Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Mannschaft im Vergleich zu Freiburg, Augsburg, und gerade zu Union stärker respektive viel stärker einschätze. Natürlich kann man das Argument nachvollziehen, dass durch den Ausfall vieler (Stamm)-Spieler der Rhythmus fehlte. Dennoch, die Statistiken lügen nicht (schlechteste Hinrunde, meiste Gegentore...) und wenn man zu Hause gegen Paderborn und ggn Mainz 0-5 verliert, dann kann "irgendetwas" nicht stimmen. Gerade auf welche Art und Weise Werder die Spiele verloren hat, lassen einen zutiefst darüber nachdenken.
Mit "irgendetwas" meine ich Florian Kohfeldt. Das Problem, dass ich sehe ist, dass Kohfeldt sich und seine Arbeit sehr gut medial verkaufen kann. Er spricht klar mit tiefer Stimmlage, voller Selbstvertrauen und man kann im Grunde wenig dagegen sagen, weil es nach einem klaren Plan aussieht. Man hat das Gefühl, der Junge weiß was er macht....aber gerade das ist das große Problem und das größte Problem dabei ist, dass es im Umfeld von Werder (Funktionäre, bei den Fans so langsam) und externen Fußballexperten zu langsam erkannt wird (time-lag). Kohfeldt als Trainer ist eine typische Blase (bester in seinem Jahrgang der Trainerausbildung, Hype durch Trainer des Jahres 2018..), die keinen intrinsischen Wert besitzt. Anders ausgedrückt: Das was über ihn gelesen und berichtet wird (bestes Beispiel Mario Basler, Zitat "Die Mannschaft ist schlechter geworden, der Trainer besser"), ist total verzerrt.
Für Werder geht es jetzt nur noch um den Existenzkampf in der 1. Bundesliga. Ich hoffe, dass die sportliche Führung das berücksichtigt und sich nicht von dem Hype um FK blenden lässt...etwas überspitzt ausgedrückt: Kohfeldt hat sich und seine so gut verkauft, dass er sich tatsächlich (was ich mir gut vorstellen kann) für höhere Aufgaben qualifiziert hat (Stichwort: BVB)...das Wichtigste ist aber Werder!!!
Und um Werder zu schützen, hoffe ich auf die richtige Einschätzung und Entscheidung der sportlichen Führung!!