Gesamtsituation der Mannschaft

:tnx:

Aber Vorsicht mit solchen Rechnungen, es gibt User hier, die nicht so weit denken können, was sich dann alles ändern muß und wird. Die null Ahnung davon haben, wie ein Finanzplan für die 2. Bundesliga dann aussehen wird...:D

Du denkst echt, das die User sich noch nicht mit dem Abstieg abgefunden haben und noch dran glauben, das KF entweder geht oder trotzdem es irgend wie noch hinbekommen würde die Klasse zu halten.

Bei einen baldigen Trainerwechsel, da bin ich mir sicher wird es für den Klassenerhalt noch reichen, auch wenn sich das hier nur noch wenige vorstellen können. Aber entweder wir punkten ab dem nächsten Spiel regelmäßig oder FK ist dann spätestens im über nächsten Spiel Geschichte.

Und was die 2. Liga angeht, sollten wir wirklich runter gehen, dann werden wir keine Spieler mehr haben und trotzdem keine Transferserlöse erziehlen können.
 
In Kaiserslautern bangen sie gerade um etwas bislang einmaliges:
DFB-Pokalsieger 1996 war der 1. FC Kaiserslautern. Im Endspiel im Olympiastadion Berlin siegte Kaiserslautern am 25. Mai 1996 1:0 gegen den Karlsruher SC. Kaiserslautern war eine Woche zuvor erstmals aus der Bundesliga abgestiegen. Ein Absteiger als Pokalsieger ist bis heute einmalig.
Kein Witz: Mit bißchen Auslosungsglück und ein Ausscheiden der Bayern vielleicht in Frankfurt oder Leverkusen traue ich unseren Eventfußballern in der Tat zu, dieses Kaiserslauterer Kunststück zu wiederholen....:D


Böse und zugleich gute Wortschöpfung "Eventfußballer" :top:.

Und ja,
das traue ich den Jungs durchaus auch zu, denn Fußball spielen können sie ja (manchmal), wenn man sie läßt und wenn sie wollen und wenn man es von ihnen nicht erwartet und wenn sie live im Free-TV sind.

Bedingungsloser Kampf im Alltag der Bundesliga - jede Woche wieder - das ist etwas ganz anderes.
 
... und mit dem bedingungslosen, selbstlosen, unermüdlichen Kampf beginnt jeder Widerstand gegen den möglichen Abstieg.

Ist das nicht gegeben, dann gute Nacht.
 
Die Hoffnung habe ich auch noch nicht aufgegeben, wobei es nach und nach immer düsterer wird. Vielleicht kommt ein Wunder, es kann immer etwas passieren etc. Selbst Leipzig kann man auswärts schlagen, ich bin sogar sicher, dass wir da besser aussehen als gegen Union, aber ob wir da Punkten?? Und selbst wenn, den Abstieg vermeidet man gegen die direkte Konkurrenz in den so genannten 6-Punkte- Spielen und das waren Union, Paderborn, Mainz, Augsburg...es sieht nicht gut aus, gar nicht gut.
Mir ist vollkommen klar, was ein Abstieg bedeutet, trotzdem bleibe ich dann Werderfan und hoffe auf bessere Zeiten. Aber in Liga 2 müssten wir unser Konzept vom offensiven Markenkern über Bord werfen und eine Truppe aus elf Kämpfern organisieren. Es könnte gut sein, dass wir dann lange, lange Zeit keinen Erstligafußball mehr sehen. Es riecht danach. Schlimm, mit so einem Kader abzusteigen, aber da wurden "oben" zu viele Fehler gemacht. Wir haben mittlerweile den Abstieg genauso erarbeitet wie vor zwei Jahren der HSV. Der Fluch des Dino oder so.
Der Fluch der Lernressistenten trifft es eher....
 
Damit sind wir wieder bei der Qualität des Kaders:
Die Jungs können Fußball spielen - 1. Voraussetzung für Qualität ist damit gegeben (Siehe diverse Pokal-Spiele!!! Das ist ja nicht nur einmal passiert)

Nur warum können sie nicht im Bundesliga-Alltag bestehen? - So scheint es ja gerade!
 
DFB-Pokalsieger 1996 war der 1. FC Kaiserslautern. Im Endspiel im Olympiastadion Berlin siegte Kaiserslautern am 25. Mai 1996 1:0 gegen den Karlsruher SC. Kaiserslautern war eine Woche zuvor erstmals aus der Bundesliga abgestiegen. Ein Absteiger als Pokalsieger ist bis heute einmalig.

und werden in der ersten Saison des Wiederaufstiegs direckt Meister, wenn das keine Aussichten sind, im übrigen hat das sonst noch keiner hinbekommen dieses zu wieder holen.
 
