Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

  • .... richtig

    Votes: 55 74,3%
  • ... egal

    Votes: 8 10,8%
  • ... falsch

    Votes: 11 14,9%

  • Total voters
    74
Joa....die Kosten würden bleiben.....aber die Einnahmen bleiben doch fast gleich (nach Ansicht vieler hier).

Und die U23......bleibt bestimmt. Ist ja auch für viele nicht nur Prestige, sondern "sportlich sinnvoll und attraktiv". Wie hat Henne es ausgedrückt: Jeder kann glauben, was er will. Ich persönlich sehe die U23 jetzt nicht als die Lösung der Probleme oder auch nicht als Symbol für den Beginn eines Aufbruchs in neue Zeiten. Sportlich überzeugt sie seit langem nicht....einzelne Talente kommen angesichts der Probleme des Profi-Teams auch nicht vom Fleck.
 
Moin Eisenfuss, vielleicht etwas falsch ausgedrückt, aber nehmen wir den Florian Grillitsch , wer kannte ihn als jungen Spieler, nun wurde er zwei? Jahre gefördert . Zeigte stellenweise seinTalent , und dann kommt halt ein besserer Verein -und weg. Und so geht's und ging's halt zu allen Zeiten .Wie anfangs betont ,Ausbildungsverein kann schon der richtige Ausdruck sein . Sicher werden die Eggesteins irgendwann in naher oder mittler Zukunft auch zur "Beute" der Großen werden , der ganz normale Lauf .

Moin Benni,
das Beispiel Grillitsch passt sehr gut. Ich glaube in St. Pölten kannte man ihn sehr gut. Wenn man sich die Vita anschaut sind wir uns
glaube ich einig, dass seine fußballerischen Grundlagen in St.Pölten gelegt und entsprechend ausgereift wurden.
Man kann jetzt trefflich darüber streiten wie hoch der Anteil der fußballerischen Ausbildung durch das NLZ ist. Nur kann man eben
auch klar sagen, dass eigentlich als U 18 Spieler ein entsprechend hoher Anteil an fußballerischen Fähigkeiten verfestigt sind.
Nicht alle aber, wenn man aber das Anforderungsprofil eines Jugendspielers im Leistungsbereich zu Grunde legt, hat er diese
bei dem Wechsel zu uns alle erfüllt. FG stand zur Zeit des Wechsel in Österreich schon als äußerst talentierter Spieler im Fokus
der nationalen Auswahl. Selbst in Österreich landet dort nicht jeder "Kicker".
Für mich hat Werder da einen "fast" fertigen Spieler verpflichtet.
Aus dieser Sicht und aus meinem Verständnis für Ausbildung ist hier St. Pölten der Ausbildungsverein.
Außerdem hat FG ganz klare Vorstellungen was seine Karriere angeht und da war Werder nur eine Durchgangsstation.
Neben anderen Dingen wurde dies auch klar, als er eine mögliche Vertragsverlängerung zunächst hinausschob bzw. dann
klar (rechtzeitig) seine Nichtverlängerung bekannt gab.
Übrigens kann man im Fall Veljkovic auch wohl eher Tottenham als Werder als ausbildenden Verein ansehen.
 
Naja...auch wenn ich erwiesenermaßen kein Baumann-Freund bin, muss man sagen, dass Nouri im Vergleich zu Skripnik schon ein Schritt nach vorn war. Der Fehler Baumanns war, sich von den ersten Impulsen leiten zu lassen.....offiziell wurde ja gesucht, während Nouri anfing. Erst nach Erfolgen wurde die Suche dann für beendet erklärt. Auch ich habe damals gedacht: okay....ein junger Trainer.....jetzt mal mit mehr Erfolg. Das war dann ja auch in der Rückrunde ein Selbstläufer, da hatte man keine Argumente gegen Nouri mehr. Obwohl man eigentlich erkennen konnte bzw. musste, dass Bremen noch einige Probleme hatte. Aber Bartels und Kruse in Gala-Form haben diese Probleme überspielt. Fertig.

Dass Bremen keine sensationelle Defensive hatte, keinen außergewöhnlichen Torwart mit Wiedwald, kein außergewöhnlich gut aufgestelltes Mittelfeld....konnte man alles sehen. Baumanns Problem war nur - wie immer bei Werder - die Zufriedenheit, das Geblendetsein des Erfolgs. Die letzten Spiele der Rückrunde hat Nouri dann schon erste Fehler gemacht....Baumann hat nicht offiziell reagiert. Als dann die Misere dieser Saison losging, hat Baumann wieder nicht öffentlich reagiert, Nouri fehlerte weiter....und dann kam Baumanns weiterer Fehler: Nicht rechtzeitig zu reagieren. Ich habe es schon x-Mal gesagt und es ist das zentrale Problem in Bremen: Man orientiert sich nicht am Leistungsgedanken und verhält sich nicht professionell. Baumann wird hier abgefeiert, weil er sagt, er verhandele nicht mit anderen, solange ein Trainer im Amt ist. Allein für diesen Satz gehört er entlassen!! Sein Job ist, den Verein nach vorn zu bringen, nicht als moralischer Saubermann Punkte zu sammeln und den Verein wirtschaftlich zu schädigen, indem er eine sportliche Talfahrt mitansieht, weil der feine Herr ja moralisch so korrekt ist und leider fachlich nicht in der Lage ist, zu beurteilen, wann etwas zwischen Trainer und Mannschaft nicht mehr geht.

