Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Das widerspricht sich aus meiner Sicht. Wenn das bisherige klare Bekenntnis von Werder zu Kohfeldt kein Lippenbekenntnis ist, wovon ich ausgehe, wäre ein Trainerwechsel jetzt mMn eben jener pure Aktionismus, weil nicht mit Bedacht und längerfristiger Planung gesucht wurde, sondern jemand kurzfristig kommt, der gerade zu haben ist.

Die Trainer nach Schaaf bisher hatten alle keinen nachhaltigen Erfolg, sondern Werder dümpelte nach jeweils kurzem Hoch immer wieder im Tabellenkeller. Diese Strohfeuer immer wieder bringen langfristig gar nichts.

Aus meiner Sicht gehören dringend Aussenstehende mit ins Management. Ein bisschen Werderfamilie ist gut und wichtig, aber eben dosiert. Das Problem löst ein kurzfristiger Trainerwechsel nicht.

Von daher aus meiner Sicht besser komplett böses Erwachen in Liga 2 als Flickschusterei ohne grundlegende Änderungen.

Ja aber es ist die letzte Patrone.
Das was die machen ist Augen zu und durch.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich Baumann nicht zutraue einen Trainer zu holen, der uns da unten rausholt oder hat er schonmal nen externen Trainer installiert?
Zum Rest Zustimmung.
Ganz dringend muss Baumann weg mMn, das ist einfach gar nichts was der abliefert in jeder Beziehung.
Als Chef sicher sehr angenehm aber als sportlicher Leiter eines ambitionierten Bundesligavereins untauglich.
Ich will einfach nicht absteigen.
 
Nochmal zu Zeigler, hätte man denn auch damals an Nouri und Skripnik festhalten sollen?
Das ist doch die Logik.
Mal ganz abgesehen davon,dass er doch auch von Werder bezahlt wird als Stadionsprecher ,da erwarte ich nicht viel differenziertes.
Vielleicht wären dann Abstieg und hoffentlich heilsamer Schock heute schon Vergangenheit und Werder besser aufgestellt, das wird keiner beantworten können.

Was Zeigler betrifft - ich glaube schon, dass er sich kritisch äussern würde, wenn er es für angebracht hielte.

Ob, wie er sagt, Kohfeldt der ideale Trainer ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich halte nur den branchenüblichen Schnellschuss für keine Lösung, weil die Probleme vielschichtiger sind.
 
Vielleicht wären dann Abstieg und hoffentlich heilsamer Schock heute schon Vergangenheit und Werder besser aufgestellt, das wird keiner beantworten können.

Was Zeigler betrifft - ich glaube schon, dass er sich kritisch äussern würde, wenn er es für angebracht hielte.

Ob, wie er sagt, Kohfeldt der ideale Trainer ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich halte nur den branchenüblichen Schnellschuss für keine Lösung, weil die Probleme vielschichtiger sind.

Nee, glaube ich bei ihm nicht.
Der ist ganz lustig und so aber wenn es um Werder geht kommt er mir doch eher unkritisch vor....
Die Frage ist doch ganz schlicht und einfach ob Kohfeldt noch der richtige Trainer ist und daran habe ich mittlerweile einfach sehr starke Zweifel.
Ich mochte ihn immer und mag ihn auch noch als Typ aber ich glaube diese kumpelhafte Art hat sich extrem abgenutzt und die Spieler würden ihm eine härtere Gangart, die es nun im Abstiegskampf mMn braucht gar nicht abkaufen.
Sieht nicht so aus, als würden sich jeder zerreissen.
Nicht für ihn, nicht für sich, nicht für den Verein, für niemanden.
 
Also wir müssen uns die Situation mal im Ganzen ansehen.

Das Ziel Europa war nach der letzten Saison und den Verstärkungen die wir eingekauft haben grundsätzlich machbar aber durch unvorhersehbare Ereignisse war sehr schnell klar, diese Saison wird nicht normal laufen.

