Das Werder darum weiß, glaube ich gerne. Nur? Machen sie sich nicht etwas vor? Der Bremer Senat hat eine Klage gg die DFL/DFB angestrengt, weil sie der Ansicht sind, dass der Fußball generell die Musik zwar bestellt, aber die Mehr-Kosten an die öffentliche Hand bei Risikospielen weitergibt. Der Ausgang dieses Prozesses ist unklar. In der ersten Instanz hat man ihnen nicht Recht gegeben. Aber ob das so bleibt in den weiteren Instanzen?
Gesetzt dem Fall Werder steigt ab: warum soll denn das Land Bremen auf Gelder verzichten, zumal ein Abstieg keine Ursache in der Höheren Gewalt hat, sondern allein durch Missmanagement selbst verschuldet ist. Es ist nicht so, dass das Land Bremen in Geld schwimmt. Sollen soziale Projekte in ihrer Ausführung beschnitten oder gar aufgegeben werden, um Werder am Leben zu halten? Wäre die Bevölkerung bereit, dafür öffentliche Gelder zu verwenden, um einen Fußball-Club mit hochbezahlten Profis zu unterstützen und das ausgerechnet im sozialdemokratischen Bremen?
Was ich sagen will ist, dass sie bei Werder wohl ihre Kontakte zur hiesigen Politik haben, aber ob ihnen das im worst case hilft, ist völlig unklar. Ob diese Karte sticht, sehe ich noch nicht...
Daher sollten sie tunlichst sehen und alles tun, dass ihnen der Abstieg nicht widerfährt, um nicht in die Rolle des Bittstellers beim Senat zu kommen.
Zustimmung zu deiner Einschätzung!
Ich wollte mit meinem Post nur auf die Seilschaften in Politik und Sport hin weisen. Diese gibt allerdings nicht nur in HB sondern auch in NRW, BW,
RP etc.. Die Vereine wie auch die Politiker ergänzen sich da in aller Einträchtigkeit. Natürlich gibt es da auch übergeordnete atmosphärische
Störungen. Bei der Klage des Senats gegen die DFL/DFB geht es um ein übergeordnetes Problem, hier werden mit Sicherheit keine Geldgeschenke
verteilt. Die Seilschaften die ich meine liegen in den Ebenen darunter. Es geht um Baugenehmigungen, Finanzierungsbeteiligungen (Internatsschule), Fördergelder usw.. Werder wird dadurch nicht reicher, aber Wege fallen leichter werden überhaupt möglich.
Ebenso bedient man sich der Hochschulen/Behörden usw.. Finde ich Prinzip auch legitim ....
Dazu bedient man sich eben der Netzwerke (legitim!) die zum Beispiel die Herren KDF und auch WL noch haben, ob KDF sein Parteibuch zurück gegeben hat oder nicht. Darum wird man eben diese Herren nicht außerhalb des "inneren Zirkels" verdummen lassen. Die haben noch immer Zuträger und Meinungsbilder. Bitte nicht unterschätzen. Diese Netzwerke sind jahrelang intensiv gepflegt worden. Richtig ist auch, dass diese
irgendwann austrocknen, da auch eben auf diesen entscheidenden Positionswechsel vollzogen werden.
Eindeutig Zustimmung offene öffentliche Gelder wird Werder nicht mehr bekommen. Das kann Bremen sich nicht leisten. Die Bevölkerung wird
da allerdings nicht gefragt

. Werder beteiligt sich allerdings auch an vielen sozialen Projekten, nutzt sie aber auch.
Zum worst case Zustimmung, aber unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise kann man natürlich mit entsprechenden Entscheidungsträgern in der Politik, versuchen Entscheidungen in die eigene Richtung zu drängen.