Baumann müsste für mich aus weiter vorn genannten Gründen schon lange zurückgetreten sein. Er ist nicht konfliktfähig, offenbar ein kleiner Hintertreiber (oder warum hat er Kontakt gehalten, als Eichin noch im Amt war? Wo waren da sein moralischen Bedenken?) und ein Blender, der damit bei einigen Fans auch noch Erfolg hat - aber er ist weder bombig vernetzt noch eine großartige Leuchte mit kreativen Ideen (z.B. zeitnahe Reaktionen auf wahrnehmbare Entwicklungen). Dazu kommt, dass er eine Art Handlanger von Bode zu sein scheint....zumindest, wenn die WK-Artikel in Ansätzen stimmen. Alles in allem eine schlimme Personalie, die von einem Aufsichtsrat, der sich auch im Wortsinne als solcher versteht, schon angezählt und auf die richtige Spur gebracht hätte werden müssen.

In diesem Fall muss ich außer ein "Gefällt mir" ausdrücklich zustimmen. Die Dinge um FB in der Vergangenheit sind hier ausreichend
thematisiert worden. Nur, bei FB von einer moralischen Instanz zu reden, halte ich ebenfalls u. a. aus den von dir oben benannten Gründen,
für völlig daneben. Allerdings kann man sich auch hier vorstellen, wie bei einigen anderen Dingen, er nur Mittel zum Zweck ist.
Sich ständig hinter einer Fassade des "ich tue dir nichts" zu verschanzen. Es erinnert mich ständig an Lehrer, die konfliktscheu und monoton
ihren Unterricht absolvieren und die Schülerschaft sich zwischen einschlafen und rebellieren entscheidet.
 
Joa....die Kosten würden bleiben.....aber die Einnahmen bleiben doch fast gleich (nach Ansicht vieler hier).

Und die U23......bleibt bestimmt. Ist ja auch für viele nicht nur Prestige, sondern "sportlich sinnvoll und attraktiv". Wie hat Henne es ausgedrückt: Jeder kann glauben, was er will. Ich persönlich sehe die U23 jetzt nicht als die Lösung der Probleme oder auch nicht als Symbol für den Beginn eines Aufbruchs in neue Zeiten. Sportlich überzeugt sie seit langem nicht....einzelne Talente kommen angesichts der Probleme des Profi-Teams auch nicht vom Fleck.

wer das wirklich glaubt, wohnt aufm mond :wink2: stadiontickets billiger und weniger tv-einnahmen, alleine das macht einiges aus. ingolstadt bekommt dieses jahr rund 17 mille an tv-einnahmen und damit am meisten in liga 2. wir bekommen aktuell rund 47 mille. kann sich jeder ausrechnen, was alleine das ausmacht und wie deutlich die unterschiede sind.
 
es geht hierbei in KEINSTER WEISE darum "Hiobsbotschaften" verkünden zu wollen! Es geht darum die Wahrheit beim Schopf zu packen, diese schonungslos auszusprechen um daraufhin wohl durchdacht und mit einem klaren Plan POSITIV zu handeln! Mit positiv meine ich in VOLLEM UMFANG alles für das Wohl des Vereines zu tun und das MAXIMALE raus zu holen! Also nicht nach dem MINIMAL- sondern nach dem MAXIMALPRINZIP zu arbeiten und das auf allen Ebenen! ich weiss was jetzt kommt: "auf dem Transfermarkt da können wir mit dem Maximalprinzip nicht mithalten..." usw usw., ABER z.B. in anderen Bereichen (Trainer, Trainingsarbeit, Leistungsförderung etc.) ist dies sehr wohl möglich!!!!


Ich bin mir nicht sicher ob du Definitionen von den von dir genutzten Begriffen kennst?

Hiobsbotschaften sind durchweg negativ behaftete Ansichten der Zukunft, wenn hier viele seit 2008 Jahr für Jahr schreiben, dass wir absteigen und alles schlechter wird, hat das sehr wenig mit einer realen kritischen Ansicht zu tun... Wenn dann im Jahr 2025 Werder absteigt, weil der Stadion-Ausbau die Lizenz kostet oder warum auch immer heißt dann "hab ich doch gesagt.."

Maximalprinzip bedeutet mit vorgegeben Mitteln das maximale zu erreichen. Beispiel wir können 5 Mio investieren und wollen das maximale erreichen...
Ich behaupte mal das wird bereits gemacht.

Denn beim Minimalprinzip wäre es Klasse halten und möglichst wenig ausgeben. Daran glaube ich nicht.
 
ganz genau DAS ist der Kern des Problems!!! :tnx::tnx::tnx: Werder wird, hart und übertrieben gesagt, zum Auffangbecken für Turnbeutelvergesser und Leistungsverweigerer. Paradebeispiel war/ist Wiedwald: der ist nicht gegangen weil man ihn weg geekelt hat, der ist gegangen weil er wusste das er für den Konkurenzkampf mit Pavlenka schlichtweg zu schlecht bzw. Pavlenka einfach besser ist und die Wohlfühloase Werder an dieser Stelle einen Spalt weit aufgebrochen werden sollte!
Wenn wir jetzt das Gegenbeispiel einbringen, also Bremen ist das Wohlfühl-Auffangbecken, dann sieht man schnell nouri und Baumann haben im Sommer ganz schön radikal durchgegriffen: Pizza raus, Bruns raus, Wiedwald raus alles Urbremer hier war ganz schön Alarm im Forum, wie man nur so hart durchgreifen kann... Dann noch johannson in die zweite... Jetzt kommen die gleichen Personen und sagen es wird nicht hart genug durchgegriffen... Merkt man selbst würde ich sagen. Hat was von Trump.
Nichts desto trotz Baumann und die Vereinsführung war von Nouris Vision überzeugt hat deshalb so aggiert und weil man beim maximalprinzip nicht auf halben Weg aussteigt sondern commitet ist, hat man es bis Spieltag 10 durchgezogen, Bilanz analysiert und wieder gehandelt, ein völlig normaler Vorgang.

