Klaus-Dieter Fischer (Ehrenpräsident)

Hier will Fischer aber kein eigenes Geld verwenden. Insofern ist dieser Gedankengang überfällig.

Andererseits kommt man wohl nur in Bremen auf die Idee, in Krisenzeiten die Kapazität zu erhöhen, während man zu Champagnerzeiten lieber teuer ohne Kapazitätserhöhung umbaute.

und 8000 zuschauer mehr pro spiel wollen sich dann freiwillig das abstiegskampfgegurke antun?
 
und 8000 zuschauer mehr pro spiel wollen sich dann freiwillig das abstiegskampfgegurke antun?

Wenn es kein eigenes Geld kostet, ist es natürlich richtig, für den Fall eventuell eintretender sportlicher Erfolge kapazitätsmäßig gerüstet zu sein. Der vorherige Umbau jedoch ist ne Aktion, um die man uns wohl auch in Schilda beneidet hätte.
 

Die EM-Bewerbung war so ziemlich der größte Witz, den man nur machen konnte. Als ob das Weserstadion nur den Hauch einer Chance gehabt hätte....:lol::lol::lol:

Aber was soll das ganze Gejammer? Kaiserslautern hatte mal ein WM-Stadion und was waren die Folgen danach?

Muß ich nicht haben. 42000 Zuschauer reichen für Werder allemal, zumal der künftige sportliche Weg eher nach unten als nach oben gehen wird

Und was Fischer betrifft: 100 % pro zu seiner Aussage mit den nicht eingesetzen Nachwuchstalenten, 100 % contra zu seiner Aussage, das wir in 8-10 Spielen auch ein 50.000 Zuschauer fassendes Stadion füllen könnten. Absurde Einschätzung! Genauso absurd wie ein weiterer Stadionum/ausbau wäre. Finanziell sogar völlig absurd...
 
Wieso absurd?
Ich denke KDF wird diese Aussage nicht ohne Grund rausgehauen haben...
Das Weser-Stadion hat, trotz des miesen Saisonstarts lt. transfermarkt.de, in dieser Saison eine Auslastung von bisher 99% (gesamte letzte Saison 97%).
Da ist es doch legitim, sich auch mal Gedanken über eine Stadionerweiterung zu machen....

Aber sicher, im Moment ist alles blöd bei Werder. Was die Oberen machen und sagen, es ist alles verkehrt.
 
Für so absurd halte ich die Aussage, daß Werder 8-10 Spiele/Saison ein 50.000-Zusschauer-Stadion füllen könnte, gar nicht - ein Verbleib in der 1. Liga vorausgesetzt. Trotz überwiegend enttäuschender Darbietungen in den Heimspielen war 16/17 das Weserstadion 12x ausverkauft bzw. selbst in der grottigen Saison davor war die Hütte 8x voll. Außerdem ist die Anzahl der Dauerkarten auf 25.000 limitiert, so daß mit einem Ausbau die Anzahl der Saisontickets erhöht bzw. die Warteliste entzerrt werden könnte.

Andererseits: hat Werder noch die finanziellen Verpflichtungen des letzten Umbaus zu erfüllen, dessen abstrusen Finanzierungsplan mit den Luftschlössern von 20 Heimspielen / Saison auch ein KDF mitgetragen hat; und selbst wenn diese Verbindlichkeiten getiligt wären, würde bei der derzeitigen sportlichen Situation ein Ausbau der nächste wirtschaftliche Ritt auf der Rasierklinge bedeuten, denn bei einem Abstieg in die 2. Liga könnte selbst ein konservativ kalkulierter Finanzierungsplan Werder das fianzielle Genick brechen.
 
Andererseits: hat Werder noch die finanziellen Verpflichtungen des letzten Umbaus zu erfüllen, dessen anstrusen Finanzierungsplan mit den Luftschlössern von 20 Heimspielen / Saison auch ein KDF mitgetragen hat; und selbst wenn diese Verbindlichkeiten getiligt wären, würde bei der derzeitigen sportlichen Situation ein Ausbau der nächste wirtschaftliche Ritt auf der Rasierklinge bedeuten, denn bei einem Abstieg in die 2. Liga könnte selbst ein konservativ kalkulierter Finanzierungsplan Werder das fianzielle Genick brechen.

ganz genau! :tnx:
 

Das meinte ich auch in erster Linie. Finanziell eben völlig absurd, sowohl was Werder als auch die Stadt Bremen betrifft. Für Werder wäre das der Todesstoß. Das würde in etwa bedeuten, das wir künftig nicht nur 20 Heimspiele kalkuliert haben, sondern auch jedes Jahr Transferüberschüsse erwirtschaftet werden müßten. Also quasi fast nur noch verkaufen statt kaufen. Wie das dann sportlich aussehen würde brauche ich wohl kaum zu erwähnen...

