Was regt euch gerade auf?

Ich bin gestern aus dem Urlaub zurück gekommen und hatte Post vom Ordnungsamt, dass ich auf der Autobahn 30 km/h zu schnell gefahren sei. Mit einem Foto von einem Auto mit einer Fahrerin und einem Kennzeichen, die mir komplett unbekannt waren. Zunächst habe ich mit dem Kopf geschüttelt, denn ich habe keinen Führerschein und entsprechend auch kein Auto. Also habe ich dort angerufen und nachgefragt, wie das sein könnte. Ergebnis - das Auto ist auf einen Nachbarn zugelassen, der hat sich aber auf das Schreiben nicht gemeldet. Die Dame am Telefon hat mir erläutert, das Amt habe daraufhin recherchiert, wer im gleichen Haus wohnt und altersmäßig auf die Fahrerin passen könnte, um diese Personen anzuschreiben. Ich finde das datenschutzrechtlich mehr als fragwürdig, denn offenbar wurde nicht nur Alter, sondern auch die Haarfarbe recherchiert. Meine Haarfarbe und die der Fahrerin sind gleich, meine Nachbarinnen gleichen Alters mit anderer Haarfarbe hier im Haus haben die Post nicht bekommen. Darf ein Amt so vorgehen? :confused:
Welche Aufwände getrieben werden, nur um ein paar € einzutreiben.
Ich wünsche mir, alle Ämter würden so zielstrebig arbeiten!
 
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@opalo
Auf den Schwarz/Weiß Blitzerfotos konnte ich meine Haarfarbe nie wieder erkennen. Es hätte auch nur Brünett sein können. :ugly:
 
Ich bin gestern aus dem Urlaub zurück gekommen und hatte Post vom Ordnungsamt, dass ich auf der Autobahn 30 km/h zu schnell gefahren sei. Mit einem Foto von einem Auto mit einer Fahrerin und einem Kennzeichen, die mir komplett unbekannt waren. Zunächst habe ich mit dem Kopf geschüttelt, denn ich habe keinen Führerschein und entsprechend auch kein Auto. Also habe ich dort angerufen und nachgefragt, wie das sein könnte. Ergebnis - das Auto ist auf einen Nachbarn zugelassen, der hat sich aber auf das Schreiben nicht gemeldet. Die Dame am Telefon hat mir erläutert, das Amt habe daraufhin recherchiert, wer im gleichen Haus wohnt und altersmäßig auf die Fahrerin passen könnte, um diese Personen anzuschreiben. Ich finde das datenschutzrechtlich mehr als fragwürdig, denn offenbar wurde nicht nur Alter, sondern auch die Haarfarbe recherchiert. Meine Haarfarbe und die der Fahrerin sind gleich, meine Nachbarinnen gleichen Alters mit anderer Haarfarbe hier im Haus haben die Post nicht bekommen. Darf ein Amt so vorgehen? :confused:
Ein Datenschutzvergehen wäre das ja nur, wenn sie ihre Befugnisse beim „Recherchieren“ überschreiten. Das kann ja viel bedeuten. Wenn dich ein künftiger Arbeitgeber oder ein Verehrer bei Facebook sucht, kann derjenige ja auch allerhand rausfinden. Wenn das öffentlich zugängliche Informationen sind, darf das Amt das natürlich auch machen.

Dass es evtl. albern ist, so einen Aufwand zu betreiben, steht auf einem anderen Blatt.
 
Ein Datenschutzvergehen wäre das ja nur, wenn sie ihre Befugnisse beim „Recherchieren“ überschreiten. Das kann ja viel bedeuten. Wenn dich ein künftiger Arbeitgeber oder ein Verehrer bei Facebook sucht, kann derjenige ja auch allerhand rausfinden. Wenn das öffentlich zugängliche Informationen sind, darf das Amt das natürlich auch machen.

Dass es evtl. albern ist, so einen Aufwand zu betreiben, steht auf einem anderen Blatt.
Man kann herauszufinden dass ich im gleichen Haus wohne, weil es mir bisher nicht gelungen ist, aus diversen Online Telefonbüchern gelöscht zu werden, obwohl die Einträge ohne meine Einwilligung bestehen. Mein Alter kann das Amt über Umwege auch im Netz herausfinden, dazu müssten sie aber wissen oder wie auch immer herausgefunden haben, was ich beruflich mache. Denn bei Facebook und Co habe ich das nicht freigegeben. Ich vermute, das Alter könnten sie bei meinen ähnlich alten dunkelhaarigen Nachbarinnen auch herausfinden, die keine Post bekommen haben. Aber die Haarfarbe? Bilder im Web findet man von mir nicht, wenn man mit meinem Namen sucht. Von daher finde ich das Ganze definitiv grenzwertig.
 
