Fussballfans sind keine Verbrecher!


nö. momentan sieht halt alles danach aus, dass die polizei wieder mal die fans absichtlich nicht zum spiel gelassen hat. mit der begründung der konspirativen anreise, also weil die ultras es gewagt haben mit dem auto zu fahren. da ist jegliche kritische hinterfragung der polizeiaktion berechtigt, während hingegen den ultras vorzuwerfen, nicht den zug genommen zu haben, und deswegen die aktion provoziert zu haben, victim blaming at its best ist.
 
Wenn Du im Ansatz berücksichtigen würdest, dass es Gründe für die Kontrolle geben könnte, nämlich u.a. das wiederholte Mitnehmen von Pyro in der Vergangenheit, ginge das in Richtung objektive Bettrachtung. Das fehlt aber, von daher sind Deine Aussagen aus meiner Sicht einsritig.

Sollte bei den Kontrollen etwas gefunden worden sein, sind die betreffenden Leute auch keine Opfer.

Ich kann von hier nicht bewerten, ob die Kontrollen angemessen waren. Von daher gehe ich nicht so weit wie Du, Persilscheine auszustellen.

Zum Thema Zug oder Auto - mir ist es gleich, wie jemand und Stadion fährt. Aber auffällig ist es schon, wenn eine Gruppe auf mal das Auto wählt. Da würde mich schon interessieren, warum. Wenn nur, um ins Stadion zu kommen, ok, Wenn, um auf dem Weg Pyro & Co rein zu bekommen, nicht ok.
 
Wenn Du im Ansatz berücksichtigen würdest, dass es Gründe für die Kontrolle geben könnte, nämlich u.a. das wiederholte Mitnehmen von Pyro in der Vergangenheit, ginge das in Richtung objektive Bettrachtung. Das fehlt aber, von daher sind Deine Aussagen aus meiner Sicht einsritig.

Sollte bei den Kontrollen etwas gefunden worden sein, sind die betreffenden Leute auch keine Opfer.

Ich kann von hier nicht bewerten, ob die Kontrollen angemessen waren. Von daher gehe ich nicht so weit wie Du, Persilscheine auszustellen.

Zum Thema Zug oder Auto - mir ist es gleich, wie jemand und Stadion fährt. Aber auffällig ist es schon, wenn eine Gruppe auf mal das Auto wählt. Da würde mich schon interessieren, warum. Wenn nur, um ins Stadion zu kommen, ok, Wenn, um auf dem Weg Pyro & Co rein zu bekommen, nicht ok.

Bericht aus dem WK 02.10.17
Messer und Sturmhauben wurden aufgefunden. Die Hamburger Polizei wird sich am Montag äußern.
 
jo. das messer war laut worum ein taschenmesser, was halt in einem auto im handschuhfach drin lag. ein paar sturmhauben, deren mitführung übrigens nicht verboten ist, bzw. allgemein vermumungsgegenstände, was ja für die hamburger polizei alles mögliche bis hin zu schlauchschals sein kann, wie man seit letztem jahr weiß. und dann noch die von der polizei aufgeführte bedrohung durch eine iy autobesatzung, die wohl die türen eines polizeifahrzeugs aufgerissen haben sollen. dass das nicht als begründung dafür reicht, die ganzen 170 leute offenbar über 6 stunden im regen im kessel stehen zu lassen, merkt jeder, abgesehen natürlich von den paar üblichen hanseln hier, von denen die meisten vermutlich auch beim g20 keine polizeigewalt erkennen konnten.

allein die zunächst aufgeführte absolut lächerliche begründung der konspirativen anreise für das festhalten der fans, zeigt doch, dass die polizei nicht viel vorzuweisen hat. wenn man random 170 leute und ca 40 autos von usern hier nehmen würde, würde man vermutlich nicht weniger finden.
 
