Man sollte vielleicht darauf achten, dass man
a) seine Meinung ohne Hintergrundwissen nicht als Wissen und absolut richtig verkauft.
und b) nicht so tun, als wisse man es ohne Hintergrundwissen besser als Leute mit Hintergrundwissen.
Amen. Zum Einen nervt dies, zum Anderen führt dies auch zu nichts, weil man sich einfach nur im Kreis dreht, wenn man nicht dazu bereit ist, etwas zu lernen oder auch einfach mal hinzunehmen, dass die eigene Meinung falsch ist. Dies ist kein Blog, sondern ein Diskussionsforum und zu einer produktiven Diskussion trägt ein solcher Stil jedenfalls nicht bei.
Warum nicht? Bloß weil ein Spitzenkoch am Herd stand, muß es einem doch zwangsläufig nicht schmecken, oder?
Nein, natürlich nicht. War vielleicht nicht der passendste Vergleich. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass man sich keine abschließenden Urteile über etwas erlauben sollte, wenn man die Basis dessen nicht kennt. Und wenn ich solche Aussagen lese wie, dass Abschreibungen nur da wären um Steuern zu sparen, muss ich zumindest davon ausgehen...
BTT: aus buchhalterischer Sicht hast Du natürlich Recht, doch in Diskussion über die Transfererlöse sollte man es vermeiden, haarklein ins Detail zu gehen...
Wenn wir hier NUR über Transferlöse (meinetwegen im Vergleich zu anderen Vereinen) als solche sprechen würden, würde ich Dir absolut Recht geben.... Hier war aber die Rede von der
Auswirkung der Transfers auf GuV bzw. Bilanz und dahingehend ist so eine Vorgehensweise wie gesagt schlichtweg falsch und lässt eben auch keine solide Schätzung zu.
WENN man dies schon an dieser Stelle ohne genaue Zahlen kalkulieren möchte, sollte man wenigstens die entsprechenden Abschreibungen und Erlöse anhand der vorhandenen Informationen (wann kam welcher Spieler, wann ging welcher Spieler, wie hoch waren die entsprechenden Ablösesummen, so man sie kennt) grob schätzen und nicht nur die Zahlen für das eine Jahr gegenüber stellen. Und wahrscheinlich wäre selbst diese Herangehensweise weit von der Realität entfernt, weil einfach zu viele Variablen unbekannt sind. Jedenfalls zu diesem Zeitpunkt.
...denn dann müsste man ja auch noch hinsichtlch der Beraterhonorare berücksichtigem, ob diese in den Ablösesummen enthalten sind oder über einem separaten Konto geführt werden bzw. sind diese ja auch ebenso abschreibar wie die Ablösesummen. Hinzu kommt, daß in der Bilanz sämtliche Abschreibungen von immateriellen Wirtschaftsgütern in dem Posten zusammengefasst sind, so daß eine genaue Zuordnung auf die einzelnen Spieler anhand der Bilanz gar nicht ersichtlich ist.
Völlig richtig. Das zeigt aber doch nur umso deutlicher, dass man viel zu wenig weiß um sich hier eine fundierte (!) Meinung bilden zu können.
Ich meine, es lassen sich ganz leicht und ohne viel Mühen Szenarien entwickeln, bei denen eine solche Ansetzung um viele Millionen Euro pro Jahr daneben liegt. Selbst zweistellige Millionenbeträge sind da leicht möglich... Wie der Dr. schon sagte: Jeder kann in der Tat rechnen, was er oder sie mag... mir persönlich ist es aber zu heikel ohne eine fundierte Zahlenbasis auf der ich eine Einschätzung machen kann, hier völlig ins Blaue zu raten. Es geht mir hier nicht um buchhalterische Korrektheit. Die lässt sich ohne genaue Zahlen (und die werden wir nie haben) eh niemals herleiten. Es geht mir hier vielmehr darum, dass Dein gewählter Ansatz nicht einmal eine seriöse Einschätzung zulässt und betriebswirtschaftlich zumindest unseriös ist.

Wenn Du damit aber leben kannst, nur damit Du für Dich irgendeine Basis für eine Einschätzung hast, ist dies natürlich Deine höchsteigene Entscheidung.
Ich glaube, wir sind uns einig, dass die vorgelegten Zahlen eher nicht zu Freudensprüngen Anlass geben. Wenn ich mir sie so anschaue, habe ich bei manchen auch ein eher ungutes Gefühl, vor allem hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung - solange ich aber nicht mehr weiß und mir somit die Basis fehlt einschätzen zu können, wie sie zumindest halbwegs seriös zu interpretieren sind, ist dies aber eben nur ein Gefühl. Ich persönlich warte da lieber ab, bis der Jahresabschluss mit konkreteren Zahlen (und insbesondere auch der Lagebericht) vorliegen.