Damit sind wir wieder bei der Qualität des Kaders:
Die Jungs können Fußball spielen - 1. Voraussetzung für Qualität ist damit gegeben (Siehe diverse Pokal-Spiele!!! Das ist ja nicht nur einmal passiert)

Nur warum können sie nicht im Bundesliga-Alltag bestehen? - So scheint es ja gerade!
Richtig, sie können Fußball spielen. Da aber für den Erfolg auch noch Willen bzw. Einstellung stimmen müssen, stehen wir leider da, wo wir stehen.
 
Ein Abstieg bewegt einen nur für kurze Momente, sofern man noch andere Dinge im Leben hat als Werder. Der Abstieg vor 40! Jahren folgte der direkte Aufstieg '81 nach hartem Kampf mit Hertha und Braunschweig und wenn es dramaturgisch gut läuft, steigen Werder und Hertha ab und dann auf ein neues! Wir habe doch noch 13 Spiele Zeit, Anlauf zu nehmen auf 2. Liga um uns mit dem Gedanken vertraut zu machen. Ich sehe das ganz entspannt.

Ich habe ihn auch mitgemacht. Damals bin ich mit Tränen in den Augen aus dem Stadion, bin noch am gleichen Tag Mitglied geworden, habe wochenlang getrauert und dann im Zweitligajahr fast immer als Fan im Stadion dabeigewesen, mehr als zu Bundesligazeiten.

Heute würde ich keinen Funken von Emotion mehr zeigen, nicht mehr im Stadion dabei sein, kein Mitglied mehr werden und bestenfalls zwei, drei Zweitligaspiele anschauen.

Warum der Unterschied?
Der damaligen Mannschaft und den damaligen Trainern war kein Vorwurf zu machen. Die Jungs haben alles gegeben, sind aber letztlich daran gescheitert, das ihnen schon zu Beginn der Saison der damals so wichtige Libero/Abwehrchef wegbrach. Der Kader gab personell damals nichts her, die Notlösung Möhlmann als Libero war völlig überfordert.
In der Sommerpause wurden dann alle Fehler behoben, es wurde ein für Zweitligaverhältnisse Topkader zusammengestellt und mit Kuno Klötzer (und später Otto Rehhagel) zwei Toptrainer verpflichtet. Das Zweitligajahr war -so bizarr es auch klingt- eines der schönsten in meinem Fanleben. Es war zudem der Grundstein für unglaublich viele schöne Jahre in der Zeit danach.

Heute haben wir dagegen einen seit Jahren katastrophal zusammengestellten Kader, einen völlig hilflosen und überforderten GF Sport, einen unerfahrenen, gehypten und reinen Theoretiker als Trainer, eine Mannschaft, die keine Einstellung, keinen Willen und keine Leidenschaft zeigt, Fans, die nicht dagegen aufbegehren und den Untergang sogar teilweise noch beklatschen und eine Führung, die im eigenen Saft badet, alles externe ablehnt und die stur und egoistisch an sich festhält und nichts gegen den drohenden Untergang unternimmt.
Kurzum, Verhältnisse, die mich nur noch wütend machen und mit denen ich mich null mehr identifizieren kann!
 
und werden in der ersten Saison des Wiederaufstiegs direckt Meister, wenn das keine Aussichten sind, im übrigen hat das sonst noch keiner hinbekommen dieses zu wieder holen.

Otto hat eben oft Geschichte geschrieben, nicht nur dort, sondern auch bei uns und ganz besonders in Griechenland. Trotzdem gab und gibt es Leute, die auf ihn eindroschen, als er weg war. In Kaiserslautern, bei uns, in Griechenland. Was letztlich in der Zeit nach Otto aus diesen drei geworden ist sehen wir heute. Man sollte Otto eher dankbar sein für das, was man mit ihm erleben durfte!
 
Ich hole mal etwas aus:
Sind die Jungs es gewohnt tagtäglich unter Druck um ihre Existenz (oder die Existenz anderer) zu kämpfen? Antwort: NEIN.
Im grunde haben die meisten BuLi-Profis heute doch schon nach einigen Jahren finanziell ausgesorgt (wenn das Geld einigermaßen sinnvoll verwendet wird). Das ist nicht nur bei Werder so.