Einzige Ausnahme sehe ich bei diesem Szenario: Wenn es uns tatsächlich irgendwann mal gelingen würde, einen absoluten (Verkaufs) Transfercoup zu landen, wo wir eine abenteuerliche Ablöse generieren könnten (und damit meine ich keine 20 Mio o.ä.), dann würde es mMn sogar Sinn machen, davon den Großteil ins Stadion zu stecken, sei es durch Tilgung der Altlasten (die uns viel neuen Spielraum geben würden) oder eben durch einen Ausbau.
Ich bleibe aber bei meinen Zweifeln, das wir in 8-10 Spielen rund 8000 Zuschauer mehr haben könnten. Das wäre allenfalls möglich, wenn man diese durch Dauerkartenverkauf (und zwar sehr preiswerte Dauerkarten) überwiegend an den Mann/Frau bringen könnte.

Wir haben da eine lange Warteliste, wobei aber die Frage ist, was diese Leute aktuell machen? Gehen die mit Tageskarten ins Stadion? Dann wären es natürlich keine potenziell neue Kunden für die neuen Plätze!
 
...
Wir haben da eine lange Warteliste, wobei aber die Frage ist, was diese Leute aktuell machen? Gehen die mit Tageskarten ins Stadion? Dann wären es natürlich keine potenziell neue Kunden für die neuen Plätze!

Auch wenn ich mich jetzt OnTopic nicht einmischen moechte, wollte ich dennoch kurz auf obiges eingehen: Mit Dauerkarte (versuche seit Jahren, zwei Stueck zu bekommen) wuerde ich jedes Heimspiel mitnehmen, ohne fahre ich nur ganz selten hin, weil es mir die Tageskartenpreise fuer den derzeitigen Rotz, der teilweise gespielt wird, nicht wert sind. Und ich kann mir vorstellen, dass das viele so sehen. Das betrifft insbesondere die hochpreisigen Kategorien - zumindest bei Ottonormalverbrauchern. Ich kann und will es mir jedenfalls nicht leisten, zweimal im Monat 70 Euro fuer eine Karte zu bezahlen plus Bier/Bratwurst und die Anreise. Bei sagen wir 500 Euro im Jahr rein fuer das Ticket ist bei mir die absolute Grenze - schliesslich ist Fussball ja nur ein Hobby. Mir wuerde es nicht im Traum einfallen, 1000 Euro oder aehnliches fuer eine Jahreskarte zu bezahlen - wo sind wir denn da? (Und ja, mir ist bewusst, dass der hoechste Preis so um die 750 Euro liegt, das war in Kombination mit zwei Bier plus Bratwurst und meiner Aneise gemeint - wobei das dann natuerlich wieder deutlich mehr als der Tausender waere, aber so kann man ja schlecht offiziell rechnen, Werder kann ja nichts dafuer, dass ich nicht in der Naehe wohne - es ging mir da nur ums Prinzip, weils ja irgendwie auch dazu gehoert...)
 
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Auch wenn ich mich jetzt OnTopic nicht einmischen moechte, wollte ich dennoch kurz auf obiges eingehen: Mit Dauerkarte (versuche seit Jahren, zwei Stueck zu bekommen) wuerde ich jedes Heimspiel mitnehmen, ohne fahre ich nur ganz selten hin, weil es mir die Tageskartenpreise fuer den derzeitigen Rotz, der teilweise gespielt wird, nicht wert sind. Und ich kann mir vorstellen, dass das viele so sehen. Das betrifft insbesondere die hochpreisigen Kategorien - zumindest bei Ottonormalverbrauchern. Ich kann und will es mir jedenfalls nicht leisten, zweimal im Monat 70 Euro fuer eine Karte zu bezahlen plus Bier/Bratwurst und die Anreise. Bei sagen wir 500 Euro im Jahr ist bei mir die absolute Grenze - schliesslich ist Fussball ja nur ein Hobby. Mir wuerde es nicht im Traum einfallen, 1000 Euro oder aehnliches fuer eine Jahreskarte zu bezahlen - wo sind wir denn da? (Und ja, mir ist bewusst, dass der hoechste Preis so um die 750 Euro liegt, das war in Kombination mit zwei Bier plus Bratwurst und meiner Aneise gemeint - wobei das dann natuerlich wieder deutlich mehr als der Tausender waere...)

