ich glaube kaum, dass bei werder jemand arbeitet, nur weil er eine werdervergangenheit oder ein freundschaftliches verhältnis zu handelnden personen im verein hat, auch wenn das gerne behauptet wird. vielmehr könnte ich mir vorstellen, dass es im auswahlprozess so abläuft, dass eine für fähig gehaltene person dann den vorzug vor einer ähnlich fähigen person bekommt, wenn sie eine werdervergangenheit hat. und das ist ja auch durchaus nachzuvollziehen.
diese hier von manchen so ersehnten blicke von außen gab es ja durchaus auch schon, ob diese nun sonderlich befruchtend waren, darüber lässt sich streiten. davon ab ist es wohl auch etwas weldfremd zu glauben, dass werder sich nicht auch umguckt, was so in der fußballwelt passiert und sich davon auch beeinflussen lässt. gerade kohfeldt hat ja durchaus einiges im verein in bewegung gesetzt.
natürlich kann man auch den so genannten werder-weg hinterfragen, allerdings wird es sich aus meiner sicht dabei oftmals zu einfach gemacht, indem man das, was schlecht läuft, einfach darauf schiebt, dass zu wenig einblick von außen käme. woran genau macht man das denn fest? was genau wäre denn ohne den werder-weg anders, was würde besser laufen? und macht man es sich nicht zu einfach, den werder-weg in der krise zu kritisieren, ohne zu beachten, welche erfolge man mit eben diesem werder-weg schon gefeiert hat? gibt es in vereinen, die sich mehr einblick von außen holen, keine krisen?