Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
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Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

  • .... richtig

    Votes: 55 74,3%
  • ... egal

    Votes: 8 10,8%
  • ... falsch

    Votes: 11 14,9%

  • Total voters
    74
Und ebenso richtig bzw. längst überfällig war die Systemumstellung auf das Spiel mit einer echten 9. Doch dabei sich auf einen einzigen, hochgradig verletzungsanfällien Spieler zu verlassen - ganz nach dem Motto "Es wird schon irgendwie gutgehen" - und nach dessen Ausfall wieder zu diesem brot- wie sinnlosen Ballquergeschiebefußball zurückzukehren, ist unbegreiflich.
Zustimmung...für mich war der Ausfall von Füllkrug ,wie von mir betont, der Knackpunkt in dieser Saison, da auch Harnik ohne Not verschenkt wurde, hat Kohfeldt, ohne wirkliche 9, auf das alte System zurück gegriffen...für mich immer noch unverständlich, da mit Sargent und J.Eggestein 9er im Kader gewesen wären, die aber der Experimentierfreude Kohfeldt's zum Opfer gefallen sind...Stichwort Flügelspieler...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zustimmung...für mich war der Ausfall von Füllkrug ,wie von mir betont, der Knackpunkt in dieser Saison, da auch Harnik ohne Not verschenkt wurde, musste Kohfeldt, ohne wirkliche 9, auf das alte System zurück greifen...für mich immer noch unverständlich...

FK hätte auf Jojo zugreifen können - schließlich ist dieser ein "gelernter 9er". Doch damit hätte - rein spekulativ - FK das Signal gegeben, daß die von ihm entschiedene "Umschulung" von Jojo ein Fehler war bzw. er sich zumindest die Blöße gegeben, daß diese Maßnahme vergeudete Zeit gewesen sei.
 
FK hätte auf Jojo zugreifen können - schließlich ist dieser ein "gelernter 9er". Doch damit hätte - rein spekulativ - FK das Signal gegeben, daß die von ihm entschiedene "Umschulung" von Jojo ein Fehler war bzw. er sich zumindest die Blöße gegeben, daß diese Maßnahme vergeudete Zeit gewesen sei.
Die Story mit Jojo hab ich oben ergänzt...
da mit Sargent und J.Eggestein 9er im Kader gewesen wären, die aber der Experimentierfreude Kohfeldt's zum Opfer gefallen sind...Stichwort Flügelspieler...
 
Welche Gründe es letztlich waren, daß mit Kruse keine Einigung über eine Verlängerung getroffen werden konnte, wissen wir nicht. Kruse war zweifelsohne von immenser Bedeutung, sowohl als Spieler als auch als Leader. Dennoch darf kein Spieler wichtiger sein bzw. sich wichtiger nehmen, als der Club selbst, egal ob es sich um Werder Bremen, FC Barcelona oder Vorwärts Pusemuckel handelt. Sollte Kruse sich wichtiger genommen, oder zB finanzielle oder andere überzogene Forderungen gestellt haben, war ein Trennung von Kruse kein Fehler. Ganz abgesehen davon, daß es immer mal passieren kann, daß ein Spieler aus welchen Gründen auch immer den Club verlässt.

Daher war der entscheidende Fehler vielmehr, keinen funktionierenden Plan B in der Tasche zu haben. Die Idee, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen, war grundsätzlich richtig. So hat es zB hat auch Otto Rehhagel den Abgang von Rudi Völler kompensiert. Und ebenso richtig bzw. längst überfällig war die Systemumstellung auf das Spiel mit einer echten 9. Doch dabei sich auf einen einzigen, hochgradig verletzungsanfällien Spieler zu verlassen - ganz nach dem Motto "Es wird schon irgendwie gutgehen" - und nach dessen Ausfall wieder zu diesem brot- wie sinnlosen Ballquergeschiebefußball zurückzukehren, ist unbegreiflich.