Man hat aber vernachlässigt das Bremen nunmal diesen wohlfühl Effekt braucht, die Spieler haben ihre Freunde und Bezugspersonen verloren und dementsprechend reagiert.
 
Moin Benni,
das Beispiel Grillitsch passt sehr gut. Ich glaube in St. Pölten kannte man ihn sehr gut. Wenn man sich die Vita anschaut sind wir uns
glaube ich einig, dass seine fußballerischen Grundlagen in St.Pölten gelegt und entsprechend ausgereift wurden.
Man kann jetzt trefflich darüber streiten wie hoch der Anteil der fußballerischen Ausbildung durch das NLZ ist. Nur kann man eben
auch klar sagen, dass eigentlich als U 18 Spieler ein entsprechend hoher Anteil an fußballerischen Fähigkeiten verfestigt sind.
Nicht alle aber, wenn man aber das Anforderungsprofil eines Jugendspielers im Leistungsbereich zu Grunde legt, hat er diese
bei dem Wechsel zu uns alle erfüllt. FG stand zur Zeit des Wechsel in Österreich schon als äußerst talentierter Spieler im Fokus
der nationalen Auswahl. Selbst in Österreich landet dort nicht jeder "Kicker".
Für mich hat Werder da einen "fast" fertigen Spieler verpflichtet.
Aus dieser Sicht und aus meinem Verständnis für Ausbildung ist hier St. Pölten der Ausbildungsverein.
Außerdem hat FG ganz klare Vorstellungen was seine Karriere angeht und da war Werder nur eine Durchgangsstation.
Neben anderen Dingen wurde dies auch klar, als er eine mögliche Vertragsverlängerung zunächst hinausschob bzw. dann
klar (rechtzeitig) seine Nichtverlängerung bekannt gab.
Übrigens kann man im Fall Veljkovic auch wohl eher Tottenham als Werder als ausbildenden Verein ansehen.
Ein ausdrückliches JA zur fussballerischen Ausbildung in Österreich, aber neben dem Fussball sind die persönlichen Belange letztendlich ausschlaggebend für eine erfolgreiche Karriere. Gerade im Alter 17, 18, 19 Jahre werden doch die Weichen gestellt. Da ist es wichtig, wie man dem jungen Menschen gegenüber tritt, wie man ihn lenkt und ihm das Rüstzeug vermittelt, und da hat Werder wohl auch gut gearbeitet.
Wieviele Fussballer, die in jungen Jahren aufhorchen ließen, sind schlußendlich durchs Netz gefallen. So gebührt wohl beiden Vereinen ein gehöriger Anteil der Ausbildung plus der guten Beratung durch die Familie.
 
Wenn wir jetzt das Gegenbeispiel einbringen, also Bremen ist das Wohlfühl-Auffangbecken, dann sieht man schnell nouri und Baumann haben im Sommer ganz schön radikal durchgegriffen: Pizza raus, Bruns raus, Wiedwald raus alles Urbremer hier war ganz schön Alarm im Forum, wie man nur so hart durchgreifen kann... Dann noch johannson in die zweite... Jetzt kommen die gleichen Personen und sagen es wird nicht hart genug durchgegriffen... Merkt man selbst würde ich sagen. Hat was von Trump.
Nichts desto trotz Baumann und die Vereinsführung war von Nouris Vision überzeugt hat deshalb so aggiert und weil man beim maximalprinzip nicht auf halben Weg aussteigt sondern commitet ist, hat man es bis Spieltag 10 durchgezogen, Bilanz analysiert und wieder gehandelt, ein völlig normaler Vorgang.

Man hat aber vernachlässigt das Bremen nunmal diesen wohlfühl Effekt braucht, die Spieler haben ihre Freunde und Bezugspersonen verloren und dementsprechend reagiert.

Sorry, aber da bin ich anderer Meinung. Das eine sind personelle Einzelfallentscheidungen, die wohl größtenteils "Rambo" Nouri veranlaßt hat und die der Verein aus tw. finanziellen aber auch sportlichen Gründen unterstützt hat. Business as usual, aber war wohl nicht Teamspiritfähig.
Das andere ist ein historisch geprägtes und künstlich konserviertes Aussenbild,(oder CI-Bild) was 1.) nicht mehr zeitgemäß ist, weil nicht zielführend und 2.) auch nicht mehr authentisch rüberkommt! Zeit zum Umdenken.

Ich weiß das man ja Bayern nicht als Beispiel aufführen darf, aber da wird der Leistungsgedanke konsequent durchgängig gelebt und in der Sache hart kritisiert (klar, weil man auch die Mittel hat) und trotzdem läßt man in der Regel keinen fallen (Einzelschicksale gibt es immer). Wir machens glatt umgekehrt. Ob das nocht so funzt, was wir da fabrizieren, die Tabelle sagt seit Jahren ganz klar NEIN.
 
Ich bin mir nicht sicher ob du Definitionen von den von dir genutzten Begriffen kennst?

