Kurz geantwortet: Nach der WM 2018 wäre der Zeitpunkt gewesen, weil er dann allgemein akzeptiert worden wäre. Bierhoff und Löw kündigen eine Analyse an und herauskommt eine halbgare Generalabrechnung mit sich selbst und mit der Mannschaft.
Anstatt wir gehen neue Wege, hat man genau mit den gleichen Spielern weitergewurschtelt. Im Nations-Cup hat man sich bis auf die Knochen blamiert.
Jepp, aber hast Du seinerzeit mit etwas anderem gerechnet? Ich nicht. Aber wie schon vorhin sinngemäß geschrieben, im Falle von Boateng, Hummels und Müller lieber spät als nie.
Vor 4 Wochen (!) hat der DFB die Wichtigkeit eines Spielers wie Th Müller jetzt und in Zukunft dargestellt. Frei nach Adenauer: was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern, nun 180° Kehrtwende. Peinlich. Lächerlich, inakzeptabel. Setzen Note 6 an den DFB. Grindel verlässt den Rundfunksender, weil er sich beleidigt fühlt. Passt perfekt zum derzeitgen Zustand des DFB und des deutschen Fußballs.
Auch hier Zustimmung, wobei dieses Gehabe mit dem Geschwätz von Gestern kein Alleinstellungsmerkmal beim DFB ist, sondern zu den Usancen im Fußballgeschäft und auch woanders wie z.B. in der Politik gehört. Wahrscheinlich wurde auch deswegen mit Grindel ein Politiker an die Spitze des DFB geholt, weil er diese verbale Herumgeeiere beherrscht. Aber dafür ist das hier der falsche Thread.
Glaube mir, dass ist noch nicht das letzte Wort der Bayern gewesen. Stehen die mit dem Rücken an der Wand, wird um sich geschossen. Der Burgfrieden mit Kovac ist sehr fragil. Lewandoski hat gestern die zu defensive Spielweise seiner Mannschaft angeprangert, da kommt noch mehr...
Davon gehe ich auch aus. Dennoch zeigten sich die Bayern nach der gestrigen Niederlage erstaunlicherweise bisher ausgesprochen demütig. Allerdings war der Auftritt gestern auch so desolat, daß selbst die um Ausflüchten, Relativierungen und Schuldzuweisungen gegenüber Anderen selten verlegenen Bayern die beißreflexartigen Worthülsen (temporär) ausgingen: kaum Spielideen, wenig Biß, kein Mia san Mia, Neuer lässt sich zu einem fatalen Ausflug hinreißen, wie ihn einst Oli Kahn im Mai 2004 gegen Werder zeigte, Rafinha war nahezu ein Totalausfall, Hummels bestätige eindrucksvoll die Richtigkeit der Ausbootung aus der N11, Thiago und Ribery blieben so wirkungslos, daß Rübe sich noch nicht einmal zu einer Frust-Unsportlichkeit hinreißen ließ und Lewandowski ist, auch wenn er wenig Unterstützung vom MF erfuhr, wieder einmal in einem wichtigen Spiel abgetaucht, so daß er dahingehend mittlerweile Mesut Özil Konkurrenz macht.
Dieses vorzeiges vorzeige Bayern-Aus, welches den K.O. aller drei verbliebenen Bundesligisten in der CL besiegelte - da sieht man mal wieder einmal die deutsche Gründlichkeit: die Briten eiern im 2. Jahr mit dem EU-Brexit herum, wir schaffen den CL-Dexit in 8 Tagen

- ist das Resultat der Fehleinschätzungen von Hoeneß (der als Präsi des e.V. auffallend viel im Tagesgeschäft der AG mitmischt) und Rummenigge, sowohl in der Trainerfrage als auch in der Kaderzusammenstellung mit zu vielen satten Spielern. Für die Bundesliga mag das noch reichen, aber der blutleere Auftritt gestern mit dem daraus resultierenden erstmaligen Verpassen des CL-Viertelfinales seit 2006 zeigte eindrucksvoll, daß durch diese Fehleinschätzungen die Bayern vom ihrem eigenen Anspruch, zur europäischen und somit auch zur Weltspitze zu gehören, aktuell weiter weg sind wie lange nicht mehr.