ist im Großen und Ganzen richtig wenn es im Allgemeinen auf Spieler bezogen ist deshalb das Like. Aber gewisse Teile würde ich im speziellen nicht auf Kruse beziehen. Ich glaube nicht das Kruse sich wichtiger genommen hat als Werder oder überzogene Forderungen gestellt hat sofern man bei den Millionengehälter der Profis davon sprechen kann. Spieler wie Kruse sind nicht wichtiger als der Verein aber Grundvoraussetzung für den sportlichen Erfolg eines Vereins was Werder's Verantwortliche unterschätzt haben bzw. völlig abstreiten (gerade Baumann als ehemaliger Kapitän müsste es besser wissen). FK ist derjenige der sich wichtiger nimmt als den Verein, ist von sich so überzeugt das er glaubt ohne eine Hierachie im Team klarzukommen (dieses ist mMn der Knackpunkt für Kruse gewesen) und genau das bringt Werder geradewegs in die 2 Bundesliga.
 
...zumindest nicht durch Osako, Maxi oder einem Dauerverletzten Füllkrug...
Kruse war der einzige Häuptling allerdings auch bereits in einem gesetzten Alter und einer Halbserie in der er erst nach der Winterpause fit wurde, was schon verwunderlich war, da unsere Spieler nach dieser Winterpause irgendwie genau das Gegenteil waren von fit.
Was nach Kruses Abgang dann aber folgte war der Höhepunkt von Frank Baumann's sportlicher Inkompetenz am Transfermarkt, mit einem Fehlgriff nach dem anderen, keine Führungsspieler und Persönlichkeiten gefunden, der Letzte war Delaney.
Der Rest brotlose Mitläufer häufig mit Zwergenmass, altgediente Dauerverletzte Spieler oder teure Talente, die keine sind.

Baumann muss weg, bloß keine weiteren Transferdeals mehr von ihm.
In dem Bereich wurde schon genug Schaden angerichtet, sowohl bei Spielern, als auch bei Trainerentscheidungen.
Was in diesem Bereich von ihm an Kohle verbrannt wurde, bloß weg und einen kompetenten neuen knallharten Fachmann, so wie damals Eichin holen, ausmisten lassen und dann strukturiert neu aufbauen aus den jetzigen Trümmern.
Ich sagte ja die Presse und Ehemaligen reden aktuell nur bereits davon, dass Kohfeldt gehen muss, Urvater des ganzen Disasters ist und bleibt aber Baumann und da muss schnellstmöglich gehandelt werden, um nicht noch mehr Unheil anzurichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
FK hätte auf Jojo zugreifen können - schließlich ist dieser ein "gelernter 9er". Doch damit hätte - rein spekulativ - FK das Signal gegeben, daß die von ihm entschiedene "Umschulung" von Jojo ein Fehler war bzw. er sich zumindest die Blöße gegeben, daß diese Maßnahme vergeudete Zeit gewesen sei.

:tnx: Wird was dran sein. Der versucht auf Krampf seine "Idee" durchzuziehen ohne zu sehen, das es nicht wie im Fußballmanagerspiel, wo es zu 80% auf die "Eingespieltheit" ankommt funktioniert,,,
Aber: irren ist menschlich. Zeugt auch von Größe, wenn man sich einen Fehler eingestehen kann - so holt man auch Vertrauen vom Team zurück, weil die Spieler sehen "Oh, der ist ja doch nicht so stur wie sein Papa Thomas sondern ändert mal was sinnvolles."

Passiert nur nicht, da, wie schon letzte Saison vermutet, TS zu viel Einfluss auf FK zu haben scheint. Jedenfalls wurde die anfängliche Flexibilität FKs und die große Stärke, den gesamten Kader zu benutzen und eben KEINE Stammplätze (Ausnahme Kruse) zu vergeben mit zunehmender Amtszeit unseres technischen Direktors hin zu Sturheit wie eben er selbst gezeigt hat...
 