Hiobsbotschaften sind durchweg negativ behaftete Ansichten der Zukunft, wenn hier viele seit 2008 Jahr für Jahr schreiben, dass wir absteigen und alles schlechter wird, hat das sehr wenig mit einer realen kritischen Ansicht zu tun... Wenn dann im Jahr 2025 Werder absteigt, weil der Stadion-Ausbau die Lizenz kostet oder warum auch immer heißt dann "hab ich doch gesagt.."

Maximalprinzip bedeutet mit vorgegeben Mitteln das maximale zu erreichen. Beispiel wir können 5 Mio investieren und wollen das maximale erreichen...
Ich behaupte mal das wird bereits gemacht.

Denn beim Minimalprinzip wäre es Klasse halten und möglichst wenig ausgeben. Daran glaube ich nicht.

Du kannst Dir sehr sicher sein das ich die genauen Definitionen der genannten Begriffe kenne! Für Dich werde ich sie aber gerne noch einmal aufführen. Zunächst mal aber würde ich Dir raten meinen Beitrag noch mal genau zu lesen. Dann würde Dir nämlich auffallen das ich der Meinung bin das es eine Sache der persönlichen Ansicht ist ob man eine "Nachricht" bzw. das nennen von FAKTEN als "Hiobsbotschaft" nach dem Motto "hoppala! wie konnte das denn nur passieren?" aufnimmt, oder als knallharte Analyse des Istzustandes annimmt um im folgenden Schritt diesen Istzustand zu verbessern.
So und nun kommen wir noch einmal zu den Definitionen: Das Maximalprinzip beschreibt in der Volkswirtschaft das Prinzip "mit gegebenen Mitteln einen möglichst hohen Ertrag erzielen"! Das MINIMALPRINZIP folgt der Maßgabe mit dem KLEINSTMÖGLICHEN AUFWAND einen bestimmten, vordefinierten ERTRAG zu erwirtschaften!
Vielleicht war es auch ein Fehler von mir im Zusammenhang mit Sport ein Beispiel aus der Volkswirtschaft zu nehmen. Denn wie oben erwähnt sollten wir in Teilbereichen bei Werder mit maximalem Einsatz den maximalen Ertrag anstreben. Die Volkswirtschaft umschreibt mit dem klassischen Maximalprinzip ein Prinzip in dem man "gegebene Mittel" annimmt. Diese Mittel sind mMn bei Werder jedoch nicht gegeben, sondern Variabel (Einsatz, neue Denkansätze, neue Strukturen).

EDIT des EDITS: Habs mal etwas umgeschrieben damit es verständlicher wird :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein ausdrückliches JA zur fussballerischen Ausbildung in Österreich, aber neben dem Fussball sind die persönlichen Belange letztendlich ausschlaggebend für eine erfolgreiche Karriere. Gerade im Alter 17, 18, 19 Jahre werden doch die Weichen gestellt. Da ist es wichtig, wie man dem jungen Menschen gegenüber tritt, wie man ihn lenkt und ihm das Rüstzeug vermittelt, und da hat Werder wohl auch gut gearbeitet.
Wieviele Fussballer, die in jungen Jahren aufhorchen ließen, sind schlußendlich durchs Netz gefallen. So gebührt wohl beiden Vereinen ein gehöriger Anteil der Ausbildung plus der guten Beratung durch die Familie.

Grundsätzlich stimme ich zu, aber mit dem Hinweis, dass FG als U 18 Spieler kam und eben auch eine genaue Vorstellung von dem
hatte, wie er sich seinen Karriereverlauf vorstellt. Außerdem hatte er nachhaltig eine etwas egozentrische Haltung indem wie und wo
er sich sah. Letztendlich äußerte es sich ja auch bei den Vertragsverlängerung (zunächst hinhalten).
Ich meine das nicht negativ. Nur haben sie ihn mit den "begleitenden Maßnahmen" zur Persönlichkeitsbildung nicht erreicht.
Er war letztendlich nur ein Satelitt, der sich mit seinem Leistungsniveau gern über dem der anderen Spieler sah.
Ganz anders der Fall JE und ME!!!! Die sind aber beide auch länger im Verein und haben den Marsch durch die "Instanzen", auch
mit dem richtigen "Köpfchen" (samt Elternhaus), vollzogen.
Die Persönlichkeitsbildung beginnt eigentlich schon im U 15-Bereich. Absolute Zustimmung, wenn du mit 17, 18, 19 Jahre den
Entwicklungszeitraum der Pubertät meinst. Da kannst du manchmal vorgearbeitet haben .... da läuft dann alles schief.
Die Chancen stehen da aber besser, wenn sie in einem gewachsenen Gefüge sich bewegen. Ich nenne da mal das
Beispiel der U 17 unter MG. Da hat bisher vieles hingehauen! Nicht nur aus Sicht des Fußball. Da können sich die Verantwortlichen
inkl. der Trainer vorher sowie die Sichtung ab U 15/16 auch mit auf die Schulter klopfen.
Diesen Punkt hatte ich vor längerer Zeit bereits hier mal thematisiert. Da gab es dann User die meinten gewisse Erfolge an einem
Trainer (u. a. VS)festmachen zu müssen. Diese Erfolge, ob nun in den Meisterschaften oder bei einzelnen Spieler basieren in der
Regel auf Kompetenzen, die den Weg dieser Erfolge viel früher ebneten.
Z. B. engagierte Jugendtrainer in welchen Entwicklungsabschnitten auch immer, die aber über einen längeren Zeitraum mit diesen
Spielern "arbeiten/leben". Ich bleibe daher streitbar, gerade im Jugendbereich einem Trainer(gerade auch wenn er ihn nur 1 oder 2 Jahre
unter seinen Fittichen hatte) den Erfolg zuzuschreiben.
Man wird niemals in den großen "Talentschmieden" (Barca, Ajax, Stuttgart, Wolfsburg, Bayern etc.) einen Super-Trainer haben.
Es ist immer das Kollektiv.
Jetzt bin ich über den Hund zum Stert gekommen;).:beer:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Joa....die Kosten würden bleiben.....aber die Einnahmen bleiben doch fast gleich (nach Ansicht vieler hier).

