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DR AKR
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Der Verein Werder Bremen atmet den Fußball wie nur wenige andere in Deutschland. Werder Bremen ist in unabhängigen Studien mehrfach zum zweitsympathischsten Verein der Bundesliga gewählt worden, was kein Zufall ist. Über die Gründe dafür ließe sich trefflich diskutieren. Was zweifellos feststehen dürfte ist, dass dieser Verein eine Seele hat. Eine Seele, die er nicht verkaufen möchte. Er steht für Seriösität, für Ruhe, für Geduld, für Nachhaltigkeit, für Weitsicht, für Toleranz und diverse andere Attribute, die von Beobachtern, auch neutralen, wohlwollend honoriert werden. Die Gesamtperformance bildet in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal, das besonders wertvoll ist!
Wie ist an einem, im Vergleich zu vielen Konkurrenten, wirtschaftlich benachteiligten Standort, die sportliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, ohne oben angesprochen Werte aufzugeben? Die aktuelle Führung verfolgt eine Vision, die der damals neue Vorsitzende des Aufsichtsrates, Marco Bode, einst sinngemäß folgendermaßen beschrieb: "Wir möchten den Verein aufstellen, wie ein kleiner FC Barcelona"! Ein Ansinnen, das ihm auch damals Hohn und Spott in diesem oft völlig unreflektierten Forum eingebracht hat. Er hätte auch ..."wie Ajax Amsterdam",...sagen können, was vielleicht ein wenig moderater interpretiert worden wäre.
Was meinte er damit?
Werder möchte durch frühzeitige Sichtung junger Spieler, durch gezielte Förderung, durch hohe Durchlässigkeiten zwischen den Jahrgangsstufen, durch nachhaltig wirksame Ausbildung, durch Rundumkonzepte bzgl. Spielsystemen, Spieler-, Trainer- und Funktionärsausbildung ein "Produkt aus einem Guss" anbieten, wie es die oben genannten Vereine erfolgreich vorgemacht haben.
Die Schwingungen dieser Vision sind derzeit überall zu spüren. Dieser Vorstellung, diesem Traum folgen schon jetzt die Planungen zur Einrichtung eines Technischen Direktors. Zunächst einmal unabhängig davon, wer diesen Posten wann, ab wann und wie lange übernimmt. Es ist davon auszugehen, dass die "vibrations" enorme Energie aufnehmen werden, wenn das Vorhaben von der MItgliederversammlung mehrheitlich angenommen werden sollte.
Dieser Vision folgt die Aufstellung einer Trainerliste zur Nachfolge eines leider gescheiterten Trainers, A. Nouri. Man darf davon ausgehen, dass auf der Liste insbesondere solche Namen ganz oben standen, die bereit zu sein scheinen, diesen eingeschlagenen Kurs mittel- bis langfristig mitzugehen. Weniger also solche Namen, die möglicherweise den Klassenerhalt versprechen, mittelfristig aber eher nicht zu halten sein würden, wie Tuchel und auch Labbadia. Bei Letzterem hängt es möglicherweise auch an mangelndem Zutrauen von Werder-Seite zur Nachhaltigkeit dessen Arbeit.
Dass mit Kohfeldt nun bereits der 3. Nachwuchsstrainer zur Erstligamannschaft hochgezogen wird, erscheint vor diesem Hintergund nur logisch, die Kennzeichnung des Profils eines Kohfeldt als "benchmark" wirkt verständlich.
Die Mannschaften unterhalb des Erstliga-Profiteams spielen bei diesem Ansatz eine herausragende Rolle. Daher ist auch die Besetzung der Funktionsposten bei diesen Teams von großer Bedeutung. Wurde für die U23 mit Zapel nun ein Trainer geholt, der sich dieses Projekt mittelfristig vorstellen kann? Seine Aussagen nach der Vorstellung lassen darauf schließen.
Welche Rolle spielt der "Stallgeruch"? Wie am Beispiel Zapel zu erkennen, ist es keine Grundvoraussetzung. Wichtig ist die Identifikation mit dem Verein und mit der Idee. Wichtig ist der Wille, Teil dieses Modells, Teil dieses Systems, Part dieser Bewegung zu sein. Wie die Beispiele der Vorbild-Vereine zeigen, ist eine Vergangenheit im Verein oft ein Vorteil. Die Identifikation ist häufig noch vorhanden, der Kandidat ist infiziert. Reibungsverluste, Überzeugungsarbeit, Zeitbedarf kann eingespart, Ressourcen könnten zielgerichteter eingesetzt werden.