In nahezu jedem "normalen" anderen Job (ich verzichte jetzt mal auf bestimmte Berufsbilder, in denen das nicht unbedingt nötig ist - zumal nicht täglich mit vollem Einsatz) muss man um seinen Posten kämpfen und darf sich keine - sich häufenden - Aussetzer leisten.


Das ganze ist also auch eine Frage der Persönlichkeit, eine Charakterfrage.
Es braucht in einem BuLi-Team immer mehrerer Führungsspieler, die - obwohl sie ja nicht um ihre nackte Existenz kämpfen müssen - stets vorangehen und nebenbei noch das spielerische, körperliche und kreative Potential mitbringen in Echtzeit (also während des Spiels) das Ruder nochmal herumreißen zu wollen und zu können.


Damit sind wir dann auch wieder beim Kader und der Zusammenstellung des Kaders ... nach welchen Kriterien werden Spieler ausgewählt und als Team zusammengestellt ...
Stand heute kann der Abstieg nur verhindert werden, wenn mehrere Spieler an der jetzigen Drucksituation wachsen und ihre Persönlichkeit weiterentwickeln, denn neue Spieler gibt´s jetzt nicht mehr.
Leider fehlt es an Selbstvertrauen, an Ehrgeiz und teilweise auch an Charakterstärke im Kader - die Angst vor´m Versagen spielt auch mit.
Daran wiederum müssen die Verantwortlichen unermüdlich, gnadenlos und auch pausenlos arbeiten, denn nur so können wir die Wende noch schaffen.


Es ist letztlich auch eine Frage der Ehre, nur speziell diesen Begriff hat so mancher heute gar nicht mehr in seinem Wortschatz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe ihn auch mitgemacht. Damals bin ich mit Tränen in den Augen aus dem Stadion, bin noch am gleichen Tag Mitglied geworden, habe wochenlang getrauert und dann im Zweitligajahr fast immer als Fan im Stadion dabeigewesen, mehr als zu Bundesligazeiten.

Heute würde ich keinen Funken von Emotion mehr zeigen, nicht mehr im Stadion dabei sein, kein Mitglied mehr werden und bestenfalls zwei, drei Zweitligaspiele anschauen.

Warum der Unterschied?
Der damaligen Mannschaft und den damaligen Trainern war kein Vorwurf zu machen. Die Jungs haben alles gegeben, sind aber letztlich daran gescheitert, das ihnen schon zu Beginn der Saison der damals so wichtige Libero/Abwehrchef wegbrach. Der Kader gab personell damals nichts her, die Notlösung Möhlmann als Libero war völlig überfordert.
In der Sommerpause wurden dann alle Fehler behoben, es wurde ein für Zweitligaverhältnisse Topkader zusammengestellt und mit Kuno Klötzer (und später Otto Rehhagel) zwei Toptrainer verpflichtet. Das Zweitligajahr war -so bizarr es auch klingt- eines der schönsten in meinem Fanleben. Es war zudem der Grundstein für unglaublich viele schöne Jahre in der Zeit danach.

Heute haben wir dagegen einen seit Jahren katastrophal zusammengestellten Kader, einen völlig hilflosen und überforderten GF Sport, einen unerfahrenen, gehypten und reinen Theoretiker als Trainer, eine Mannschaft, die keine Einstellung, keinen Willen und keine Leidenschaft zeigt, Fans, die nicht dagegen aufbegehren und den Untergang sogar teilweise noch beklatschen und eine Führung, die im eigenen Saft badet, alles externe ablehnt und die stur und egoistisch an sich festhält und nichts gegen den drohenden Untergang unternimmt.
Kurzum, Verhältnisse, die mich nur noch wütend machen und mit denen ich mich null mehr identifizieren kann!
Gebe ich dir recht.
Das ganze Drama was gerade abgeht ist selbstverschuldet. Und ich bin mittlerweile auf dem Standpunkt, dass es Bode Baumann und Co. nicht besser verdient haben
Die Tabelle lügt ja nicht. Mißstände sind unübersehbar. Selbst als Laie.... Es ist einfach nur traurig. Bitter würde ich es nennen wenn kein eigenes Verschulden vorläge. Aber die Herren bezahlen jetzt ihre Zeche... Traurig dass die Spieler, die ihrer Arbeit nur ungenügend nach gehen, diese Suppe nicht auslöffeln werden müssen. Das tun wir.
Natürlich bleibe ich Werderfan. Aber Tränen werde ich nicht verlieren sollte es soweit sein und wir absteigen. Dazu ist es zu offensichtlich und auch verdient
 
Back
Top