Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

Na dann... Morgen schaue ich mir mal gegen 17:30 Uhr die Ergebnisse der Spiele an. Das sollte reichen, mehr interessiert mich an dieser miesen und falschen Show nicht. Und natürlich, ob es zu Fanversammlungen vor den Stadien kam. Ich tippe mal auf ja...:D
 
@FatTony

Ich habe nicht den Eindruck, daß Oppermann sich als Lobbyist des Profifußballs "outet". Denn ein solcher Lobbyist würde wohl kaum den Werteverfall des Profifußballs derart anprangern. Vor allem aber würde ein Profifußball-Lobbyist eines nicht tun: das einzige, eine Aussage bekräftigendes Ausrufezeichen hinter einem Satz wie
Eine staatliche Finanzierung von Spielergehältern durch den Staat kann und wird es nicht geben!
setzen. Daher sehe ich den Beitrag von Oppermann überwiegend als eine Abwägung unterschiedlicher Ansichten / Interessen.

Daß der Profi-Fußball den Wunsch nach möglichst lukrativen TV-Verträgen hegt, finde ich wie Oppermann grundsätzlich nachvollziehbar. Das Wort "nachvollziehbar" kann zwar so gedeutet werden, daß dieser Wunsch berechtigt ist, doch impliziert es längst nicht einen solchen Automatismus. Denn "nachvollziehbar" kann ebenso bedeuten, daß man einen solchen Wunsch für plausibel hält, ohne ihn jedoch auch damit zu befürworten. Abgesehen davon, was ist grundsätzlich an Wunsch eines möglichst hohen Einkommen verwerflich? Du bist doch sicherlich auch daran interessiert, ein möglichst hohes Gehalt zu bekommen, oder? Auch im Profi-Fußball gilt das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage, und warum sollte unter regulären Umständen der Profifußball seine finanziellen Vorstellungen reduzieren, wenn Millionen von Menschen dazu bereit sind, viel Geld für teure Pay-TV-Abos, Eintrittskarten, Fan-Artikel, Stadion-Gastronomie etc zu bezahlen und somit meistbietend Sponsoren- und TV-Rechte vermarkten kann? Das ist grundsätzlich keine Habgier. Habgier ist jedoch, da stimme ich uneingeschränkt zu, wenn in Zeiten von Corona der Profi-Fußball in Deutschland seine finanziellen Interessen scheinbar rücksichtslos durchzudrücken versucht, während große Teile der Gesellschaft massive, in großen Teilen existenzielle finanzielle Einbußen hinnehmen muß. Dieser Mangel an Solidarität des Profi-Fußballs ist in der aktuellen Corona-Krisenzeit egoistische Habgier und mit Verlaub asozial.
 
Der Re-Start hat noch nicht einmal angefangen, doch schon jetzt mehren sich fast täglich die Fälle von (indirekten) Infektionen bzw. fahrlässigen (verbalen) Umgang mit der Pandemie durch den Profi-Fußball. Somit ist das Corona-"Konzept" der DFL schon vor dem 1. Anpfiff so stabil wie ein Kartenhaus im Orkan auf der Hallig Hooge.
Und es interessiert defacto niemanden... habe zumindest von der Politik nichts gehört, dass das Hygiene Papier, dass ja essentiell für ein stattfinden der BL ist, nun schon mehrfach ad absurdum geführt wurde. Weiß grad nicht wer sich lächerlicher macht, die DFL oder die Regierung.
 
@FatTony

Ich habe nicht den Eindruck, daß Oppermann sich als Lobbyist des Profifußballs "outet". Denn ein solcher Lobbyist würde wohl kaum den Werteverfall des Profifußballs derart anprangern. Vor allem aber würde ein Profifußball-Lobbyist eines nicht tun: das einzige, eine Aussage bekräftigendes Ausrufezeichen hinter einem Satz wie setzen.

Mit dem Satz rennt er eine offene Tür ein. Politiker eben. Der Beitrag ist wie gesagt gut. Er redet dem Fan nach dem Mund (mit deinem zitierten Satz zum Beispiel) und hält gleichzeitig ein flammendes Plädoyer für den Fußball. Oppermann ist nicht dumm, im Gegenteil, und sein Beitrag ist es auch nicht.

Daß der Profi-Fußball den Wunsch nach möglichst lukrativen TV-Verträgen hegt, finde ich wie Oppermann grundsätzlich nachvollziehbar.

Der Mann ist Sozialdemokrat. Da kann er sich auch hinstellen und den Wunsch von Hochfrequenzhändlern für grundsätzlich nachvollziehbar halten, nur dann ist er in der falschen Partei. Ok, ist jetzt vielleicht etwas idealistisch gedacht, aber als Spitzenfunktionär einer Roten Partei ist so ein Satz für mich...naja, sagen wir mal so: Es hat schon seinen Grund, weshalb die SPD irgendwann nur noch einstellige Ergebnisse einfahren wird.