Das hat hier niemand geschrieben. Es wurde lediglich bestritten, dass unmittelbar nach einem eventuellen Abstieg sofort ein Großteil der Zuschauer fehlt. Dass sich das mit einem zweiten, dritten Jahr Zweitliga-Fussball ändern könnte und wohl auch ändern wird, ist logisch.

Die Einnahmen wurden gar nicht erwähnt. Aber dass man Zweitliga-Fussball nicht für Erstliga-Ticketpreise verkaufen kann, ist logisch.
 
Werder betont doch immer wieder, dass die Mitglieder ihr wichtigstes Gut seien. Es gibt doch keinen professionellen Club, in dem die Mitglieder etwas Fundamentales entscheiden. Das wird auch immer vom Rettig in der Diskussion um die 50+1 Regel mit dem deutschen Vereinsrecht ins Feld geführt.
Die Mitglieder werden 1x im Jahr im Rahmen der JHV befragt und sollen den Vorstand für das vergangene GJ entlasten. Selbst wenn sie das nicht tun, wie in Stuttgart vorgekommen, passiert doch am Ende nichts. Der Stuttgarter Vorstand ist nicht wegen der Nichtentlastung sondern wegen der sportlichen Krise zurückgetreten. Es würde auch gar keinen Sinn machen, das Tagesgeschäft per Mehrheitsvotum von den Mitgliedern beeinflussen zu lassen. Werder lebt aber dieses Vereinsgefühl und FB ist nach unserem Sonnenkönigverschnitt Ludwig dem XIV. (=Eichin) die logische Konsequenz gewesen. FB verbindet, ist nett, sympathisch und integrierend.
Der unternehmerische Geist und die Gestaltungskraft geht den Bremern völlig ab. Jetzt reist FB in der Weltgeschichte umher, um einen starken Trainer zu finden. Das ist die richtige Entscheidung, aber 1,5 Jahre zu spät. Nun ist das hier nur noch ein Himmelfahrtskommando.
Als VS früh gescheitert war, hatte er keinen Plan B. Nouri war als U23 Coach die logische Zwischenlösung. Mehr aber auch nicht. Und wenn die Zuschauer im Augsburgspiel anstatt zu pfeifen und höhnische Gesänge anzustimmen, der Mannschaft Trost gespendet hätten, wäre AN heute noch Trainer ungeachtet der Probleme zwischen ihm und einem Großteil der Mannschaft. FB hätte ihn nicht entlassen.
Wenn wir wider Erwarten die Klasse halten sollte, dann nicht wegen FB sondern trotz ihm.
 
Werder betont doch immer wieder, dass die Mitglieder ihr wichtigstes Gut seien. Es gibt doch keinen professionellen Club, in dem die Mitglieder etwas Fundamentales entscheiden. Das wird auch immer vom Rettig in der Diskussion um die 50+1 Regel mit dem deutschen Vereinsrecht ins Feld geführt.
Die Mitglieder werden 1x im Jahr im Rahmen der JHV befragt und sollen den Vorstand für das vergangene GJ entlasten. Selbst wenn sie das nicht tun, wie in Stuttgart vorgekommen, passiert doch am Ende nichts. Der Stuttgarter Vorstand ist nicht wegen der Nichtentlastung sondern wegen der sportlichen Krise zurückgetreten. Es würde auch gar keinen Sinn machen, das Tagesgeschäft per Mehrheitsvotum von den Mitgliedern beeinflussen zu lassen. Werder lebt aber dieses Vereinsgefühl und FB ist nach unserem Sonnenkönigverschnitt Ludwig dem XIV. (=Eichin) die logische Konsequenz gewesen. FB verbindet, ist nett, sympathisch und integrierend.
Der unternehmerische Geist und die Gestaltungskraft geht den Bremern völlig ab. Jetzt reist FB in der Weltgeschichte umher, um einen starken Trainer zu finden. Das ist die richtige Entscheidung, aber 1,5 Jahre zu spät. Nun ist das hier nur noch ein Himmelfahrtskommando.
Als VS früh gescheitert war, hatte er keinen Plan B. Nouri war als U23 Coach die logische Zwischenlösung. Mehr aber auch nicht. Und wenn die Zuschauer im Augsburgspiel anstatt zu pfeifen und höhnische Gesänge anzustimmen, der Mannschaft Trost gespendet hätten, wäre AN heute noch Trainer ungeachtet der Probleme zwischen ihm und einem Großteil der Mannschaft. FB hätte ihn nicht entlassen.
Wenn wir wider Erwarten die Klasse halten sollte, dann nicht wegen FB sondern trotz ihm.