All die Verletzungen am Anfang der Saison, dadurch haben wir locker 12 - 15 Punkte liegen lassen, da die Spieler in der Konstellation nicht eingespielt waren, wie das Stammpersonal. Das ist nicht nur im Fußball so, da müsste sich hier jeder rein versetzen können, auffen Bau, im Büro, egal mit seinen "Buddys" arbeitet es sich immer besser zusammen.
Da wir nun mal in der Hinrunde und ich glaube bislang auch in der Rückrunde, nicht einmal in der Lage waren mit der gleichen Abwehrreihe zu spielen, siehts bei Standards und bei gegnerischen Angriffen oft chaotisch aus, da kann ein Trainer grundsätzlich nicht viel dafür, dann passieren nun mal individuelle Fehler, da die Laufwege nicht richtig antizipiert wurden, wie es eventuell in der Stammformation wäre.

Was ein Trainer durchaus beeinflussen kann ist, dass Spieler Positionsgetreu aufgestellt werden, auch bei Personalmangel, wozu haben wir die U-Mannschaft? Ein Osako z.B. hat seit dem er in Bremen ist eventuell 5 Spiele gehabt bei denen er gut gespielt hat, dass waren quasi immer Spiele in denen der Gegner Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) und somit alle von uns gut waren... Mir kann doch niemand erzählen, dass wir nicht einfach mal n 10er aus der U-Mannschaft hochziehen können, der diese Aufgabe dann mal übernimmt, schlechter als Osako geht ja schon fast nicht. Auch wenns hier mit dem Eingespielt sein, dann auch haken würde aber das tut es in diesem Fall ja auch mit den gestandenen Profis.

Dann noch 9er auf der 9 Spielen lassen... Ich bin, wie ja wahrscheinlich schon jeder weiß, ein Verfechter für Jojo auf der 9 von mir aus auch jetzt in einer Doppelspitze mit Selke... Zieh von mir aus auch den einen 17, jetzt 18, jährigen Woltersmate oder so wieder hoch und gib ihm Einsatzzeiten, dafür dann aber Sargent mal n paar Spiele runter zur U-Mannschaft, mach dem Beine... Dies sind doch alles mittel, die ein Trainer einsetzen kann um das letzte bisschen Einsatzwillen aus jedem Spieler kitzeln zu können. Dadurch würden wir auch noch mehr hochgehandelte Talente gewinnen, da diese sehen, hey bei Werder kann ich von der einen zur anderen Woche im Bundesligakader stehen.

Ob ein Trainerwechsel aktuell Sinn macht? Naja nur wenn FK nicht langsam mal aus dem Quark kommt und eingreift, ein neuer Trainer würde halt neue Impressionen gewinnen und wahrscheinlich anders aufstellen etc. Die Spieler müssten zeigen, dass sie aufs Feld gehören und nicht die anderen und da muss FK jetzt ansetzen, er muss rigoros Spieler auf die Bank setzen oder aus dem Kader streichen und dafür junge, hoffentlich hungrige, Spieler mit den Leistungsträgern mischen. Vorallem auf der 10 MUSS etwas passieren! Da gibt es kein wenn und aber! Alles an Osako festzumachen, wäre zwar zu einfach aber er braucht dringends ne Woche Pause und zwar außerhalb vom Kader... Ich befürchte schon fast, dass er dieses Wochenende gegen Dortmund mal groß aufspielt und dann wieder über Monate gesetzt bleibt... Naja die Moral von mir wäre den Spielern nicht vermitteln, dass sie gesetzt sind sondern das sie sich dies von Woche zu Woche erarbeiten müssen und wenns nicht passt kommen auch mal U Spieler aufs Feld, wenn der Rest verletzt ist.
 
Mir kann doch niemand erzählen, dass wir nicht einfach mal n 10er aus der U-Mannschaft hochziehen können, der diese Aufgabe dann mal übernimmt, schlechter als Osako geht ja schon fast nicht.

Es gab in der Vergangenheit mal die Diskussion, wieso sich Werder überhaupt eine U23 leistet und das es viel besser (und günstiger) wäre, man löst die U23 auf und verleiht die besten Spieler damit sie Spielpraxis auf hohem Niveau bekommen. Das ganze mit Verweis auf Mannschaften wie Leipzig (die über ein Farmteam verfügen, aber das nur am Rande). Nun haben wir zwar unsere U23 nicht aufgelöst, wohl aber die besten Spieler verliehen. Kurz gesagt: Es gibt soweit ich das sehen kann tatsächlich kaum einen wirklichen 10er den wir aus der U23 ziehen könnten. Gruev ist defensiver Mittelfeldspieler, dann wären da noch Straudi und Pudic. Das war's. Pudic war im Gegensatz zu Ersteren aber glaube ich noch nie auch nur im Dunstkreis der Bundesligamannschaft. Mbom und Schmidt hätte ich jetzt gerne im Verein. Aber die sammeln gerade Spielpraxis....
 
