Hamburger SV - Die Wiederaufgestiegenen

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na herzlichen glückwunsch. das grundböse, endlich mal in nem video zu sehen.julian reichelt gefällt das.

was sagt die gemeinde hier eigentlich dazu, dass laut hsv lebenslange stadionverbote für die zündler ausgeprochen werden sollen? :popcorn:
Finde ich gut. Hoffentlich ziehen sie das durch und kann auch gerne bei uns kommen. Wir reden hier immerhin von Leuten, die in einem vollbesetzten Fanblock mit Böllern und Raketen hantiert haben, Rauchtöpfe geworfen und Pappe in Brand gesteckt haben, somit Dutzende Menschen in Gefahr gebracht haben. Verstehe nicht, warum du das immer zu verharmlosen versuchst. Ein Böller ist Silvester mal neben meinem Ohr detoniert, an dem Tinnitus erfreue ich mich noch immer und im Stadion stand ich mal neben solchen Rauchbombenidioten und konnte nur mit Mühe und mit einem Schal vor dem Mund atmen. Ich möchte nicht wissen, wie das bei Asthmakranken wirkt. Und mit Raketen gab es im Weserstadion im Spiel gegen Brügge auch mal einen schönen Vorfall, wo ein Fan einen Lungenflügel verloren hat.
 
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Was ist denn Dein Vorschlag?

Geldstrafen schrecken nicht ab. Alles, was bisher unternommen wurde, hat nichts gebracht. Gespräche, mahnende Worte usw. führten in all den Jahren nicht zum Erfolg.

Nun muss es eine Steigerung geben.
Ich finde auch durchaus, dass man denen die Möglichkeit geben sollte, die Strafe durch soziale Arbeit und vergleichbare Maßnahmen das Strafmaß wieder zu reduzieren, nur sollte man das nicht zu sehr an die große Glocke hängen. Wenn die direkt wissen "wenn ich da ein paar Maßnahmen mach, darf ich ja nach 3 Jahren sowieso wieder rein" schreckt das nicht ab. Dann machen die einfach weiter wie bisher. Wenn es aber heißt, dass jeder, der so etwas krasses bringt, nie wieder ins Stadion kommt, dann überlegt man sich vielleicht zweimal, ob man mit Böllern ins Stadion geht.
 
Ich finde auch durchaus, dass man denen die Möglichkeit geben sollte, die Strafe durch soziale Arbeit und vergleichbare Maßnahmen das Strafmaß wieder zu reduzieren, nur sollte man das nicht zu sehr an die große Glocke hängen. Wenn die direkt wissen "wenn ich da ein paar Maßnahmen mach, darf ich ja nach 3 Jahren sowieso wieder rein" schreckt das nicht ab. Dann machen die einfach weiter wie bisher. Wenn es aber heißt, dass jeder, der so etwas krasses bringt, nie wieder ins Stadion kommt, dann überlegt man sich vielleicht zweimal, ob man mit Böllern ins Stadion geht.

Die machen auch trotz Geldstrafen weiter. Warum sollte soziale Arbeit helfen?

Reelle Stadionverbote. Wer nicht da ist, kann keine Scheiße bauen. Gibt es konsequent lange Stadionverbote, dürfte die Sorge der Täter größer als die Geilheit aufs Zündeln sein... Ein Versuch wäre es wert!
 
Die machen auch trotz Geldstrafen weiter. Warum sollte soziale Arbeit helfen?