Welche Rolle spielt Baumann?
Es versteht sich von selbst, dass er als Ehrenspielführer des Vereins die Identifkation für den Verein und dessen Werte mitbringt. Er ist für die nun bekleidete Position vom Verein ausgebildet worden, hat sich gezielt ums Scouting gekümmert, was für Werder Bremen von elementarer Bedeutung ist und weiter sein wird. Seine ersten Transfers haben bestätigt, was man sich von ihm versprochen hat. Ein Gnabry wurde lange beobachtet, ein Kruse wurde ebenso vom Modell "Werder" überzeugt, wie auch Delaney, Bauer u.a.!! Baumann ist ein wichtiges Zahnrad dieses Gesamtansatzes, aber auch "nur" 1 Zahnrad. Er erfüllt seine Rolle in der Dynamik dieses Systems, was selbstverständlich nicht ohne Unwuchten auskommen wird.
Warum diskutiert Werder über Schaaf?
Schaaf steht für Werder Bremen, für dessen Werte, für den Umgang mit diesen Werten wie kaum ein Zweiter. Er kennt Verein, Liga, und europäischen Verband. Er kennt den Fußball, seine Protagonisten, seine Strömungen und Entwicklungen. Er hätte Interesse an dem Projekt, an der Idee "Werder Bremen" ohnehin. Statt Schaaf könnten sicher auch andere Persönlichkeiten diesen demnächst zentralen Posten übernehmen, wenn sie sich denn dazu entschließen könnten. Ich denke da an Idole wie Brathseth, Herzog oder auch Rufer, die für Werder Bremen Vieles geben würden. Auch die Veränderung ihres Lebensmittelpunktes?
Werder Bremen lebt, Werder Bremn bebt. Dieser Verein ist viel zukunftsgerichteter als es ein von "Shareholder-value-Ansätzen" getriebenes Investorenmodell je sein könnte. Die hier permanent angestimmten Abgesänge auf diesen Verein waren nicht nur in den letzen 7 Jahren fehl am Platz, sie wären es sehr wahrscheinlich auch, wenn dieser Verein am Saisonende absteigen sollte.
Die Seele dieses Vereins wird nicht so schnell sterben.
Viel Spaß beim Zerreißen eines von einem ewiggestrigen Werder-Jünger durch eine grünweiße Brille verfassten naiven Denkansatzes!
Wie ist an einem, im Vergleich zu vielen Konkurrenten, wirtschaftlich benachteiligten Standort, die sportliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, ohne oben angesprochen Werte aufzugeben? Die aktuelle Führung verfolgt eine Vision, die der damals neue Vorsitzende des Aufsichtsrates, Marco Bode, einst sinngemäß folgendermaßen beschrieb: "Wir möchten den Verein aufstellen, wie ein kleiner FC Barcelona"! Ein Ansinnen, das ihm auch damals Hohn und Spott in diesem oft völlig unreflektierten Forum eingebracht hat. Er hätte auch ..."wie Ajax Amsterdam",...sagen können, was vielleicht ein wenig moderater interpretiert worden wäre.
Was meinte er damit?
Werder möchte durch frühzeitige Sichtung junger Spieler, durch gezielte Förderung, durch hohe Durchlässigkeiten zwischen den Jahrgangsstufen, durch nachhaltig wirksame Ausbildung, durch Rundumkonzepte bzgl. Spielsystemen, Spieler-, Trainer- und Funktionärsausbildung ein "Produkt aus einem Guss" anbieten, wie es die oben genannten Vereine erfolgreich vorgemacht haben.
Die Schwingungen dieser Vision sind derzeit überall zu spüren. Dieser Vorstellung, diesem Traum folgen schon jetzt die Planungen zur Einrichtung eines Technischen Direktors. Zunächst einmal unabhängig davon, wer diesen Posten wann, ab wann und wie lange übernimmt. Es ist davon auszugehen, dass die "vibrations" enorme Energie aufnehmen werden, wenn das Vorhaben von der MItgliederversammlung mehrheitlich angenommen werden sollte.