ich hab Dir ein like gegeben weil ich Dir zu großen Teilen zustimme. Aber vor allem im letzten Abschnitt wirst du mMn etwas ungerecht. ich finde schon das Baumann bei uns eine Menge positives bewegt hat. Die Transfers von Pavlenka, Augustinnson (noch nicht gezündet), Belfodil und Co. waren mMn alle gut! Das große Problem, und da bin ich wieder voll bei Dir, ist in den letzten Jahren hingegen einfach das er es nicht schafft einen Trainer zu installieren der NACHHALTIG erfolgreich und mit Weitblick Fussball spielen lässt. Statt den Trainern Rückendeckung in Form von Kompetenzen und Kante gegen die Mannsachaft zu geben um auch mal mit der Faust auf den Tisch zu hauen und den verwöhnten, überbezahlten Einkommensmillionären Beine zu machen wird der Trainer auf breiter Front alleine gelassen. So geschehen bei VS, so geschehen bei AN.
Jede Medaille hat immer zwei Seiten. Nouris Idee war es zunächst mal die Defensive zu stabilisieren, was mMn ein guter und frommer Plan war. Sein Fehler hingegen war es dabei die Offensive VIEL zu kurz kommen zu lassen! Getreu dem uralten, oft zitierten Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" hat Thomas Schaaf damals einen sehr drastischen, aber auch sehr erfolgreichen Plan dieses Solgans verfolgt. Als ihm dann im Laufe der verpassten Entwicklungen die Spieler für sein System ausgingen ist das ganze Kartenhaus dann gnadenlos in sich zusammen gefallen. Dies versuchte man dann von der Basis her, zunächst mal über eine funktionierende Defensive nebst einer gewissen Haltung auf dem Platz aufzubauen. So weit so gut.
So unausbalanciert wie das Pendel unter Schaaf damals zur Offensive ausschlug so unausbalanciert schlug es bei Dutt und Nouri Richtung Defensive aus. Wir hingegen sollten das Thema "Spielidee" künftig GANZHEITLICHER angehen finde ich! Kohfelds Idee auf dem Platz gegen den Ball vom Sturm bis zur Verteidigung zu denken und nicht anders herum ist da mMn genau der richtige Ansatz um "das Pendel wieder ins Gleichgewicht" zu bekommen.
Auch ein Adi Hütter als Coach wäre für uns mMn eine sehr gute Wahl! Raphael Wicki hingegen würde mMn bei uns nicht funktionieren, ein Rene Weiler mMn nur die erste Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn die Zuschauer im Augsburgspiel anstatt zu pfeifen und höhnische Gesänge anzustimmen, der Mannschaft Trost gespendet hätten, wäre AN heute noch Trainer ungeachtet der Probleme zwischen ihm und einem Großteil der Mannschaft. FB hätte ihn nicht entlassen.

Eine, nicht zu überprüfende Behauptung, die ich nicht nachvollziehen kann.

ich hab Dir ein like gegeben weil ich Dir zu großen Teilen zustimme. Aber vor allem im letzten Abschnitt wirst du mMn etwas ungerecht. ich finde schon das Baumann bei uns eine Menge positives bewegt hat. Die Transfers von Pavlenka, Augustinnson (noch nicht gezündet), Belfodil und Co. waren mMn alle gut!

Ich will da gar keinen rausnehmen, bzgl Pavlenka und LA gebe ich dir auch recht, wobei ich die TP diesen Sommer nicht gut fand, aber gerade die erste Transferperiode von Baumann, zwar begünstigt durch ordentliches Budget, war überdurchschnittlich gut. Dass es Vereine gibt, die auch mit viel Geld schlecht einkaufen, steht als Gegenbeispiel dass jeder Affe mit viel Geld nen guten Kader zusammenstellen kann.

Transfers wie Kruse, der locker woanders mehr hätte verdienen können, wie den erfahrenen Moisander der in der IV eine gesetzte Größe ist und seit langer Zeit mal ein IV mit Aufbauqualitäten zum kleinen Preis, wie Gnabry den man unter Zeitdruck als Notnagel kreativ eingetütett hat, wie Bauer der in seiner ersten Saison überwiegend starke Leistungen abgerufen hat und noch jung ist und weiter wachsen kann, Delaney der auch wieder aus seinem Leistungsloch finden wird. Als echter Flop war da nur Diagne und die VS-Verlängerung, Sane kann man noch als Mittelding einstufen.

Dass es zur Zeit sehr viel an Baumann zu kritisieren gibt: Unbestritten :tnx: sage ich ja auch selbst und werfe ihm einiges vor, soweit ich das verantworten kann aus der Aussenperspektive. Und man braucht auch jemanden nicht für Erfolge von 5 Jahren hochzuhalten, wenn er schon 4 Jahre Nullleistungen bringt. Aber das ist bei Baumann eben nicht der Fall. Baumann hat definitiv die Chance verdient, nach guter erster Phase und schlechter zweiter Phase jetzt die dritte wieder als gute einzuläuten.

Das ist aber meine Meinung. Kann jeden nachvollziehen, der gerne einen anderen Manager sehn will. Ob sich dann aber viel bessert, sei dahingestellt, denn wie man weiß hat va auf Spielerkäufe auch der Trainer immer Mitspracherecht. Sollte man auch bedenken: Vielleicht konnte Skripnik/Kohfeldt das wesentlich besser beurteilen als zB Nouri. Die Einkäufe von Eichin wurden auch etwas besser, als Skripnik dort zum ersten Mal mitwirkte.
 
