situation beginnt in Frust umzuschlagen. Als angekündigt wurde, dass Reiserückkehrern aus Risikogebieten ein Test bezahlt wird, da dachte ich erst so: Naja, besser so als das ein paar Renitente eine Seuche herumtragen. Das habe ich dann auch Abends mal geäußert. Danach war ich zehn Zentimer kleiner und etwas schlauer :lol: Denn man hätte ja auch das ganze Geld für Menschen die a) genug Geld haben in Urlaub zu fahren und b) dies auch noch in Risikogebiete tun, dafür verwenden können ein paar kulturelle Testballons steigen zu lassen um damit Kreativen und Künstlern praktisch zu helfen. Und jeden einzelnen der oder die aus Risikogebieten kommt, zur Kasse bitten müssen. Bis hin zu Geldstrafen.

P.S.: Habe mir heute den ersten Drosten-Podcast nach seiner "Sommerpause" angehört. Wieder mal sehr lehrreich, und wieder mal festgestellt: Er mag es einfach seine Zuhörer zu fordern und sich von der Moderatorin noch mal bitten zu lassen für ihn selbstverständliche Begriffe vielleicht doch noch mal zu erklären :D
 
Nun wird also geplant, das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht bis Ende des Jahres zu verlängern. Bin jetzt schon gespannt, ob sie das bis zu den Wahlen noch so weiterführen wollen (die Kurzarbeit hat man ja vorsorglich schon bis Ende 2021, also nach den Wahlen, verlängert). Denn eins steht jetzt schon fest: Das ist lediglich eine Insolvenzverschleppung, es wird massenhaft Insolvenzen geben und das ist vor Wahlen gar nicht so schön für die Regierung...

Sehr lesenswerter Beitrag dazu hier:

https://www.it-business.de/pleitewelle-rollt-auf-deutschland-zu-a-950368/

PS: @FatTony: Mein Like für Deinen Beitrag hier über mir gilt Deiner Einsicht, das Urlauber in Risikogebiete gefälligst selber den/die Test(s) bezahlen sollten. Nicht der Sache mit Drosten...
 
- eine Reise zu buchen ist momentan Lotteriespiel, da sich nahezu täglich die Voraussetzungen ändern können
Das Schlimmste was passieren kann ist, dass man danach 5 - 14 Tage in Quarantäne muss.

Du hast Dir ja richtig Mühe gegeben, zu allen vor mir aufgeführten Punkten (die übrigens nur eine kleine Auswahl waren, sonst hätte ich hier Seiten vollschreiben müssen) relativierende Kommentare zu geben.
Mir ist es dagegen viel zu zeitaufwendig und mühsam, darauf wieder mit meinen (Gegen)Argumenten einzugehen.

Nur kurz noch zu oben zitiertem Punkt: Man merkt, Du befasst Dich wenig mit der Reisebranche. Ich kann Dir versichern, das weitaus schlimmeres passieren kann als eine Quarantäne danach in Deutschland. Recht hast Du allerdings damit, das es ja jedem selbst überlassen ist, in Risikogebiete zu reisen und das es Alternativen dafür gibt (zumindest für Touristen, es gibt ja noch anderweitige wichtige Gründe für evtl. Reisen in Risikogebiete).
 
Wenn Du schon nicht dezidiert auf @CK82 s Beitrag reagierst, dann ja vielleicht stattdessen auf meine von gestern oder den vergleichbaren von @Christian Günther heute..... Oder fehlen Dir dafür Argumente....? ;)

Hast Du auch noch ein Privatleben? Also ich habe eins und das besteht ganz sicher nicht nur aus diesem Forum....

Wenn ich mal wieder Zeit habe gehe ich vielleicht noch näher drauf ein. Aber heute nicht mehr, habe jetzt schöneres zu tun...:)
 
Du hast Dir ja richtig Mühe gegeben, zu allen vor mir aufgeführten Punkten (die übrigens nur eine kleine Auswahl waren, sonst hätte ich hier Seiten vollschreiben müssen) relativierende Kommentare zu geben.
Mir ist es dagegen viel zu zeitaufwendig und mühsam, darauf wieder mit meinen (Gegen)Argumenten einzugehen.

Nur kurz noch zu oben zitiertem Punkt: Man merkt, Du befasst Dich wenig mit der Reisebranche. Ich kann Dir versichern, das weitaus schlimmeres passieren kann als eine Quarantäne danach in Deutschland. Recht hast Du allerdings damit, das es ja jedem selbst überlassen ist, in Risikogebiete zu reisen und das es Alternativen dafür gibt (zumindest für Touristen, es gibt ja noch anderweitige wichtige Gründe für evtl. Reisen in Risikogebiete).

Weißt Du, ich war Mitte bis Ende März auf den Philippinen und habe erlebt, wie ein totalitäres Regime auf die aktuelle Situation reagiert. Daher muss ich auch sehr schmunzeln, sogar laut lachen wenn hier etwas bzgl. der Beschränkung Meinungs- oder sonst irgendeiner Freiheit daher fabuliert wird. Und das Du direkt anderen Erfahrungen und Kompetenzen ansprichst spricht halt auch für sich - Du hast nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, glaub mir.

Glaub mir, DU hast keine Ahnung was alles passieren kann. Du bist mit Sicherheit nicht von bewaffneten Bürgerwehren um Geld angepumpt worden, wurdest aus dem Hotel geworfen ohne sonst wieder irgendwo einchecken zu können oder hast Dich mit Militärcheckpoints auseinander gesetzt.

Trotzdem bleibe ich dabei - was aktuell passieren kann ist eine 5 - 14 Tägige Quarantäne. Schlimmstenfalls vor Ort. Der Fulugverkehr wird nicht nochmal so runtergefahren wie zu Beginn des Jahres, wo man nicht mehr wusste wie man zurück kommt.
 
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