Es gab in der Vergangenheit mal die Diskussion, wieso sich Werder überhaupt eine U23 leistet und das es viel besser (und günstiger) wäre, man löst die U23 auf und verleiht die besten Spieler damit sie Spielpraxis auf hohem Niveau bekommen. Das ganze mit Verweis auf Mannschaften wie Leipzig (die über ein Farmteam verfügen, aber das nur am Rande). Nun haben wir zwar unsere U23 nicht aufgelöst, wohl aber die besten Spieler verliehen. Kurz gesagt: Es gibt soweit ich das sehen kann tatsächlich kaum einen wirklichen 10er den wir aus der U23 ziehen könnten. Gruev ist defensiver Mittelfeldspieler, dann wären da noch Straudi und Pudic. Das war's. Pudic war im Gegensatz zu Ersteren aber glaube ich noch nie auch nur im Dunstkreis der Bundesligamannschaft. Mbom und Schmidt hätte ich jetzt gerne im Verein. Aber die sammeln gerade Spielpraxis....
das echt organisatorisch gesehen n Totalversagen der Verantwortlichen....
 
Das widerspricht sich aus meiner Sicht. Wenn das bisherige klare Bekenntnis von Werder zu Kohfeldt kein Lippenbekenntnis ist, wovon ich ausgehe, wäre ein Trainerwechsel jetzt mMn eben jener pure Aktionismus, weil nicht mit Bedacht und längerfristiger Planung gesucht wurde, sondern jemand kurzfristig kommt, der gerade zu haben ist.

Die Trainer nach Schaaf bisher hatten alle keinen nachhaltigen Erfolg, sondern Werder dümpelte nach jeweils kurzem Hoch immer wieder im Tabellenkeller. Diese Strohfeuer immer wieder bringen langfristig gar nichts.

Aus meiner Sicht gehören dringend Aussenstehende mit ins Management. Ein bisschen Werderfamilie ist gut und wichtig, aber eben dosiert. Das Problem löst ein kurzfristiger Trainerwechsel nicht.

Von daher aus meiner Sicht besser komplett böses Erwachen in Liga 2 als Flickschusterei ohne grundlegende Änderungen.


Die Frage ist doch nicht, ob FloKo ein guter Trainer ist oder nicht. Diese Frage stellte sich auch bei einem Friedhelm Funkel in Düsseldorf nicht. Die Frage ist in solchen Situationen immer, ob der jeweiligen Trainer in der jeweiligen Situation der richtige Mann ist. Dies - habe es oben etwas ausführlicher begründet - ist FloKo im Moment bei Werder nicht (mehr).

Was die Nach-Schaaf-Ära betrifft wird immer wieder mal außer Acht gelassen, dass Werder einen massiven Sparkurs fahren musste. Wir hatten einen Kader, der auf CL-Niveau bezahl wurde. Es musste gut ein Drittel der Kaderkosten eingespart werden. Hinzu kamen die Belastungen durch den Stadionum(rück)bau, der sich ja maßgeblich durch die zusätzlichen Einnahmen aus den Europapokalspielen finanzieren sollte. Dies machte die Situation in einem Umfeld in dem die Preise für Ablösen und Gehälter explodierten nicht einfacher. Hier Kontinuität reinzubekommen war und ist schwierig. Wir müssen uns einfach damit abfinden, dass wir aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr mit den Topclubs der Liga mithalten können. Wir können uns weder infrastrukturell noch finanziell im oberen Drittel der Bundesliga verorten. Dazu sind einfach in der Vergangenheit - aus heutiger Sicht - Fehlentscheidungen getroffen worden. Auch in der Nach-Rehhagel-Ära hat es gedauert bis man wieder Erfolge einfahren konnte und dies alles einem doch noch deutlich weniger schwierigem Umfeld.

Wo ich dir recht gebe ist, dass Werder ein besseres Management braucht. Dies ist der entscheidende Schlüssel, wenn du mit unseren Mitteln versuchen möchtest mitzuhalten. Da müssen zwingend Veränderungen vorgenommen werden.

