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Taktik-Check: Die Gründe für den Hannover-96-Traumstart
Luca Baier
15/09/2017 um 09:57Aktualisiert 15/09/2017 um 12:01
Dass das Freitagabendspiel zwischen Hannover 96 und dem Hamburger SV (20:30 Uhr LIVE im Eurosport Player) mit Blick auf die noch junge Tabelle ein Spitzenspiel wird, ist durchaus ungewöhnlich. Besonders der Aufsteiger ist furios in die Saison gestartet und zeigte durchweg gute Leistungen. Eurosport.de analysiert im Taktik-Check, warum die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter so stark ist.
Hannover: Der spielende Aufsteiger
Hannover baut das Spiel kontrolliert auf, auch unter Druck suchen sie das Flachpassspiel in der eigenen Hälfte. Die Innenverteidiger bieten sich bei eigenen Abstößen fast auf Höhe der Torauslinie an, die zentralen Mittelfeldspieler sowie die Außenverteidiger zeigen sich ebenfalls als tiefe Anspielstationen.
Schon der erste Abstoß im letzten Spiel gegen
Wolfsburg sorgte für eine hundertprozentige Torchance:
Der breit stehende Innenverteidiger
Salif Sané eröffnete auf Rechtsverteidiger
Julian Korb und bot sich sofort wieder an. Der in dieser Zone unübliche Doppelpass hebelte Wolfsburgs erste Linie aus und Hannover konnte über die zentralen Mittelfeldspieler und Flügelstürmer
Martin Harnik viel Raum gewinnen und hinter die gegnerische Abwehrkette kommen - Jonathas erwischte die Hereingabe in der Mitte nicht perfekt, ansonsten hätte es schon mit dem ersten Angriff im Wolfsburger Kasten geklingelt.
Hannover 96 legte einen Traumstart in der Bundesliga hinGetty Images
Ein Angriff, der kein Zufall war, wie André Breitenreiter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV betonte:
"Wenn man sich unsere Trainingsinhalte anschaut, überwiegen ganz klar die offensiven. Wir sind eine offensive Mannschaft und weit entfernt vom Mauerfußball."
Damit unterscheidet sich Hannover von der üblichen Herangehensweise der Bundesligaaufsteiger – hier gilt meist: hoch und weit bringt Sicherheit.
Hannover spielt zwar auch viele lange Bälle, bereitet diese aber gezielt vor. Weil die ersten Pässe flach gespielt werden und sich viele Spieler im ersten Drittel anbieten, muss der Gegner weit und ebenfalls mit viel Personal vorrücken, um Druck aufbauen zu können. Ist das gegnerische Team also angelockt worden, folgen oftmals lange Bälle hinter die gegnerischen Außenverteidiger.
Hier können Hannovers Offensivspieler um Martin Harnik, Felix Klaus oder auch die Mittelstürmer Niklas Füllkrug oder Jonathas ihr Tempo und ihre Fähigkeiten beim Abschirmen von Bällen einbringen.