Was haben wir uns wegen Max Kruse in der Wolle gehabt, was Klatti? :D :beer:
Das war wohl für ne lange Zeit der letzte "Künstler" bei Werder Bremen. Den hat man mMn mit Arroganz und Überheblichkeit mehr oder weniger vom Hof gejagt. Wie man als Fußballexperte auf die Idee kommen kann, man könne die Kronjuwelen mit Tafelsilber ersetzen, werde ich nie begreifen und damit meine ich nicht dich oder sonst wen aus dem Forum, sondern die Verantwortlichen Baumann und Kohfeldt. Die Arroganz und Selbstüberschätzung hört man immernoch in jedem ihrer Interviews. Irgendwann bricht sie ihnen das Genick, nur leider wird es für den Verein dann schon zu spät sein.
Es ist schon zu spät. Weiß nicht ob die noch auf ein Neues Wunder von der Weser warten?
Die hat man sich früher mit der richtigen Moral und Einstellung erarbeitet!!!
Vom Himmel sind die nicht gefallen
 
[...]Urvater des ganzen Disasters ist und bleibt aber Baumann und da muss schnellstmöglich gehandelt werden, um nicht noch mehr Unheil anzurichten.
Nein, der Urvater dieses Desasters ist weder FB noch eine andere Einzelperson, sondern die Werder-Familie mit ihrem aus Klüngelei, Betriebsblindheit und Selbstüberschätzung gestricktem Werder-Weg.

Denn diese Werder-Familie hat u.a. schon a) TS zu lange auf dem Trainerstuhl gehalten, b) für FB den Posten Direktor Profifußball und Scouting geschaffen c) RD "genötigt", trotz zweier Auftaktsiege in der Bundesliga zum Markenkern Offensivfußball zurückzukehren d) wenn man den Gerüchten glauben schenken darf, VS als Nachfolger von RD durchgedrückt e) die vorzeitige Entlassung von VS durch TE verhindert f) FB ohne öffentliche Stellenausschreibung zum Nachfolger von TE gekürt g) die Entscheidung mitgetragen, daß FB seinem öffentlich bereits angezählten Mitspieler VS eine Vertragsverlängerung als Chefoach sicherte und h) gewährleistet nun- unter der Führung seines ehemaligen Mitspielers MB als AR-Chef - daß FB trotz einer sportlich wie finanziell verkorksten Transferpolitik, 3 gescheiterten Trainern in gerade einmal 4 Jahren und vor allem trotz der schlechtesten Saison in 121 Werder-Jahren weiterhin Unheil anrichten darf.

FB ist somit "nur" ein Teil dieses Systems, als GF Sport jedoch ein sehr elementarer - mit all den bekannten negativen Folgen.
 
[QUOTE="Bremen, post: 4596599, member:
.....
Daher war der entscheidende Fehler vielmehr, keinen funktionierenden Plan B in der Tasche zu haben. Die Idee, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen, war grundsätzlich richtig. So hat es zB hat auch Otto Rehhagel den Abgang von Rudi Völler kompensiert. Und ebenso richtig bzw. längst überfällig war die Systemumstellung auf das Spiel mit einer echten 9. Doch dabei sich auf einen einzigen, hochgradig verletzungsanfällien Spieler zu verlassen - ganz nach dem Motto "Es wird schon irgendwie gutgehen" - und nach dessen Ausfall wieder zu diesem brot- wie sinnlosen Ballquergeschiebefußball zurückzukehren, ist unbegreiflich.[/QUOTE]


Der fehlende MS ist sicherlich eines der Hauptprobleme.
Dass Füllkrug verpflichtet wurde, hat mich seinerzeit sehr, sehr verwundert, denn der war ja mehrfach kniegeschädigt und zudem hochgaradig verletzungsabfällig.

Du schreibst sehr richtig, dass der (ein) fehlende "Vollstrecker" die Ursache für sich immer mehr verselbständigendes Quergeschiebe ist.
Dass war beim BVB nach dem Abgang von Auba und der Installierung der MS-Rakete Götze :dagegen:ähnlich.
Sicher, auf einem höherem Niveau, aber grundsätzlich schon.
Was es ausmacht, einen richtigen MS/Vollstrecker zu haben, wird bei uns gerade durch (den Glücksfall) Haaland aufgezeigt.