Worum es uns jetzt aber gehen muss ist irgendwie das Wunder des Klassenerhalts zu schaffen. Der Wiederaufstieg aus der zweiten Liga wird unglaublich schwierig. Dies siehst du an allen "großen" Clubs, die runter gegangen sind. Auch die Reetablierung in der Bundesliga, sollte der Aufstieg geschafft werden, ist mehr als schwierig. Es ist da theoretisch deutlich einfach den Neuaufbau in der Bundesliga zu schaffen. Gerade weil mit dem Abstieg die wirtschaftlichen Möglichkeiten nochmals deutlich schwieriger werden.

Also völlig egal, ob FloKo ein guter oder ein schlechter Trainer ist, im Moment schafft er es nicht die Mannschaft auf einen Weg zu bringen, der einen zumindest noch auf den Klassenerhalt hoffen lässt.
 
Vielleicht wären dann Abstieg und hoffentlich heilsamer Schock heute schon Vergangenheit und Werder besser aufgestellt, das wird keiner beantworten können.

Was Zeigler betrifft - ich glaube schon, dass er sich kritisch äussern würde, wenn er es für angebracht hielte.

Ob, wie er sagt, Kohfeldt der ideale Trainer ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich halte nur den branchenüblichen Schnellschuss für keine Lösung, weil die Probleme vielschichtiger sind.

Von einem Schnellschuss kann doch mittlerweile kaum noch die Rede sein. Es wäre fatal, wenn man (in dem Fall FB und MB) sich tatsächlich im Hintergrund nicht mit dem Szenario des Trainerwechsels auseinander setzt... man sich also mit dem ein oder anderen Kandidaten nicht mal gedanklich beschäftigt. Ich denke nicht, dass Werder so unattraktiv ist, dass man im Fall der Fälle nicht schnell einen erfahrenen Trainer von sich überzeugen könnte... unabhängig von den möglichen Namen. Ich bin aktuell nur etwas zwiegspalten: Halten FB/MB an Kohfeldt fest, weil Sie von dem Turnaround bzw., im Fall eines Abstiegs, von einer langfristigen Entwicklung überzeugt sind, oder weil man einfach nicht sehen will, was die Stunde geschlagen hat.

Wie schon geschrieben: Ich halte FK für einen guten Trainer, der seinen Weg machen wird und halte, auch daher, das Festhalten an ihm nicht per se für falsch. Mittlerweile schwindet in mir aber mehr und mehr die Hoffnung auf eine (im besten Fall sogar lang- oder zumindest mittelfristige) Entwicklung, die uns aus dem Keller führt - auch in den nächsten Jahren... die letzten Wochen/Monate haben vieles von dem zerstört, was ich vor der Saison noch als möglich angesehen habe!
 
https://www.facebook.com/269610656723489/posts/1154170601600819/

Ich hoffe, der Link funktioniert Gerade der erste Teil ist lesenswert. Ganz unabhängig von Kohfeldt - einen Trainer zu wechseln, nur um zu handeln, wird vermutlich keine langfristige Lösung sein, sondern der marktübliche Aktionismus. Von daher aus meiner Sicht, wenn, dann mit einem Kandidaten, der passt und nicht vor allem das Kriterium erfüllt, dass er gerade zu haben ist.
Hier muß man mMn differenzieren - unabhängig davon, daß A.Zeiger als Teil der Werder-Familie doch eher dazu neigt, mit Kritik an den hiesigen Vorgängen äußerst sparsam umzugehen. AZ schreibt in seinem nicht nur kilometerlangen, sondern schon bis zum Mond reichenden Referat, daß ein Trainerwechsel Russisches Roulette sei, was grundsätzlich auch richtig ist. Aber ist das Festhalten an einem Trainer mit einer solchen Pleitenserie etwa kein Russisches Roulette? Besonders unter Berücksichtung der Tatsache, daß in den bisher 22 Liga-Spielen keines dabei war, in der die gesamtmannschaftliche Leistung über 90+x Minuten einer Partie zumindest als ordentlich, geschweige gut oder gar sehr gut bezeichnet werden konnte? Ich weiß, das Auftreten der Mannschaft war in den ersten ca 10 Spielen im Vergleich zu den letzten 12 besser - wobei extreme Ausschläge sowohl nach oben als auch nach unten bekanntermaßen schlechte Maßstäbe sind - aber dort kosteten uns auch schon zu viele individuelle bzw. gesamtmannschaftliche Defizite zu viele Punkte. Interessanterweise schreibt er auch, durch einen Trainerwechsel nicht selten den eigenen Verein zu einem Dasein als Chaosklub verurteilt. Ob er dieser Ansicht auch war, als zB im Mai 1999 Werder mit dem Wechsel von Magath zu Schaaf bereits zum zweiten Mal in der Saison 98/99 den Trainer austauschte oder als die Beförderung von FK Werders 3. Wechsel auf dem Chefcoach-Stuhl in gerade einmal 25 Monaten gewesen ist?