Abgesehen davon, was ist grundsätzlich an Wunsch eines möglichst hohen Einkommen verwerflich?

Wir reden hier ja nicht einfach nur über hohe Einkommen. Die Gehälter im Fußball haben sich seit Bosmann verzehnfacht. Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Einkommen sind im selben Zeitraum um 50% gestiegen. Der Kontext ist hier wichtig. Wir reden, und da müssen wir ja wohl nicht streiten, über ein korruptes und undursichtiges System bei dem Milliarden bewegt werden. Und dieses System kann sich offenbar nicht mal selber drei Monate stützen, dann kommt ein Sozialdemokrat und zeigt auch noch Verständnis für die Spirale? Tut mir leid, so einer ist für mich ein Totengräber seiner eigenen Partei, aber da ist er nicht alleine.

Du bist doch sicherlich auch daran interessiert, ein möglichst hohes Gehalt zu bekommen, oder?

Ich will ein angemessenes Gehalt haben, ich bin nicht gierig. Außerdem geht im normalen Leben ein möglichst hohes Gehalt mit entsprechender Verantwortung einher. Thema Work-Life-Balance. Insofern bin ich NICHT an einem möglichst hohen Gehalt interessiert, denn ich will auch leben können und nicht nur arbeiten.

Auch im Profi-Fußball gilt das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage, und warum sollte unter regulären Umständen der Profifußball seine finanziellen Vorstellungen reduzieren, wenn Millionen von Menschen dazu bereit sind, viel Geld für teure Pay-TV-Abos, Eintrittskarten, Fan-Artikel, Stadion-Gastronomie etc zu bezahlen und somit meistbietend Sponsoren- und TV-Rechte vermarkten kann? Das ist grundsätzlich keine Habgier. Habgier ist jedoch, da stimme ich uneingeschränkt zu, wenn in Zeiten von Corona der Profi-Fußball in Deutschland seine finanziellen Interessen scheinbar rücksichtslos durchzudrücken versucht, während große Teile der Gesellschaft massive, in großen Teilen existenzielle finanzielle Einbußen hinnehmen muß. Dieser Mangel an Solidarität des Profi-Fußballs ist in der aktuellen Corona-Krisenzeit egoistische Habgier und mit Verlaub asozial.

Schon unter regulären Umständen waren die Zustände im Fußball obszön. Auch hier im Forum haben wir zur Genüge über Blatter, Infantino, Katar und Co diskutiert. Über Bayern die sich von Diktatoren finanzieren lassen, über Ronaldo der 200mio in Steueroasen versteckt, über Hoeneß der Steuern hinterzieht. Ja, wenn genug Menschen bereit sind den Fußball zu finanzieren, da bin ich durchaus bei dir, warum sollen sie es nicht mitnehmen? Aber es reicht ihnen ja nicht und Corona deckt das schonunslos auf. Nicht, daß man es nicht vorher schon gewusst hätte aber jetzt wird man eben am Nacken gepackt und mit voller Wucht mit dem Gesicht voran in den Dreck gedrückt. Insofern kann man es nicht anders sagen als mit deinem letzten Satz: Professioneller Fußball ist strukturell habgierig und asozial. Wenn ich den Satz von Oppermann lese, überlege ich noch mal ob er mglw. doch in der richtigen Partei ist ;)
 

So so:

Kneipenbesitzer in Dortmund, so erfährt man nach mehreren Telefonaten, rechnen allerdings mit vielen Besuchern. Einige sind unsicher, wie die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden können.

Na da bin ich ja mal gespannt wie das heute in Dortmund und Gelsenkirchen so laufen wird. Die Kneipen mit Sky-Lizenz dürfen übertragen, nehme ich an.
 
Zu den Spielergehältern:
In Belgien ist/war es mal so, dass den Spielern während der aktiven Zeit nur einen bestimmten Prozentsatz des Gehalten ausbezahlt bekamen und den Rest erst nach der Karriere.
Gehen wir mal von 25% aus, die einbehalten werden.
Manuel Neuer wird am Ende seiner Karriere zwischen 160 und 200 Mio. an Gehalt verdient haben. Wenn er 25% davon erst nach dem Fußball ausbezahlt kommen würde, wären das bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren und einem KaKarriereende mit 40 Jahren, 40-50 Mio., die ihm noch zustünden, also pro Jahr 1-1,2 Mio. Da sieht man mal wie abgehoben die sind. Die könnten auch für 200.000€ im Jahr spielen und nach der Karriere einem richtigen Beruf nachgehen und nicht ihrem Hobby.
 
Mal sehen, wo es heute Probleme gibt. Irgendwo werden bestimmt zu viele Leute um das Stadion herum sein.

Aber wahrscheinlich ist das kein wirkliches Problem, weil der Reibach ja weiter gehen muss.
 
Die Logik der Masken erschliesst sich mir nicht in der BL. Wenn doch alle getestet sind und nur die negativ getesteten teilnehmen dürfen, dann sind die Masken doch ne Farce. :facepalm:
 
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