Ich kenne mich mit der Interna von Bremen nicht so gut aus, wie die meisten von Euch.
Allerdings habe ich Werder schon in Eurer sehr guten Zeit und diese Freiburg ähnliche Besonnenheit gemocht.
Jetzt, wo ich mich etwas näher mit Werder befasse, kann ich einiges besser nachvollziehen.
Und ich kann denen zustimmen, die, auch an bestimmten Personen festgemacht, scharfe Kritik an der diesbezüglichen Personalbesetzung und der aktuellen Struktur des Vereins üben.
Selbst wenn FK der totale Flop wäre, was er m.M.n. nicht ist, tragen die hier oft genannten Namen, die ausschließliche Verantwortung für den Kader und der Abwärts-Entwicklung von Werder.
Etwas, das sogar mir, dem Sympathiesanten, weh tut.
 
Nein, der Urvater dieses Desasters ist weder FB noch eine andere Einzelperson, sondern die Werder-Familie mit ihrem aus Klüngelei, Betriebsblindheit und Selbstüberschätzung gestricktem Werder-Weg.

Denn diese hat schon a) TS zu lange auf dem Trainerstuhl gehalten, b) für FB den Posten Direktor Profifußball und Scouting geschaffen c) RD "genötigt", trotz zweier Auftaktsiege in der Bundesliga zum Markenkern Offensivfußball zurückzukehren d) wenn man den Gerüchten glauben schenken darf, VS als Nachfolger von RD durchgedrückt e) die vorzeitige Entlassung von VS durch TE verhindert f) FB ohne öffentliche Stellenausschreibung zum Nachfolger von TE gekürt g) die Entscheidung mitgetragen, daß FB seinem öffentlich bereits angezählten Mitspieler VS eine Vertragsverlängerung als Chefoach sicherte und h) gewährleistet nun, daß FB - unter der Führung seines ehemaligen Mitspielers MB als AR-Chef - trotz einer sportlich wie finanziell verkorksten Transferpolitik, 3 gescheiterten Trainern in gerade einmal 4 Jahren und vor allem trotz der schlechtesten Saison in 121 Werder-Jahren weiterhin Unheil anrichten darf.

FB ist "nur" ein Teil dieses Systems, als GF Sport jedoch ein sehr elementarer - mit den bekannten negativen Folgen.
Vollkommen richtig, was Du beschreibst. Nur wo sind die Alternativen? Es ist noch gar nicht so lange her, dass in Umfragen 2/3 der Fans Baumann und FK das Vertrauen ausgesprochen haben. Was ist mit dem ASR? Schauen die nur Werdervideos aus 2004?
Deswegen habe ich erst kürzlich geschrieben, dass wir eine durchgehende Entwicklung von WL, Dr Born etc bis heute haben. Der Werderweg ist quasi seit TS durchdekliniert worden und hat den off Markenkern zum Inhalt. Alles wurde dem untergeordnet. Das gilt als die DNA des Vereins und ist seine Philosophie. Die Schlüsselpositionen sind mit Leuten besetzt, die sich diesem Weg verschrieben haben. Das geht vom Zeugwart bis hin zum Stadionsprecher Zeigler.
Das Prekäre ist doch, dass im Falle eines Neuanfangs mit neuen Leuten in der Führung die kaum eine Chance haben, hier etwas mit Nachhaltigkeit zu entwickeln, weil eben besagte Herren den Verein sportlich, schlimmer noch finanziell ruiniert haben. Da ist kein Spielraum mehr.
Der entscheidende Faktor beim Neuanfang wäre eine Sanierung der zerrütteten Finanzen. Da wird man nicht umhinkommen, externes Geld zu akquirieren. Ein KfW-Darlehen reicht da nicht. Man wird über seinen Schatten springen müssen und Investoren ins Boot holen müssen. Das will man hier aber nicht. Die alten Kräfte sind diesbezüglich schwer am Wirken.
Und zu FB: der hat doch jetzt schon ein weiteres Sabbath-Jahr angekündigt. Mehr braucht man nicht zu wissen, um zu erkennen, dass dieser Mann den täglichen Herausforderungen nur begrenzt gewachsen ist. Als Eichin am Ruder war, ist er auch ein Jahr ausgestiegen.
Was FB derzeit abliefert, ist exakt seiner Vita geschuldet. Freundlich, loyal immer dem Werderweg verpflichtet bis zur Nibelungentreue. Unangenehme Entscheidungen sind nicht sein Ding und werden gerne aufgeschoben. Mein Rat an ihn wäre, das Nibelungenlied zu lesen, um zu wissen, wie so etwas ausgehen kann.
 