Die Ergebnisse sprechen nun einmal leider gegen FK und wie von @mezzo19742 bereits erwähnt, hat es bisher kein Trainer mit vergleichbaren Werten geschafft, aus solch einer Talsohle herauszukommen - und bei der ideen- wie leidenschaftslosen Performance in den letzten 10 Spielen ist ein Gegenbeweis durch FK in dieser Saison nur schwer vorstellbar. Selbstverständlich wäre bei einem Trainerwechsel eine Lösung mit der Chance auf Langfristigkeit wünschenswert. Doch aufgrund der prekären Situation hat zunächst der Klassenerhalt Vorrang, denn ohne ihn ist kein langfristiges Arbeiten möglich: zumindest nicht in der 1. Liga, denn die Vergangenheit hat sehr oft gezeigt, daß auch (oder gerade?) für einen abgestiegenen Traditionsverein die sofortige Rückkehr ins Oberhaus kein Selbstläufer ist (s. aktuell der HSV) oder es wie zB bei Mönchengladbach, Köln, Frankfurt, Kaiserslautern, Stuttgart, Hannover oder Herta es bekanntermaßen nicht bei einem Abstieg aus der 1. Liga blieb. Vom finanziellen Schaden mal ganz zu schweigen. Daher ist ein Trainerwechsel das kleinere von zwei großen Risiken.


Ich bin mega enttäuscht über die Saison, mache das aber an weit mehr fest als an Kohfeldt.
:tnx:
Die Ursachen liegen zweifelsohne in den höheren Hierarchien, denn Enttäuschungen überwogen hier schon in den Jahren vor FK.
 
Warum "muss"? Der HSV hat diverse Trainer verschlissen, um am Ende doch in Liga 2 zu landen, weil nichts passte. Hat also nichts gebracht. Von daher könnte man alternativ in Betracht ziehen, die Saison zu Ende zu spielen und im Hintergrund Änderungen überlegen. Nicht zuletzt auch im Management, der Nachwuchsarbeit etc. Jetzt vielleicht per Trainerwechsel mit Strohfeuer-Effekt drin bleiben und dann weiter machen wie bisher bringt nichts.

Aus meiner Sicht gibt es folgende Szenarien

(1) Kohfeldt bleibt, wir bleiben drin und alle happy
(2) Kohfeldt bleibt, wir gehen runter und alle gehen mit diesen negativ Erlebnis in die neue Saison (für mich das wahrscheinlichste Scenario)
(3) Kohfeldt geht, wir bleiben drin und starten so richtig durch
(4) Kohfeldt geht, wir bleiben drin und es geht genauso bescheiden weiter wie diese Saison

Allerdings sind (3) und (4) hypothetisch und wir alle kennen die Zukunft nicht.
Nur wir sollten keine Option verstreichen lassen und 50 Mios so leichtfertig zu vergeuden.

Selbst wenn es dann doch auf (4) hinausläuft hast du 50 Mios gewonnen und ne GANZE saison um es anders/besser zu machen.
 
Ich finde es nach wie vor abenteuerlich, mit der fehlenden Nachhaltigkeit von Trainerwechseln zu argumentieren und im gleichen Atemzug FK verteidigen zu wollen. Er hat hier 2 Saisons sehr solide performt, seitdem befinden wir uns im freien Fall. Hier möchten Leute ernsthaft die zweite Liga in Kauf nehmen, weil sie sich erhoffen, dass sich FK dort doch noch als zukünftiger Toptrainer entpuppt und langfristig etwas aufbaut. Aber selbst ein Toptrainer scheitert ab dem Punkt, wo die Mannschaft unter seiner Führung nicht mehr ansatzweise ihr volles Leistungsvermögen abruft, wodurch die Inhalte und werte die er der Mannschaft vermitteln möchte obsolet werden.

