Tegnell zu BILD: „Zu glauben, dass Masken unser Problem lösen können, ist sehr gefährlich.“
Denn: „Das Resultat, das man durch die Masken erzeugen konnte, ist erstaunlich schwach, obwohl so viele Menschen sie weltweit tragen“, so der Experte: „Es überrascht mich, dass wir nicht mehr oder bessere Studien darüber haben, welche Effekte die Masken tatsächlich herbeiführen. Länder wie Spanien, Belgien haben ihre Bevölkerung Masken tragen lassen – trotzdem gingen die Infektionszahlen hoch.“
Schwedens Staats-Epidemiologe Anders Tegnell (64)
Schwedens Staats-Epidemiologe Anders Tegnell (64)
Foto: TT NEWS AGENCY / Reuters
In seinem Land sei es „Tradition, dass wir dem Einzelnen viel Verantwortung geben“, so Tegnell weiter: „Das hat in der Vergangenheit sehr gut funktioniert. Wir haben zum Beispiel ein freiwilliges Impfprogramm, dem rund 98 Prozent der Kinder gefolgt sind. Von Anfang an hat das gut funktioniert. Darum haben wir nie einen Grund gesehen, drastischere Maßnahmen einzusetzen.“
Das gelte auch für Schulschließungen, die Schweden von Anfang an vermieden habe: „Wir sind sehr glücklich, dass wir unsere Schulen geöffnet lassen konnten. Kinder in Schweden hatten dadurch die Möglichkeit, weiter zur Schule zu gehen. Unsere finnischen Kollegen entschieden sich wie Deutschland für eine Schulschließung, wir ließen sie dagegen geöffnet.“
Ergebnis: „Anhand der Daten, die uns vorliegen, können wir nicht sagen, dass das irgendeinen Unterschied für die Pandemie als solche gemacht hat.“
Im Klartext: Geschlossene Schulen haben zur Eindämmung der Seuche NICHTS beigetragen, so Tegnell.
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