Ich kenne mich mit der Interna von Bremen nicht so gut aus, wie die meisten von Euch.
Allerdings habe ich Werder schon in Eurer sehr guten Zeit und diese Freiburg ähnliche Besonnenheit gemocht.
Jetzt, wo ich mich etwas näher mit Werder befasse, kann ich einiges besser nachvollziehen.
Und ich kann denen zustimmen, die, auch an bestimmten Personen festgemacht, scharfe Kritik an der diesbezüglichen Personalbesetzung und der aktuellen Struktur des Vereins üben.
Selbst wenn FK der totale Flop wäre, was er m.M.n. nicht ist, tragen die hier oft genannten Namen, die ausschließliche Verantwortung für den Kader und der Abwärts-Entwicklung von Werder.
Etwas, das sogar mir, dem Sympathiesanten, weh tut.
:tnx:

Und das ist genau der Casus Knacktus.

Bei Werder wurde nach dem Abstieg 1980 überwiegend gute bis sehr gute Arbeit geleistet. Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: in den 29 Bundesligasaisons von 1981/82 - 2009/10 erreichte Werder mit gerade einmal 6 Trainern 27x einen einstelligen Tabellenplatz, qualifizierte sich 26x für einen Europapokalwettbewerb, hat dabei gegen Spartak Moskau, Dynamo Ost-Berlin und RSC Anderlecht unvergessliche "Wunder von der Weser" geschaffen sowie den ganz Großen des europäischen Fußball Paroli geboten und gewann ab 1987/88 3 Meisterschaften, 5x DFB-Pokal und 1x den EC der Pokalsieger - unser Lieblingsrivale HSV ging bei den wichtigsten Titeln in diesem Zeitfenster übrigens leer aus. Das war gemessen an den finanziellen Möglichkeiten des Clubs sensationell und kam dadurch zustande, daß in der Zeit hier sowohl kaufmännisch als auch sportlich u.a. mit Weitsicht, Innovation, Besonnenheit, dem richtigen Gespür / Näschen, sehr guter Nachwuchsförderung, Kreativität, Authentizität agiert und vor allem auf kaufmännische und sportliche Veränderungen im Fußballgeschäft überwiegend richtig reagiert wurde. Dadurch verdiente sich die einst graue Maus Werder Bremen landesweit viel Anerkennung, Respekt, Sympathien - selbst bei HSV-Fans, die mit ihrer oft wechselnden und an Selbstüberschätzung leidenden Clubführungen haderten. Werder war zu der Zeit ein Aushängeschild des deutschen Fußballs, welches mit wenig Geld sehr viel erreichte.

Mit Beginn der Saison 10/11 wendete sich jedoch das Blatt. Bei oberflächlicher Betrachtung mag das plötzlich gewesen sein, dennoch waren schon vorher die ersten Anzeichen dafür erkennbar, sofern man sie denn sehen wollte. So wurde zB der 3. Platz in 2006/07 als Erfolg verkauft, obwohl die Mannschaft mit einer solchen Souveränität Herbstmeister wurde, daß Torsten Frings verkündete, daß auf dem Weg zur Meisterschaft nur noch Werder sich selber schlagen könnte - und es auch prompt tat. Es folgte der sündhaft teure Stadionumbau mit einem kruden Finanzierungsplan, der auf Einnahmen aus 20 Heimspielen / je Saison kalkuliert war, und die Bundesliga-Saison 08/09 war trotz eines 5:2-Sieg bei den Bayern (mit zwischenzeitlicher 5:0-Führung - bis heute der letzte Pflichtspielsieg von Werder gegen den Rekordmeister) mit dem 10. Rang (bis dato die zweitschlechteste Ligaplatzierung seit dem Weideraufstieg) eine Enttäuschung, die jedoch mit DFB-Pokal-Sieg sowie dem Erreichen des UEFA-Cup-Finales ausgeblendet wurde. Diese Dinge waren rückblickend betracht der Vorgeschmack auf das, was die hiesige Kombination von Selbstüberschätzung, Betriebsblindheit und Klügelei in der Werder-Familie ab 2010/11 in Form von finanziellen Engpässen, Pleitenserien, Negativrekorden und Abstiegssorgen anrichtet würde - inkl. dem immer mehr drohenden Abstieg in die 2. Liga. So sehr sich Werder in der Vergangenheit positiv vom HSV abhob, so ähnlich sind einige negative Parallelen seit den letzten Jahren.