Dieser Vision folgt die Aufstellung einer Trainerliste zur Nachfolge eines leider gescheiterten Trainers, A. Nouri. Man darf davon ausgehen, dass auf der Liste insbesondere solche Namen ganz oben standen, die bereit zu sein scheinen, diesen eingeschlagenen Kurs mittel- bis langfristig mitzugehen. Weniger also solche Namen, die möglicherweise den Klassenerhalt versprechen, mittelfristig aber eher nicht zu halten sein würden, wie Tuchel und auch Labbadia. Bei Letzterem hängt es möglicherweise auch an mangelndem Zutrauen von Werder-Seite zur Nachhaltigkeit dessen Arbeit.
Dass mit Kohfeldt nun bereits der 3. Nachwuchsstrainer zur Erstligamannschaft hochgezogen wird, erscheint vor diesem Hintergund nur logisch, die Kennzeichnung des Profils eines Kohfeldt als "benchmark" wirkt verständlich.
Die Mannschaften unterhalb des Erstliga-Profiteams spielen bei diesem Ansatz eine herausragende Rolle. Daher ist auch die Besetzung der Funktionsposten bei diesen Teams von großer Bedeutung. Wurde für die U23 mit Zapel nun ein Trainer geholt, der sich dieses Projekt mittelfristig vorstellen kann? Seine Aussagen nach der Vorstellung lassen darauf schließen.
Welche Rolle spielt der "Stallgeruch"? Wie am Beispiel Zapel zu erkennen, ist es keine Grundvoraussetzung. Wichtig ist die Identifikation mit dem Verein und mit der Idee. Wichtig ist der Wille, Teil dieses Modells, Teil dieses Systems, Part dieser Bewegung zu sein. Wie die Beispiele der Vorbild-Vereine zeigen, ist eine Vergangenheit im Verein oft ein Vorteil. Die Identifikation ist häufig noch vorhanden, der Kandidat ist infiziert. Reibungsverluste, Überzeugungsarbeit, Zeitbedarf kann eingespart, Ressourcen könnten zielgerichteter eingesetzt werden.
Welche Rolle spielt Baumann?
Es versteht sich von selbst, dass er als Ehrenspielführer des Vereins die Identifkation für den Verein und dessen Werte mitbringt. Er ist für die nun bekleidete Position vom Verein ausgebildet worden, hat sich gezielt ums Scouting gekümmert, was für Werder Bremen von elementarer Bedeutung ist und weiter sein wird. Seine ersten Transfers haben bestätigt, was man sich von ihm versprochen hat. Ein Gnabry wurde lange beobachtet, ein Kruse wurde ebenso vom Modell "Werder" überzeugt, wie auch Delaney, Bauer u.a.!! Baumann ist ein wichtiges Zahnrad dieses Gesamtansatzes, aber auch "nur" 1 Zahnrad. Er erfüllt seine Rolle in der Dynamik dieses Systems, was selbstverständlich nicht ohne Unwuchten auskommen wird.
Warum diskutiert Werder über Schaaf?
Schaaf steht für Werder Bremen, für dessen Werte, für den Umgang mit diesen Werten wie kaum ein Zweiter. Er kennt Verein, Liga, und europäischen Verband. Er kennt den Fußball, seine Protagonisten, seine Strömungen und Entwicklungen. Er hätte Interesse an dem Projekt, an der Idee "Werder Bremen" ohnehin. Statt Schaaf könnten sicher auch andere Persönlichkeiten diesen demnächst zentralen Posten übernehmen, wenn sie sich denn dazu entschließen könnten. Ich denke da an Idole wie Brathseth, Herzog oder auch Rufer, die für Werder Bremen Vieles geben würden. Auch die Veränderung ihres Lebensmittelpunktes?
Werder Bremen lebt, Werder Bremn bebt. Dieser Verein ist viel zukunftsgerichteter als es ein von "Shareholder-value-Ansätzen" getriebenes Investorenmodell je sein könnte. Die hier permanent angestimmten Abgesänge auf diesen Verein waren nicht nur in den letzen 7 Jahren fehl am Platz, sie wären es sehr wahrscheinlich auch, wenn dieser Verein am Saisonende absteigen sollte.
Die Seele dieses Vereins wird nicht so schnell sterben.
Viel Spaß beim Zerreißen eines von einem ewiggestrigen Werder-Jünger durch eine grünweiße Brille verfassten naiven Denkansatzes!

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manchmal muss man etwas auch mal so stehen lassen