Könnt ihr bitte aufhören über "die Fans" zu diskutieren. Wir reden hier über 170 von ca. 6.000 angereisten Personen, also etwa 2.8%. Und wer nach G20 immer noch nicht begriffen hat wie die Hamburger Polizei drauf ist, dem ist nicht zu helfen. Vermummung war dort der Vorwand eine komplette Demonstration gewaltsam zu zerschlagen. Und wer vermummt in das Hamburger Stadion möchte sollte wissen, daß ihm ein Nachmittag im Regen bevorsteht. Die Hamburger Polizei will ich hier mit keinem Wort in Schutz nehmen denn was dort seit Schill passiert ist ein Skandal. Aber "die Fans" sollen nicht rumheulen, daß sie nicht ins Stadion kommen. Sie kennen die Regeln, sie verstoßen bewusst dagegen und die Konsequenzen in Hamburg sind bekannt.
 
Dass die konsequenzen bekannt sind, macht es in irgendeiner art und weise besser? Und gegen welche regeln wurde denn von den 170 fans bewusst verstoßen?
 
Dass die konsequenzen bekannt sind, macht es in irgendeiner art und weise besser? Und gegen welche regeln wurde denn von den 170 fans bewusst verstoßen?

Kann ich dir nicht sagen, dafür müsste ich den Polizeibericht sehen. Aber jeder Mensch sollte spätestens nach G20 begriffen haben, wie die Hamburger Polizei tickt. In kurzen Worten: Null Toleranz. So, jetzt kann man Ultramäßig darauf pfeifen und hoffen man kommt durch, oder aber die Hamburger Polizei macht was sie eben bekanntlich macht. Und da es hier wieder einmal nur eine sehr kleine Minderheit getroffen hat gehe ich davon aus, daß 5.830 Bremer sich vernünftig verhalten haben.

edit meint, es waren gar nicht 6.000 sondern nur ca. 5.000 Zuschauer da. Gab es das schon mal, daß das Derby in den letzten 20 Jahren nicht ausverkauft war?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ich fand die medialen Begründungen auch sehr fadenscheinig, zumal keine Straftaten vorlagen,
mit dieser Angaben, die ich in den Medien vernahm, könnte man jede Fan Gruppe zurückschicken

:schal:

Ich frage mich allerdings woher denn die Hamburger Polizei so genau weiß WEN sie zwei Kilometer vom Stadion entfernt anhalten muss und warum. Klingt für mich so, als habe man sehr genau gewusst wer da mit den Autos unterwegs sein würde.
 
Ich frage mich allerdings woher denn die Hamburger Polizei so genau weiß WEN sie zwei Kilometer vom Stadion entfernt anhalten muss und warum. Klingt für mich so, als habe man sehr genau gewusst wer da mit den Autos unterwegs sein würde.
Fragst du dich wirklich oder nee jetzt habe ich es verstanden;)
Natürlich hat die Hamburger Polizei Aufklärungsergebnisse gehabt. Der Zufall (welcher auch immer) musste hier mit Sicherheit nicht bemüht werden.
Das Klientel ist bekannt plus Aufklärungsergebnisse bzw. Hinweise von gemäßigten Ultras runden das Ergebnis ab.
Tony nun bemühe bitte nicht den G20, sicher zur Feststellung wie die Hamburger Polizei drauf ist. Ich setze einfach mal voraus, dass du mit dem
Hinweis "Vermummung wäre der Vorwand gewesen eine komplette Demonstration aufzulösen" nur so als Erklärung darstellen wolltest.
Zur Erklärung: In dieser Demonstration befand sich ein nicht unerheblicher Teil an Vermummten. Richtig ist, dass nach Aufforderung und
Gesprächen einige die Vermummung ablegten. Andere jedoch nicht und dann kam es zu der Auflösung. Die Vermummten konnten sich dann auch
gut aus dieser "Umklammerung lösen und konnten auf vorbereiteten Fluchtweg flüchten. Scheinen mir keine Ahnungslosen gewesen zu sein.
Dies alles obwohl auswärtige Autonome (der deutschen Sprache nicht mächtig) unter den Vermummten waren. Taktische Zeichen konnten sie jedoch lesen.
 
norge hat das im worum ganz gut zusammengefasst, da brauche ich mir die mühe nicht mehr machen:

Zitat von Norge;10639211:
Das ist schon harter Tobak, den sich die Hamburger Polizei mal wieder dort geleistet hat. Ich frage mich, mit welcher Begründung die da unzählige Fans für Stunden festgehalten haben, obwohl nur bei ganz wenigen etwas gefunden wurde. Denn selbst wenn die sich anscheinend unendlich Zeit mit den Durchsuchungen gelassen haben, so müssen sie irgendwann angefangen haben und irgendwann muss auch mal jemand fertig durchsucht worden sein, bei dem man nichts belastbares gefunden hat. Mit welcher Begründung werden die Leute dann für weitere Stunden festgehalten?
Jetzt äußert sich auch die Polizei HH:
In Privatfahrzeugen und nicht wie sonst in Bussen oder Sonderzügen waren die Ultras angereist – so entzogen sie sich der Überwachung durch die Polizei. Oder besser gesagt: sie hatten es vor. Die Polizei verzeichnete in Hamburg aber eine „auffällige Fahrbewegung“ in Richtung eines großen Supermarktparkplatzes im Stadtteil Lurup unweit des Volksparkstadions. Dort trafen sich die Ultras, dort mischte sich dann auch die Polizei ein.
„Wenn Energie in etwas gesetzt wird, um polizeiliche Maßnahmen zu unterlaufen, fragt man sich, warum das geschieht. Da können wir nicht untätig bleiben“, erklärt Timo Zill, Pressesprecher der Hamburger Polizei gegenüber der DeichStube und nennt das Fan-Verhalten „konspirativ“.
Was passiert wäre, wenn die Ordnungsmacht nichts unternommen hätte? Zill nimmt aus Erfahrung an, dass es nicht friedlich geblieben wäre: „Dann hätten die Bremer Problemfans versucht, auf Hamburger Problemfans zu treffen. Und sie hätten auch zueinander gefunden.“ Eine Auseinandersetzung, in die auch Unbeteiligte hätten verwickelt werden können, war das Szenario, das es zu verhindern galt. Zill: „Mit dieser Gefahr mussten wir umgehen.“
Man muss sich diese Aussage mal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. Das ist doch an Arroganz und versuchter Verblödung der Öffentlichkeit nicht mehr zu überbieten. :helm:
1. „Wenn Energie in etwas gesetzt wird, um polizeiliche Maßnahmen zu unterlaufen, fragt man sich, warum das geschieht." - Hätte die Polizei sich das wirklich mal gefragt. Dann wäre sie nämlich vielleicht auch auf die richtige Antwort gekommen. Sie haben doch in den letzten Jahren selbst alles dafür getan, dass sich die Ultras natürlich irgendwann nach Anreisealternativen umsehen, wenn sie wissen, dass sie per Bus eh weit vor Hamburg festgehalten und mit fadenscheinigen Argumenten wieder nach Bremen zurückgeschickt werden.
2. "Dann hätten die Bremer Problemfans versucht, auf Hamburger Problemfans zu treffen. Und sie hätten auch zueinander gefunden." - Das hat ungefähr das geistige Niveau wie das derjenigen, die wollen, dass Nouri jetzt rausgeworfen wird, weil er ja eh die nächsten drei Spiele verlieren wird. Außerdem wäre es ja wohl für die Polizei kein Problem gewesen, 170 Fans als Gruppe zum Stadion und ihren Block zu begleiten, ohne dass es zu Berührungen mit HSV-Fans kommt.
Bei anderen Kontrollierten wurden ein Messer, ein Pfefferspray sowie drei Sturmhauben, fünf Schlauchschals und zwei Mundschutze gefunden. Utensilien also, die nicht auf friedfertige Absichten hindeuten.
3. Selbst wenn diese Gegenstände immer einzeln gefunden worden wären, würden wir hier von max. 12 Personen (von 171) sprechen, die eine potentielle Gefahr darstellen könnten. Wieso werden 159 (oder mehr) Personen deswegen in Sippenhaft genommen? Zumal einige ja nur ganz zufällig in die Kontrolle geraten sind und mit der "konspirativen" Anreise gar nichts zu tun hatten.
Also wurde kontrolliert. Und zwar so lange, bis das Spiel begonnen hatte und lange darüber hinaus. Erst um 21.15 Uhr war alles vorbei. Gegenüber „MeinWerder“ klagte Augenzeugin Susanne Franzmayer vom Fan-Projekt Bremen: „Das war Schikane.“ Und: „Um 16.00 Uhr stand der Lichtmast schon. Die (Polizisten, d. Red.) wussten also gleich, dass das Ganze länger dauert.“ Künstlich herausgezögert wurde die Maßnahme aber nicht, behauptet der Sprecher der Polizei: „Es dauert eben, so viele Personen zu kontrollieren.“
4. Man braucht 6 Stunden, um 171 Personen und 31 Autos zu überprüfen? Hat da nur einer überprüft und der Rest hat aufgepasst, dass keiner abhaut? Aber schön, dass die Hamburger Polizei wenigstens selbst zugibt, dass Effektivität bei denen wohl nicht ganz oben auf der Liste steht.