Werder Bremen hat in den letzten knapp 15 Jahren viele Tugenden, die den Club so erfolgreich und vor allem auch bei Nicht-Werder-Fans so beliebt machten, über Bord geworfen und damit den eigenen jähen Absturz selbst in Gang gebracht. Das tut in der Tat weh.
 
Ich bin der Meinung das sich der Aufsichtsrat, Filbry und andere die für Finanzen verantwortlich sind intern abgewogen haben. Bleiben wir in der ersten Liga schleppen wir sehr teure Altlasten mit uns mit. Steigen wir ab haben wir die erst mal nicht mehr und können den Kader dann neu aufbauen. Denke das dann FB und FK auch keine Rolle mehr spielen denn man benötigt ja Opfer. Je mehr ich darüber nachdenke umso mehr scheint es mir in die Richtung zu gehen. Man weiß auch nicht was da bei den Kreditverhandlungen gelaufen ist. Die Banken gucken da schon genau hin. Alles andere könnte ich den Verantwortlichen nicht verzeihen wenn sie wirklich denken das man mit dem aktuellen Konstrukt die Klasse halten kann. Im Leben nicht.


… ist durchaus was dran.
 
Aber: irren ist menschlich. Zeugt auch von Größe, wenn man sich einen Fehler eingestehen kann - so holt man auch Vertrauen vom Team zurück, weil die Spieler sehen "Oh, der ist ja doch nicht so stur wie sein Papa Thomas sondern ändert mal was sinnvolles."

Passiert nur nicht, da, wie schon letzte Saison vermutet, TS zu viel Einfluss auf FK zu haben scheint. Jedenfalls wurde die anfängliche Flexibilität FKs und die große Stärke, den gesamten Kader zu benutzen und eben KEINE Stammplätze (Ausnahme Kruse) zu vergeben mit zunehmender Amtszeit unseres technischen Direktors hin zu Sturheit wie eben er selbst gezeigt hat...
:tnx:

Vermutlich bin ich nicht der einzige, der das Empfinden hegt, daß FK sich nicht nur sportlich eine negative Entwicklung nimmt. Als er zum Chefcoach befördert wurde, erweckte er u.a. den Eindruck, von Mut, keine Rücksicht auf Namen zu nehmen, daß er zur Selbstreflexion fähig ist und Dinge hier verändern und somit die hier verkrusteten Strukturen aufbrechen möchte. Dies ist ihm zum Teil auch gelungen ist, zB als er sich 2018 und erneut Anfang 2019 mit Jan de Witt einen anerkannten und mit ihm FK befreundeten Berater ins Boot holte, der dafür bekannt ist, auch Unangenehmes auszusprechen. Dieser sprach davon, daß Werder Bremen einen Kulturwandel bräuchte und aus dem Quark kommen muß, bevor es zu spät ist, so daß die Saison 19/20 zeigen würde, wie mutig die Verantwortlichen sind. Die Saison 19/20 hat jedoch gezeigt, daß dieser erforderliche Kulturwandel nicht stattfand und FK statt diese verkrusteten Strukturen weiter aufzubrechen, immer mehr ein Teil von ihnen wurde.


