Möglicherweise, könnte uns eine erfolgreiche Relegation das Genick brechen, jedoch würde ein Abstieg würde die Wahrscheinlichkeit eines wirtschaftlichen Genicksbruchs drastisch erhöhen.
Daß es bei Werder finanziell dermaßen kneift, hat auch losgelöst von Corona mehrere Ursachen, die hier auch schon wiederholt angesprochen wurden: zu hohe Personalkosten, zu geringer sportlicher Erfolg = geringer TV-Prämien sowie ein schlechter Transfersaldo der Ära FB mit einem Minus von 4 Mio. € per 30.06.19. Dies hat zur Folge, daß
lt. dieser Tabelle das Konzern-Eigenkapital sich gerade einmal 10,5 Mio € beläuft, während zB Mainz 49,5 Mio €, Augsburg 57,6 Mio € oder Freiburg sogar 83,1 Mio € Reinvermögen per Geschäftsjahresende 30.06.2019 verfügten. Nun ist ist Höhe des EK alleine nur bedingt aussagekräftig, denn entscheidender ist das Verhältnis vom Eigen- zum Gesamtkapital (Eigenkapitalquote), aber bei dieser im Vergleich zu Werder vielfachen Einzelsummen ist gemessen an der Größe der Clubs kaum vorstellbar, daß deren equity ratio schlechter als das der Grün-Weißen sein.
Nun geht heute das Geschäftsjahr 2019/20 zu Ende, d.h. das Transferminus hat sich nun auch buchhalterisch auf ca. 19,5 Mio € erhöht, hinzu kommen im Fall der erfolgreichen Relegation die in 2020 fälligen Kaufverpflichtungen. Diese Löcher können allein durch deinen Verkauf von Rashica nicht gestopft werden, so daß noch mehr Tafelsilber verscherbelt werden muß. Und weil das Geld für Verstärkungen fehlt, wird das Gros des Kaders vermutlich aus der verletzungsanfälligen Ü30-Fraktion und Talenten bestehen, die weder hier noch bei den Clubs, an denen sie ausgeliehen sind/waren, keine Bäume ausreißen konnten.