:tnx:

Prima, ein erstes Statement eines potenziellen Dauerkartenkunden. Wenn es viele gibt, die auch so ähnlich denken, würde sich, wie oben aufgeführt, das Einführen weiterer preisgünstiger Dauerkarten für die neuen Plätze u.U. wirklich rechnen. Das heißt, das wir in der Tat den Zuschauerschnitt so anheben könnten.

Dennoch sehe ich für eine SOLIDE Finanzierung derzeit keine Chance, ohne den totalen sportlichen Kollaps zu riskieren.
 
:tnx:

Prima, ein erstes Statement eines potenziellen Dauerkartenkunden. Wenn es viele gibt, die auch so ähnlich denken, würde sich, wie oben aufgeführt, das Einführen weiterer preisgünstiger Dauerkarten u.U. wirklich rechnen. Das heißt, das wir in der Tat den Zuschauerschnitt so anheben könnten.

Dennoch sehe ich für eine SOLIDE Finanzierung derzeit keine Chance, ohne den totalen sportlichen Kollaps zu riskieren.

Vom Grundsatz her sehe ich das aber genauso, wie Du. Werder kann ja nicht damit planen, dass alle 10.000 Dauerkarten Interessenten bereit waeren, beliebige Plaetze direkt abzunehmen. Die ueblichen 10% Schwarzmarkthaendler mal ausgenommen :ugly: Wer ist denn heutzutage noch bereit, viel Geld fuer sein Hobby auszugeben? Das sind die ganz jungen Leute, die sich nur die Ost leisten koennen (wo man aber keine Karten mehr bekommen kann) oder die gestandenen Leute, denen der Preis egal ist - die sind aber in der Minderheit. Ich koennte mir gut vorstellen, dass diese 500 Euro Grenze bei den Allermeisten vielleicht schon zu hoch gegriffen sein koennte, eben weil ja nicht nur der Betrag alleine zu Buche schlaegt. Nehmen wir diese theoretischen 10.000 Leute, reduziert sich aber auch das Kontingent der verkauften Tageskarten um einen dennoch vorhandenen Prozentsatz (vielleicht bis 25%, die auch ohne DK immer im Stadion sind plus denjenigen, die es sich eben nur ganz manchmal leisten koennen). Was ich aber sagen will: Die Menge an Leuten, die bereit sind, viel Geld fuer Werder zu bezahlen ist endlich. Und bei unserer derzeitigen sportlichen Lage sicherlich weit weit davon entfernt, dass das Weserstadion bei einer aufgestockten Kapazitaet von sagen wir 50.000 Plaetzen auch nur annaehernd die gleiche Auslastung haette, wie derzeit.
 
Teilweise stellt er gute und sinnvolle Fragen, aber dennoch ist das aus meiner Sicht absolut kein guter Stil. In erster Linie muss man sich fragen, weshalb er die Umsetzung solcher Fragen - die überwiegend nicht neu sind - nicht in den vergangenen Jahren angesprochen, als das konkret seine Aufgabe war. Der Mitgliederstopp fand in erster Linie noch während seiner Amtszeit statt. Was hat man damals dagegen getan? Filbry hat unter Fischer keine besonders gute Arbeit geleistet und sich auch damals in Krisenzeiten stets versteckt. Auch unter Fischer hat Filbry Dutt, Skripnik und Eichin gerade dann nicht zur Seite gestanden, wenn es notwendig gewesen wäre.
Solche Fragen hätte er auf der Mitgliederversammlung in die Diskussion einbringen können oder sich direkt mit seinen Sorgen an die Vereinsleitung wenden können, aber als Ehrenpräsident ist ein kritischer Gastbeitrag in einer Zeitung ist im Vergleich dazu eher weniger konstruktiv. Zudem fällt auf, dass er sehr distanziert von Filbry und Hupe spricht, während er Baumi ja geradzu überschwänglich lobt.
 
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