Nachtrag:
Bis zu einem gewissen Grad kann und muß man FK eine solche Veränderungen zustehen, denn er war bekanntermaßen ein Novize im Profi-Cheftrainer-Geschäft. Doch gerade deshalb hätte er einen führungsstarken GF Sport als unmittelbaren Vorgesetzten gebraucht, der ihn wieder zurück auf den richtigen Weg führt. Aber weil FB nicht führungsstark und ein elementarer Bestandteil dieses verkrusteten Systems ist, wurde dadurch die Negativentwicklung bei FK sehr begünstigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin der Meinung das sich der Aufsichtsrat, Filbry und andere die für Finanzen verantwortlich sind intern abgewogen haben. Bleiben wir in der ersten Liga schleppen wir sehr teure Altlasten mit uns mit. Steigen wir ab haben wir die erst mal nicht mehr und können den Kader dann neu aufbauen. Denke das dann FB und FK auch keine Rolle mehr spielen denn man benötigt ja Opfer. Je mehr ich darüber nachdenke umso mehr scheint es mir in die Richtung zu gehen. Man weiß auch nicht was da bei den Kreditverhandlungen gelaufen ist. Die Banken gucken da schon genau hin. Alles andere könnte ich den Verantwortlichen nicht verzeihen wenn sie wirklich denken das man mit dem aktuellen Konstrukt die Klasse halten kann. Im Leben nicht.

Interessante und auch nachvollziehbare These, die jedoch zwei elementare Haken hat: 1. Kostet ein Abstieg in die 2. Liga > 30 Mio. € und ist deutlich teurer als als die bei einem Klassenerhalt fälligen Ablöseverpflichtungen. Hinzu kommt, daß es nicht vorhersehbar ist, ob, und wenn ja wann, Werder die Rückkehr in die 1. Liga schafft und somit keine einigermaßen verläßliche (wirtschaftliche) Basis für ein solches Kalkül besteht. 2. Hat die jüngere Vergangenheit hat schon oft den Eindruck bestätigt, daß bei Werder persönliche Verbundenheit über den Erforderlichkeiten des Profi-Fußballs steht, so daß es nur schwer vorstellbar ist, daß bei den obersten langjährigen Werderanern die beiden langjährigen Werderaner FB und FK die "Bauernopfer" in einem solchen Kalkül sein sollen.
 
:tnx:

Vermutlich bin ich nicht der einzige, der das Empfinden hegt, daß FK sich nicht nur sportlich eine negative Entwicklung nimmt.

Mit Sicherheit bist du das nicht :tnx:
Diese Entwicklung ins Negative wird / wurde von einigen hier schon letzte Saison angesprochen.

Als er zum Chefcoach befördert wurde, erweckte er u.a. den Eindruck, von Mut, keine Rücksicht auf Namen zu nehmen, daß er zur Selbstreflexion fähig ist und Dinge hier verändern und somit die hier verkrusteten Strukturen aufbrechen möchte. Dies ist ihm zum Teil auch gelungen ist, zB als er sich 2018 und erneut Anfang 2019 mit Jan de Witt einen anerkannten und mit ihm FK befreundeten Berater ins Boot holte, der dafür bekannt ist, auch Unangenehmes auszusprechen. Dieser sprach davon, daß Werder Bremen einen Kulturwandel bräuchte und aus dem Quark kommen muß, bevor es zu spät ist, so daß die Saison 19/20 zeigen würde, wie mutig die Verantwortlichen sind. Die Saison 19/20 hat jedoch gezeigt, daß dieser erforderliche Kulturwandel nicht stattfand und FK statt diese verkrusteten Strukturen weiter aufzubrechen, immer mehr ein Teil von ihnen wurde.


:tnx:
 
https://www.deichstube.de/news/werd...n-automatismus-frank-baumann-zr-13768223.html

Da geht die Monatelange Rückendeckung plötzlich dahin, wenn der eigene Stuhl zu wackeln beginnt.
Kaum fällt die Maske wird es brannt gefährlich.

Tja... Jeder ist sich selbst der nächste... Aber wer versichert Baumän das er noch da sein wird, wenn wir in Liga 2 sind?

Hat er wohl nicht so ganz bedacht, dass auch sein Stuhl ziemlich wackeln sollte...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja die Sache fing schon an, als Kohfeld letztes Jahr Trainer des Jahres wurde und wir knapp dem Abstieg, äh falsch Europa entkommen waren.
Nur Kruse ging, die Verletzungen kamen,

letztes Jahr war das doch erst,
na ja gut lang her, entschuldigt, abgehakt.
:kaffee:
 
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