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ich hab Dir ein like gegeben weil ich Dir zu großen Teilen zustimme. Aber vor allem im letzten Abschnitt wirst du mMn etwas ungerecht. ich finde schon das Baumann bei uns eine Menge positives bewegt hat. Die Transfers von Pavlenka, Augustinnson (noch nicht gezündet), Belfodil und Co. waren mMn alle gut! Das große Problem, und da bin ich wieder voll bei Dir, ist in den letzten Jahren hingegen einfach das er es nicht schafft einen Trainer zu installieren der NACHHALTIG erfolgreich und mit Weitblick Fussball spielen lässt. Statt den Trainern Rückendeckung in Form von Kompetenzen und Kante gegen die Mannsachaft zu geben um auch mal mit der Faust auf den Tisch zu hauen und den verwöhnten, überbezahlten Einkommensmillionären Beine zu machen wird der Trainer auf breiter Front alleine gelassen. So geschehen bei VS, so geschehen bei AN
AN war eigentlich nach dem Gladbachspiel durch. Es kristallisiert sich langsam heraus, dass Teil der Mannschaft gegen ihn waren. Und die Dinosaurier schauen immer trauriger. FB schaut zu. Getreu dem Motto: wird schon irgendwie werden. ER versucht die Probleme auszusitzen. Klappt bei A. Merkel aber nicht in Bremen.
Mein obiger Post bezog sich auf Deichstube, in der gerade verkündet wurde, dass FB den Journalisten Rede und Antwort gestanden hat und in der Trainerfrage wahrscheinlich FK auf der Trainerbank gegen Hannover angekündigt hat. Seine Reise in die Schweiz wahrscheinlich ergebnislos. Warum soll auch ein A Hütter den Platz 1 dort verlassen, um im Familienbetrieb Werder anzuheuern? Dann muss das Schmerzensgeld schon sehr hoch sein.
FB gibt auch unumwunden zu, dass AN sein Plan A war und er keine Gedanken an Plan B verschwendet hat. Bei den Ergebnissen und der Performance der Mannschaft zeugt das von viel Gottvertrauen.
Sympathisch, nett. Aber als Gestalter und Geschäftsführer mutet mir das nicht an. Und der soll den Spielern den Marsch blasen???
 
Grundsätzlich stimme ich zu, aber mit dem Hinweis, dass FG als U 18 Spieler kam und eben auch eine genaue Vorstellung von dem
hatte, wie er sich seinen Karriereverlauf vorstellt. Außerdem hatte er nachhaltig eine etwas egozentrische Haltung indem wie und wo
er sich sah. Letztendlich äußerte es sich ja auch bei den Vertragsverlängerung (zunächst hinhalten).
Ich meine das nicht negativ. Nur haben sie ihn mit den "begleitenden Maßnahmen" zur Persönlichkeitsbildung nicht erreicht.
Er war letztendlich nur ein Satelitt, der sich mit seinem Leistungsniveau gern über dem der anderen Spieler sah.
Ganz anders der Fall JE und ME!!!! Die sind aber beide auch länger im Verein und haben den Marsch durch die "Instanzen", auch
mit dem richtigen "Köpfchen" (samt Elternhaus), vollzogen.
Die Persönlichkeitsbildung beginnt eigentlich schon im U 15-Bereich. Absolute Zustimmung, wenn du mit 17, 18, 19 Jahre den
Entwicklungszeitraum der Pubertät meinst. Da kannst du manchmal vorgearbeitet haben .... da läuft dann alles schief.
Die Chancen stehen da aber besser, wenn sie in einem gewachsenen Gefüge sich bewegen. Ich nenne da mal das
Beispiel der U 17 unter MG. Da hat bisher vieles hingehauen! Nicht nur aus Sicht des Fußball. Da können sich die Verantwortlichen
inkl. der Trainer vorher sowie die Sichtung ab U 15/16 auch mit auf die Schulter klopfen.
Diesen Punkt hatte ich vor längerer Zeit bereits hier mal thematisiert. Da gab es dann User die meinten gewisse Erfolge an einem
Trainer (u. a. VS)festmachen zu müssen. Diese Erfolge, ob nun in den Meisterschaften oder bei einzelnen Spieler basieren in der
Regel auf Kompetenzen, die den Weg dieser Erfolge viel früher ebneten.
Z. B. engagierte Jugendtrainer in welchen Entwicklungsabschnitten auch immer, die aber über einen längeren Zeitraum mit diesen
Spielern "arbeiten/leben". Ich bleibe daher streitbar, gerade im Jugendbereich einem Trainer(gerade auch wenn er ihn nur 1 oder 2 Jahre
unter seinen Fittichen hatte) den Erfolg zuzuschreiben.
Man wird niemals in den großen "Talentschmieden" (Barca, Ajax, Stuttgart, Wolfsburg, Bayern etc.) einen Super-Trainer haben.
Es ist immer das Kollektiv.
Jetzt bin ich über den Hund zum Stert gekommen;).:beer:
Gut beschrieben und trifft das, was ich gemeint habe. Bei Grillitsch im Besonderen: die in der frühen Jugend schon herausragenden Spieler bekommen auch leicht den Hang zum überheblichen, arroganten Verhalten, hervorgerufen und bestärkt u.a durch das Elternhaus. Ich denke da zurück, als mein Filius in der Jugend spielte und im Nachbarverein der eine oder andere "Herausragende" spielte (u.a. der Sohn eines damals ehemaligen aber noch aktiven Nationalspielers).
Grillitsch wurde geprägt durch sein Elternhaus. Die Möglichkeit, bei RB Salzburg unterzukommen wurde ausgeschlagen, weil z.B. bei Nichterfüllung der Vorstellungen von RBS die Gefahr durch das Raster zu fallen bestand. Statt dessen führte ihn der Weg nach Bremen. Die, so die Aussagen, hatten einen Plan für das weitere Fortkommen. Der Vater hat ihn jede Woche vom Wohnort zum Leistungsstandort gekarrt. So betrachtet wurde seine "Karriere" durchgeplant, also der Wechsel St. Pölten > Bremen > Hoffenheim > XXX (denn er ist noch nicht am Ende!!). Wenn man das so als junger Mensch erfährt, muss man schon sehr aufpassen, nicht abzuheben.
 