Ich hoffe sehr, dass da von Werder endlich mal klare Worte kommen, dass man das so nicht mehr akzeptieren wird!

e: Hobsch, weil zu langsam


6 stunden für 170 Personen, darunter genug die sich rein gar nichts zu schulden haben kommen lassen. ja klar. geile aktion der polizei. manche haben hier den schuss doch nicht gehört.
 
Zur Erklärung: In dieser Demonstration befand sich ein nicht unerheblicher Teil an Vermummten. Richtig ist, dass nach Aufforderung und
Gesprächen einige die Vermummung ablegten. Andere jedoch nicht und dann kam es zu der Auflösung. Die Vermummten konnten sich dann auch
gut aus dieser "Umklammerung lösen und konnten auf vorbereiteten Fluchtweg flüchten. Scheinen mir keine Ahnungslosen gewesen zu sein.
Dies alles obwohl auswärtige Autonome (der deutschen Sprache nicht mächtig) unter den Vermummten waren. Taktische Zeichen konnten sie jedoch lesen.

Genosse Eisen, diese Diskussion beginnen wir besser nicht (und sie würde eh gelöscht, da politisch). Vom G20 Gipfel habe ich sehr sehr gute Informationen, erste Hand und Live vor Ort, Foto und Video plus natürlich Erlebnisberichte. Praktisch, wenn man Journalisten in der Familie hat die von Wasserwerfern von der Straße gefegt werden nachdem vorher die Ankündigung kam (in einem Rechtsstaat!), daß jeder der jetzt nicht verletzt werden möchte den Platz räumen solle. Unpraktisch für ebendiese Journalisten, wenn sie nicht mal in der Nähe von Welcome to Hell waren und ihre verfassungsgemäßen Rechte als Vertreter der 4. Macht in diesem Staate ausüben wollten. Unpraktisch auch, wenn man ihnen die Kamera und sonstige Ausrüstung ohne Angabe von Grünen und ohne Quittung etc. konfisziert. Nein, G20 ist ein Schandfleck für dieses Land und bei Grote und Dudde war das mit Ansage so und nicht anders zu erwarten.

edit: Kleiner Nachtrag: Wenn man rund um das Derby so gehandelt hätte wie bei dem Gipfel, dann hätte die Polizei den kompletten Bremer Block im Stadion geräumt oder die ca. 5.000 Fans gar nicht erst in das Stadion gelassen. Nur bei dem Gedanken an die Geschehnisse im Juli kriege ich schon wieder nen Hals. Wäre ich Präsident eines autoritären Regimes und lasse man wieder eine Demo gewaltsam räumen und bekomme dann Kritik aus Deutschland, ich würde ihnen kalt lächelnd die Bilder aus Hamburg zeigen.

Zu deiner Vermutung hast du recht, natürlich gehe ich davon aus, daß die kontrollierten Personen polizeibekannt waren ;) Und mein Hinweis der Vermummung auf G20 diente dazu aufzuzeigen, wie wenig für die Polizei notwendig ist, wenn der Ausgang vorher bereits klar ist und man den Vorwand liefert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich frage mich allerdings woher denn die Hamburger Polizei so genau weiß WEN sie zwei Kilometer vom Stadion entfernt anhalten muss und warum. Klingt für mich so, als habe man sehr genau gewusst wer da mit den Autos unterwegs sein würde.

Das war bei 170 Usern wohl nicht so schwierig herauszufinden :)

Wenn ein Werderzeichen ausreicht, jemanden festzusetzen, kann ich gleich in der Türkei Urlaub machen.:heul:

wenn mir das dreimal passiert, würde ich das nächste Mal schlauer und ideenreicher agieren und nicht mehr geschlossen und über einen größeren Zeitraum anreisen.
:schal:
 
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