Ich lese jetzt den Beitrag vom Zeigler....wobei allein der Name Zeigler mich schon das Schlimmste vermuten lässt.
 
Du hast ja auch Recht, man sollte sich rechtzeitig mit einem Plan B beschäftigen.
Ich vermute,bei der Schläfrigkeit Baumanns, dass das noch gar nicht passiert Ist.
Keiner will hier puren Aktionismus,einfach was zu machen um was zu machen wäre falsch.
Aber ich finde,dass etwas passieren muss.
So wirkt Alles als ergäbe man sich tatenlos in sein Schicksal.
Vielleicht sollte man wirklich alles so lassen wie es ist. Da stehen Männerfreundschaften auf dem Spiel.... Wollen wir das mutwillig zerstören??? Scheiß auf den Abstieg! Wir wissen wie wichtig Sozialkontakte in der heutigen Zeit sind... Was imVVergleich ist da schon ein Abstieg und Existenz von Angestellten??? 40, bis 60 Mio Euro Minus in der zweiten Liga?
Peanuts!!!!!! Wir kuscheln und gehen Händchen haltend in den Sonnenuntergang... Ähm Zweite Liga.... :wall::wall::wall::wall:
 
Das schlimme ist, dass auch die Bremer Sportjournalisten - wie in diesem Fall Zeigler - mit den Wölfen heulen und Angst davor haben, mal Klartext zu reden.
Wenn man sich zB die Artikel in der Kreiszeitung und dem lange als Hofschranze geltenden Weser-Kurier der letzten Wochen durchliest und sich zudem an die DoPa-Sendung erinnert, in der der Weser-Kurier-Redakteur J.J. Beer von Angesicht zu Angesicht mit FB über die Verfehlungen der Werder-Verantwortlichen Klartext sprach, lässt sich nun wahrlich nicht behaupten, daß die (=alle) Bremer Sportjournalisten mit den Wölfen heulen.
 
Mal völlig unabhängig davon, dass Zeigler kaum als unabhängiger Beobachter der Situation bei Werder verstanden werden kann, da er Bestandteil der Werder-Familie ist, kann man natürlich die Frage stellen, ob Trainerwechsel erfolgreich sind oder nicht.
Dies ist eine Frage, die sich nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten lässt. In der Regel ist es aber so, dass ein neuer Trainer zumindest kurzfristig eine Art Strohfeuer entfacht, da neue Reizpunkte gesetzt werden. Es ist doch offensichtlich, dass dieser Kader bei all seinen Schwächen den Klassenerhalt hergeben würde. Von Europa ist er einiges entfernt, aber Platz 11 bis 15 sollten machbar sein. Wir haben in der Hinrunde durchaus ordentliche Spiele gezeigt, in denen ich in diesem Thread lediglich minimale Schwachpunkte ausgemacht habe, die es zu beheben galt. Insbesondere hohe Bälle in den Strafraum und die Effektivität beim Torabschluss. Schon damals sagte ich, dass sich FloKo daran messen lassen müsse, ob er dies abgestellt bekommt. Denn genau dies ist die Aufgabe des Trainers. Zu dem damaligen Zeitpunkt waren die meisten hier noch tiefenentspannt.

Fakt ist, dass er nicht nur nicht diese beiden Probleme hat abstellen können, sondern in meinen Augen die Mannschaft verloren hat. Diese haben zumindest unterbewusst kein Vertrauen mehr in seine Aussagen. Erschreckend ist, dass FloKo dies vor dem Union Spiel schon im Bus gespührt haben will, dass die Mannschaft nicht - zumindest unterbewusst - nicht mehr an sein System, seine Motivitation und an sich selbst glauben. Eine Mannschaft muss dabei nicht mal bewusst gegen einen Trainer spielen.

Zugleich vertreten sowohl Spieler, Trainer als auch der sog. GfSport nach Außen die Auffassung, dass die Leistungen doch zumindest in Teilen annehmbar oder gar gut gewesen sein. Wenn ich mich natürlich einer "Bubble" bewege, in der ich ständige Zustimmung erfahre, dann glaube ich dies. Dann nehme ich kritischere Töne mindestens als "falsch" wahr, wenn nicht sogar als feindlich. Ein Effekt, den wir durch die sog. sozialen Medien gerade in der Politik in den letzten Jahren zunehmend feststellen.