FB gibt auch unumwunden zu, dass AN sein Plan A war und er keine Gedanken an Plan B verschwendet hat. Bei den Ergebnissen und der Performance der Mannschaft zeugt das von viel Gottvertrauen.
Sympathisch, nett. Aber als Gestalter und Geschäftsführer mutet mir das nicht an. Und der soll den Spielern den Marsch blasen???
Natürlich war AN Plan A, ansonsten hätte FB nicht so viel für ihn im Sommer umgebaut... wie schon von mir beschrieben. Jedes Unternehmen dieser Welt, wird an seinen "Keyplayer" so lange fest halten, wie es geht, wenn eine Strategie zusammen entwickelt wurde, in dem dieser Player die Hauptsäule ist. Die Strategie hat ja zum Teil Anfangs auch gut gegriffen. Gegen Bayer etc. sah es alles noch gut aus und man sah, dass hier was gehen kann. Danach war dann aber irgendwie die Luft raus, keiner weiß was zwischen Mannschaft und Trainer passiert ist. Ich lehne mich aber so weit raus, dass Kruse nach den Freistellungen im Sommer, die auf den Mist von AN gewachsen sind und die defensive Spielweise, keinen Bock mehr auf AN hatte und dies auch Mannschaftkollegen mitgeteilt hat. Dann Unruhe intern aber keiner spricht so wirklich darüber, außer Kruse, der vom ersten Spieltag an kritisch dem Trainer gegenüberstand... Jedes Interview war ein wenig anti AN.

Wie dem auch sei, ein Unternehmen wirft nicht einfach eine Person raus, die sehr hohe Verantwortung hat, sondern erst wenns schief läuft. Siehe VW Abgasskandal... Die wussten intern, dass da was faul ist aber solange es sonst keiner weiß, who cares. Der Markt ist ja nicht gerade voll mit gut ausgebildeten Personen, die die selbst Tätigkeit in der gleichen oder besseren Qualität abliefern würden...
Ich gehe auch fest davon aus das Plan B die ganze zeit FK ist, man dachte halt nur man hat mehr Zeit ihn aufzubauen.

Grundsätzlich stimmt es aber, dass sich zu sehr auf der Rückrunde ausgeruht wurde und es keinen "echten" alternativen Plan B gibt.
Ich mein Profifußball ist ein umkämpftes Business, da sollte es keinen wundern, dass man Trainer sucht, während der eigentliche noch fest im Sattel sitzt. Naja würde aber auch zur Folge haben, dass die Medien es irgendwie öffentlich machen und dann ist die Integrität vom Trainer intern dahin... daher muss die Geschäftführung auch irgendwie dahinter stehen. Schon irgendwie n Teufelskreis, n richtig oder falsch gibt es hier nicht, der Erfolg gibt einen Recht oder eben nicht.
 
..... aber gerade die erste Transferperiode von Baumann, zwar begünstigt durch ordentliches Budget, war überdurchschnittlich gut. .......

Das spielt aktuell leider keine Rolle mehr. Und wie Du selbst meinst, ist die TP vor dieser Saison nicht gut gewesen. Da stimme ich Dir ausdrücklich zu Ausnahme: Pavlenka.
In diesem Punkt muss ich Dir, @tantekaethe72, auch deutlich widersprechen. Weder Belfodil noch Gondorf haben das Team in irgendeiner Form vorangebracht, und auch Augustinsson kommt bei objektiver Betrachtung nicht über die Note "ausreichend" hinaus. Kein Sommer-Zugang setzt im Werder-Spiel mal entscheidende Impulse. Sie können wegen fehlender individueller Stärke auch nicht mal mit einer Einzelleistung ein Spiel "drehen" (zumindest bisher)....eine Fähigkeit, die angesichts der höchst mittelmäßigen Mannschaftsleistung enorm wichtig wäre. Und auch in puncto Entlastung des Kaders hat Baumann nicht vollends Klar Schiff machen können.......es gibt also nicht viel, was man Baumann hier zugute halten kann.

Und ehrlich gesagt erwarte ich von einem Sportdirektor auch eine Abstimmung mit dem Trainer und Reaktion auf Veränderungen. Wenn ein Trainer (seinerzeit Nouri) für eine Saison die Defensive sichern will (den Ansatz kann man ja nachvollziehen), muss ich als SD für die Spieler sorgen, die dann auch die veränderte Spielidee (=schnelles Umschaltspiel) umsetzen können. Dafür ist nur Bartels (wegen seiner Schnelligkeit) geeignet, Kruse könnte die Pässe schlagen. Aber dann hört schon alles auf. Keiner der Zugänge ist überragend schnell. Die Spielidee ist komplett ausgehöhlt, wenn Bartels abgemeldet ist oder außer Form. Da hat Baumann nichts unternommen. Problem entweder nicht erkannt oder nicht gelöst.
 
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