Alles rund um Schule & Lehrer

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas matt
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MW, mir wurscht. :D Ist heutzutage so, wenn man eine Meinung zu einem Thema, einer Sache, einem Personenkreis hat.
Ich denke, wie in allen Berufsgruppen, gibt es solche und solche. In meinem Freundeskreis habe ich einige - ausnahmslos engagierte - Lehrer, aus meiner Schulzeit kenne ich die, die Du beschreibst.

Zugleich hatten wir gerade diese Woche auf der Arbeit den Fall, dass eine Person sich durch Falschaussagen zu vermeintlichem Kontakt zu einem Kollegen mit Corona-Verdacht ihr Homeoffice erfolgreich erschlichen hat, was mMn gar nicht geht. Der Verdacht war letzten Endes gegenstandslos, ich glaube aber nicht, dass die Person nächste Woche auftaucht.
 
Ich denke, wie in allen Berufsgruppen, gibt es solche und solche. In meinem Freundeskreis habe ich einige - ausnahmslos engagierte - Lehrer, aus meiner Schulzeit kenne ich die, die Du beschreibst.

Zugleich hatten wir gerade diese Woche auf der Arbeit den Fall, dass eine Person sich durch Falschaussagen zu vermeintlichem Kontakt zu einem Kollegen mit Corona-Verdacht ihr Homeoffice erfolgreich erschlichen hat, was mMn gar nicht geht. Der Verdacht war letzten Endes gegenstandslos, ich glaube aber nicht, dass die Person nächste Woche auftaucht.
Da hast Du sicher recht, es gibt solche und solche, nur ist diese Berufsgruppe schon sehr privilegiert (Arbeitszeit, Ferien, Weiterbildung während der Schulzeit), da fallen dann solche Aktionen sofort ins Gewicht.
Da sind die Mitarbeiter unseres größten Arbeitgebers hier in HL schon besser dran, die wurden, dort wo es möglich war, gleich ins Homeoffice geschickt und wenn ich den Chef dort richtig einschätze, wird das wohl auch zur Regel werden.
 
Das war bei uns auch so. Aktuell gsbgn wir eine stark reduzierte Besetzung im Büro, jeder ist mal dran. Und da gibt's eben Nasen, die sich drücken.
 
Lehrer sind also hinsichtlich ihrer Arbeitszeit privilegiert?

Wenn Lehrer ihren Beruf 1. ernst nehmen und 2. auch dürfen (nicht wie die befristet eingestellten, die in NRW und Co. zu den Sommerferien gekündigt und danach wieder eingestellt werden teils an anderen Schulen) dann sind sie es sicher nicht, jedenfalls nicht so, wie man sich das gemeinhin so denkt.
Zumal sie auch einen riesen Nachteil (wie alle, die Kinder im schulpflichtigen Alter) haben: Sommerurlaub immer nur zur Hochzeit möglich wo die Preise schlicht am höchsten und teilweise ne Frechheit sind.

Dafür haben sie in den Ferien ne Betreuung für ihre (schulpflichtigen) Kinder.
 
Nein, so verallgemeinernd kann man das sicherlich nicht sagen. Gibt sogar Studien, die besagen, dass eher das Gegenteil der Fall ist:
Zwischen 14 und 19 Prozent der Lehrkräfte bewege sich sogar im Bereich überlanger Arbeitszeiten von mehr als 48 Stunden in der Schulwoche. „Es fehlen Erholungsmöglichkeiten in den Schulpausen, die Sieben-Tage-Woche ist in der Schulzeit quasi obligatorisch und die Entgrenzung der Arbeitszeit ist fast die Regel“, führte der Wissenschaftler aus. Im Schnitt arbeiten Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien 48:18 Stunden wöchentlich gegenüber der Vergleichsbasis von 46:38 Stunden, die sich rechnerisch ergibt, wenn man die 40-Stunden-Woche der Verwaltungsbeamten auf die Schulwochen umrechnet. Selbst unter Einrechnung der Ferienzeiten, die zumeist erhebliche Arbeit zu Hause bedeuteten, kämen Lehrkräfte im Mittel auf 48:18 Stunden, also 1:40 Stunden über der Vergleichsbasis, erklärte Mußmann.
https://www.gew.de/aktuelles/detail...kraefte-sind-hochmotiviert-aber-hochbelastet/
 
Nein, so verallgemeinernd kann man das sicherlich nicht sagen. Gibt sogar Studien, die besagen, dass eher das Gegenteil der Fall ist:

https://www.gew.de/aktuelles/detail...kraefte-sind-hochmotiviert-aber-hochbelastet/
Einen Artikel der GEW zur Beurteilung heranziehen kann nicht objektiv sein, darf auch nicht seitens der Gewerkschaft, sonst würden sie ihren Job schlecht machen.
Ich sage ja nicht, der Job sei easy-going, im Gegenteil, ich möchte die verzogenen Bratzen von heute nicht unterrichten, aber wenn der Kleine Schule hat von 8-12, einschl. einer kleinen Frühstückspause und einer großen Pause, also 4 Schulstunden, dann macht der Lehrer danach was?
Er bereitet den nächsten Unterricht vor, d.h. er kopiert und verteilt am nächsten Tag, bereitet Elternsprechtage vor usw. Das sind gut gerechnet noch einmal 4 Stunden, wobei je länger der Lehrer im Job ist desto weniger muss er in die Vorbereitung stecken --Erfahrungen einbringen.
Warum die GEW von 7-Tage-Wochen und >48 Stunden/Woche und fehlender Erholungsmöglichkeiten in den Pausen spricht?