Reelle Stadionverbote. Wer nicht da ist, kann keine Scheiße bauen. Gibt es konsequent lange Stadionverbote, dürfte die Sorge der Täter größer als die Geilheit aufs Zündeln sein... Ein Versuch wäre es wert!
Ich rede von reellen Stadionverboten. Aber ich befürworte (wie auch bei Haftstrafen) immer auch Resozialisierungsmöglichkeiten, die das Strafmaß mildern können. Wichtig ist dabei aber auch, dass nicht jeder, der so eine Maßnahme macht, hinterher seine Strafe gemildert bekommt (erlassen sowieso nicht), sondern dass dabei auch kontrolliert wird, ob sowas wie Reue erkennbar ist. Ich habe die Hoffnung, dass Leute, die bei sowas erwischt wurden, 10 Jahre Stadionverbot abbüßen (nachdem sie ursprünglich lebenslanges Stadionverbot bekommen haben) und anschließend nachweisen können, dass sicher keine Absicht besteht, die Pyroscheiße zu wiederholen, auch einen Einfluss auf die Szene haben und Leute, die bislang nicht zündeln, davon abhalten können. So etwas geht nur, wenn sie auch wieder in die Stadien dürfen. Die Strafe muss weh tun, aber Leute, die sich bessern, sollen auch eine Chance bekommen, das zu beweisen und anschließend begnadigt zu werden.
 
Vereine tragen übrigens auch soziale verantwortung. In dem zuge soll jugendlichen bzw. jungen erwachsenen mit einem lebenslangen stadionverbot ein großer teil ihres lebensinhaltes und dadurch quasi auch ihre bezugsgruppe genommen werden? Das passt nicht.

Die werden in ihrem stadionumfeld, in ihrer gruppe überwiegend junge männer als mitstreiter haben. Gerade in so einem umfeld wird sich dann eben ausprobiert, da werden grenzen getestet und übertreten, da gehts darum sich gegenüber den anderen zu beweisen. Generell ist so eine gruppe und auch die fankurve an sich ein wichtiger aspekt für die sozialisation der leute in ihr. Da gehts um beziehungen und da werden auch werte vermittelt. Und was wichtig ist: das passiert alles unter einer gewissen aufsicht, nämlich der des fanprojekts, das die leute auf dem weg begleitet, vermitteln und auch eingreifen kann.Sperrt man die leute jetzt auf diese weise aus (ohne aussicht auf rückkehr) isoliert man sie in gewisser weise. Wie die das dann bewältigen, in welchem rahmen sie sich dann woanders vielleicht neu organisieren? Die chance auf eine radikalisierung wird da wohl recht groß sein, weil der frust und die tatsache, dass es nicht möglich ist, selber zu handeln groß ist. Neben dem problem, dass ein wichtiger teil des lebens und die bezugsgruppe weg sind.

daher sollten imo stadionverbote, wenn man den meint sie aussprechen zu müssen, zum einen für eine absehbare zeit begrenzt sein, zum anderen sollten die betroffenen weiterhin mit dem verein verbunden bleiben, bspw. stunden im fanprojekt ableisten oder ähnliches. Alles andere wird der sozialen verantwortung des vereins nicht gerecht.

abschließend noch: die zündler werden immer als so unreif beschrieben. Klar werden sie ja auch in den meisten fällen sein. Sind halt junge leute. Nur passt es dann nicht, dass man gleichzeitig von ihnen erwartet, alle konsequenzen ihres handelns genau voraussagen zu können.
 
einer gruppe von überwiegend jugendlichen und jungen erwachsenen einen vermutlich sehr großen teil ihres lebensinhaltes nehmen? ohne aussicht, diesen wieder zu bekommen? pädagogisch mit sicherheit sehr wertvoll.
Würdest du auch so denken, wenn sich zB eine Gruppe von jungen Erwachsenen es zu einem großen Teil ihres Lebensinhalt macht, mit über 100 dB lauten Protzkarren sowie überhöhter Geschwindigkeit durch deine Wohnstraße zu rasen?
 
Ich versteh zwar den sinn des vergleichs nicht ganz, aber von meiner grundsätzlichen ansicht, dass man die leute nicht einfach ohne weiteren anschluss irgendwo rausschmeißen bzw. von ihrer bezugsgruppe isoliert alleine lassen sollte, würde ich auch in dem fall nicht abweichen.
 
Ihnen würde mit einem Stadionverbot ein großer Teil ihres Lebensinhaltes genommen? Guter Witz. Zum Randalieren benötigt man keine Stadiontribüne.

