Eben, das Fett gedruckte muss man auch wenn es unfreundlich klingt einfach so mit bedenken.
Das Gute ist aber auch, das ich nicht denke, das Kohfeld das nicht auch von sich weiß und sicherlich auch aus dem einen oder anderen "Fehler" hoffentlich die (richtigen) Schlüsse zieht.
Besonders gut finde ich die Erkenntnis, das eben noch nicht sehr viel gewonnen ist.
Zunächst ist es immer die Frage aus welcher Perspektive man diesen gewonnen Punkt sieht.
Vor dem Spiel- Ja, sicher doch. Unterschrieben und Tschö, Super doch!
Leider müssen wir das nun erfolgte Spiel in die Bewertung der Gesamtsituation mit einbeziehen. Und da sieht es für mich dann doch anders aus.
Ich glaube nicht, das hier jemand bestreitet das da ein Sieg drin war gestern. Auch kurz nach dem nicht gegebenen Elfer, konnte man noch mit allem rechnen inklusive einer höheren Niederlage. Aber jetzt? Jetzt steht ja fest, das da ein Sieg möglich gewesen wäre und nicht viel gefehlt hat.
Ich sehe es dann im Übrigen so wie Kohfeld es in der PK beschrieben hat. Das beste oder eines der besseren Spiel(e), war es nur, wenn man die unterirdischen Leistungen bisher in der Saison zum Maßstab nimmt.
Fakt ist für mich aber auch, das dieses gestrige Spiel mich wieder stark an die Spiele der Saison 18/19 erinnert hat.
So wie Kohfeld es schon sagte, die Physis bis zur letzten Minute in der Lage gewesen zu sein, ein Pressing aufzuziehen, das macht wirklich wieder Hoffnung. Mehrfach im Spiel immer wieder diese Druckphasen aufbauen zu können, TOP. Auch das der berühmte "Ködel in der Hose" in den den letzten 5 Minuten hoffentlich endlich überwunden ist, das es in Freiburg ENDLICH mal gelungen war eine Führung über die Zeit zu bringen mit Aufopferung und Kampf, die ganze Mannschaft Einer für Alle, Alle für Einen, Super!
Gewonnen? Noch gar nichts! Und das sieht Kohfeld ja glücklicherweise auch so. Noch 7 Finals! Die Leistung von gestern gibt Auftrieb, wenn man ihn annimmt. Denn man darf auch nicht vergessen, das vor dem Tor noch ein wenig die "Unbekümmertheit" fehlt ruhe zu bewahren und konzentriert den Abschluss zu machen.
Also, so sehr ich mich über die Leistung auch freue bleiben für mich jetzt mit den verbleibenden 7 Finals im Kopf noch 2 Fragen über und vielleicht kann die jemand von euch ja beantworten:
1. Warum schafft man es nicht, bei Standards wie z.B. Ecken mehr Gefahr zu erzeugen und das ein oder andere Tor zu erzielen? Wie jeder weiß, Standards sind die wahren Punktebringer, gerade dann wenn es aus dem Spiel nicht gut klappt mit Glück, Übersicht und Coolness aufgrund einer schwierigen Tabellensituation und der damit verbundenen "Psyche"
2. Warum ist die Mannschaft so schlecht darin, vernünftige Konter zu fahren. Gerade wenn man auf solch einem niederen Tabellenplatz steht, dann hat man eben genau diesen einen Vorteil, das jeder Gegner ziemlich enttäuscht mit einem Unentschieden gegen dich wäre. "Gegen Bremen muss ein Sieg her, wenn nicht gegen die gegen wen dann?" Punkt ist zu wenig gegen den 17.ten.
Gerade das kann man sich taktisch zunutze machen, indem man auf das 0:0 setzt, womit das Spiel beginnt. Das wäre der Situation angemessen, das sind die Abstiegsretter, wenn man den Gegner 1 A auszukontern weiß, wenn er irgendwann entweder versucht, endlich in Führung zu gehen oder aber eine Führung versucht auszubauen und frühuzeitig alles klar machen will.
Aber ihr seht es ja selbst, klappt einfach nicht. Immer wieder zurück und langsamer Passaufbau....Und ja eben weil die scheinbar wissen, das beim schnell spielen iwie ein Ballverlusst bzw. Fehlpass dabei herauskommt.
Hmm, das frage ich mich momentan immer zu....