Selbst unter Einrechnung der Ferienzeiten*, die zumeist erhebliche Arbeit zu Hause bedeuteten, kämen Lehrkräfte im Mittel auf 48:18 Stunden
* das waren/sind in S-H 14 Wochen ohne Brückentage.

Den Lehrkräften geht es bei richtiger Einteilung ihrer Zeit und ihren Möglichkeiten unterm Strich schon nicht schlecht.
 
Den Lehrkräften geht es bei richtiger Einteilung ihrer Zeit und ihren Möglichkeiten unterm Strich schon nicht schlecht.

Ist halt auch immer eine Frage der Position. Als verbeamtete Lehrkraft kannst du dir schon einiges erlauben, das ist einfach so. Und manche machen das auch. Da ich einen Rektor und eine Konrektorin kenne, kenne ich auch deren Geschichten von Lehrerinnen, wo du vorher schon weißt wer sich krank melden wird wenn extra Arbeit ansteht. Auf der anderen Seite der Medaille stehen frühverrenntete LehrerInnen weil sie im Klassenzimmer ausgebrannt sind. Wenn ich so darüber nachdenken, ich kenne einen ganzen Haufen Menschen die in der ein oder anderen Art on der Pädagogik tätig sind.
 
Keine Frage, als verbeamtete Lehrkraft kannst du dir so einiges erlauben ohne nennenswerte Konsequenzen und unbestritten gibt es Privilegien. Dennoch reißen sich die Leute trotz offenkundigem Lehrermangel, ordentlicher Bezahlung, sicherem Arbeitsplatz und Ferien nicht gerade um diesen Job und auch das dürfte Gründe haben...
 
Keine Frage, als verbeamtete Lehrkraft kannst du dir so einiges erlauben ohne nennenswerte Konsequenzen und unbestritten gibt es Privilegien. Dennoch reißen sich die Leute trotz offenkundigem Lehrermangel, ordentlicher Bezahlung, sicherem Arbeitsplatz und Ferien nicht gerade um diesen Job und auch das dürfte Gründe haben...

Jepp. Zum Bleispift der "sichere Arbeitsplatz" wenn man keine unbefristete Stelle hat.
https://www.spiegel.de/lebenundlern...arbeitslos-in-die-sommerferien-a-1217398.html

Und selbst wenn das nicht wäre, Lehrer sein würde ich nicht wollen - sich den ganzen Tag mit Kindern oder Halbstarken + Eltern rumärgern.... Neeee, so viel Schmerzensgeld kann man da gar nicht verdienen :D
 
Passt doch. Wetter ist noch gut, da kann man schon mal die Quarantäne ausrufen.

Hallo Gerhard, bist Du es? :wink:Gar nicht mit Deinem Freund Vladimir auf der Krim im Urlaub? (So, Ironie aus)...
Also, bevor man solche Gerüchte verbreitet, sollte man wissen, dass für den Fall, dass eine Schule geschlossen wird, der Fernunterricht an Stelle des Präsenzunterrichts tritt (zumindest in Niedersachsen ist das so und auch so, dass einer Lehrkraft das Gehalt für die Zeit der Quarantäne gestrichen werden kann, wenn man in ein Risikogebiet gereist ist und bspw. nicht rechtzeitig zurück ist). Dass auch schon vorher bei Fernunterricht die privaten Geräte der Lehrkräfte zu nutzen waren, sei nur mal am Rande erwähnt. Ich weiß, dass in vielen Bereichen der Privatwirtschaft die Angestellten Dienstgeräte gestellt bekommen.
Und auch noch mal ein Wort zu den Arbeitszeiten: Die Landesregierung in Niedersachsen weigert sich seit Jahren eine UNABHÄNGIGE Arbeitszeitstudie für Lehrkräfte vornehmen zu lassen...
Es ist natürlich so, dass aufgrund des Beamtenstatus, es Lehrkräfte gibt, die sich auf Kosten ihrer KollegInnen ein besseres Leben machen. Das ist letztlich in vielen Betrieben nicht anders. Deswegen sollte man auf so eine plumpe/platte Verallgemeinerung in jedem Fall verzichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Selbst unter Einrechnung der Ferienzeiten*, die zumeist erhebliche Arbeit zu Hause bedeuteten, kämen Lehrkräfte im Mittel auf 48:18 Stunden
* das waren/sind in S-H 14 Wochen ohne Brückentage.
Da steht doch, dass selbst unter Einberechnung der Ferienzeiten Lehrkäfte im Mittel immer noch auf eine längere Arbeitszeit kämen. Oder was möchtest du mir mit dem Hinweis auf die Länge der Ferienzeiten mitteilen?

Hier gibts noch weitere interessante Artikel zum Thema:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/faktenfuchs-wie-viel-arbeiten-lehrer-wirklich,RsLxG3G
https://www.sueddeutsche.de/bildung...nn-55-stunden-wochen-die-regel-sind-1.3859125
https://www.zeit.de/gesellschaft/sc...plan-arbeit-stress-ferien-ausgleich-protokoll

Also ein Privileg hinsichtlich der Arbeitszeit kann ich da nicht erkennen.

Den Lehrkräften geht es bei richtiger Einteilung ihrer Zeit und ihren Möglichkeiten unterm Strich schon nicht schlecht.
Was ist denn die richtige Einteilung der Zeit bei Lehrkräften?
 
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