Sorry, aber solche "Fans" haben mit Hingabe zu einem Verein genauso viel am Hut wie Kim Jong-un mit Demokratie. Es ist schlicht kein einmaliger Fehltritt, sondern immer wieder mit einiger krimineller Energie geplante Aktionen. Ein lebenslanges Stadionverbot wäre natürlich nur ein erster Schritt, die Kosten, die sich aus solchen Aktionen ergeben, auf die Verursacher zu verteilen, dann der zweite.
 
Bin für Lebenslanges Stadionverbot.
Unschuldig Leute die Schaden nehmen bei diesen Aktionen haben mit unter auch für immer Schaden davon getragen.

Diesen Klappspaten braucht kein Verein.

........... im Endeffekt legt der Verein richtig drauf (€€€€) und der Fan bezahlt in der neuen Saison mit moderat steigenden Preisen
Sicherheitskonzepte, Bratwurst, Bier etc..
 
Vereine tragen übrigens auch soziale verantwortung. In dem zuge soll jugendlichen bzw. jungen erwachsenen mit einem lebenslangen stadionverbot ein großer teil ihres lebensinhaltes und dadurch quasi auch ihre bezugsgruppe genommen werden? Das passt nicht.

Die werden in ihrem stadionumfeld, in ihrer gruppe überwiegend junge männer als mitstreiter haben. Gerade in so einem umfeld wird sich dann eben ausprobiert, da werden grenzen getestet und übertreten, da gehts darum sich gegenüber den anderen zu beweisen. Generell ist so eine gruppe und auch die fankurve an sich ein wichtiger aspekt für die sozialisation der leute in ihr. Da gehts um beziehungen und da werden auch werte vermittelt. Und was wichtig ist: das passiert alles unter einer gewissen aufsicht, nämlich der des fanprojekts, das die leute auf dem weg begleitet, vermitteln und auch eingreifen kann.Sperrt man die leute jetzt auf diese weise aus (ohne aussicht auf rückkehr) isoliert man sie in gewisser weise. Wie die das dann bewältigen, in welchem rahmen sie sich dann woanders vielleicht neu organisieren? Die chance auf eine radikalisierung wird da wohl recht groß sein, weil der frust und die tatsache, dass es nicht möglich ist, selber zu handeln groß ist. Neben dem problem, dass ein wichtiger teil des lebens und die bezugsgruppe weg sind.

daher sollten imo stadionverbote, wenn man den meint sie aussprechen zu müssen, zum einen für eine absehbare zeit begrenzt sein, zum anderen sollten die betroffenen weiterhin mit dem verein verbunden bleiben, bspw. stunden im fanprojekt ableisten oder ähnliches. Alles andere wird der sozialen verantwortung des vereins nicht gerecht.

abschließend noch: die zündler werden immer als so unreif beschrieben. Klar werden sie ja auch in den meisten fällen sein. Sind halt junge leute. Nur passt es dann nicht, dass man gleichzeitig von ihnen erwartet, alle konsequenzen ihres handelns genau voraussagen zu können.


Na, da hat das Fanprojekt für den Teil der Ultras bisher ganze Arbeit geleistet. Zerstörte Züge, körperliche Übergriffe im öffentlichen Raum inkl. Zerstörung von Eigentum etc..
Frage mich immer wie einige Leute reagieren, die solche Vorschläge machen, wenn sich dieses Klientel in deren "Wohnzimmer" breit macht.
:facepalm::facepalm:

Handeln in dieser Art und Weise, ohne Konsequenzen zu tragen/erfahren, führt grundsätzlich in den wenigsten Fällen zu Einsicht.
Wo ist denn die Einsicht, wenn diese Gipsköppe vom Fanprojekt (??) daraufhin gewiesen werden, dass ihr Handeln nur zur Verschlechterung
der gesamten Bedingungen in der Fanszene führt. ...... oder eben auch die Einsicht, dass dem Verein erhebliche Kosten neben den Strafen
entstehen.
 
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