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Man kann herauszufinden dass ich im gleichen Haus wohne, weil es mir bisher nicht gelungen ist, aus diversen Online Telefonbüchern gelöscht zu werden, obwohl die Einträge ohne meine Einwilligung bestehen. Mein Alter kann das Amt über Umwege auch im Netz herausfinden, dazu müssten sie aber wissen oder wie auch immer herausgefunden haben, was ich beruflich mache. Denn bei Facebook und Co habe ich das nicht freigegeben. Ich vermute, das Alter könnten sie bei meinen ähnlich alten dunkelhaarigen Nachbarinnen auch herausfinden, die keine Post bekommen haben. Aber die Haarfarbe? Bilder im Web findet man von mir nicht, wenn man mit meinem Namen sucht. Von daher finde ich das Ganze definitiv grenzwertig.
Ja, definitiv eigenartig. Aber wenn das Amt nicht weiß, dass du führerscheinlos bist, ist das ein Indiz, dass sie sich nicht illegal an staatlichen Informationsquellen bedient haben.

Ich würde auf jeden Fall mal versuchen formal eine Beschwerde an die zu richten.
 
Ich würde auf jeden Fall mal versuchen formal eine Beschwerde an die zu richten.
Darüber hab ich auch schon nachgedacht. Ich finde es völlig richtig, dass sie Aufwand betreiben, um Verkehrssünder zu identifizieren. Aber nicht, indem sie nach dem Giesskannenprinzip Leute beschuldigen. Mein Nachbar weiss als Halter mit Sicherheit, wer die Dame ist. Da verstehe ich nicht, warum sie nicht da ansetzen.
 
Man kann herauszufinden dass ich im gleichen Haus wohne, weil es mir bisher nicht gelungen ist, aus diversen Online Telefonbüchern gelöscht zu werden, obwohl die Einträge ohne meine Einwilligung bestehen. Mein Alter kann das Amt über Umwege auch im Netz herausfinden, dazu müssten sie aber wissen oder wie auch immer herausgefunden haben, was ich beruflich mache. Denn bei Facebook und Co habe ich das nicht freigegeben. Ich vermute, das Alter könnten sie bei meinen ähnlich alten dunkelhaarigen Nachbarinnen auch herausfinden, die keine Post bekommen haben. Aber die Haarfarbe? Bilder im Web findet man von mir nicht, wenn man mit meinem Namen sucht. Von daher finde ich das Ganze definitiv grenzwertig.
Ich nehme an, das lief über eine ganz normale Rasterfahndung über das Einwohnermeldeamt. Bei meiner Ahnenforschug habe ich mit diversen Ämtern telefoniert und korrespondiert, da ist schon einiges möglich, war aber auch entsprechend aufwändig. Das nehme ich in Deinem Fall aber nicht an. Und was machst Du jetzt mit dem Wisch? Müll?
 
Die Dame hat mir erklärt, ich könne den Brief entsorgen. Da ich das aber nicht schriftlich habe, mache ich es erstmal nicht und überlege, mich zu beschweren. Die Rasterfahndung beim Einwohnermeldeamt hätte mMn auch drei Briefe im Haus bewirken müssen und nicht nur Post für mich.....
 
Haben die Ämter evtl. Zugriff auf die Daten im Pass/Perso? Die sind ja auch irgendwo hinterlegt, wenn ich mich nicht täusche. Damit müssten sie auch die Passbilder sehen können.
 
Heute in der Zeitung:
ARD und ZDF machen eine Abgleich ihrer Daten mit denen der Meldebehörden. Dabei übermitteln die Einwohnermeldeämter dem Beitragsservice Angaben zu Name, Adresse, Doktorgrad, Familienstand und Geburtsdatum sowie den Tag des Einzuges in die Wohnung.
Und Du fragst, wie sie auf dich gekommen sind. :)

*Kosten für den Beitragsservice: 12 Millionen €!!
Damit man weiß, wofür die Zwangsabgabe verwendet wird.
 
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