Man muss davon ausgehen, dass es nur sehr wenige Trainer gibt, die es schaffen über einen mittelfristigen bis sehr langen Zeitraum erfolgreich mit ein und dem selben Verein zu arbeiten. Bei den meisten Trainern ist nach zwei bis vier Jahren schluss, da irgendwann alles zur Routine wird und diese berühmten Reizpunkte fehlen. Die meisten Trainer schaffen nicht einmal das, wenn man sich anschaut wie häufig Trainer gewechselt werden. Das ist natürlich eine schwere Situation, aber es ist nun einmal so. FB und MB machen den Fehler zu glauben sie könnten einen zweiten TS oder gar OR aus dem eigenen Stall backen, wenn sie nur fest genug an ihm festhalten. Mit diesem Glauben liegen sie nun schon zu dritten Mal daneben. So funktioniert das einfach nicht. Und weil sie mittlerweile wissen, dass sie diesen Niedergang zu verantworten haben, wollen sie erst recht nicht mehr handeln, da sie schwerwiegendenste Fehler eingestehen müsste und sich damit eigentlich selbst hinterfragen müssten.

FloKo ist (leider) gescheitert. Aus, Ende und vorbei. Sollten wir mit ihm runtergehen, dann wir er spätesten am fünften Spieltag entlassen werden müssen, wenn wir mit einem Punkt und zwei-zu-zwölf Toren Tabellenletzter in Liga Zwei sind. Dann wird's aber richtig haarig, weil die Saisonvorbereitung mal wieder verschenkt wurde.

:tnx::top: .... deutliche Antwort auf A Z, dazu noch wesentlich kürzer.
 
finde teile von zeiglers text wirklich gut, insbesondere als er die automatismen hinterfragt, die unter fans aber auch im sportjournalismus ablaufen, wenn eine mannschaft in der krise steckt. ich frage mich allerdings, wie er zu der ansicht gelangt, spieler wie selke oder insbesondere bittencourt seien für kleines geld geholt wurden. aber insgesamt mal ein erfreulich 'anderer' text.
 
Das widerspricht sich aus meiner Sicht. Wenn das bisherige klare Bekenntnis von Werder zu Kohfeldt kein Lippenbekenntnis ist, wovon ich ausgehe, wäre ein Trainerwechsel jetzt mMn eben jener pure Aktionismus, weil nicht mit Bedacht und längerfristiger Planung gesucht wurde, sondern jemand kurzfristig kommt, der gerade zu haben ist.

Die Trainer nach Schaaf bisher hatten alle keinen nachhaltigen Erfolg, sondern Werder dümpelte nach jeweils kurzem Hoch immer wieder im Tabellenkeller. Diese Strohfeuer immer wieder bringen langfristig gar nichts.

Aus meiner Sicht gehören dringend Aussenstehende mit ins Management. Ein bisschen Werderfamilie ist gut und wichtig, aber eben dosiert. Das Problem löst ein kurzfristiger Trainerwechsel nicht.

Von daher aus meiner Sicht besser komplett böses Erwachen in Liga 2 als Flickschusterei ohne grundlegende Änderungen.

Na, dann warten wir doch mal ab, ob die Herren Bode, Filbry und Baumann nicht selbst zurücktreten und
uns dann vielleicht Florian für einen Neuaufbau der Mannschaft erhalten bleibt.
 
finde teile von zeiglers text wirklich gut, insbesondere als er die automatismen hinterfragt, die unter fans aber auch im sportjournalismus ablaufen, wenn eine mannschaft in der krise steckt. ich frage mich allerdings, wie er zu der ansicht gelangt, spieler wie selke oder insbesondere bittencourt seien für kleines geld geholt wurden. aber insgesamt mal ein erfreulich 'anderer' text.

Leider hat er sich beim Hinterfragen von Automatismen sich nicht mit den Weder-Automatismen befasst, die einen nicht unerheblichen Anteil an dieser Krise haben und zu allem Überfluß diese Krise auch noch beschönigen. Aber wer beißt schon in die Hand, die einem (mit) ernährt?
 
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